© Claudia35 / PIXELIO

Das Puzzle der Wahrheit – prüfen anstatt abzustempeln

Einmal schlecht – immer schlecht. Wenn sie sich einen Patzer in Ihrem Leben leisten, haben Sie sehr häufig langfristig damit zu kämpfen, dass Sie als Person vollständig abgeschrieben sind.

Insbesondere geschieht dies dann, wenn es sich um eine Ihrer Kernkompetenzen handelt. Fair ist das nicht. Ist es denn wenigstens logisch oder sinnvoll? Sind solche Pauschalurteile die heutige Geißel für unliebsame Zeitgenossen?

Ist es Ihnen schon einmal so ergangen, dass man Sie aufgrund eines einzigen Fehlers vollständig abgeschrieben hat? Dass man Ihnen keine zweite Chance gab, obwohl Ihr Fehler sich nur auf eine bestimmte Sache bezog und eine Projektion auf Sie als Person mit ihren verschiedensten Facetten und Fähigkeiten völlig ungerechtfertigt war?

Sie haben diese Abstempelung sicherlich als sehr große Ungerechtigkeit empfunden, da man nicht Ihre gesamte Persönlichkeit mit allen Kompetenzen betrachtet hat, sondern nur einen kleinen Ausschnitt, nämlich den mit dem Patzer. In diesem Moment scheinen die Verurteilenden nach dem Schema abzustempeln:

Wer schon in seinem Fachgebiet so versagt, der kann auch ansonsten nichts Positives mehr zu bieten haben.

Dabei muss es sich gar nicht um eine bestimmte besondere Fähigkeit handeln, in der man versagt. Die liebenswerten Zeitgenossen suchen manchmal nach genau solchen Makeln, nur um die ganze Person verunglimpfen zu können. Eine ganz üble Sache, aus der man als Opfer kaum mehr herauskommt. Das zuerst Gehörte wird nämlich in der Regel als Wahrheit betrachtet. Jedes Dementi der betroffenen Seite sieht dann zunächst wie eine Rechtfertigung eines Schuldigen aus.

Selbstverständlich bezieht sich diese Rechtfertigung nur auf Fehler, die uns unabsichtlich im Leben passieren. Wenn jedoch beabsichtigte Lügen als Motivation dahinterstecken, dann ist tatsächlich fraglich, ob die Person nicht auch an anderer Stelle die Wahrheit etwas weiter „auslegt“. Daher kommt auch das Sprichwort:

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.

Jedoch auch hier stellt sich die Situation nicht immer ganz einfach dar. Was von Dritten als Lüge bezeichnet wird, muss vom Betreffenden nicht unbedingt so bezweckt gewesen sein, sondern könnte auch durch eine absichtliche Falschdarstellung in dieses Licht gerückt worden sein.

Sobald definitiv und nachweislich eine Lüge im Spiel ist und böse Absicht dahintersteckt, ist eine vertrauensvolle Basis nicht mehr gegeben und eine Wiederherstellung der Anerkennung gestaltet sich höchst schwierig. Das kann durchaus gerechtfertigt sein und das erleben beispielsweise Unternehmen, welche durch offensichtliche Lügen von ihren Sprechern dauerhaft unglaubwürdig bleiben.

Lassen wir einmal das Lügenthema beiseite und betrachten nur die Unabsichtlichkeiten. Ist es fair, eine Person oder Institution aufgrund eines einmaligen oder auch mehrfachen Versagens final abzustempeln in der betreffenden Sache und diesen Stempel dazu noch in der gesamten Breite auf die Person oder Institution zu drücken?

Bei einem einmaligen Schnitzer fällt es noch recht leicht, ein Auge zuzudrücken. Wiederholt sich dieser, wird es mit zunehmender Anzahl immer enger für den Patzenden. Der Stempel liegt dann schnell zur Hand. Die eine oder andere weitere Chance wird jedoch durchaus noch gewährt.

Gefährlich wird es dann, wenn generalisiert wird. Das geht ganz schnell und man merkt es gar nicht. Insbesondere wird von den Medien gern Gebrauch davon gemacht. „Abstempeln“ lautet deren zweiter Vorname. Durch die Masse an Informationen fällt es den Lesern und Zuschauern kaum auf, wenn pauschalisiert wird und für das eigenständige Prüfen haben die meisten sowieso keine Zeit oder sehen keine Notwendigkeit darin.

Dabei ist es eines der häufigsten Mittel, um gerade alternative Medien und Informationen „auszuschalten“. Anhand eines herausgegriffenen Fehlers wird das Unvermögen dargestellt und breitgetreten. Die Schlussfolgerung für den unkritischen Betrachter ist dann, dass die negative Darstellung dieser Person oder Institution insgesamt gilt und nicht auf den konkreten Fall bezogen wird. Versuchen Sie einmal, da wieder herauszukriechen. Fast unmöglich.

Eine kritische Betrachtung der Dinge ist grundsätzlich aber nicht falsch, da wir es mit sehr vielen Unwahrheiten zu tun haben. Auch im Bereich der Aufklärung. In den meisten Fällen liegt dabei gar keine böse Absicht zugrunde, sondern Unwissenheit, mangelndes Fachwissen oder eine vereinfachte Betrachtungsweise.

Nehmen wir als Beispiel die bekannte Medizinjournalistin Jane Bürgermeister. Sie hat am 31.10.2009 auf der AZK-Konferenz einen Vortrag zum Thema Schweinegrippe gehalten. Als Kenner der Germanischen Neuen Medizin muss man ihren Vortrag allerdings differenziert betrachten. Sie hat vollkommen Recht in Bezug auf die Gefährlichkeit und die kriminellen Absichten der geplanten Massenimpfungen.

Jedoch was die Hintergründe angeht mit angeblich durch „lebende Viren“ verseuchte Impfstoffe bzw. mutierende Viren, kann man ihr mit dem Wissen über die Nicht-Existenz pathogener Viren nicht zustimmen. Das könnte man nun natürlich als Begründung heranziehen, um Jane vollständig als unglaubwürdig darzustellen. Doch das wäre fatal, denn Ihr Engagement, die WHO anzuzeigen und auf die Gefährlichkeit der Impfungen hinzuweisen, würde damit ebenfalls herabgewürdigt. Dies wäre definitiv verkehrt, unfair und völlig kontraproduktiv.

Ein anderes Beispiel bietet die Neue Medizin selbst. Der Entdecker Dr. Hamer beschreibt im dritten und vierten biologischen Naturgesetz den „ontogenetischen“ Zusammenhang, das bedeutet, dass dieses Gesetz entwicklungsgeschichtlich zu betrachten ist. Nun, wenn man an die Evolution glaubt, dann mag das plausibel klingen. Wer jedoch die berechtigten Zweifel betrachtet, hat mit dieser Herleitung ein Problem.

Dass die Neue Medizin auch ohne diesen Evolutionsgedanken sehr gut auskommt führt dazu, dass dieser „Fehler“ ausgeblendet werden kann, ohne an den Naturgesetzen drehen zu müssen. Kritiker würden jedoch – sofern sie ebenfalls nicht an die Evolution glauben – diesen Punkt allein dafür heranziehen, die gesamte Gesetzmäßigkeit in Frage zu stellen, was natürlich Blödsinn wäre.

Sehr interessante Streitpunkte sind auch im religiösen Bereich zu finden. Kritiker der Siebenten-Tags-Adventisten kommen nicht mit deren Ansicht zurecht, dass das vierte Gebot das sogenannte Malzeichen der Offenbarung sein soll. Doch darf deswegen ihre gesamte Lehre pauschal von den Kritikern als falsch bezeichnet werden?

Ein anderes Beispiel im Bereich Religion ist Scientology. Der Gründer L. Ron Hubbard begann ursprünglich damit, die Psychologie des Menschen zu erforschen. Seine Lehre dehnte sich irgendwann auch in den spirituellen Bereich aus, der klar die esoterische Lehre der Selbsterlösung, des „alles ist eins“ und des „wir sind alle Gott“ vertritt. Dazu kommt, dass Scientology in der Öffentlichkeit politisch gewollt sowieso grundsätzlich höchst umstritten ist.

Hierbei wird besonders gut deutlich, wie komplett alles verteufelt wird, was aus einer bestimmten Ecke kommt, ohne auch nur die geringste differenzierte Betrachtung zuzulassen. Ohne diese Vereinigung bewerten zu wollen – sonst wird mir nämlich sofort mit genau den hier im Artikel beschriebenen Maßnahmen ein Strick daraus gedreht – zeigt sich auch dort positives Engagement, was nicht in das gemachte öffentliche Bild passt.

Auch unter uns Aufklärern gibt es Menschen, die in bestimmten Themenbereichen daneben liegen. Man könnte natürlich hergehen und ihre gesamte Arbeit in Ungnade fallen lassen, aber wozu führt das? Das ist das Totschlag-Spiel der Massenmedien. Hier sollten wir nicht mitmachen.

Was ist der richtige Weg? Jedes Element, jedes einzelne Thema muss für sich separat betrachtet und überprüft werden. Nur so finden wir die wirkliche Wahrheit. Es gibt keinen Menschen auf der gesamten Erde, der auch nur annähernd das gesamte Lügensystem vollständig durchschauen könnte. Wenn sich einer im Bereich Medizin besonders tief auskennt, kann er schon alleine aus Zeitgründen nicht alle anderen Themen der Welt genauso tief ergründen. Daher werden vielleicht seine Aussagen zu diesen Themen auch einmal Fehler enthalten.

Doch das darf niemals dazu führen, dass seine restliche Arbeit im Umkehrschluss auch zwangsläufig Fehler enthalten muss und er damit als unglaubwürdig zu betrachten ist. Der gesamte Bereich der sogenannten Wahrheitsfindung ist wie ein riesiges Puzzle. Jeder muss für sich selbst die einzelnen Teile suchen, prüfen und zusammensetzen.

Vorverurteilungen und Pauschalisierungen sind für unser Ziel nicht förderlich, auch wenn wir oft dazu verleitet werden. Dazu hat schon vor knapp 2.000 Jahren der Apostel Paulus geschrieben:

… prüfet aber alles. Das Gute behaltet…

Bauen wir uns also unser Puzzle und lassen uns nicht vorschreiben, wem wir was zu glauben haben, sondern prüfen wir es selbst.

117 Replies to “Das Puzzle der Wahrheit – prüfen anstatt abzustempeln”

  1. „Die Hölle ist eine Erfindung der katholischen Kirche.“

    Hallo, du redest die ganze Zeit von „Satanswerk“ und nun ist dies nur eine Erfindung der katholischen Kirche?

    „Irrtum, ich laß mich nur nicht mehr von den Lügen Satans täuschen.“ schreibst du.

    Da haben die katholischen Brüder dich doch sehr stark programmiert, auch wenn du heute nichts mehr mit ihnen zu tun haben willst.

    Eine gute Therapie für dich wäre nicht schlecht.
    Bestimmt hast du eine lange Liste vom „Satanswerk“.

  2. Danke HG, das du meinen letzten Satz bestätigst und nicht siehst, welche Parallelen du herstellst…. :(

    Mach was du für richtig empfindest, aber zwing nicht jedem deine Meinung auf!!!!!

    Jedes mal, wenn ein neuer Artikel erscheint und du schreibst einen(LOL) Kommentar, schweifst du immer ab vom Thema.
    Anstatt Raum für Überlegungen zu lassen, zeigst du auf eine kleine Tür und übersiehst die anderen.

    Peace

  3. 20Rock
    Eine gute Therapie für dich wäre nicht schlecht.
    Bestimmt hast du eine lange Liste vom “Satanswerk”.
    ———————————————————-
    Da auf diesem Satanswerk auch Buddha aufscheint, sind sämtliche Kommentare von HG als absolut nicht mehr lesenswert einzustufen! LG

  4. Teil 1
    >Anstatt Raum für Überlegungen zu lassen, zeigst du auf eine kleine Tür

    Ich halte absolut nichts von der satanischen Einheitsreligion, wie sie jetzt gerade angestrebt und auch bald aktuell sein wird.
    Es gibt nur einen schmalen Pfad der zum Leben führt und Wenige finden ihn.
    Der Weg ins Verderben ist sehr breit und die Meisten folgen ihm.

    Warnung vor falschen Propheten
    Matthaeus 7
    13Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln.
    14: Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden.

  5. Teil 2
    „Dann zeigte mir der Engel den Zugführer, der stattlich und schön aussah und auf den
    alle Reisenden blickten. Sie erwiesen ihm die Ehre. Ich war verwirrt
    und fragte meinen begleitenden Engel, wer dies sei. Er sagte: „Es ist
    Satan. Er ist der Zugführer in der Gestalt eines Engels des Lichts. Er
    hat die Welt gefangengenommen. Die Menschen sind in kräftige Irrtümer
    dahingegeben, daß sie der Lüge glauben und verdammt werden.“

    siehe hier:
    Spiritismus
    http://forum.wahrheiten.org/viewtopic.php?f=14&t=156

  6. Anfangs war ich auch böse auf HG. Aber ich wollte den Zorn nicht in mir, denn dann gebe ich diesem ja Energie.
    Ich habe versucht das Gute darin zu sehen.
    Und ich erkenne einen Menschen der so von der Bibel überzeugt ist und nur dort den einzigen Heilsweg sieht.
    Und netterweise will er, auf seine Art natürlich, uns alle retten.

    Ich hatte es ja schon erwähnt das ich diesen Weg hinter mir habe und mich auch für andere Seiten geöffnet habe.
    Die Bibel hat mir damals zu viele Fragen aufgeworfen und eine wirklich Antwort fand ich nicht.
    Die fand ich erst in verschiedenen anderen Schriften.

    Letztendlich stellt es sich für mich so dar. Wir müssen hier lernen was z.B. böse ist. Im Herzen erkennt das ja auch jeder.
    Denn wenn wir nur im Guten leben wie sollen wir dann erkennen was Gut ist.
    Wenn wir nur im Licht wären, wie sollen wir dann erkennen was dunkel ist.

    Der Schöpfer verdammt niemanden. Er ist viel zu voll von Liebe.
    Er führt uns durch Erkenntnis zu ihm.

  7. Die Erleuchteten wie Jesus, Budda usw. haben das erkannt und die Liebe gepredigt.
    Jesus Lehre weicht daher auch vom alten Testament ab.
    Z.B. Statt Auge um Auge, heißt es dann halte auch die andere Wange hin. Liebet eure Feinde.
    Jesus hat damals um Zugang zu finden das aber in die jüdische Religion untergebracht.
    Gerade er hat die Sünder nicht verdammt, sondern sie gesucht.

    Liebe ist der Weg. Und umso mehr wir bedingungslos lieben können, desto stärker wird unser Geist.
    Diese ganze Welt ist eine Illusion, aber leider wirkt das sehr real. Auch für mich. Und durch das ganze Materielle ensteht Leid.
    Ganz einfach ist es, wenn man daran denkt wenn man nicht mehr ist.
    Dann wird das doch alles sehr unwichtig.

    Hier ist auch sehr interessant von den Menschen zu lesen die Nahtodeserfahrungen hatten. Sie sehen die Welt danach anders.
    Und verändern ihr Leben.

    Lol, die Antworten von HG kenne ich jetzt schon darauf. :-)))

    Alles Liebe

Keine Kommentare möglich