© Dr. J. Musehold / windwahn.de

Energiespinnereien: Viel Wind um nichts

Sie sehen scheinbar modern aus, nutzen vermeintlich kostenlos Energie aus der Luft und versprechen eine dunkelgrüne Zukunft: Windkraftanlagen sind das neue Allheilmittel der Politik.

Leider – oder besser zum Glück – spielt sich die Realität jedoch nicht allein in deren korrupten Hirnen ab, denn diese ökologischen Träumereien sind nichts weiter als windige Trickspiele, denen offenbar weite Teile der Bevölkerung wie gehabt zum Opfer gefallen sind.

Wie viele Menschen starben in den vergangenen 50 Jahren eigentlich an den Folgen der Kernenergie in unserem Land? Ziemlich wenig. Um genau zu sein gar niemand. Doch alleine die statistische Gefahr, dass jederzeit etwas geschehen könnte, bei dem dann Personen gefährdet oder verletzt würden, ist für die Ökos Grund genug, den großen Schalter schnellstmöglich umzulegen. Daher müssen sämtliche Kernkraftwerke der BRD bald abgeschaltet werden, darin sind sich offenbar alle einig.

Welche Folgen dies hätte, veröffentlichte die FAZ am 06.04.2011 in einer kleinen Notiz:

Deutschland ist auf einen massiven Stromausfall schlecht vorbereitet. […] Spätestens am Ende der ersten Woche wäre „die gesundheitliche Schädigung beziehungsweise der Tod sehr vieler Menschen“ zu erwarten. […] Bei einer Dauer von zwei Wochen wären die Folgen „nicht mehr beherrschbar“.

Zwar sei im Moment die Wahrscheinlichkeit noch gering, die Forscher sehen jedoch eine Zunahme der Ausfallgefahr des Stromnetzes und plädieren daher für den Ausbau der „erneuerbaren Energien“. Ja sicher, Wind und Sonne retten unsere Kranken. Dazu muss lediglich ein Schild vor allen Operationssälen des Landes angebracht werden mit folgendem Text:

Liebe Patienten,

bitte beachten Sie, dass auch dringende Operationen in der Regel kurzfristig verschoben werden müssen, da wir zur Durchführung auf entsprechende Wetterverhältnisse angewiesen sind. Bei gutem Wetter (Photovoltaikstrom) bzw. schlechtem (Windstrom) finden die Operationen nach Plan statt.

Für langwierige Operationen bitten wir Sie, im Vorfeld einen Mietvertrag mit unserem Notstromaggregat-Hauslieferanten abzuschließen, damit Sie auch dann wieder aus der Narkose aufwachen, wenn plötzlich während der Operation die Sonne nicht mehr scheint oder der Wind aufhört zu wehen. Bringen Sie in Ihrem eigenen Interesse bitte auch eine Anzahl passender Batterien für die Geräte der Intensiv- und der Aufwachstation mit.

Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihre Klinikleitung

Können Sie sich ungefähr ausmalen, wie viele Menschen vermutlich alleine an den Folgen eines längeren Stromausfalls in unseren Krankenhäusern sterben werden? Gar nicht zu reden von den Folgen durch ausgefallene Trinkwasserversorgung, fehlende telefonische Alarmierungsmöglichkeiten der Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr, unterbrochene Kühlketten in der Lebensmittelversorgung und vieles, vieles mehr.

Ohne Strom bricht unser Leben völlig zusammen. Während bereits ein paar Stunden Stromausfall für katastrophale Schäden alleine in der Industrie sorgen, bedeutet eine mehrtägige Unterbrechung das Aus für unsere moderne Gesellschaft. Wie nahe vor einem derartigen Ereignis wir momentan tatsächlich stehen, wissen wohl nur die Energieversorger.

Zwar würde durch einen großen Ausfall vielleicht beim einen oder anderen Extrem-Öko ein Sinneswandel einsetzen, wenn sein Luxusleben urplötzlich und unerwartet erheblich gestört würde, aber die Stromkonzerne werden es garantiert nicht absichtlich darauf ankommen lassen, weil sie ansonsten regresspflichtig werden.

Um ein größeres Chaos zu verursachen, muss auch gar nicht bundesweit der Strom ausfallen, es genügt schon, wenn nur bestimmte Regionen davon betroffen wären, idealerweise natürlich Berlin. Dass es sich bei diesen Überlegungen nicht um Panikmache seitens der bösen „Atomkonzerne“ handelt, zeigte eine Meldung der Bild-Zeitung vom 16.04.2011:

Das trifft vor allem den Süden des Landes, wo die AKW nicht mehr am Netz sind, aber weiter viel Strom verbraucht wird. […]

[…] „Kurzfristige Engpässe sind nicht auszuschließen.“ Und: „Die Gefährdung der Netzstabilität in Deutschland kann damit auch die Netzstabilität in den Nachbarländern gefährden.“

IM KLARTEXT: ES KANN ZUM LEITUNGSKOLLAPS KOMMEN.

Besorgen Sie sich besser noch rechtzeitig eine Krisen-Vollausstattung für Ihre Küche. Diese könnte in Zeiten von weltweiten Crash-Folgen – mit denen wir ja im Augenblick jederzeit rechnen müssen – sowieso hilfreich sein.

Um den Zusammenbruch unseres Stromnetzes zu verhindern, favorisieren derzeit sämtliche Politiker am liebsten Windmühlen. Kein Wunder, hat diese mittelalterliche Technologie doch immerhin ganz Holland bereits im 16. Jahrhundert erfolgreich versorgt – zwar nicht mit Strom, aber Mehl ist schließlich auch nicht ganz unwichtig.

Könnten wir unsere Kernkraftwerke denn nicht einfach durch moderne Windmühlen ersetzen? Betrachten wir doch einmal zur Veranschaulichung den Flächenbedarf, der zur Nutzung der Windkraft tatsächlich notwendig wäre. Welche Anzahl dieser überdimensionalen Propeller würden beispielsweise benötigt, um den derzeit abgeschalteten Kernreaktor Philippsburg 1 mit seinen 926 MW zu ersetzen?

Während offshore, also bei der Installation von Windkraftanlagen im Meer, diese eine Leistung von etwa 5 MW pro Anlage haben, fallen die Anlagen im Inland deutlich kleiner aus. In Bellheim, ca. 10 km entfernt von Philippsburg, stehen drei Windspargel der pfalzwind GmbH mit jeweils 1,5 MW. Im wahrsten Sinne des Wortes „stehen“ sie, insbesondere im Sommer hängen die Flügel nämlich fast die meiste Zeit nur traurig herunter.

Für 926 MW würden also 617 Stück der 140 Meter hohen Riesen benötigt. Das Problem ist nur, dass dieser theoretische Wert weit entfernt der Realität liegt, denn im Jahresmittel erreichen diese Propeller nur eine Auslastung von knapp 20% ihrer Maximalleistung, sodass rein rechnerisch fünf mal soviele Anlagen benötigt werden. Für diese Beispielrechnung soll einmal angenommen werden, dass der Strom tatsächlich irgendwie sinnvoll gespeichert werden könnte, sodass die zahlenmäßige Verfünffachung den gewünschten Leistungswert ergibt.

Um Philippsburg 1 zu ersetzen, würden also 3.085 Windkraftanlagen benötigt. Jetzt ist die nächste Frage, welche Fläche müsste dafür verwendet werden? Wie eng können die Propeller installiert werden, um sich nicht gegenseitig zu beschatten und damit ihre Leistung zu vermindern? Im Vorentwurf-Regionalplan-Windkraft des Verband Region Stuttgart heißt es:

Die Beschränkung der zulässigen Anlagenzahl erfolgt damit zum einen über die innerhalb der ausgewiesenen Flächen aus technischen Gründen mögliche Anlagenzahl und zum anderen durch die im Plansatz festgelegte maximale Höchstzahl von 8 Anlagen innerhalb eines zusammenhängenden Windparks. (Technisch bedingt haben einzelne Windkraftanlagen in der Regel einen Abstand des 5- bis 15-fachen Rotordurchmessers zueinander).

Gehen wir einfach mal vom Mittelwert, also dem 10-fachen Rotordurchmesser aus, was bei 77 m Durchmesser eines Propellers rund 750 m Anlagenabstand entspräche. Der gesamte Flächenbedarf läge damit bei 1.735 km², einer Fläche von knapp 42 mal 42 Kilometern. Um gar alle 17 Kernkraftwerke der BRD mit einer Gesamtleistung von 21,5 GW durch solche Windmühlen zu ersetzen, müssten 71.650 zusätzliche zu den bereits über 22.000 bestehenden gebaut werden. Der Flächenbedarf stiege damit auf 40.000 km².

Stellen Sie sich ein Quadrat mit der Seitenlänge von 200 km vor, also in etwa die Größe der Schweiz. Über 11% der Fläche der BRD wäre damit voller Windspargel und egal wohin Sie schauen würden, in 750 m Abstand in jeder Richtung stünde der nächste.

Kosten würde das übrigens bei einem Stückpreis von 600.000 Euro insgesamt fast 43 Milliarden Euro. Betrachten wir zum Vergleich die Baukosten von Philippsburg 1 von etwa 4 Milliarden Euro, dann kostet die Kilowattstunde des alternativen Windstroms über 2 Euro – sofern gerade der Wind weht.

Leider ist das jedoch noch nicht das Ende der Rechnung, denn in der Realität kommt ein solch windiger Unsinn nicht ohne Schattenkraftwerke aus. Dutzende von Gaskraftwerken würden zusätzlich noch benötigt, weil wir doch auch bei Windstille nicht im Dunkeln stehen wollen. Diese zusätzliche Investition freut dann sogar die Grünen, speziell einen von ihnen. Lesen Sie, was der Spiegel am 25.06.2009 schrieb:

Joschka Fischer heuert bei Gas-Projekt an

[…] Deutschlands ehemaliger Top-Diplomat soll laut Informationen des manager magazins Berater des europäischen Pipeline-Projekts Nabucco werden – und eine sechsstellige Summe kassieren.

So läuft das Geschäft. Wir sind damit nicht nur vom Wind abhängig, sondern auch noch von der Gunst unserer Nachbarn, denn wenn Russland möchte, kann es uns jederzeit erpressen. In solch völlig verstrahlten Zeiten wie diesen spielen derartig politisch inkorrekte Überlegungen jedoch keine Rolle, ist der Ausstieg doch längst alternativlos geworden. Die Parteienlandschaft ist sich ausnahmsweise einmal einig.

Fast zumindest, denn erstaunlich, dass ein EU-Parlamentarier, und noch dazu von der CDU, so klar die Fakten und offensichtlichen Probleme unserer Energieversorgung beim Namen nennt – bis auf den leider obligatorischen Hinweis zum angeblich nötigen „Klimaschutz“. Herbert Reul als Einzelperson hat offensichtlich mehr begriffen, als die gesamte CDU-Fraktion in Berlin. Blöd nur, dass das EU-Parlament in Wahrheit rein gar nichts zu melden hat, sondern lediglich Dekorationszwecke erfüllt.

Es ist schlicht der Wahnsinn, aber die meisten Leute wollen es eben so. Erst wenn zehntausende zusätzlicher Windspargel und viele tausend Kilometer neuer Hochspannungsleitungen vor ihrer eigenen Türe stehen, der Strompreis bei drei Euro pro Kilowattstunde liegt und andauernd der Strom ausfällt, dann erst werden die Ober-Ökos vielleicht allmählich wach werden.

Spannende Wochen und Monate liegen nun vor uns. Von allen Seiten droht der Kollaps. Zum einen sind großflächige Stromausfälle möglich, fast sogar wahrscheinlich, und zum anderen kommt irgendwann der große Systemcrash. Aber Hauptsache alles schön öko, wenn die Welt schon zugrunde geht.

20 Kommentare zu “Energiespinnereien: Viel Wind um nichts

  1. .
    Wir kaufen Dinge, die wir nicht brauchen
    um Menschen zu imponieren, die wir nicht mögen
    mit Geld, das wir nicht haben.

    Würden wir das ganze Klumpert, das uns nur krank macht,
    nicht produzieren, wir hätten Energie in Überfluss.

  2. Guter Artikel,mathematisch und sachlich korrekt.
    Wie ich gerade herausgefunden habe, rechnet man mit 1100-1800 € pro KW bei aktuellen Windanlagen. Allerdings hochgerechnet auf einen kleinen Park bestehend aus sieben 2,5 MW Einheiten. Die 25 Millionen für den Park ergäben dann ein Siebtel pro Einheit.Die Quelle meiner Information ist Wikipedia.Ich konnte leider keine anderen Quellen finden, da die Hersteller in Bezug auf Preise sehr zugeknöpft scheinen, vermute ich sind die wirklichen Endpreise viel,viel höher. Somit wird das Preisbeispiel wie im Artikel beschrieben noch krasser ausfallen.

  3. An Speicherungstechnologien wird im moment massiv gearbeitet und es gibt schon viele vielversprechende Konzepte, wobei HEUTE natürlich noch keines ganz realistisch umsetzbar oder zureichend wäre.
    Eine Abschaltung von heute auf morgen erwartet keiner und selbst wenn, dann sind wir eben vorübergehend von ausländischen Atomkraftwerken abhängig, das ist nicht besonders konsequent aber auch vorübergehend möglich, genau so wie wir die Atomkraftwerke in Deutschland ja nur vorübergehend nutzen wollen. Es gibt mehr möglichkeiten als Wind und Sonne, erneuerbare Energien werden viel vielfältiger aufgestellt sein. Und wenn man mal ein bisschen rumliest widersprechen sehr viele Berichte der Panikmache von hohen Strompreisen. lg.

  4. #3 Marie.
    Der Irrsinn wird schätzungsweise 10Billionen Euro kosten, da die Verrückten nicht nur die Kernkraft verschwinden lassen wollen, sondern alle Kohle-,Öl- und Gaskraftwerke. Zusätzlich möchte man den mobilen Verkehr elektifizieren.Natürlich werden in Wirklichkeit die Gaskraftwerke als „Geheimkraftwerke“ weiterarbeiten und der Strom heist dann Öko. Nur in Deutschland ist man so verrückt und verabschiedet sich aus allen Hochtechnologiebereichen. Seltsamerweise sind nur die ehemaligen Achsenmächte des 2. Weltkriegs (Italien, Östereich und unsere BRD GmbH) so bescheuert solchen Mist zu glauben und vor allem neuen Angst zu haben. Mit der Ausnahme Japans,die sich nach dem Krieg klar zu Fortschritt und den neuen Technologien bekannt haben und bekennen.Nun ist dieses Land von einem Drama Biblischen Ausmaßes getroffen wurden. Die Beben hören aber nicht auf-und sie scheinen Fukushima zu bevorzugen! Es gibt berechtigte Hinweise auf gezielte Atacken durch HAARP Technologien…

  5. Zu den Speichermöglichkeiten für Strom: Es werden auch in Jahrzehnten noch keine Speicher zur Verfügung stehen, die den Strombedarf Deutschlands auch nur für einen Monat sicherstellen könnten. Pumpspeicherwerke z.B., die heute von vielen Traumtänzern vorgeschlagen werden, scheiden aus. Um nur den wöchentlichen Strombedarf Deutschlands von etwa 11.500 Gigawattstunden zu speichern, müsste man die gesamte Wassermenge des Bodensees (etwa 52 Milliarden Kubikmeter) in ein etwa 100 m höheres Oberbecken pumpen. So etwas ist absolut unrealistisch.

  6. Die Energieversorgung der Zukunft liegt in der Kernenergie.

    Wenn unsere Herrschaften mal endlich in die Pötte kommen würden und das ITER Kraftwerk zum Laufen bringen, wäre alles kein Problem.

    Russland hat bereits in den 50er und 60er Jahren die ersten Fusionsdonuts gebaut.
    Jetzt haben wir also so eine Art “ Weltprojekt“ in Frankreich am Laufen, aber großartig hören, tut man nix davon.
    Das Teil kostet so um die 100 Mrd Euro… (inkl. der obligatorischen Preisverdopplung )
    Na und? Was ist das schon? 100 Mrd. – haben letztes Jahr bei uns, Banken im Wochentakt kassiert.

    Zu Solaranlagen möchte ich noch ein kritisches Detail anbringen:
    Viele meinen ja, das Solarzellen in der Sahara usw. am Besten aufgehoben sind und dort irre viel Leistung erzeugen… – FALSCH

    Solarzellen werden da unten – in Äquatornähe so heiß, das Ihr Wirkungsgrad aufgrund ihrer Thermischen Kennlinie in den Keller sinkt. Die Zelle produziert dort nicht soviel mehr, wie man „gefühlt“ annehmen würde. Da kommen nur wenige % mehr raus.
    Solarzellen funktionieren am Besten wenn Sie kalt sind.
    Also:
    Stellt doch einfach die beiden Pole komplett damit zu – direkt unters Ozonloch, damit schön viel UV durchkommt und legt ein fettes Unterseekabel, je nach Süd und Nordamerika. Das gibt dann auch 24H Strom (Halbjährlich : ) ) und als Nebeneffekt verhindert die Verschattung des Eises, das Abschmelzen der Polkappen… : )
    Sowas muß doch in diesen katastrophalen Zeiten der eindeutig unumstößlich 100% wissenschaftlich bewiesenen Menschgemachten Klimakatastrophe – machbar sein. Nur ein klitzekleines Ökoprojektchen.
    Und das rechnet sich auch bestimmt…wetten?

    Also Leuts, der Planet und seine Führung ödet mich nur noch an.

    Unsere “ Elite“ ? Elende Flaschen!
    Baut endlich den Fusionsreaktor! Dann strahlts auch nicht mehr.
    Und produziert endlich supraleitende Kohlefaser für vernünftige Stromleitung.
    Flaschen.
    just my 5 cent.
    Regards nini

  7. Ich denke, die ganze Debatte um Energie wird nicht ansatzweise ehrlich diskutiert. Sie hat ein oberstes Ziel, die Erhaltung der Monopole und somit die Zugriffsmöglichkeit vom Staat kräftig mit zu kassieren. Nun wird natürlich mit großen Investitionen und Subvensionen den Leuten plausibel gemacht, wie teuer uns das am Ende kommt, und hier stehen wir wieder am obersten Ziel. Der Inhalt der Diskussion ist nicht variabel (Suche dir eine Pille aus, aber es bleibt eine Pille!), weil hier kommt der Staat auf jeden Fall zu dem was er sich wünscht, ein großes Stück vom Kuchen. Bei der Kernenergie ist das bereits heute gesichert. Bei den anderen Energien wird der Bürger schon mal vorsichtig darauf vorbereitet.

    Wie lange müßte denn ein KKW nach dem Abschalten noch gekühlt werden, damit es keine unmittelbare Gefahr (Gau) mehr darstellt? Was wäre, wenn auch bei uns ein Ereignis eintritt, bei dem die Kühlung nicht mehr gewährleistet werden kann? Was ist mit dem Abfall für nachfolgende Generationen? Ich glaube, es ist bereits jetzt viel zu spät über das Abschalten nachgedacht zu haben, aber was wäre wichtiger als Gewinn, Vernunft!?

    Außerdem wissen wir, dass die Alternativen (die zur Debatte stehen), keine Endlösung darstellen und zudem Aufwendig und teuer sind. Warum tun wir es dann trotzdem Sie in Erwägung zu ziehen? Es gibt das oberste Ziel! Alle Überlegungen haben nichts mit Vernunft zu tun, Sie sind lediglich systemerhaltend und gewinnorientiert.

    Eines darf ich vorwegnehmen, in einem neoliberalen System wird man uns nicht freiwillig eine vernünftige Alternative unterbreiten, weil das oberste Ziel den Weg diktiert. Das ist auch der Grund warum man uns bereits bestehende Technologien vorenthält (Wasserauto / Druckluftauto). Hier geht es um Machterhalt, nicht um Vernunft.

    Warum ist der Energiesektor nicht liberal? Was würde dagegen sprechen alle Investitionen in die Forschung zu stecken. Ich könnte mir vorstellen, dass in kürzester Zeit jeder Haushalt seinen Strom selbst bereitstellen kann. Entwicklung und Technik muß nur gefördert werden um das umzusetzen, Ideen und Forschung habe hier große Fortschritte gemacht. Jeder Fortschritt wird nur bewußt gestört und zurückgehalten. Für Privathaushalte könnte ich mir freie Enegie aus Wasser, Druckluft oder dem Erdmagnetfeld vorstellen. Deswegen bleibt diese Debatte für mich eigentlich nur verlogen (falscher Inhalt / oberstes Ziel). Machterhalt ist wichtiger als wirkliche Alternativen.

    Als ehrliche, alternative Zwischenlösung könnte ich mir Wasserkraft aus Norwegen vorstellen.

    http://www.youtube.com/watch?v=nsI7_W8QuLU&feature=player_embedded

  8. Hallo,
    1) So unrentabel kann die Windkraft nicht sein, immerhin gibt es (fast immer) gute Renditen mit einer Einspeisevergütung von 5-9 cents – immerhin weit unter dem Haushaltsstrompreis. Im übrigen ist die Effektivität von Windstromanlagen (genauso wie bei Solarmodulen) sehr stark abhängig von der (wartungsarmen oder sogar freien) NUTZUNGSdauer (getriebelos, wartungsfrei, selbstreinigend)…
    2) Es gibt genau ein sehr stichhaltiges Argument für die Beibehaltung der Kernenergie: die Beseitigung der radioaktiven Abfallstoffe – nachzulesen unter:
    3) http://www.buch-der-synergie.de/archiv/bericht_e_5001_15.pdf es gibt unendlich viel Energie, es ist nur eine Frage des Willens, welche Technologie man einfach großflächig einsetzt. Wenn eine genügend starkes Team die Sache angeht, schätze ich mal grob in 5 Jahren kann jeder Strom für unter 5 cents selber produzieren…

  9. Dass wir in den Medien systematisch falsch über die „Erfolge“ von Photovoltaik und Windkraft informiert werden, lässt sich sehr einfach daran erkennen, dass immer nur die theoretisch erreichbare Maximal-Leistungsausbeute der installierten Wandler, (Windenergie/Strom, Solarenergie/Strom), propagiert wird, aber niemals deren in praxi erreichter Energieertrag. Und nur um den geht es, wenn man die Relation zu Kernkraft, Kohle und Gas einschätzen will. Energie = Leistung x Zeit, z. B. als kW x h und das bezahlen wir ja auch als Verbraucher mit über 20 Cent/kWh, während die Industrie nur ca. 3…4 Cent zahlt!

    Ein weiteres, verbrecherisches Stück aus dem Tollhaus BRD: Erst wurde die gesetzliche Nachprüfung zum Ende der deutschen Steinkohleförderung gekippt; und jetzt, wenige Monate später, wurde still und heimlich ihr endgültiges Aus beschlossen! Die Möglichkeit der Erdwärmenutzung in den abgeteuften Schächten wird gar nicht erst in Betracht gezogen. Gleichzeitig wurden heimlich und unter Umgehung der Landesparlamente Erkundungslizenzen für die in Norddeutschland vermutlich gigantischen Schelfgasvorkommen an Konzerne in den USA vergeben und alle Einzelheiten dazu unter strengste Geheimhaltung gestellt.

    Und mit der Lüge, das alles diene nur der „Rettung des Klimas“, indem man den CO2-Ausstoß verringere, wird den Menschen die „Alternativlosigkeit“ solchen Unsinns vorgegaukelt. Doch, gäbe es die BRD insgesamt überhaupt nicht mehr, dann würde das CO2 unseres Planeten gerade mal um 0,00004712 % verringert und die thermischen Auswirkungen lägen unter der Fehlergrenze der
    Messmöglichkeiten! Die Fälschungen bei den Klimadaten gehen gerade in die nächste Runde, indem man die durch Satelliten gewonnen Temperaturdaten einfach unterschlägt und in der Argumentation die vom IPCC manipulierten Temperaturkurven einer angeblichen Erderwärmung weiter benutzt. Und mit Fakten sind die Öko-Revolutionäre und Gutmenschen ja nicht zu bremsen.

    Beispiel „Wasserauto“. Es gehört bereits zum Schulwissen, dass der Energieaufwand zum Trennen eines Wassermoleküls in Wasserstoff und Sauerstoff wegen der molekularen Bindungsenergie immer größer ist, als die Energiemenge, die man beim anschließenden Verbrennen des Wasserstoffs gewinnen kann. Anderenfalls hätten wir ja ein natürlich vorkommendes Perpetuum mobile entdeckt und wären alle Sorgen los… Also bitte erst Gehirn einschalten und nachdenken!

  10. Liebe Wahrheitler!

    Mir ist in Ihrem Text eine Ungereimtheit aufgefallen. Möglicherweise ist es auch nur ein dummer Rechenfehler meinerseits:

    a.) „… Um gar alle 17 Kernkraftwerke der BRD mit einer Gesamtleistung von 21,5 GW durch solche Windmühlen zu ersetzen, müssten 71.650 zusätzliche zu den bereits über 22.000 bestehenden gebaut werden. …“

    b.) „… Kosten würde das übrigens bei einem Stückpreis von 600.000 Euro insgesamt fast 43 Milliarden Euro. Betrachten wir zum Vergleich die Baukosten von Philippsburg 1 von etwa 4 Milliarden Euro, dann kostet die Kilowattstunde des alternativen Windstroms über 2 Euro – sofern gerade der Wind weht. …“

    Die 43 Milliarden Euro aus Abschnitt b.) beziehen sich nach meiner Rechnung (43 Milliarden geteilt durch 600.000 macht etwa 71.666, was den 71.650 aus a.) sehr nahe kommt) auf die Anzahl von Windrädern, die man benötigen würde, um *alle 17* deutschen AKW zu ersetzen.
    Sie stellen in b.) jedoch 43 Milliarden den 4 Milliarden gegenüber, die der Bau eines AKW kostet/gekostet hat. Das finde ich sehr irreführend. Ich denke, man müsste 43 Milliarden 68 Milliarden gegenüberstellen, die der Bau aller 17 AKW vermutlich gekostet hat. Damit sieht die Rechnung schon ganz anders aus, und selbst wenn man nochmal 43 Milliarden für Schattenkraftwerke einberechnen würde, wäre es nur „unwesentlich“ teurer, aber man gewönne die Gewissheit, dass zumindest in Deutschland uns kein (Super-)GAU das Leben dauerhaft vermiesen könnte. Natürlich gibt es einige AKW in (Grenz-)Nähe zu Deutschland. Möglicherweise werden diese jedoch nach einigen Jahren/Jahrzehnten ebenfalls abgeschaltet, wenn Deutschland mit gutem Beispiel vorangegangen ist.

    Beste Grüße,
    Christian

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