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Das Puzzle der Wahrheit – prüfen anstatt abzustempeln

Einmal schlecht – immer schlecht. Wenn sie sich einen Patzer in Ihrem Leben leisten, haben Sie sehr häufig langfristig damit zu kämpfen, dass Sie als Person vollständig abgeschrieben sind.

Insbesondere geschieht dies dann, wenn es sich um eine Ihrer Kernkompetenzen handelt. Fair ist das nicht. Ist es denn wenigstens logisch oder sinnvoll? Sind solche Pauschalurteile die heutige Geißel für unliebsame Zeitgenossen?

Ist es Ihnen schon einmal so ergangen, dass man Sie aufgrund eines einzigen Fehlers vollständig abgeschrieben hat? Dass man Ihnen keine zweite Chance gab, obwohl Ihr Fehler sich nur auf eine bestimmte Sache bezog und eine Projektion auf Sie als Person mit ihren verschiedensten Facetten und Fähigkeiten völlig ungerechtfertigt war?

Sie haben diese Abstempelung sicherlich als sehr große Ungerechtigkeit empfunden, da man nicht Ihre gesamte Persönlichkeit mit allen Kompetenzen betrachtet hat, sondern nur einen kleinen Ausschnitt, nämlich den mit dem Patzer. In diesem Moment scheinen die Verurteilenden nach dem Schema abzustempeln:

Wer schon in seinem Fachgebiet so versagt, der kann auch ansonsten nichts Positives mehr zu bieten haben.

Dabei muss es sich gar nicht um eine bestimmte besondere Fähigkeit handeln, in der man versagt. Die liebenswerten Zeitgenossen suchen manchmal nach genau solchen Makeln, nur um die ganze Person verunglimpfen zu können. Eine ganz üble Sache, aus der man als Opfer kaum mehr herauskommt. Das zuerst Gehörte wird nämlich in der Regel als Wahrheit betrachtet. Jedes Dementi der betroffenen Seite sieht dann zunächst wie eine Rechtfertigung eines Schuldigen aus.

Selbstverständlich bezieht sich diese Rechtfertigung nur auf Fehler, die uns unabsichtlich im Leben passieren. Wenn jedoch beabsichtigte Lügen als Motivation dahinterstecken, dann ist tatsächlich fraglich, ob die Person nicht auch an anderer Stelle die Wahrheit etwas weiter „auslegt“. Daher kommt auch das Sprichwort:

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.

Jedoch auch hier stellt sich die Situation nicht immer ganz einfach dar. Was von Dritten als Lüge bezeichnet wird, muss vom Betreffenden nicht unbedingt so bezweckt gewesen sein, sondern könnte auch durch eine absichtliche Falschdarstellung in dieses Licht gerückt worden sein.

Sobald definitiv und nachweislich eine Lüge im Spiel ist und böse Absicht dahintersteckt, ist eine vertrauensvolle Basis nicht mehr gegeben und eine Wiederherstellung der Anerkennung gestaltet sich höchst schwierig. Das kann durchaus gerechtfertigt sein und das erleben beispielsweise Unternehmen, welche durch offensichtliche Lügen von ihren Sprechern dauerhaft unglaubwürdig bleiben.

Lassen wir einmal das Lügenthema beiseite und betrachten nur die Unabsichtlichkeiten. Ist es fair, eine Person oder Institution aufgrund eines einmaligen oder auch mehrfachen Versagens final abzustempeln in der betreffenden Sache und diesen Stempel dazu noch in der gesamten Breite auf die Person oder Institution zu drücken?

Bei einem einmaligen Schnitzer fällt es noch recht leicht, ein Auge zuzudrücken. Wiederholt sich dieser, wird es mit zunehmender Anzahl immer enger für den Patzenden. Der Stempel liegt dann schnell zur Hand. Die eine oder andere weitere Chance wird jedoch durchaus noch gewährt.

Gefährlich wird es dann, wenn generalisiert wird. Das geht ganz schnell und man merkt es gar nicht. Insbesondere wird von den Medien gern Gebrauch davon gemacht. „Abstempeln“ lautet deren zweiter Vorname. Durch die Masse an Informationen fällt es den Lesern und Zuschauern kaum auf, wenn pauschalisiert wird und für das eigenständige Prüfen haben die meisten sowieso keine Zeit oder sehen keine Notwendigkeit darin.

Dabei ist es eines der häufigsten Mittel, um gerade alternative Medien und Informationen „auszuschalten“. Anhand eines herausgegriffenen Fehlers wird das Unvermögen dargestellt und breitgetreten. Die Schlussfolgerung für den unkritischen Betrachter ist dann, dass die negative Darstellung dieser Person oder Institution insgesamt gilt und nicht auf den konkreten Fall bezogen wird. Versuchen Sie einmal, da wieder herauszukriechen. Fast unmöglich.

Eine kritische Betrachtung der Dinge ist grundsätzlich aber nicht falsch, da wir es mit sehr vielen Unwahrheiten zu tun haben. Auch im Bereich der Aufklärung. In den meisten Fällen liegt dabei gar keine böse Absicht zugrunde, sondern Unwissenheit, mangelndes Fachwissen oder eine vereinfachte Betrachtungsweise.

Nehmen wir als Beispiel die bekannte Medizinjournalistin Jane Bürgermeister. Sie hat am 31.10.2009 auf der AZK-Konferenz einen Vortrag zum Thema Schweinegrippe gehalten. Als Kenner der Germanischen Neuen Medizin muss man ihren Vortrag allerdings differenziert betrachten. Sie hat vollkommen Recht in Bezug auf die Gefährlichkeit und die kriminellen Absichten der geplanten Massenimpfungen.

Jedoch was die Hintergründe angeht mit angeblich durch „lebende Viren“ verseuchte Impfstoffe bzw. mutierende Viren, kann man ihr mit dem Wissen über die Nicht-Existenz pathogener Viren nicht zustimmen. Das könnte man nun natürlich als Begründung heranziehen, um Jane vollständig als unglaubwürdig darzustellen. Doch das wäre fatal, denn Ihr Engagement, die WHO anzuzeigen und auf die Gefährlichkeit der Impfungen hinzuweisen, würde damit ebenfalls herabgewürdigt. Dies wäre definitiv verkehrt, unfair und völlig kontraproduktiv.

Ein anderes Beispiel bietet die Neue Medizin selbst. Der Entdecker Dr. Hamer beschreibt im dritten und vierten biologischen Naturgesetz den „ontogenetischen“ Zusammenhang, das bedeutet, dass dieses Gesetz entwicklungsgeschichtlich zu betrachten ist. Nun, wenn man an die Evolution glaubt, dann mag das plausibel klingen. Wer jedoch die berechtigten Zweifel betrachtet, hat mit dieser Herleitung ein Problem.

Dass die Neue Medizin auch ohne diesen Evolutionsgedanken sehr gut auskommt führt dazu, dass dieser „Fehler“ ausgeblendet werden kann, ohne an den Naturgesetzen drehen zu müssen. Kritiker würden jedoch – sofern sie ebenfalls nicht an die Evolution glauben – diesen Punkt allein dafür heranziehen, die gesamte Gesetzmäßigkeit in Frage zu stellen, was natürlich Blödsinn wäre.

Sehr interessante Streitpunkte sind auch im religiösen Bereich zu finden. Kritiker der Siebenten-Tags-Adventisten kommen nicht mit deren Ansicht zurecht, dass das vierte Gebot das sogenannte Malzeichen der Offenbarung sein soll. Doch darf deswegen ihre gesamte Lehre pauschal von den Kritikern als falsch bezeichnet werden?

Ein anderes Beispiel im Bereich Religion ist Scientology. Der Gründer L. Ron Hubbard begann ursprünglich damit, die Psychologie des Menschen zu erforschen. Seine Lehre dehnte sich irgendwann auch in den spirituellen Bereich aus, der klar die esoterische Lehre der Selbsterlösung, des „alles ist eins“ und des „wir sind alle Gott“ vertritt. Dazu kommt, dass Scientology in der Öffentlichkeit politisch gewollt sowieso grundsätzlich höchst umstritten ist.

Hierbei wird besonders gut deutlich, wie komplett alles verteufelt wird, was aus einer bestimmten Ecke kommt, ohne auch nur die geringste differenzierte Betrachtung zuzulassen. Ohne diese Vereinigung bewerten zu wollen – sonst wird mir nämlich sofort mit genau den hier im Artikel beschriebenen Maßnahmen ein Strick daraus gedreht – zeigt sich auch dort positives Engagement, was nicht in das gemachte öffentliche Bild passt.

Auch unter uns Aufklärern gibt es Menschen, die in bestimmten Themenbereichen daneben liegen. Man könnte natürlich hergehen und ihre gesamte Arbeit in Ungnade fallen lassen, aber wozu führt das? Das ist das Totschlag-Spiel der Massenmedien. Hier sollten wir nicht mitmachen.

Was ist der richtige Weg? Jedes Element, jedes einzelne Thema muss für sich separat betrachtet und überprüft werden. Nur so finden wir die wirkliche Wahrheit. Es gibt keinen Menschen auf der gesamten Erde, der auch nur annähernd das gesamte Lügensystem vollständig durchschauen könnte. Wenn sich einer im Bereich Medizin besonders tief auskennt, kann er schon alleine aus Zeitgründen nicht alle anderen Themen der Welt genauso tief ergründen. Daher werden vielleicht seine Aussagen zu diesen Themen auch einmal Fehler enthalten.

Doch das darf niemals dazu führen, dass seine restliche Arbeit im Umkehrschluss auch zwangsläufig Fehler enthalten muss und er damit als unglaubwürdig zu betrachten ist. Der gesamte Bereich der sogenannten Wahrheitsfindung ist wie ein riesiges Puzzle. Jeder muss für sich selbst die einzelnen Teile suchen, prüfen und zusammensetzen.

Vorverurteilungen und Pauschalisierungen sind für unser Ziel nicht förderlich, auch wenn wir oft dazu verleitet werden. Dazu hat schon vor knapp 2.000 Jahren der Apostel Paulus geschrieben:

… prüfet aber alles. Das Gute behaltet…

Bauen wir uns also unser Puzzle und lassen uns nicht vorschreiben, wem wir was zu glauben haben, sondern prüfen wir es selbst.

117 Kommentare zu “Das Puzzle der Wahrheit – prüfen anstatt abzustempeln

  1. Aber so schickt er immer ein paar Gute in die Welt hinaus, um die Botschaft zu verkünden, dass noch nicht alles verloren ist.
    ——————————————-
    Wenn der Fundamentalist HG der GUTE ist, dann muss Gott aber ein ganz schön böser sein…..

  2. Warum hassen Anhänger von fernöstlichen und kirchlichen Irrlehren die Wahrheit und damit Jesus Christus so sehr?
    Wer ist der geistige Vater dieser Lügenwelt?

    Es steht geschrieben:

    2. Korinther 11,14: Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich zum Engel des Lichtes.
    15Darum ist es auch nicht ein Großes, wenn sich seine Diener verstellen als Prediger der Gerechtigkeit; welcher Ende sein wird nach ihren Werken.

    Jesus spricht:

    Matthaeus 10,22: Und ihr müsset gehaßt werden von jedermann um meines Namens willen. Wer aber bis an das Ende beharrt, der wird selig.

    Matthaeus 24,9: Alsdann werden sie euch überantworten in Trübsal und werden euch töten. Und ihr müßt gehaßt werden um meines Namens willen von allen Völkern.

  3. Aha und wenn ich Bete dann kombiniere ich beides ?was ist daran so schlecht einerseits sich auf das gebet zu konzentrieren und andererseits sich von nichts ablenken zu lassen ist mir nicht klar was das soll?

  4. Was steckt hinter Meditation?

    z.B. folgendes:

    „Alles Abscheuliche und Miserable, was ihr tut, »erweitert euer Verständnis.
    Wenn ihr irgendeine Sache tun möchtet, was es auch sei, es
    wäre nicht ratsam, gegen dieses Gefühl anzugehen.«“

    Glaube an die exotischsten Fabeln
    http://forum.wahrheiten.org/viewtopic.php?f=14&t=297&p=1088#p1088

    Warum wohl gibt es immer mehr Geistesgestörte, Amokläufer, perverse Triebtäter.
    Eines der vielen Gründe sind Meditation, Yoga und fernöstliche Lehren.

  5. 104Harold Graf
    Warum wohl gibt es immer mehr Geistesgestörte, Amokläufer, perverse Triebtäter.
    Eines der vielen Gründe sind Meditation, Yoga und fernöstliche Lehren.
    ——————————————-
    Harold, du bist krank, du gehörst schnellstens in eine gute Klinik eingewiesen. Mach dir keine Sorgen, alles wird gut!!!

  6. 106Harold Graf
    Einer der Gründe, warum es das alles gibt, sind Personen wie WL!
    —————————-
    Sag uns doch was du mit dem „warum es das alles gibt“ konkret meinst. Vielleicht kann dir jemand den lichten Weg aus deiner Dunkelkammer zeigen!

  7. Teil 1
    Für die ganzen Irren Anhänger der fernöstlichen Irrlehren mußte extra ein Notfall-Netzwerk eingerichtet werden!

    die bei
    solchen Leuten üblich sind, die sich mit fernöstlicher Meditation einlassen:
    Furchterregende ASW-Erlebnisse [außersinnliche Wahrnehmung] und
    andere parapsychologische Phänomene … [spontane] Erfahrungen außerhalb
    des Körpers oder exakte präkognitive »Szenen« … tiefschürfende
    psychologische Begegnungen des Todes und anschließender Reinkarnation
    … das Erwachen der Schlangenkraft (Kundalini) … Energie,
    die die Wirbelsäule hinaufströmt, Zittern, Krämpfe und manchmal
    heftige Schüttelanfälle und Verrenkungen …25

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