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EU Marsch Marsch: Sinnlose Willkür als Machtdemonstration

Sie ist zwar nur ein unscheinbarer Gegenstand, war aber dennoch seit Generationen stets allgegenwärtig. Ihre Tage sind inzwischen gezählt und viele Menschen trauern ihr nach, weil ihr Verschwinden auch ein Zeichen von weniger Freiheit bezeugt.

Auch erinnert uns die Glühbirne mahnend an die dahinterliegende Gefahr. Nein, nicht die Klimaerwärmung, sondern die immer bedrohlicher werdende Diktatur aus Brüssel, welche sich mehr und mehr ausweitet.

Sie sind so zahlreich wie die Einwohner einer Großen Kreisstadt und gleichzeitig höchstens so produktiv wie ein Elefant im Wartezimmer: Die Europäische Kommission beschäftigt insgesamt etwa 23.000 Beamte, deren wesentliche Aufgabe es ist, sich selbst zu verwalten. Ein Koloss zur Selbstbeschäftigung, finanziert von jedem brav arbeitenden Bürger, ob er diesen „EUnsinn“ nun will oder nicht.

Wobei es formal betrachtet falsch wäre, diesen Brüsseler Bürokratenmoloch „unproduktiv“ zu nennen, denn was dort an Papier verbraucht und mit sinnlosem, kleinkariertem und künstlich wichtigmachendem Irrsinn bedruckt wird, dürfte weltweit einmalig sein. Wie groß ist wohl der Wald, der dafür alljährlich geopfert wird?

Aber was eine erfolgreiche Diktatur werden will, muss sich eben auch um Kleinvieh bemühen, denn weder ein herrschsüchtiger Überwachungsstaat noch Willkürsteuern wie die CO2-Luftbesteuerung noch ein sich freiwillig duckendes und völlig inhomogenisiertes Standardvolk entstehen von selbst. Das bedeutet harte Arbeit für die obersten Diktatoren und deren Helfershelfer.

Jeder der in Brüssel „tätigen“ höherrangigen Bürokraten benötigt neben seinem fettem Dienstwagen und Chauffeur selbstverständlich auch einen riesigen Stab von Mitarbeitern, um den von ihnen jeweils willkürlich und völlig undemokratisch beschlossenen Unfug auch in mindestens 50 Sprachen zu Papier zu bringen.

Wer jetzt glaubt, die Bürokraten würden sich aus reinem Selbstzweck mit irgendwelchen Aufgaben beschäftigen, der irrt. Es geht um den Wettbewerb, wer am meisten Einfluss auf die EU ausübt, wer die meiste Macht für sich beansprucht und wer die wichtigste Position besetzt.

Dass dies kein primitives Anti-EU-Geschwätz, sondern bittere und für uns alle sehr teure Realität ist, beweisen die Worte eines ehemaligen EU-Kommissars. Günter Verheugen sprach am 08.02.2010 mit dem Spiegel über seine Erfahrungen und Erkenntnisse:

Aber ich gebe zu, das Bild der Kommission ist immer noch zu stark bestimmt von der Vorstellung, sie sei ein Zuständigkeitskrake, der immer mehr Lebensbereiche regulieren und harmonisieren möchte.

[…]

27 Kommissare – das bedeutet 27 Generaldirektionen, und 27 Generaldirektionen bedeuten, dass alle beweisen müssen, dass man sie braucht, indem sie ständig Vorschriften, Strategien oder irgendwelche Projekte in die Welt setzen. Jedenfalls immer mehr, immer mehr, immer mehr.

Verheugen widerspricht sich eindeutig, wenn er einerseits behauptet, wir Bürger hätten von der Kommission eine falsche Vorstellung, weil sich diese noch zu stark in immer mehr Lebensbereiche einmische, aber andererseits gleichzeitig den Vorwurf der ausartenden Beamtenherrschaft und der reinen Selbstbeschäftigung bzw. den heimlichen Bürokratiewettbewerb explizit bestätigt.

Die Damen und Herren in Brüssel wollen sich also von morgens bis abends nur wichtig machen, sich gegeneinander profilieren und am liebsten selbst von ihren Beschlüssen profitieren? Wer sich beliebige Ergüsse aus diesem Diktatorium betrachtet, der erkennt seine Vermutung und Herrn Verheugens Aussagen in der Tat sofort wieder.

Denken Sie nur beispielsweise an den Vorstoß von Silvana Koch-Mehrin, die Mobilfunk-Roamingkosten innerhalb der EU abzuschaffen – wahrscheinlich nur zum Eigennutzen gedacht, da sie unmittelbar selbst davon profitieren würde.

Gutmenschliche Spinnereien gehören selbstverständlich auch zu den favorisierten Zielen der Eurokraten, wie der Bericht vom 30.08.2011 im Focus über kundenfreundlichere Geldautomaten bewies:

Zielgruppe sind Menschen, die sich mit der Technik nicht auskennen, Senioren, die ihre Lesebrille vergessen haben und auch ausländische Urlauber, die die jeweilige Landessprache nicht beherrschen. […] 87 Millionen Europäer sind älter als 65 Jahre und jeder sechste EU-Bürger hat eine Behinderung.

Vordergründig erscheint diese Idee natürlich vorbildlich und politisch äußerst korrekt, aber dieser typische Auswuchs der Berufsgutmenschen wird schlussendlich nur wieder in einem Wust an neuen Vorschriften – selbstverständlich auch für sämtliche anderen Automatenhersteller – enden, sodass es zukünftig nicht mehr möglich sein wird, durch Einwurf einer Münze in einen Automaten einfach ein Getränk entnehmen zu können, ohne sich durch ein umfangreiches Menüsystem zu hangeln.

Stattdessen wird dann ein hochkomplexes, zwanzigsprachiges, barrierefreies, behindertengerechtes, wartungsintensives und unglaublich teures neues Gerät bereitgestellt werden müssen, was den Getränkepreis mal eben verdoppelt. Doch was kümmert das schon die Papierverschwender in Brüssel.

Ein weiteres Beispiel für politisch korrekten und zudem noch scheingrünen Wahnsinn ist ein weiteres geplantes Verbot. Vom Ende der Plastiktüte schrieb am 18.05.2011 der Kölner Express:

Steuer auf Plastiktüten oder gar ein Verbot? Das könnte für die Europäer bald Wirklichkeit werden. Die EU-Kommission erwägt ein EU-weites Verbot von Tragetaschen aus Kunststoff.

Ob dieses Verbot unter dem Strich tatsächlich eine positive Bilanz haben wird? Wieviel Geld und Papier wohl in Brüssel alleine nur für die Diskussion und Verabschiedung einer solchen EU-Richtlinie verschlungen werden? Ganz abgesehen von den gigantischen Kosten für sämtliche davon betroffenen Unternehmen in der EU. Es dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit genau dasselbe dabei herauskommen wie beim Genozidbenzin E10, nämlich ein eindeutig negatives Gesamtergebnis.

Eines der prominentesten Verbote quält uns bereits mehrere Jahre und wurde nun nochmals verschärft: Das Glühbirnenverbot. Ab jetzt dürfen keine Glühbirnen mit 60 Watt oder mehr verkauft werden. Stattdessen ist teurer Ökowahnsinn angesagt, der sich für die gestraften Bürger in keinem Falle mehr rechnet. Vielleicht bietet ja irgendwann ein findiger Hersteller die 59 Watt Glühbirne an. Doch ab Herbst 2012 ginge es dann auch dieser an den Kragen.

Wie unökologisch und insbesondere wie wenig ökonomisch diese Glühbirnengeschichte ist, erkennen sogar inzwischen manche Fachleute und äußern sich dazu öffentlich. Die Süddeutsche zitierte am 30.08.2011 einen solchen Forscher:

«Der Umstieg auf Energiesparlampen hätte auf Freiwilligkeit beruhen sollen» […]. Gerade in Lampen, die nur wenige Minuten am Tag eingeschaltet werden – zum Beispiel im Flur – lohnten sich die zwar längerlebigen, aber häufig noch wesentlich teureren Energiesparlampen nicht oder erst nach sehr langer Zeit, ergaben Berechnungen des Wissenschaftlers.

Abgesehen vom zigfach höheren Preis für vergleichbare Leuchtleistung und Lichtqualität halten die sogenannten Sparbirnen ja doch nicht die versprochene Lebensdauer ein. Unter dem Strich darf also wieder einmal der Bürger noch tiefer in die Tasche greifen.

Offiziell wird diese Bevormundung mit der Klima-Lüge begründet. Wir haben hier sozusagen eine Doppellüge vor uns, denn zum einen ist die Begründung zur Abschaffung der Glühbirne, nämlich die angeblich menschengemachte Klimaerwärmung, ein hinterhältiger Jahrhundertbetrug und zum anderen sieht die gesamte Energie- und Kostenbilanz für die alternativen Leuchtmittel im Vergleich dazu viel schlechter aus.

Den Bürokraten in Brüssel und ihren zigtausend Mitarbeitern freilich ist das alles egal, denn diese sorgen sich allerhöchstens um ihr weiteres bequemes Auskommen und werden sich lediglich bemühen, ihren Lobbyisten einen Gefallen zu tun. Uns Bürger dagegen werden sie auch weiterhin nach Möglichkeit mit ihren unnützen Verboten rücksichtslos schädigen und ausbeuten.

17 Replies to “EU Marsch Marsch: Sinnlose Willkür als Machtdemonstration”

  1. – u.a. allem Irrsinn nicht vergessen :

    – die Unsinnige Flüssigkeitskontrolle / Einschränkung beim Fliegen
    absoluter Quatsch aber es findet niemanden den Mut das zu beenden!
    zusätzlich werden Millionen in den Flughäfen in den Müll geworfen und ebenso teuer entsorgt !

    – wer im politischen Inland unangenehm ist , oder weg muß , den sendet / schiebt man nach Brüssel denn dort kann er seine Unfähigkeit mit weiteren Tausend – UNFÄHIGEN – wie auf einem Kinderspielplatz , ausleben !

    – Verheugen , Oettinger und nicht zu vergessen Con Bendit der Kinderfreund !

    Bravo : die Verblödung des Volkes nimmt kein Ende !

  2. Guten Morgen.

    Was wir hier sehen ist die Formung eines einheitlichen, entstaatlichten Wirtschaftsraums, nach deutschem Vorbild.

    Genauso, wie die sogenannte BRD, seit dem Beitritt der DDR, zum gemeinsamen Wirtschaftsgebiet, auf demokratische Verfaßtheit, Rechtstaatlichkeit und Souveränität verzichtet, soll die EU diesem Vorbild folgen.

    Es gibt nur ein Problem. Während der BRD, seit über 60 Jahren, entrechtete Lohnsklaven, aus der alliierten Kriegsbeute, zur Verfügung stehen, müssen die Völker der übrigen EU-Mitgliedsstaaten erst entrechtet werden.

    Wie man das, unter Mithilfe korrupter Regierungen, macht haben wir gerade in Griechenland gesehen.

    Die Interessen der USA, der multinationalen Konzerne und der Banken sind offensichtlich deckungsgleich und zwar weltweit.

    Was geschied, wenn einer aus dieser Interessenslage ausschert kann man am Schicksal Westerwelles sehen, der anscheinend, patriotisch motiviert, einen eigenständigen Weg gesucht hat.

    In welchem Umfang die große Statusänderung, capitis diminutio maxima, nach römischem Recht, für die übrigen Völker Europas, schon stattgefunden hat, kann ich im Moment nicht beurteilen.

    Für alle Deutschen ist sie Realität. Deshalb sind sie in ihren „Personalpapieren“ verdinglicht, DEUTSCH.

    Liebe Grüße Karl-Heinz

  3. Niemand hat das mehr unter Kontrolle,jedenfalls kein demokratisch legitimierter Staat,der Bürger oder irgend ein demokratisch gewählter Parlamentarier. Die EUDSSR ist ein sich verselbstständigendes Monstum geworden. Immer mehr an Regulierungswahn macht vor nichts halt. Das Verbot der Glühbirmen ist erst der Anfang.Ebenfalls sind vom Verbot Röhrenverstärker, starke Staubsauger betroffen und noch vieles mehr! Das Klimakontingent kommt als nächstes. Dann werden wir uns überlegen müssen, ob wir 4.000 CO2 Punkte für eine Grillrunde verballern, oder sie durch den Flug nach PMI mit 6.000 Punkten kompensieren können. Nach dem Rauchverbot, denn es ist absehbar, dass dieses definitiv kommen wird,(In Neuseeeland ist es schon beschlossene Sache, es kommt ab 2015!)kommt dann das Verbot nicht nur von Alkohol, sondern auch von sogenannten ungesunden Lebensmitteln. Da ist dann ein System, dass ich nicht unbedingt will. Mit einem zugestandenen Lebenskontingent knapp auf dem Level eines Zobies, jedn Tag das Zöllibat der Klimaerwärmung betend auf die fachgerechte Entsorgung im FEMA Sarg!

  4. @ 1 caro

    Zitat: – wer im politischen Inland unangenehm ist , oder weg muß….

    Ich meine, in diesem Bezug, ist die Einschätzung meist falsch.

    Bei Verheugen , Oettinger, Stäuber handelt es sich eher um verdiente Systemsoldaten, die zuverlässig, die ihnen aufgetragenen Aufgaben erfüllt haben und gerade deshalb im politischen Kasperletheater nicht mehr haltbar waren.

    Wenn man sie im BRD-Betrieb belassen hätte, wäre der Betrug aufgeflogen. So blöd ist die Bevölkerung nun auch nicht.

    Zur Belohnung sitzen sie jetzt, gut versorgt, in Brüssel.

    @ all

    Und jetzt schauen Sie sich die Euro-Retter an, die sich darum reißen, wer als erster und am allumfassensten das Deutsche Volk und alle Europäer verraten darf, um die gleiche Belohnung zu bekommen.

    Gabriel, Steinmeier und Özdemir, der sogar Kohl als seinen politischen Mentor entdeckt.

    Das System BRD und seine Regierung transformiert sich gerade zur Bedeutungslosigkeit, dehalb muss man sich schnell nach neuen Fleischtöpfen, in Brüssel, umsehen.

    Gruß Karl-Heinz

  5. Und nun – pünktlich zum Glühbirnenverbot: „Energiesparlampen“ werden bis 25% teurer:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,783535,00.html

    Selbstverständlich mit einer lächerlichen Begründung.

    Wenn es irgendwann nur noch „Energiesparlampen“ gibt: Was glaubt ihr – haben sie immer noch eine so lange Lebensdauer wie jetzt? Das ist momentan noch ein Argument, um den höheren Preis zu rechtfertigen. Aber wenn es später keine Alternativprodukte mehr gibt, braucht es dieses Argument nicht mehr…

    Ich habe jedenfalls schon lange einen Vorrat.

  6. Ausserdem scheint unseren Freunden in Brüssel so etwas wie Jevon’s Paradoxon unbekannt zu sein. Hier noch ein interessanter Link zum Thema:

    http://www.lowtechmagazine.com/2008/10/led-light-cfl-b.html

    Wie schon im Artikel gesagt, das mit den Glühbirnen ist nur ärgerlich, aber symptomatisch. Nach dem Glühbirnenvebot werden folgen: Duschköpfe, Wasserhähne, Kaffeemaschinen, Dämmwahn usw. usf.

    Immerhin hat die Sache eine positive Seite: man braucht keinen Krieg, um ein Land neu aufzubauen und dabei hübsch abzukassieren…

  7. Das Glühbirnenverbot ist ja wohl das letzte.

    Es gibt keinen überzeugenden Grund dafür.
    Verdammt nochmal, wann jagen wir dieses Pack zum Teufel.
    Mir geht dieser Verein von Tag zu Tag mehr auf die Nerven,
    Ich wünste, er würde endlich mit sammt seinen Schwachomatten die Bühne verlassen.
    Na ja, was nicht ist, kann ja bald werden.
    Das ich soviel politischen Unsinn mal erleben muß, das hätte ich mir auch nicht gedacht.
    Am besten die nächste EU Wahl boykottieren.
    iIh bin stinke-sauer- gerade auch wegen der Glühbirnen. Soll ich etwa Quecksilber verseuchte Energiesparlampen – diese Schummerfunseln -nehmen?
    Und das alles wegen dieser Schmalspurdenker und Dilletanten- oder was immer die sind. Jedenfals bringen sie nichts Gutes, lauter Mist.

  8. Ich bin eigentlich nicht pietätlos, aber kürzlich hat sich unser Landrat selbst entsorgt; wegen Armut, wie man hört.
    Der Autogenozid schwappt inzwischen in höhere Kreise über.
    Bei Ackermann und Konsorten habe ich diese Hoffnung nicht.

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