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Sie wissen alles über Dich – Datensammelwut ohne Grenzen

Es gibt Gesetze, die uns vor den Datenerfassern schützen sollen – doch was nützen Gesetze gegen die Praxis?

Ein Beitrag des SWR zeigt das Problem: Niemand weiß, wo welche Daten über ihn gespeichert werden. Und die meisten Menschen sind sich nicht einmal bewusst, dass sie fast überall Spuren hinterlassen – nicht nur im Internet.

Sie haben doch sowieso nichts zu verbergen? Sie sind ein redlicher Bürger? Vielleicht spielt das überhaupt keine Rolle, denn wissen Sie, was mit dem Profil über Sie alles angestellt werden kann?

Ist diese Datensammelwut noch zu bremsen? Haben Sie eine Ahnung, wo beispielsweise heute schon überall Daten über Sie gespeichert wurden?

Haben Sie heute…

  • … telefoniert?
  • … eine Online-Überweisung ausgeführt?
  • … mit Ihrer EC- oder Kreditkarte bezahlt?
  • … getankt?
  • … eine E-Mail geschrieben?
  • … im Internet gesurft?
  • … etwas im Internet bestellt?
  • … die Autobahn genutzt?
  • … eine Rabattkarte verwendet?
  • … Pay-TV geschaut?
  • … eine Flug- oder Zugfahrkarte gekauft?
  • … einen Arzt besucht?
  • … einen Mobilfunk- oder Kreditvertrag abgeschlossen?

Wissen Sie, was da genau über Sie gespeichert wurde? Wissen Sie, wo diese Daten liegen? Wissen Sie, wer Zugriff auf diese Daten hat? Und wissen Sie, ob und wann diese Daten gelöscht werden?

Viele der im Film genannten Situationen, in denen Daten erfasst und gespeichert werden, sind den meisten von uns so vermutlich gar nicht bewusst. Sie können sich jetzt einerseits insofern beruhigen, dass diese Sammelei an vielen verschiedenen Stellen keine Gesamtrückschlüsse über Sie zulässt. Aber wissen Sie das ganz sicher?

Die Unternehmer unter Ihnen wissen, dass Firmen wie Creditreform oder Schufa sehr genaue Informationen über Ihr Unternehmen sammeln und auf Wunsch und gegen Bezahlung wiederum anderen Unternehmen zur Verfügung stellen. Das gilt natürlich auch für Privatpersonen. Denn ein Mobilfunkanbieter will vor Vertragsabschluss schon gerne wissen, ob Sie vermutlich unpünktlich oder gar nicht bezahlen werden.

Es gibt sogar Datenbanken, in denen bestimmte Adressen einen Rückschluss auf die Zahlungsmoral zulassen. Diese werden vorwiegend von Internet-Shops verwendet. So kann es vorkommen, dass Sie beim Elektronikhändler X im Netz per Lastschrift einkaufen können, Ihr Freund im anderen Stadtviertel jedoch nur per Vorkasse – und zwar nur deswegen, weil Kunden aus seiner Wohngegend häufiger eine schlechte Zahlungsmoral an den Tag gelegt haben.

Da fragt man sich natürlich, wie und wo solche Daten erfasst werden. Große Anbieter, z.B. Versandhäuser, die Millionen von Kunden haben, verfügen über unglaubliche Mengen an Daten über ihre Kunden und deren Bestell- sowie Zahlungsverhalten und können auf diese Weise solche Adress-Qualifizierungen erstellen. Das ist quasi ein Nebenprodukt ihres Geschäfts, was nicht wenige dieser Häuser wieder selbst zu Geld machen und kleineren Anbietern als Dienstleistung veräußern.

Wir merken schon lange nicht mehr, wo was über uns erfasst wird. Im Grunde müsste man ohne alles mit einem Zelt in den Wald ziehen, um diesem Wahnsinn zu entfliehen. Sofern diese dezentral gespeicherten Daten in einen gemeinsamen Datenpool wandern würden – wir wären wie aus Glas. Was glauben Sie, wie weit wir davon entfernt sind?

Es genügt ein kleiner, implantierter Chip, der uns global identifiziert. Wir müssen einmalig in einer gigantischen Datenbank erfasst werden, z.B. durch eine Volkszählung oder eine Zwangsverchippung. Das Szenario könnte dann folgendermaßen aussehen:

Jedes Unternehmen, mit dem wir in Kontakt treten oder bei dem wir einkaufen möchten, schließt sich an diese globale Datenbank an und übermittelt die neu erfassten Daten. Umgekehrt erhält das Unternehmen in Echtzeit Informationen über uns zurück, mittels derer es überprüfen kann, ob ein Produkt an uns verkauft werden kann oder darf, ob wir zahlungsfähig sind oder ob wir vielleicht auf einer Regierungssperrliste stehen… ich glaube, ich muss das nicht näher ausführen.

So ein Zufall, dass dies schon sehr lange vorausgesagt wurde:

Und es bewirkt, daß allen, den Kleinen und den Großen, den Reichen und den Armen, den Freien und den Knechten, ein Malzeichen gegeben wird auf ihre rechte Hand oder auf ihre Stirn, und daß niemand kaufen oder verkaufen kann als nur der, welcher das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Hier ist die Weisheit! Wer Verstand hat, der berechne die Zahl des Tieres, denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist 666.

Ich wünsche weiterhin fröhliches und unbeschwertes Konsumieren.

34 Kommentare zu “Sie wissen alles über Dich – Datensammelwut ohne Grenzen

  1. „Gott muss also nicht irgendwie entstanden sein?“

    WIE OFT DIESES PARADOXON IN DIESEM FORUM SCHON AUFGETAUCHT IST, IST SCHON FAST NICHT MEHR NACHZÄHLBAR…

    Merkt Ihr das Paradoxe daran nicht? Dein Denken kann anscheinend einfach nicht akzeptieren, das es etwas ohne Anfang und ohne Ende gibt. Und weil es das nicht will, sucht es für jemanden einen Ursprung, der per Definition keinen Ursprung hat. Wie willst Du da ’ne Antwort finden… ;-)

  2. Für die, die’s interessiert: Dass das Universum einen Anfang hatte, ist berechenbar: siehe dazu z.B. Literatur von Prof. Werner Gitt.

  3. 30Raquel
    Mit Mathematik lässt sich alles berechnen. Was Werner Gitt von sich gibt ist logisch was unser denken betrifft. Da kann man auch dem unendlichen einen Schranken einrechnen…….Die Mathematik MUSS Grenzen schaffen wo es keine mehr gibt! Das ist der Sinn jeder Mathematik! LG

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