© Cristine Lietz / pixelio.de

Macht endlich Schluss mit der Anonymität im Internet

Davon träumen zumindest offensichtlich einige Politiker. Ganz vorne mit dabei ist stets das Innenministerium, aber auch das Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat bereits kräftig mitgemischt. Die nicht anonymen Täter: Wolfgang Schäuble und Ursula von der Leyen.

Während das Bundesverfassungsgericht diesen staatlichen Überwachungsfanatikern erst im Januar 2010 noch die rote Karte zeigte, nutzen die offenbar paranoiden Politikdarsteller weiterhin jede neue Gelegenheit, diesen alten Hut immer wieder hervorzuzaubern, um endlich final und unangreifbar die Totalüberwachung installieren zu können.

Neuen Wind auf die Polizeistaat-Mühlen brachte der jüngste Vorstoß aus Berlin. Im Spiegel-Interview äußerte sich nämlich am 07.08.2011 Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich zum Thema Anonymität im Internet wie folgt:

Für Bundesinnenminister Friedrich ist das eine Lehre aus den Anschlägen von Norwegen, wo ein Einzeltäter sich im Netz radikalisierte. Im SPIEGEL-Interview fordert er nun, die Anonymität im Internet abzuschaffen.

[…]

Die Grundsätze der Rechtsordnung „müssen auch im Netz gelten“, Blogger sollten „mit offenem Visier“ argumentieren.

Absolut richtig, Herr Minister, aber die Grundsätze der Rechtsordnung beinhalten eben auch die freie Meinungsäußerung. Da diese tatsächlich frei sein soll, spielt es auch keinerlei Rolle, wer welche Meinung geäußert hat, denn sobald dies nicht mehr gewährleistet wäre, befänden wir uns sofort in einer Meinungsdiktatur, in einem totalitären Regime.

Natürlich gibt es jede Menge Missbrauch durch Anonymität im Netz – wie auch überall in der realen Welt. Aber genausowenig wie ein Waffenverbot dazu beiträgt, dass Kriminelle ihre Knarren freiwillig abliefern, wird ein Verbot von Anonymität im Internet Hetz- und Lügenkampagnen oder sonstigen Betrug im Netz beseitigen. Dazu müsste aufgrund der Struktur des Internets weltweit eine entsprechende Einigung erreicht werden und das dürfte tatsächlich unmöglich sein – zumindest solange offiziell noch keine Neue Weltordnung an den Schalthebeln sitzt.

Eine der entscheidenden Fragen ist die nach dem wahren Beweggrund der Politiker, in regelmäßiger Folge immer wieder einen Vorstoß in dieser Richtung zu wagen, obwohl sich bislang stets alle Gegner der Freiheit des Internet eine blutige Nase dabei holten. Die fadenscheinigen Begründungen reichen inzwischen vom angeblichen Kampf gegen Kinderpornografie über Wirtschaftsspionage bis hin zur Terrorismusabwehr.

Das Internet besitzt auf der anderen Seite jedoch auch die erstaunliche Eigenschaft, zur Aufdeckung von kriminellen Handlungen beizutragen, welche ansonsten wohl niemals ans Tageslicht kämen. Denken Sie nur an die ganzen Plagiatsaffären der angeblichen „Doktoren“. Freilich, das ist natürlich weniger das Ziel der Berliner Überwachungsfanatiker.

Ist dies womöglich sogar der eigentliche Grund, das Netz zu zensieren, damit all die politischen betrügerischen Machenschaften verdeckt bleiben? Soll durch die Zensur vielleicht verhindert werden, dass wir beim Wort „Politik“ nicht direkt an Heuchelei, Korruption und Betrug denken, sondern weiterhin die offiziellen Lügen glauben? Zu spät.

Wie dumm, billig und durchschaubar es zudem von Minister Friedrich ist, den Fall Breivik in Norwegen als Vorwand für einen erneuten Versuch der Kontrolle über das Internet heranzuziehen, ist dem Innenminister offenbar gar nicht klar. Entweder hat er ganz konkret vor irgendetwas oder irgendjemandem im Netz Angst oder er hat den Auftrag erhalten, dieses Thema mit aller Macht nach vorne zu treiben und nutzt jetzt nur schlicht die Gunst der Stunde aus.

Da jedoch der Massenmörder aus Norwegen weder das Internet zur Planung, Kommunikation noch als Sprachrohr für sein Vorhaben nutzte, sondern darüber lediglich ein möglicherweise gar nicht von ihm selbst verfasstes Dokument verschickte, mutet der Zensurversuch von Innenminister Friedrich nur sehr hilflos an. Selbst in Sachen Internet eher unbedarfte Bürger dürften sich fragen, was denn das eine mit dem anderen zu tun haben soll.

Glücklicherweise gibt es immer noch genügend wache Menschen, welche die entweder dümmlich naiven oder hinterhältig geplanten Bevormundungs- und Freiheitsentzugsabsichten der Politik durchschauen und dies auch entsprechend lautstark äußern. Der bekannte Anwalt Udo Vetter von law blog schrieb in einem Beitrag mit dem Titel „Schutz gegen die Tyrannei der Mehrheit“ am 07.08.2011:

Zum anderen ist die Klarnamenpflicht praktisch nur durchsetzbar, wenn wir das Internet nach den Vorbildern China, Nordkorea und Iran ausrichten. Nur ein aufgeplusterter Überwachungsapparat, und zwar auf grenzüberschreitender Ebene, könnte das Internet von Pseudonymen säubern. […] Der ehrliche Bürger nimmt dann aus Angst, Ärger durch Überwachung zu kriegen, sein Recht auf Meinungsäußerung gar nicht mehr wahr. Er schweigt (und leidet) künftig still vor sich hin.

[…]

Die wirklich Kriminellen dagegen interessiert das alles nicht, denn sie pfeifen auf Verbote und umgehen sie mit technischen Tricks.

Diese Ansicht setzt voraus, dass der Bundesinnenminister sich bei seinen Forderungen dieser naheliegenden Konsequenzen in keinster Weise bewusst gewesen wäre. Kann ein Minister wirklich so blind, so wenig vorausschauend sein und wie eine Elefant im Porzellanladen herumtrampeln? Vielleicht.

Vielleicht aber auch nicht. Dagegen spricht, dass Friedrich in den Fußstapfen des Dr. Wachsam alias Wolfgang Schäuble stapft, der nun wirklich der Erfinder des totalen Überwachungsstaates sein könnte, wäre nicht China schon kurze Zeit vorher auf diese Idee gekommen. Nicht final geklärt ist, ob nicht etwa auch in diesem Fall die Meinungsdiktatur nur eine billige Fernost-Kopie des deutschen Originals ist, wobei die ursprüngliche Idee von Schäuble stammt und lediglich von den Chinesen geklaut wurde.

Aufgrund der von vielen Seiten ertönten Kritik ruderte Hans-Peter Friedrich inzwischen zurück. Schließlich waren seine Worte im Spiegel ja auch so eindeutig missverständlich. Es war nur ein Missverständnis, so Friedrichs Sprecher. Im Bundesinnenministerium gäbe es keine Pläne, gegen die Anonymität im Netz vorzugehen. Selbstverständlich nicht, denn schließlich hatte auch niemand die Absicht, eine Mauer zu bauen.

Ein Aspekt, der in diesen Internetüberwachungs-Debatten mehr oder weniger untergeht, ist jedoch eine ganz andere Art von Motivation. Wem nutzt es denn konkret, über jeden Bürger im Internet detailliert Bescheid zu wissen? Neben dem Staat, welcher die gigantischen Datenmengen in Bezug auf eine mögliche präventive Identifikation von irgendwelchem „Terrorismus“ im Grunde gar nicht sinnvoll verarbeiten und auswerten könnte, gibt es noch andere Interessengruppen.

Für eine vollständige und jederzeit automatisch zurückverfolgbare eindeutige Identifikation jedes einzelnen Internetnutzers mit Namen und Anschrift würden nicht wenige Unternehmen ein Vermögen investieren, um anschließend ein noch viel größeres Vermögen abzuernten.

Wie effektiv personalisierte Werbung tatsächlich ist, dürfte den allerwenigsten Internetanwendern bekannt sein, ebensowenig, wie sehr das Netz bereits die vorhandenen Möglichkeiten genau dafür ausnutzt. Machen Sie doch dazu einmal ein kleines Experiment:

Vorausgesetzt, Sie haben Ihren Browser nicht mit irgendwelchen speziellen Anonymisierungstechniken abgeschottet, begeben Sie sich einfach auf die Suche nach einem Produkt Ihrer Wahl. Das kann eine neue Kaffeemaschine, ein Neuwagen oder Ihre Lieblingssekt-Marke sein, ganz egal.

Durchforsten Sie beliebige Onlinekaufhäuser wie ebay, amazon, alle möglichen Versandhäuser, Preisvergleichsportale usw. nach Ihrem gewünschten Produkt und verhalten Sie sich dabei genau so, als würden Sie wirklich etwas kaufen wollen. Vergleichen Sie Angebote und suchen Sie alternative Produkte.

Beobachten Sie nun anschließend in den folgenden Stunden und Tagen, während Sie sich wie gewohnt im Internet bewegen, beispielsweise auf Nachrichtenportalen, Onlinezeitungen oder in irgendwelchen Magazinen, welche Werbung Ihnen dort präsentiert wird. Sie werden staunen und sich die Frage stellen: Woher weiß denn die Bildzeitung, dass ich gestern nach einem neuen Kinderwagen suchte?

Die hierbei verwendeten Methoden der Werbevermarkter im Internet sind bereits heute höchst beeindruckend, wenngleich Ihnen meist etwas angeboten wird, was Sie wahrscheinlich gerade gekauft haben. Die Werbung kommt dann also zu spät.

Was den meisten Internetnutzern außerdem überhaupt nicht bewusst ist, zeigt sich erst bei näherer Betrachtung: Die jeweils eingeblendete Werbung auf vielen großen Webseiten wird Ihnen in Abhängigkeit der von Ihnen bereits besuchten Webseiten präsentiert und spiegelt Ihr Such- und Surf-Verhalten im Netz wider. Es ist daher nicht ungewöhnlich, wenn zwei direkt nebeneinander stehende PCs zweier völlig unterschiedlich interessierten Personen auf genau denselben Webseiten gänzlich verschiedene Werbung präsentiert wird.

Können Sie sich ungefähr vorstellen, wieviel Möglichkeiten zur individuellen und absolut personalisierten Werbung daher noch technisch ungenutzt brachliegen, nur weil Sie anonym im Internet unterwegs sind? Wären Sie zu jedem Zeitpunkt und an jeder Stelle im Netz eindeutig identifizierbar, könnte jegliche Werbung perfekt und individuell vollautomatisch auf Sie abgestimmt werden, absolut subtil und sehr überzeugend.

Werbung muss ansonsten soweit allgemein gehalten werden, damit die Zielgruppe nicht unnötig eingeengt wird. Gleichzeitig ist das jeweilige Produkt dann aber vielleicht nicht mehr für den einzelnen potenziellen Kunden interessant genug. Insofern bietet das Internet eine hervorragende Möglichkeit, auf jeden potenziellen Kunden eine völlig individuell abgestimmte und perfekte Marketingstrategie anzuwenden. Da steckt so richtig viel Geld dahinter.

Das Ende der Anonymität im Internet hat von daher nicht zwingend nur allein eine paranoide pauschale Totalüberwachung zum Hintergrund, sondern in Anbetracht der meist naiven Vorstöße seitens der Politik in diese Richtung könnten sich auch einfach knallharte monetäre Interessen der Industrie verbergen. Schließlich wissen wir alle: Die Konzerne wollen nur unser Bestes – unser Geld.

Geld regiert die Welt und meistens führt bei angeblich politisch motivierten Vorstößen stets irgendeine Spur in Richtung Geld, während die offiziellen Begründungen nur davon ablenken sollen.

In jedem Fall ist die Zensur, die Regulierung, das Verbot der Anonymität und die Totalüberwachung des Internets das große Ziel der Machthabenden und sie werden weiterhin alles unternehmen, damit sie dies auch erreichen. Bleiben Sie wachsam.

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8 Kommentare zu “Macht endlich Schluss mit der Anonymität im Internet

  1. Dieser Ausspruch (geklaut) gefällt mir immer noch:

    When people fear their government
    there is tyranny;
    when the government fears the people
    there is liberty!

    Thomas Jefferson

  2. Wie stopt man Packetradio?

    Packetradio da ist ein CB-Funkgerät mit einem Funkmodem an den PC an COM1 oder COM2 angeschlossen.

    Also wie Stopt man die Meinungsfreiheit von Packetradio?

  3. 100%Zustimmung.Es geht um totale Kontrolle der Person, deren Vorlieben,Gesinnung und richtig dem auch dem Konsumverhalten! Das Konsumverhalten unter besonderer Ber[cksichtigungAuf der anderen Seite ist es geradezu kurios, wenn Straftäter und Betrüger unkenntlich gemacht werden. Sie werden in die Anonymität entlassen,warum? Warum dürfen wir den Namen der Fabrik, welche Gammelfleisch in Umlauf bringt nicht erfahren? Warum dürfen wir nicht erfahren wie der Betrüger heißt, der unbedarfte Bürger um ihr Erspartes bringt? Warum werden Gesichter und Identität von Mördern, Kinderschändern und die Mitglieder organisierter Kriminalität, welche „nur“ den Bürger schädigen nicht gezeigt und mit Namen und Anschrift genannt? Warum wird uns das bewußt vorenthalten? Der Staat hingegen,kontrolliert von der Hochfinanz und Elite, mit seinen Vasallen, den Beamten, erdreistet sich den Bürger zu durchleuchten, auszuspitzeln und unter Generalverdacht zu stellen,warum wohl? Für wen sammelt er die Daten und warum? Mit Sicherheit nicht zu unserem Vorteil.Man muss leider davon ausgehen, dass diese Maßnahmen dazu dienen sollen uns zu unterdrücken, einzuschüchtern und zu Duckmäusern zu erziehen! Es sieht so aus, daß alles was angeblich der Sicherheit dienen und den Terrorismus bekämpfen soll in Wirklichkeit gegen uns gerichtet ist.

  4. Martin, richtig. 7 Milliarden Flöhe sind unkontrollierbar, es gibt einfach zu viele Menschen. Immerhin versuchen sie zumindest bei den vernetzten Gesellschaften, etwas Kontrolle zu gewinnen. Alle anderen werden überrannt und als Schurkenstaat kategorisiert, um den Einfluss dann selber auf langfristige Sicht zu etablieren. Die USA machen es mit Soldaten und Carepaketen, die Chinesen mit Menschenexport.

    „Kann ein Minister wirklich so blind, so wenig vorausschauend sein und wie eine Elefant im Porzellanladen herumtrampeln?“ Nein, weil der Wicht gelenkt wird als auch den Apparacik des Vorgängers übernommen hat.

    Ach, übrigens: Der Mittelstand in Deutschland hat scheinbar Geld ohne Ende und fast jeder gehört dazu, wir sind alle reich und schwimmen im Überfluss. Behauptet Frau Merkel. Ich lese heute GANZ was anderes:
    http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/jeder-dritte-steuerzahler-ist-vom-soli-befreit-476360/

    Komisch… mir dünket es, unsere labberige Staatskonstruktion wird nur noch von den Banken und Dispos gestützt, denn den Zahlen nach zu urteilen gibt es die Mittelschicht kaum noch. Wenn DAS kein knallrotes Alarmsignal ist.

    Mal sehen, mit welchem Krieg sie uns jetzt wieder vom Niedergang ablenken wollen, aufgepasst!

  5. Ich selbst hätte keine Probleme mit dem offenen Visier“, unter diesen Voraussetzungen:

    – es müßte gewährleistet sein, daß auch der „Staat“ (BRD) sich an die
    Maßgaben und den Geist des Grundgesetzes hielte. Freie
    Meinungsäußerung ist nämlich riskant geworden hierzulande,
    besonders dann, wenn die geäußerte Meinung dem freiheitlichen Geist
    des Grundgesetzes entspricht.

    -Die Gedankenpolizei sollte ebenfalls mit offenen Visier unterwegs sein
    und sich öffentlich zu erkennen geben. Ich wüßte z.B. gerne, wo meine
    Post geblieben ist in den vergangenen zwei einhalb Wochen…Das zu
    erfahren ist ein hoffnungsloses Unterfangen.

    -Die Herr-schaften, die immer weitergehende Gedankenschnüffeleien
    und Kontrolle fordern, sollten sich erst mal selbst an gültiges Recht
    halten.
    Vielen ihrer Taten haftet nämlich der unangenehme Gestank von
    Hochverrat an, davon sollten sie nicht ablenken.

    Davon abgesehen- der „Fehler 404“ (Seite nicht auffindbar, heißt es dann) tritt im Net immer häufiger auf. Finde ich merkwürdig. Besonders auf den Seiten des Finanzministeriums, und zwar dann, wenn man bestimmte Statistiken sucht, die vor einiger Zeit von aufklärenden Zeitgenossen verlinkt wurden. Oder bei Seiten, die die völkerrechtliche Legitimierung der BRD hinterfragen, die sich nach wie vor nach innen wie außen als „Staat“ darstellt.
    Es gibt doch hierzulande keine Zensur, oder wie?
    Vielleicht möchten uns die Ritter und Edelfrauen mit offenem Visier erklären, warum und was sie verheimlichen möchten?

    Es ist jedoch zu befürchten, daß sie es bevorzugen, sich einer steig wachsenden Gemeinde kritischer Menschen gegenüber der Lächerlichkeit preiszugeben. Sie nehmen das entweder nicht mehr wahr oder sind dermaßen in ihre Machtrausch verstiegen, daß sie meinen, den zunehmenden Unmut über ihre Taten ignorieren zu können.

  6. Jedes Imperium stirbt irgendwann. Auch unser westliches Imperium lässt sich auf Dauer nicht aufrecht erhalten. Dafür stehe ich mit meinem Namen.

  7. Im Jahre 1875 wurde ein Kurier der bayerischen Illuminaten auf dem Weg von Frankfurt nach Paris vom Blitz getroffen. Er hatte ein Dokument folgenden Inhalts bei sich, das heute bemerkenswert aktuell ist. Darin heißt es:

    „Durch die Kontrolle der Presse soll die Masse nach dem Willen der Illuminaten gelenkt werden…

    Man muß die Schwächen der Menschen, alle schlechten Gewohnheiten, Leidenschaften und Fehler, auf die Spitze treiben…

    Man wird die Völker daran gewöhnen, den Schein als wahre Münze zu nehmen (!!!) sich mit Äußerlichkeiten zu begnügen, nur dem Vergnügen nachzujagen, sich in der ewigen Sucht nach etwas Neuem zu erschöpfen…

    Man müsse in Europa persönliche und völkische Gegensätze, Rasse- und Glaubenshaß schüren, damit ein unüberbrückbarer Zwiespalt entsteht…

    Als Präsidenten der Staaten (oder auch Scheinstaaten, Anmerkung von mir) sollen aus den Reihen der sklavisch untergebenen Günstlinge der Illuminaten jene gewählt werden, deren Vergangenheit irgendeinen dunklen Punkt aufweist, der sie zu getreuen Vollstreckern der Weisungenn der Illuminaten macht (muß man hierzu Namen nennen?). Dadurch wäre es den Illuminaten möglich,, Gesetze umzudeuten (!!) und Verfassungen zu ändern (Wer sind wohl diese Günstlinge???).“

    UND JETZT WIRD’S INTERESSANT:

    „Durch die Käuflichkeit der höchsten Staatsbeamten sollen die Regierungen durch die Aufnahme auswärtiger Anleihen in die Schuldenknechtschaft der Illuminaten gestürzt werden, um ihre Staatsschulden empfindlich zu vermehren. Durch hervorgerufene Wirtschaftskrisen, indem alles erreichbare Geld plötzlich aus dem Verkehr gezogen wird, soll der Zusammenbruch der Geldwirtschaft der „Nicht- Illuminierten“ bewirkt werden. Die Geldmacht muß die Alleinherrschaft in Handel und Gewerbe erringen, damit die Industriellen durch ihr Geld an politischer Macht gewinnen…

    Durch diese Mittel sollen die Völker gezwungen werden, den Illuminaten die Weltherrschaft anzubieten. Die neue Weltregierung muß als Schirmherrin und Wohltäterin derer erscheinen, die sich ihr freiwillig unterwerfen. Widersetzt sich ein Staat, müssen die Nachbarn zum Krieg gegen ihn angestachelt werden. Wollen diese sich verbünden, müsse man einen Weltkrieg entfesseln.“

    Iss ja interessant!
    Wie gesagt, der Text stammt von 1875. Wo stehen wir heute? Demnach schon ganz schön weit…
    Vielen Dank, lieber Blitz!

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