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Bezahl mich und ich sing für dich

Korruption ist ein großes Problem in vielen Ländern. In welchen genau? Wenn Sie sich bei unseren Gutmenschen umhören würden, bekämen Sie als Antwort höchstwahrscheinlich ärmere und Länder mit Diktaturen genannt. Dass wir jedoch selbst inmitten größter Bestechlichkeit leben, ist für die meisten völlig undenkbar.

„Eine Hand wäscht die andere“ oder „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ bringen das Problem auf den Punkt. Kennen Sie zufällig einen Bereich in unserer Gesellschaft, wo dieses nicht gilt?

Auch wenn wir uns aufgrund unserer lebenslangen Manipulation durch Medien und Konzerne nicht immer auf unser vermeintlich richtiges Gefühl verlassen können, so gibt es dennoch einige Themengebiete, die sind so klar und offensichtlich, dass auch die stärkste Beeinflussung den gesunden Menschenverstand nicht ausschalten kann.

Ein Beispiel ist das Stillen von Babys. Es gibt zwar bestimmt etliche Leute, welche die weibliche Brust als reine Dekoration ohne irgendeine Funktion betrachten, aber den meisten ist selbstverständlich bewusst, dass Mütter damit ihre Babys stillen. Die Frage ist häufig, wie lange sollte eine Mutter das tun?

Noch vor wenigen Generationen hätte es darüber sicherlich kaum Diskussionen gegeben, weil Wissen und Handhabung immer von der Mutter an ihre Töchter weitergegeben wurden. Sehr häufig geschah dies schon ganz automatisch durch die Lebensweise in Großfamilien mit drei oder vier Generationen unter einem Dach.

Heute dagegen ist die Frage, wie lange ein Kind gestillt werden sollte, tatsächlich Teil der „wissenschaftlichen“ Diskussion, wie uns der Spiegel am 14.01.2011 bewies:

Wer sich mit dieser Frage an die Weltgesundheitsorganisation WHO wendet, erhält von ihr eine Empfehlung: Sechs Monate soll man das Neugeborene ausschließlich stillen, also auf jeglichen Brei und Pulvermilch verzichten.

[…]

Stattdessen empfehlen die Forscher […], dass zumindest in den Industriestaaten Babys vom vierten Monat an neben der Muttermilch mit anderen Nahrungsmitteln gefüttert werden sollen.

Man höre und staune, dass selbst die WHO ausnahmsweise einmal eine sinnvolle Empfehlung ausspricht, wohingegen diesem Verein ansonsten in keinster Weise zu trauen ist. Allerdings sind diese sechs Monate Stillzeit ebenfalls eine fragwürdige Empfehlung, denn früher waren ein bis zwei Jahre durchaus normal – bzw. gestillt wurde solange, bis schon das nächste Baby kam.

Es dreht sich in diesem Fall allerdings gar nicht um das Thema an sich, sondern um den versteckten Hintergrund. Warum sollte denn eine solche Empfehlung überhaupt ausgesprochen werden, Kinder noch früher abzustillen? Im Spiegel-Artikel hieß es weiter:

Janet Fyle von der britischen Hebammen-Vereinigung etwa sagte dem Sender BBC, die Stillempfehlung auf vier Monate zu beschränken, wäre ein „Rückschritt“ – und spielte den „Herstellern von Babynahrung in die Hände“ – drei der vier Studienautoren haben bereits als Berater für die Babynahrungsmittelindustrie gearbeitet oder Forschungsgelder von ihr erhalten.

Na wer sagt’s denn, das war ja eine einfache Lösung. Natürlich handelt es sich ganz allein um Lobbyarbeit und Bestechung. Auf welch primitiv monetärem Niveau und mit welcher Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Wohle unserer Kinder dieser Lobbyismus im vorliegenden Fall umgesetzt wurde, ist wirklich nur noch erschreckend.

Wie korrupt und abgebrüht, menschenfeindlich und gierig müssen solche Menschen sein, um sich derart an den Mammon zu verkaufen? Wir erleben diese Käuflichkeit aber nicht nur in der Wissenschaft – in dieser Disziplin besonders offensichtlich zu erleben an der Klima-Lüge – sondern bevorzugt in der Politik, weil diese der gängige Wegbereiter von Konzerninteressen ist.

Es dürfte kaum eine Person in einem politisch relevanten Amt geben, welche nicht im Visier von irgendwelchen Lobbyisten steht. Und seien es auch nur „Freundschaftsdienste“ oder einfache Gefälligkeiten, die noch gar nicht direkt in die Rubrik Korruption fallen, beispielsweise Personalentscheidungen und die Vermittlung von begehrten Arbeitsplätzen. Dennoch sind die Beweggründe immer dieselben, weil die jeweilige Position zur Vorteilsnahme missbraucht wird und die Verantwortlichen sich dafür freiwillig oder gegen Entschädigung hergeben.

Ein bestechlicher Politiker wäre jedoch dumm, würde er seine Arbeit lediglich seinen verschiedenen Lobbyvertretern widmen und für sich selbst nichts zum eigenem Nutzen raushauen. Die Versuchung ist ungemein groß, seinen Posten und seinen Einfluss zu verwenden – oder besser auszunutzen – um sich einen persönlichen Vorteil zu verschaffen. Wichtig ist daher eine gute Tarnung, damit nicht jeder sofort die wahren Beweggründe von irgendwelchen Initiativen durchschaut.

Lesen Sie einmal, was die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Dr. Silvana Koch-Mehrin, am 13.11.2010 in ihrem Blog schrieb:

Wer mit dem Handy im Ausland das Internet nutzt, muss dafür in der Regel saftige Aufschläge zahlen. Denn für die Datenübertragung von einem deutschen Handy über ein ausländisches Netz verlangen Mobilfunkanbieter so genannte Roaming-Gebühren – und die sind deutlich teurer als die nationalen Tarife. FDP-Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin fordert jetzt eine Abschaffung dieser Zusatzkosten innerhalb der EU.

Frau Koch-Mehrin will keine Roamingkosten mehr bezahlen? Oh Entschuldigung, wir alle sollen keine Roamingkosten mehr bezahlen müssen. Prima Idee, aber dann müssen parallel auch jegliche Netznutzungs- und Durchleitungsgebühren bei Strom und Gas vollständig entfallen und zwar mindestens innerhalb der BRD, theoretisch und folgerichtig nach Koch-Mehrins Forderungen ebenfalls EU-weit, denn Gas und Strom werden durch das „Roaming“ auch deutlich teurer.

Leider hat die Vizepräsidentin wohl keine Ahnung von der Materie, denn aus welchem vernünftigen Grund sollten ausländische Netzbetreiber ihre Mobilfunknetze von deutschen Mobilfunkanbietern ohne Gegenleistung kostenlos mitbenutzen lassen?

Ob Frau Koch-Mehrin jemals einen Brief ins Ausland verschickt hat? Warum nur sind dabei die Portokosten höher als bei einem Inlandsbrief? Liegt das vielleicht daran, dass die Zustellung im Ausland von einem anderen Unternehmen ausgeführt wird, welches keine Lust hat, Briefe aus der BRD einfach so und auch noch kostenlos an ihre Kunden auszutragen?

Oder hat ihre Forderung eventuell gar nichts mit dem fehlenden Wissen zu tun? Kann es vielleicht sein, dass Frau Koch-Mehrin hier das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden wollte? Das Nützliche wäre beispielsweise, die eigene Partei bei den kommenden Wahlen über die Fünf-Prozent-Hürde zu hieven, weil eine Forderung zur Aufhebung von Roamingentgelten sicherlich populär wäre beim urlaubsliebenden BRD-Volk.

Das Angenehme wäre, wenn Frau Koch-Mehrin durch ihren Vorstoß selbst von den Roaminggebühren befreit würde. Die Vermutung liegt bei einer regelmäßig im Ausland tätigen Abgeordneten mit einer sicherlich durch hohe Mobilfunkkosten belasteten Spesenrechnung durchaus nahe.

Derlei politische und vor allem populistische Aktionen sollen schlussendlich nur die Wähler kaufen bzw. von den lobbyistischen Beweggründen ablenken. Außerdem scheint es so, als ob die Damen und Herren in der Politik immer dreister werden, was die persönliche Vorteilsnahme betrifft. Die Bürger sind eh nur schlicht im Denken und mit Belanglosigkeiten zu beschäftigt, um zu bemerken, was hier vor sich geht. Für den Politiker – bei seiner hohen Verantwortung und der lächerlichen Entlohnung – fällt das bisschen Privatlobbyismus nun wirklich nicht mehr ins Gewicht.

Sind das alles nur unsinnige Mutmaßungen? Vielleicht. Ist unsere Politik tatsächlich gar nicht so bestechlich? Glauben Sie, Korruption sei nur ein Problem von Entwicklungsländern? Von wegen, Korruption ist in unserem Lande so allgegenwärtig wie das „böse“ CO2, nur in viel höherer Konzentration. Der Westen berichtete am 25.01.2011 über die reale Situation:

Alarmierende Studie über Korruption in NRW-Ämtern: In den vergangenen zwei Jahren wurden fast zwei Drittel der Behörden durch Kriminalität geschädigt.

[…]

„Wenn wir von Korruption in Behörden sprechen, geht es beispielsweise darum, dass ein Beamter eine Gegenleistung dafür erhält, dass er eine Baugenehmigung ausstellt. Bei der illegalen Zu­wendung kann es sich um Bargeld ebenso wie die kostenlose Autonutzung oder einen Gratis-Großeinkauf handeln.“

Wohlgemerkt, hierbei handelt es sich um die aufgedeckten Fälle. In Wirklichkeit sind sicherlich weit mehr als zwei Drittel der Behörden von den Folgen der Korruption betroffen. NRW ist außerdem nicht besser oder schlechter als andere Bundesländer, sondern im ganzen Land dürfte sich bei näherer Betrachtung ein sehr ähnliches Bild ergeben.

Wenn in diesem Artikel von Korruption bei Beamten die Rede ist, dann dürfte jedem klar sein, dass die Korruption nicht plötzlich ab einer bestimmten Ebene aufhört. Wer oben sitzt und sich bestechen lässt, saß zu Anfang auch mal ganz unten und hat dort gelernt, wie er sich am schlauesten anstellen muss, damit niemand hinter seine Machenschaften kommt. Je höher die Posten, desto größer die Korruption und desto besser die Tarnung aufgrund der jeweiligen Erfahrung.

Es stellt sich die Frage, wieviele schwarze Schafe es bei „denen da oben“ wohl tatsächlich gibt. Wenn wir uns die aktuelle Politik mit ihrem fast täglich neuen Hochverrat betrachten, dann wächst in uns unweigerlich das Gefühl, dass die Guten und Ehrlichen an einer Hand abgezählt werden können.

Erschwerend kommt die Wahrscheinlichkeit von heimlicher Erpressung hinzu, denn wer anderen einmal einen Gefallen getan und dafür sein Amt oder seine Position nachweislich missbraucht hat, der könnte in die Falle getappt sein. Es gibt damit nämlich immer irgendwelche Mitwisser, welche die Amtsinhaber in Marionetten verwandeln können. So verwundert es auch nicht, wie die Politik mit Steigerung der Macht gleichzeitig immer weltfremder agiert.

Hier hilft kein neuer Anstrich mit einer anderen Farbe, das ganze Gebilde gehört bis auf die Grundmauern abgerissen und als Sondermüll entsorgt. Die wenigen ehrlichen Menschen in Amt und Würden werden jedoch im Zuge der politischen Unruhen, wie sie uns höchstwahrscheinlich bald ins Haus stehen, mit in den Abgrund gerissen. Wer also noch ein Gewissen hat und ganz oben mitmischt, sollte sich jetzt langsam zurückziehen. Einige taten das zwar schon, aber ob die tatsächlich weniger Dreck am Stecken hatten?

Dazu passt aus Hermann Hesses „Das Glasperlenspiel“ das folgende Zitat:

Geist ist wohltätig und edel nur im Gehorsam gegen die Wahrheit; sobald er sie verrät, sobald er die Ehrfurcht ablegt, käuflich und beliebig biegsam wird, ist er das Teuflische in Potenz, ist sehr viel schlimmer als die animalische, triebhafte Bestialität, welche immer noch etwas von der Unschuld der Natur behält.

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6 Kommentare zu “Bezahl mich und ich sing für dich

  1. Kennt jemand den § 339 StGB – Rechtsbeugung ?
    Darauf stehen 1 bis 5 Jahre Haft. Dazu gibt es noch Parteiverrat durch einen Rechtsanwalt, Prozeßbetrug durch die Gegenpartei, Falschgutachten durch Gutachter, Strafvereitelung – jeweils zwischen 1 bis 5 Jahren.
    War jemand schon einmal am Arbeitsgericht oder am Sozialgericht ?
    „Da liegt die Entscheidung schon auf dem Tisch, wenn du reinkommst“ (Zitat)
    Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist eine Farce.
    In Deutschland dürfte es keine freilaufenden Juristen und Gutachter geben, genaugenommen nicht einmal Beamte.

  2. Klasse Artikel. Sicher ist das rituelle sich gegenseitig Beschenken ein Akt der Sympathie einmal soziologisch gewesen. Doch in der Wirtschaft sind Geschenke oft mit sehr teuren Wünschen verbunden und enden in gegenseitiger schwerer Verwerflichkeit. Solange die Amoral herrscht wird dies so bleiben. Die 1968er Genration war der Fluch der Kassandra. Die erfinder ernten was sie einst sääten. Dekadenz und Niedergang.

  3. Man hat verschieden Farben zur Wahl und wählt aber immer nur eine Farbe mit einer anders farbigen Umrandung.

    Was ist das?

    Das ist die Wahlfreiheit in der BRDGmbH.

    ———————————————————————————–

    Wer wählen geht ist selbst dran schuld!

  4. @Jupp

    „In Deutschland dürfte es keine freilaufenden Juristen und Gutachter geben, genaugenommen nicht einmal Beamte.“

    Darf ich Dir ein Geheimnis verraten Jupp? Es gibt sie auch gar nicht. Es gibt sie nur in deren Einbildung und der Bevölkerung haben sie glauben gemacht, daß sie machen dürfen was sie wollen, weil sie sich ihre eigenen Gesetze dafür zusammengedichtet haben. Da sie sich aber noch nicht einmal an den Artikel 1, GG halten, ihr höchstes Gesetz, ist das ganze Gesetz eine Farce und meines Erachtens UNGÜLTIG. Und das beste ist, sie wissen, daß wir das auch wissen. Man kann es an ihren Gesichtern ablesen. Die pure Angst vor der Bevölkerung steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Schaut mal genau hin.

  5. Schon in den 50gern wurde bei Vergaben von Bauaufträgen einer Stadt in NRW nach Parteibuch oder Religionszugehörigkeit vergeben.. Nebenbei wurden dann bei Ausführung derselben zB. Baumaterialien für das Haus eines Amtmannes abgezweigt.. und dies war beileibe kein Einzelfall..

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