© Rainer Sturm / pixelio.de

Öl und Gas: endlich und gefährlich – oder unabhängig?

Es gibt heute kaum ein Produkt, welches nicht entweder direkt, zumindest aber indirekt mit Erdöl oder Erdgas zusammenhängt. Unsere gesamte Mobilität und unser Konsumwesen basieren gar zu 100% auf dem schwarzen Gold.

Ein Leben ohne diese angeblich endlichen Rohstoffe ist daher undenkbar sowie unmöglich geworden. Dennoch, sollen die Energieträger in der eigenen Umgebung gefördert werden, wird dagegen blind opponiert.

Genau wie bei den sinnlosen Propellern der Öko-Mafia schreien die Mitglieder der CO2-Sekte zwar alle laut nach „Erneuerbarer Energie“, doch soll dann eines dieser ökonomisch völlig unwirtschaftlichen Riesenwindräder in der eigenen Umgebung aufgestellt werden, schreien dieselben Leute wieder auf. Das geht natürlich nicht, aufstellen überall, nur nicht vor der eigenen Türe.

Daher verwundert es auch überhaupt nicht, dass wir nun dasselbe Geschrei hören, wenn es um das Erkunden oder gar das Fördern von Erdgas in unserem eigenen Land geht. Ebenso wie Kernkraftwerke wird das Zeug nicht benötigt und soll gefälligst tief in der Erde bleiben, wo es hingehört. Schließlich kommt der Strom doch bequem aus der Steckdose.

Der Spiegel berichtete am 05.11.2010 über die zahlreichen Explorationsbohrungen in Niedersachsen. Offensichtlich soll mit diesem Artikel die Förderung von Erdgas verunglimpft werden, das übliche „mit Dreck beschmeißen“ ist unübersehbar zu erkennen:

Riskante Gassuche in Niedersachsen: Der US-Konzern Exxon hat bei einer Testbohrung Zehntausende Liter Chemikalien in den Boden gepresst. Einige der Stoffe sind nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen hochgiftig.

Auch Buchautor David McGrande hatte bereits vor Jahren in einem Titel darüber geschrieben, dass im Norden der BRD riesige Erdgasvorkommen lagern, die nur darauf warten, angezapft zu werden. Allerdings beschleicht den kritischen Leser das bekannte Gefühl, dass wie schon von der Kernenergie bekannt, die Energieautarkie unserer „Republik von Bananien“ strategisch untergraben werden soll.

Was steckt nun wirklich hinter dem Thema Erdöl und Erdgas? Dipl.-Ing. Thomas Göhler, Betreiber der Investor-Website erdoelquelle.com, äußerte sich dazu am 10.11.2010 im Interview mit Wahrheiten.org:

Wahrheiten.org: Thomas, welcher Gedanke ging Dir durch den Kopf, als Du den Spiegelartikel gelesen hast?

Thomas Göhler: Zuerst stellte ich fest, dass es trotz derzeitig niedriger Erdgaspreise dennoch solche kostenintensiven Explorationen auch hier in Deutschland gibt, obwohl hier eine schwache Infrastruktur in Bezug auf die Erdgasförderung besteht. Offensichtlich rechnen die meist ausländischen Konzerne mit einem sehr hohen Bedarf in der Zukunft bei ebenfalls stark steigenden Preisen. Denn zu den gegenwärtigen Erdgaspreisen sind derartige Felder unrentabel.

Desweiteren wurden doch recht verständlich die Erschließungsherausforderungen bei Schiefergas beschrieben. Neben den kritisierten Chemikalien kann man das ganze aber auch unschädlicher betreiben. In unseren Texasfeldern wird dazu hauptsächlich feinstkörniger Sand als Fracmittel verwendet.

In solchen dichtbesiedelten Gebieten wie hierzulande ist es natürlich wichtig, auch die Geologie des Grundwassers zu kennen, um dieses nicht zu vergiften. Allerdings wird das Trinkwasser auch nicht aus 2.000 bis 3.000 m Tiefe gewonnen. Aber die Grünen müssen ja generell bei allen konventionellen Energien gleich Unrat wittern. Zu dem Quecksilber in Energiesparlampen oder Cadmium in Dünnschichtsolarmodulen hört man von deren Seite gar nichts.

Die Erdöl- und Erdgasförderung sind in der BRD kaum bekannt, vermutlich weil diese vorwiegend in der Nordsee oder meist außerhalb der Sichtweite der Bürger betrieben werden. Gab es früher schon Bestrebungen, im Land nach Öl und Gas zu bohren?

In Deutschland wird schon seit Jahrzehnten nach Öl und Gas gebohrt und auch gefördert, das sieht man auf dieser Karte. Darauf erkennt man die wichtigsten Öl- und Gasfelder, welche derzeit bekannt sind und zum Teil ausgebeutet werden.

Traditionell überwiegt aber der Kohlebergbau, der noch fast ein Jahrzehnt subventioniert wird. Über derartige Förderungen bzgl. Öl und Gas hört man von der Politik kaum etwas. Während Erdgas in den USA und weltweit als Ersatz für Kohlestrom immer populärer wird, soll es in der BRD bis 2050 als Stromerzeuger ganz wegfallen. Paradox.

Die ständigen Schwankungen und Ausfälle des irrsinnigen Photovoltaik- und Windstroms müssen doch irgendwie ausgeglichen werden, um unsere Stromversorgung in Zukunft überhaupt noch aufrecht erhalten zu können. Dafür brauchen wir Erdgas.

Richtig, außerdem wäre Gas im Rahmen der Klimareligion doch am wenigsten „schädlich“. Man will die Abhängigkeit von Russland, den anderen Lieferanten sowie die „alternativlose“ Ökoenergie offenbar damit zementieren.

Zudem ist die Gaslobby defacto einflusslos. Ruhrgas gehört seit 2002 zu e.on, diese kümmern sich eher um Atomstrom. Außerdem passt es den Strommanagern nicht in die political correctness der modernen „erneuerbaren“ Energien. So steht auch heute noch keine Flüssiggasinfrastruktur für geplante Gasantriebe zur Verfügung. Dies alles wird sich in einigen Jahren bitter rächen.

Gibt es noch andere Gründe, warum bei uns Bohrungen wieder eingestellt wurden bzw. werden?

Wenn Bohrungen eingestellt werden, liegt es meistens an der schlechten Rentabilität der Erträge. Wie erwähnt müssen sich die Erdöl- und Erdgasförderung selbst tragen. Daher investieren auch nur große Konzerne mit genügend Spielraum.

Im Raum Speyer wurde 2008 Erdgas vermutet. Die Probebohrung in 2.300m Tiefe kostete ca. acht Millionen Euro. Zum Vergleich: In Texas kostet eine reine Explorationsbohrung in 4.000m Tiefe Schiefer um eine Million Dollar, oftmals weniger. Dort besteht eben eine große Infrastruktur samt Wettbewerb. Da rechnen sich diese Investitionen auch bei den derzeitig niedrigen Gaspreisen noch. Somit sind die deutschen Explorationen noch unrentabel.

Zusätzlich gibt es zur Zeit ein Überangebot an Gas. Durch dessen Verflüssigung ist es heute aber auch leichter und billiger zu transportieren, eine neue Exportenergie beginnt da gerade.

An diese Wettbewerber muss ein neues Fördergebiet in Deutschland eben erst mal aufschließen.

Du vermittelst Direktbeteiligungen an Öl- und Gasförderprojekten in den USA. Dort wird die im Spiegel beschriebene Technik des „Fracing“ quasi bei fast allen Bohrungen angewandt. Ist dies tatsächlich eine so neue Idee, wie sie jetzt dargestellt wird, und wozu dient diese eigentlich?

Die Technik zur Erdöl- und Erdgasförderung entwickelt sich zum Glück immer weiter. Das muss sie auch, kommen doch tatsächlich die bekannten konventionellen Felder in geringen Tiefen bis 3.000m an ihren Erschöpfungszustand. Somit muss natürlich tiefer gebohrt werden. Aufgrund kontinuierlich gestiegener Preise wegen der weiter steigenden Nachfrage und zurückgehender Förderung lohnen sich heute Techniken, die früher undenkbar waren. So hielt das Fracing um das Jahr 2000 Einzug in die Förderung von Gas in Schieferformationen. Die Barnett Shale in Texas erlebte seitdem einen regelrechten Boom.

Beim Fracing wird Sand durch sehr hohen Wasserdruck, der von bis zu 10 Kompressoren-Trucks erzeugt wird, durch die perforierte Bohrung in die Zielformation geschossen. Das Schiefergestein bricht somit auf und der in den ganzen Poren befindliche Rohstoff kann zur Quelle fließen. Zunächst über den Eigendruck, später saugt man ihn mit den bekannten Pump Jacks ab. Nach ein bis zwei Jahren muss aber erneut kostspielig gefract werden.

Da vorangig Gas gefördert wird, benötigt man zur Rentabiliät schon Gaspreise über sechs Dollar pro Kubikfuß – zumindest in den USA.

Was ist Dir an Pannen bekannt, die in diesem Zusammenhang in der Vergangenheit geschehen sind? Ist diese Technik wirklich so gefährlich?

Technik ist in den falschen Händen und an falschen Orten eingesetzt immer riskant. Auch in den USA gab es Pannen, wo Chemikalien, welche auch zum Fracturing eingesetzt werden, ins Grundwasser gelangten. Daher ist die geologische Kenntniss der Zielformation absolut entscheidend. Deswegen wird vorangig in wenig besiedelten Gebieten gefördert, wo jahrzehntelange Erfahrungen über das unterirdische Flusssystem vorliegen.

Allerdings kommt durch Schiefer ja weder Gas noch Öl durch – sonst würde man ja nicht fracen – und somit auch keine giftigen Chemikalien ins Wasser. Die eingepumpten Flussmittel werden über die Bohrung großteils auch wieder mit nach oben gefördert und in spezielle Entsorgungsquellen abgeleitet.

Wäre diese Technik so gefährlich, gäbe es diese sicher in den USA nicht, wo schärfere Umweltauflagen herschen als hierzulande.

Im Zusammenhang mit Bohrungen für Geothermieanlagen kam es wiederholt zu Problemen wie Mini-Erdbeben und Aufwölbungen der Erdoberfläche. Welche Risiken müssen bei der Förderung von Erdgas in der BRD tatsächlich berücksichtigt werden?

Da ich kein Geologe bin, die Formationen nicht genau kenne sowie hier nicht fördere, kann ich dazu nur Allgemeines bemerken. So sehe ich die Schwierigkeiten in Deutschland in der dichten Besiedelung. Und wenn man wie unter Stauffen bei Geothermiebohrungen versehentlich eine Gipsschicht erwischt, dort Wasser hineinspült, muss man sich nicht wundern, dass sich der Ort aufbläht.

Allerdings gehen diese Bohrungen nur in geringe Tiefen. Die Erdöl- und Erdgasförderung in den bestehenden Gebieten ist dagegen kaum riskant. Eventuelle Blowouts sind einfach beherrschbar, der Umweltschutz durch regelmäßige Kontrollen gegeben.

Erdgas selbst kontaminiert zudem ja auch nicht den Boden. Das einzige Risiko, was ich sehe, ist das wirtschaftliche.

Laut den Prognosen der vergangenen Jahrzehnte bezüglich der Reichweite von Erdöl und Erdgas müssten diese Rohstoffe schon längst aufgebraucht sein und doch werden immer wieder neue entdeckt. Was ist dran an der „Peak-Oil„-Diskussion?

Aufgrund der Fakten zur Ölentstehung kann man davon ausgehen, dass Erdöl und Erdgas abiotischen Ursprunges sind, also nicht von Fossilien abstammen können. Dazu findet man auf meiner Homepage genügend Beweise. Trotzdem gibt es ein „Peak-Oil“ bei jedem Öl- und Gas-Feld. Selbst wenn man davon ausgeht, dass bei verschiedenen Feldern der Rohstoff aus dem Erdinneren langsam nachströmt, kann das Feld durch zu schnelles Abpumpen natürlich für einige Jahre unrentabel werden, versanden oder versiegen.

Nach der IEA-Prognose soll der Zustand des Fördermaximums aller bekannten konventionellen Felder schon hinter uns liegen. Die OPEC prognostiziert gerade bis 2030 einen um 40% höheren Ölbedarf als heute. Wir haben beim Verbrauch dieses Jahr wieder Vorkrisenniveau, denn die Nachfrage sackte gerade mal weltweit um 3% ab.

Ganz gravierend ist der Investitionsrückstau. Um die alten Quellen zu kompensieren, benötigt die Industrie weltweit Investitionen von 1,1 Billionen Dollar. 2008 waren es aber nur 460 Milliarden, 2009 gar nur noch 380 Milliarden, was ein Zweijahresdefizit von 1,3 Billionen Dollar ergibt. Das ist schon dramatisch.

Erdöl und Erdgas gehen uns also nicht aus?

Trotz Ölreichtums unter der Erde entsprechen die Explorationen nicht der Abschöpfungsgeschwindigkeit der bestehenden Felder. Da nützt es nichts, wenn die Ölfelder unter Louisiana oder in Alaska, die USA weitere 100 Jahre versorgen könnten. Wenn es nicht gefördert wird, gibts Knappheit.

Auch die Funde der angeblichen Riesenölfelder vor Brasilien entspannen die Lage demnächst nicht. Das Neueste ist sicher der größte Fund seit 30 Jahren, nur dessen Reserven reichen beim heutigen Weltölverbrauch höchstens 170 Tage. Ganz davon abgesehen benötigt man dafür bis zu einem Jahrzehnt Vorlaufzeit zur Erschließung und Öl-Preise über 100 Dollar.

Die meisten Experten gehen davon aus, dass wir bis 2015 in eine Ölkrise geraten. Preise um die 200 Dollar pro Barrel sind dann die Norm.

Wird sich denn die Exploration und anschließende Förderung von Erdgas in der BRD rechnen?

Die Förderung von konventionellem Erdgas lohnt sich ja schon seit Jahren. Aber auch die Shalegasförderung wird sich lohnen, sofern die Gaspreise entsprechendes Niveau haben, die Fördertechnik billiger wird und die Infrastruktur vergrößert, die Förderung somit effizienter wird.

Bei den oben genannten Preisen rechnet sich dann auch die Förderung in der BRD. Der Gaspreis ist trotz Überkapazität derzeit unterbewertet, wird aber in wenigen Jahren wieder zweistellig sein. Aufgrund dieser Perspektiven kann man das Engagement der Ölmultis in Deutschland verstehen. Man denkt strategisch – also über zehn Jahre hinaus. Von diesem Zeitraum gesehen, werden die heutigen Investitionskosten möglicherweise sogar billig erscheinen.

Wird deswegen gerade jetzt damit begonnen, auch unter unseren Füßen nach diesen Energierohstoffen zu suchen?

Die Ölkonzerne wissen sehr genau, dass es zu Öl und Gas keine Alternativen gibt, der Bedarf weiter steigt, bei gleichzeitigem Angebotsrückgang. Zudem befinden wir uns am Anfang eines langen Rohstoff-Super-Zyklus sowie am Zerfall des Geldsystems.

Da ist es klar, dass man sich in konservative Sachwerte flüchtet, welche inflationssicher und teilweise auch deflationsfest sind. Auch verschiedene Metalle werden in Deutschland wieder interessant, z.B. Kupfer in der Lausitz. Alles eine Frage des Preises und der wird auch durch die Inflation getrieben.

Im Unterschied zu den USA, wo jedem Grundeigentümer sämtliche auf seinem Boden gefundenen Rohstoffe bis zum Erdmittelpunkt gehören, ist das in unserem Land ganz anders. Wem gehört eigentlich das Erdgas und Erdöl, welches dann am Ende in der BRD gefördert wird?

In Deutschland gehört alles „unter der Grasnarbe“ dem Staat, also eigentlich dem Bürger. Das Land kann Förderlizenzen vergeben und der Rohstoff gehört dann dem Förderunternehmen. Über Steuern und Abgaben ist dann die Staatskasse beteiligt.

Da eigene Öl- und Gasförderung hier eher stiefmütterklich behandelt werden, die Politik wenig Interesse hat, keine große deutsche Förderindustrie besteht, vergibt die Regierung die Rechte samt Risiko daher oft an große, erfahrene ausländische Konzerne wie Exxon.

Rein völkerrechtlich betrachtet unterliegt aber Deutschland nach der Haager Landkriegsordnung solange der Beschlagnahme, bis ein gültiger Friedensvertrag besteht. Bekannterweise gibt es diesen bislang nicht und auch der 2+4-Vertrag von 1990 änderte nichts an dieser Rechtslage – im Gegenteil. Demnach unterliegen nach dem versteinerten Besatzungsrecht theoretisch auch die Bodenschätze der alliierten Beschlagnahmung. Praktisch wird das aber nicht so gehandhabt.

Würdest Du, wenn es möglich wäre, Dich an einem Erdgas-Projekt hier bei uns beteiligen?

Nein, definitiv nicht. Zu unsicher und zu teuer.

Welche Vorteile bietet denn eine Beteiligung an Projekten in den USA demgegenüber?

Die USA ist das idealste Land, sich an Erdöl- und Erdgasförderungen direkt zu beteiligen. Zum einen gibt es dort sichere politische sowie klare Eigentumsverhältnisse. Die Transparenz der Fördertätigkeiten samt Veröffentlichung im Internet über die staatlichen Behörden ist einzigartig – Abrechnungsbetrug somit z.B. unmöglich. Auch gewährleisten diese Commissions vorab eine genaue Prüfung der Fördergebiete.

Die Infrastruktur ist excellent und preiswert, genauso wie der Wettbewerb, was für günstige Kosten sorgt. In den USA gibt es über 700.000 Quellen und demgemäß einen Erfahrungsschatz von eineinhalb Jahrhunderten. Schließlich sprudelte 1859 in Titusville das erste kommerziell bedeutende Öl nach oben.

Heute importieren die USA als größter Ölverbraucher fast zwei Drittel an Öl, was wegen der fallenden Akzeptanz des Dollars und der chinesischen Nachfrage nicht so bleiben wird. So prognostizierte ich bereits vor Jahren, was Obama vorigen November beschloss: Öl-Protektionismus, also Förderung einheimischer Felder. So wurden geplante Steuererhöhungen und Umweltschutzeinschränungen auch gecancelt.

Sollte in einem worstcase-Szenario die Importmenge von Öl in die USA um nur 4% sinken, kommt es dort zu einer Ölkrise. So sensibel ist das System. Das bedeutet dann natürlich sprunghaft steigende Preise, somit sind das hervorragende Investitionsbedingungen, weil auch daher US-Öl strategisch aufwertet.

Und wie hoch ist das Risiko? Gab es auch Fälle von Totalverlust bei den Investoren?

Das ganze Leben ist ein Dauerrisiko, das größte allerdings ist es, keines einzugehen. Dabei ist die konventionelle Öl- und Gasproduktion in erschlossenen Gebieten ausgesprochen risikoarm. Aber natürlich gibt es auch Verluste, bei Explorationen – also der Ölsuche – auch Totalverluste.

Bei den üblichen konservativen Erweiterungsbohrungen in bekannten Feldern hat man eine Ausfallquote von 10 bis 15%. Das ist völlig normal und wird einkalkuliert, z.B. indem man in Multiprojekte an unterschiedlichen Standorten investiert. So gab es bei unseren Investitionen in erschlossene Gebiete bislang eine 100% Erfolgsquote ertragreicher Fördermengen, allerdings auch einmal bei einer versuchsweisen Exploration nach Wassereinbruch in einem unbekanntem Gebiet einen Totalverlust. Die Investoren haben diesen aber durch die anderen Felder längst kompensiert.

Das Hauptrisiko sehe ich jedoch in der Unkenntnis von unternehmerischen Einkünften. Es liegt in der Natur der Sache, dass der Aufbau eines Unternehmens etwas Zeit benötigt und man daher auch ehestens nach einem Jahr erste Erträge bekommt. Schließich müssen die Quellen ja erst gebohrt und einreguliert werden. Das macht manchmal die Erde nicht so zügig, wie wir es gerne wollen. Somit sollte also der Neuinvestor nicht gleich im nächsten Monat mit Zahlungen rechnen. Auch extreme Preiseinbrüche können die Erträge temporär mal reduzieren. Allerdings nutzen wir diese Zeiten, günstig neue Felder einzukaufen.

Ab welcher Investitionssumme ist der Einstieg konkret möglich?

In der Regel kommt man direkt nur mit sechsstelligen Investitionssummen bei gleichzeitig sechsstelligem Einkommen dort ran. Wir sind weltweit die Einzigen, die diese Möglichkeit schon ab ca. 15.000 € bieten.

Für den ganz kleinen Geldbeutel eignet sich das also nicht. Wie könnte denn der Kleinanleger sein Geld in Rohstoffe vernünftig abgesichert investieren, außer nur in Gold und Silber?

Hierzu gibt es schon einige Fonds in Deutschland, die auch Sparpläne oder geringere Summen bieten. Allerdings sind dort die Erträge nicht so hoch wie bei der direkten Beteiligung. Oftmals sind es Blind-Pool-Fonds, die erst Geld einsammeln und dann investieren. Eine exakte Due Diligence vom bekannten Zielgebiet wie bei uns kann man dort nicht machen. Die meisten sind auch nur wenige Jahre dabei und haben noch keine ausreichenden Erfahrungen, sind dazu noch abhängig von nur einem Operator.

Von Aktienspekulationen ist abzuraten, da hier viel Zeit zur Prüfung investiert werden muss. Diese Zeit sollte der Kleinanleger lieber in die Steigerung seines Einkommens investieren. Man kann eben erst Investor werden, wenn man es „verdient“ hat.

Glaubst Du, die Ergasförderung in der BRD wird erfolgreich sein oder wird sie politisch bedingt beerdigt werden, weil die CO2-Sekte das Ihre dafür tun wird, dies zu verhindern?

Sie wird es schwer haben die nächsten Jahre, aber ich erwarte bald den Zusammenbruch der Klimareligion. Die US-Climate-Exchance will ja wegen mangelndem Handelsvolumen sogar dieses Jahr dicht machen. Faktisch eine Sensation.

Und wenn die Inflation erstmal Fahrt aufnimmt, die Nachfrage weiter steigt, dann wird man sich auch hier um die Felder bemühen müssen. Außerdem war, wie bereits 2008 von mir prognostiziert, Gas schon mal wieder mit Gold bezahlt worden. Das passiert dem Öl auch bald. Wohl dem, der da – egal wo – schon günstig drinnen ist.

Vielen Dank für das Interview.

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6 Kommentare zu “Öl und Gas: endlich und gefährlich – oder unabhängig?

  1. Erdgas, Erdöl und Erdgas sind lediglich „Starter“ für eine beginnende Industralisierung und sollten eigentlich längst der Vergangenheit angeören- Eigentlich schon seit 50 Jahren! Erst Holz als primärer Energieträger, dann Kohle zum Heizen und für die beginnende Industrialisierung.Die Petrochemie entstand nach dem Dampfmaschinenzeitalter und ersetzte schrittweise die Kohle und damit die Dampfmaschine. Bis auf die Befeuerung der Kohlekraftwerke ist dieser Energieträger fast verschwunden.
    Die Petrochemie liefert also hauptsächlich für den Mobilen Verkehr die Energie und noch Öl für einen Teil der Hausheizungen, was aber auch rückläufig ist. Zum Gas, es ist Quasi CH4=Methan. Es soll die“Ökoenergie“faken, gewissermaßen simulieren. Denn bei Nichtverfügbarkeit der Ökoenergien, werden die Gaskraftwerke gestartet und eine Wundersame Wandlung in Ökostrom ist zu beobachten. Ein gewisser Schröder und Putin reiben sich die Hände..
    Ich halte die Förderung von Gas, Öl und Kohle für sehr komplex,teuer und Umweltverändernd, da es letztendlich in Astronomischen Mengen entnommen wird!. Das so entnommene hinterläßt einen Hohlraum, der entweder einsackt,gar einstrürzt und dramatische Folgen an der Oberfläche hat. Bodensenkungen mit gravierenden Problemen, speziell bei knapp über Meeresniveau können zum Versalzen, gar zum Eindringen des Meeres führen und das dementsprechende Land ist zum Meer geworden, für immer! Besser sollte man den nächsten Level betreten: Kernfusion und -fission.

  2. Wann werden die Menschen endlich damit beginnen, sich mit den wesentlichen Dingen zu beschäftigen?

    Man kommt auf diese Welt mit nichts und man geht wieder mit Nichts. Für das was dazwischen ist, tut man nichts anderes als an Geld zu denken. Geld, dass man beschaffen muss, wofür man arbeiten gehen muss, um das bezahlen zu können, was allen Menschen im Grunde schon gehört. Da werden Rohstoffe verarbeitet, die auf dieser Welt vorhanden sind, aber in die Hände von wenigen gefallen sind und mit denen alle anderen Menschen ausgebeutet werden und die anderen lassen es sich auch schön brav gefallen. Denn so ist ja das System. Man lässt den Menschen schon von Geburt an gar keine andere Chance – das System erwartet uns schon wenn wir geboren werden und wir haben dann nichts anderes zu dürfen als Sklaven zu sein. Und selbst wenn man uns behandelt wie den letzten Dreck, ist das alles von „Gesetzen“ schön abgesegnet und der einzelne hat gefälligst den Mund zu halten bis das er stirbt.
    Ein tolles Leben ist das und ich persönlich kenne viele Menschen, die total unglücklich in diesem System sind. Denn das System ist komplett auf die falschen Werte aufgebaut – es geht nur immer um Geld und Gehorsamkeit.
    Manche Menschen halten es dann irgendwann gar nicht mehr aus in diesem System und bringen sich um. Entweder langsam mit den handelsüblichen Drogen oder ganz schnell. Eben erfuhr ich, dass sich eine junge Mutter aus meinem Bekanntenkreis das Leben genommen hat. Sie hinterlässt zwei kleine Kinder. Es ist noch nicht einmal so lange her, da hat sich ein Familienvater aus meinem Bekanntenkreis aufgehängt. Er hinterlies zwei Kinder und Ehefrau. Das sind Kurzschlusshandlungen, sicher, aber sie sollten zu denken geben. Unser Staat tötet uns auch und zwar schön langsam und sogar mit Bedacht. Aber unser Land ist wie Seehofer sagt, auf christlichen Werten aufgebaut. Ja Herr Seehofer, wo darf ich denn die christlichen Werte in unserem System finden? In Ihren Gesetzbüchern? Die taugen nichts! Denn unsere Gesetze sind NICHT für den Menschen gemacht, sondern für den Staat und seine Erhaltung.
    Nach den göttlichen Geboten lebt und handelt kaum ein Mensch noch wirklich. Jemand hat sich umgebracht – was soll’s? Die Stelle nimmt eben ein anderer Sklave auf der Galeere ein. So geht es immer weiter und den Sinn des Ganzen, den sucht der Mensch dabei vergeblich. Gott und sein Sohn Jesus werden verspottet, Jesus wird im Grunde tagtäglich ans Kreuz genagelt und die Leute gehen heute sogar völlig achtlos an ihm vorbei. Die Menschen sind blind und taub geworden was ihre Nächsten und was die Lehre von Gott angeht – sogar total scheint mir.

  3. Über unsere Zeit, die „letzten Tage“, wurde in der Bibel vorausgesagt:

    „Dieses aber erkenne, daß in den letzten Tagen kritische Zeiten da
    sein werden, mit denen man schwer fertig wird. Denn die Menschen werden eigenliebig sein, geldliebend, anmaßend, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, nicht loyal, ohne natürliche Zuneigung, für keine Übereinkunft zugänglich, Verleumder, ohne Selbstbeherrschung, brutal, ohne Liebe zum Guten, Verräter, unbesonnen, aufgeblasen vor Stolz, die Vergnügungen mehr lieben
    als Gott, die eine Form der Gottergebenheit haben, sich aber hinsichtlich deren Kraft als falsch erweisen; und von diesen wende dich weg (2Tim3:1-5).

    Nach der Beschreibung der Verhältnisse in den letzten Tagen unter
    der Menschenherrschaft heißt es in der Prophezeiung weiter:

    „Böse Menschen . . . und Betrüger werden vom Schlechten zum
    Schlimmeren fortschreiten.“ (2Tim3:13.)

    Christen sind darauf gefasst, denn „die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der böse ist“ — Satan (1Joh. 5:19).

    Doch es gibt ein Gutes: Gott wird bald diejenigen befreien, die ihn lieben. Sie werden aus der heutigen Welt gerettet werden, die zunehmend vom Schlechten zum Schlimmeren fortschreitet.

  4. Ein System ist immer so gut, wie die Menschen, die Teil dieses Systems sind. Verbessert sich der Mensch, verbessert sich auch das System. Ihr seid eures Glückes Schmied ;D

  5. Zitat:
    Unsere gesamte Mobilität und unser Konsumwesen basieren gar zu 100% auf dem schwarzen Gold.

    Ein Leben ohne diese angeblich endlichen Rohstoffe ist daher undenkbar sowie unmöglich geworden.
    —–
    Irrtum, das Leben ginge weiter, nur anders.
    Die Hälfte aller Produkte, für die das wertvolle Öl verbeutelt wird, brauchen wir nicht. Vieles wird gekauft und landet doch genauso schnell im Müll wieder.
    Wer hindert uns, wieder zu Qualitätsprodukten mit langer Haltbarkeit zurückzukehren?
    Naturprodukte wie Holz- Glas- Metall- Natursteine u.s.weiter, statt überall dieses Plastik…
    Für Kleidung wieder Baumwolle-Wolle-Lederschuhe statt Plastik und Kunststoff-Kunstlederlatschen u. vieles mehr.
    Spielzeug- aus Holz ist ebenso gut und hält ewig.
    Auch die Menge der gekauften Artikel aus Plastik kann man reduzieren.
    Soviel fassen doch die Mülltonnen gar nicht mehr, was heute so alles weggeschmissen wird.
    Wir müssen eben lernen, wieder sparsamer zu leben, die Rohstoffe nicht durch Konsumrausch zu verbrauchen.
    Fazit: wenn wir auch in einigen hundert Jahren unsere nachkommen noch angenehm leben wollen, müssen wir uns heute umstellen und auch die Rohstoffe sparen , wo es geht.
    Der Westen lebt doch immer noch in Saus und Braus. Denken wir nur an die Abwrackaktion. Was wurde da an Werten und Material vernichtet.
    Denken wir nur an den den Bekleidungsaufwand– billig aber viel– reine Verschwendung. Besser etwas teurer, aber weniger, gut und haltbar.
    Das gleiche gilt für Hausrat Möbel und dergleichen.
    Wir müssen unser Konsumverhalten vollig neu überdenken, anders kommen wir unter die Räder- schon sehr bald..
    Die Wegwerfgesellschaft können wir uns alle nicht mehr leisten.
    Rohstoffe sind nun mal begrenzt. Hoffentlich kapieren wir das bald.
    Dazu gehört auch die größtmögliche regionale Selbstversorgung, statt Unmenhghen Treibstoffe für Transpoert sinnlos zu verprättern. Wir verwechseln -„gut leben“ immer noch mit viel haben- alles haben- alles leisten können- egal ob es gebraucht wird oder nicht.
    Der Konsumrausch ist ungebrochen., das kostet Geld -Energie- auch Öl, was nur begrenzt vorhanden ist.

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