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Über die Rolle der Medien als imperiale Figuren

Wir vertraten in einem vorigen Artikel die These, dass auch die heutigen Medien imperiale Figuren sind.

Und wir führten die sogenannten Live-Aid-Konzerte als ein besonders obszönes Beispiel dafür an, wie man mit einer Mischung aus Schock und Zuversicht, Gefühle lenken und eine bestimmte Ordnung erhalten kann.

Es wird dabei die Fähigkeit des Menschen, Mitleid zu empfinden, auf eine ganz bestimmte Art und Weise geweckt und in eine gewünschte, aber ungefährliche Richtung gelenkt.

Dabei verdienen die Medien ganz besondere Beachtung, weil sie Trends setzen, verstärken oder bekämpfen. Sind die großen Medienkonzerne der Welt in sehr wenigen Händen konzentriert, entsteht ein ungeahntes Machtmittel, oder eben eine imperiale Figur.

Gores Film „Eine unbequeme Wahrheit“ bedient sich auf besonders perfide Weise der Instrumente von Schock und Zuversicht. Dabei wird erst ein schonungsloses Bild gezeichnet, das uns am Rande der Katastrophe sieht und am Ende wird der Ausweg präsentiert, der darin besteht, diesen Lumpen auf dem angebotenen Weg zu folgen.

Vermutlich wäre um dem Film und seine Botschaft nicht viel Aufhebens gemacht worden, hätte Gore die Wahl zum Präsidenten der USA gewonnen. Dadurch jedoch, dass nicht er, sondern der noch unbeliebtere Bush die Wahl mit zweifelhaften Methoden gewann, musste sich die „fortschrittliche“ Menschheit klar hinter Gore und seine Botschaft stellen.

Gore war zu schnell bereit, das Ergebnis zu akzeptieren, sein Kampfgetöse nach der Wahl war Theater. Nur so lässt sich erklären, wie das Oberste Gericht der USA das allzu Offensichtliche so konsequent ignorieren und die Wahl für rechtens erklären konnte. Hier wird eine unglaubliche Chimäre dargeboten!

Die Medien als Zerstörer der Welt

Full Spectrum Dominance heißt das strategische Ziel der USA, wie es vom “Projekt für ein neues amerikanisches Jahrhundert”, einer der führenden neokonservativen Denkfabriken festgelegt wurde. Diese Strategie der vollen Kontrolle über alle Bereiche gliedert sich in militärische und zivile Machtmittel.

Wie das funktioniert ist im Grunde ganz einfach; es wird ein Land unter Drohungen gezwungen, gegen seine Interessen zu handeln, und, um dieses Ziel dauerhaft der bedrohten Bevölkerung anzudienen, muss man die Völker mit Hilfe der Medien umerziehen. So werden die Medien zu einer imperialen Figur, die eine zweifache Aufgabe zu erfüllen haben.

  1. sollen sie die sogenannte amerikanische Lebensart, die keine Lebenskunst im eigentlichen Sinne sondern nur ein billiger Abklatsch davon ist, als erstrebenswertes Ziel darstellen und
  2. sollen sie gewachsene Kulturen zerstören.

Das gilt auch und vor allem für Deutschland, von dem es bereits kurz nach der Reichseinigung 1871 hieß, es werde künftig mit seinem Fleiß, seiner Disziplin und der Anständigkeit seines Volkes die größte Bedrohung für den angelsächsischen Freihandelsimperialismus darstellen. Auch Bismarcks kluge Strategie der kleindeutschen Lösung half nichts, wie wir aus dem Verlaufe der Geschichte wissen.

Betrachten wir einen Tag lang die Medien, können wir Beobachtungen, wie wir sie für die Live-Aid-Konzerte bereits andeuteten, um einige besonders schmutzige Typen erweitern. Der Rebell, der Zyniker und die besonders „männlich-starke“ Frau haben eines gemeinsam: Sie sind als Vorbilder konzipiert, die unser eigenes Verhalten konditionieren sollen.

Dabei geht es nicht mehr darum, ein Glied der Gesellschaft zu sein, sondern möglichst aus ihr herauszufallen, alles anders zu machen, jede Vorschrift zu ignorieren, im ständigen Kampf gegen andere zu sein, was am Ende darauf hinausläuft, jede sinnvolle Ordnung aufzulösen.

Das sind Botschaften, die wir täglich hören und sehen müssen. Wir können sie nicht mehr ordnen, weil wir nicht mehr verstehen, welches Spiel mit uns getrieben wird. Hanns Eisler bemerkte in einem gegen die sogenannte Frankfurter Schule gerichteten Bonmot bissig, dass ein Fortschreiten zum Abgrund schlecht als Fortschritt gelten könne.

Sie wollen aus gutem Grunde keine gebildeten, informierten und kritischen Menschen, sie wollen Konsumenten, die etwas anderes, als die Füllung ihrer Verdauungsorgane nicht mehr bewältigen können. Hier aber kann die imperiale Figur der Medien dem geschundenen Menschen durchaus auch hilfreich sein, sie helfen uns, zu verstehen, wohin der Finger weist. Sie wollen funktionierende Marionetten, die klug genug sind, Maschinen zu bedienen und Formulare auszufüllen, sie wollen aber nicht, dass die Marionetten das Spiel durchschauen.

Zu diesem Zweck werden bestimmte Inhalte und Themen einfach nicht mehr gesendet, was den Umkehrschluss nahe legt, dass alles, was gesendet wird, nichts als Blödsinn ist. Die weltweite Ausstrahlung von Live-Aid, der inszenierte Klimaschwindel, der ständige Gender-Missbrauch oder all die Konferenzen auf Regierungsebene, die nahe legen, dass etwas passiert, sind nur Theater, damit alles beim alten bleiben kann.

Die Umwertung aller Werte

Da gab es eine Gruppe, zumeist aus Deutschland emigrierter Wissenschaftler, die sich, verstärkt seit den 1950er Jahren, im Dienste der CIA stehend, damit beschäftigten, wie man ganze Gesellschaften umprogrammieren könne. Mit Hilfe offizieller Gehirnwäsche in heimtückischen Medien wurde das planvoll in die Tat umgesetzt.

In dieser Denkfabrik hatte die Hippiebewegung der sogenannten 68er einen intellektuellen Ausgangspunkt und gleichzeitig wurden hier psychologische Konzepte, auf Freud basierend, gedacht, die zur Zerstörung aller traditionellen Strukturen führen sollten. Das ist heute noch wirksam, denn es wurde über die Universitäten als Schaltstellen, in alle Strukturen unserer Gesellschaften gebracht (Marsch durch die Institutionen).

Der eigentliche Zweck der Umwertung aller Werte besteht letztlich darin, so viel Geld wie möglich zu verdienen, aber nicht um es zu horten, sondern um sich damit die Verfügung über die Ressourcen zu sichern. Nachdem das Geld in einer großen Krise vernichtet wurde, Sie und ich also Pleite sind, hat sich das Lumpengesindel die Poleposition erschwindelt, weil sie über alle Ressourcen verfügen und wir nichts mehr haben.

Damit wir das nicht merken, wird eine schleichende Umerziehung in Gang gesetzt, indem sie Begriffe verwirren, umwerten und gänzlich neue Begriffe schaffen. Die fatale Konsequenz der Dinge ist eine Öffentlichkeit, die sich, ohne tatsächlich informiert zu sein, ein Urteil anmaßt. Das ist gewollt, weil es keinerlei Konsequenzen für das System hat. Die Veränderung der Sprache selbst bedeutet, dass uns jede Alternative abhanden kommt, weil wir die Gegenbegriffe zu einer bestimmten Sache nicht mehr kennen. Wir sind wehrlos!

Die Rollen der Geschlechter werden manipuliert um uns jede Möglichkeit des aggressiven Widerstandes zu nehmen. Funktionierende Familien und soziale Bindungen sind ein Rückhalt von revolutionären Bewegungen. Um diesen Rückhalt zu zerstören wird sowohl der Mann als auch die Frau ganz bewusst in eine Rolle eingezeichnet, die ihrer eigentlichen Natur diametral widerspricht.

Der weibliche Mann und die männliche Frau haben ungeahnte Konsequenzen. Hier nur soviel: Das erschaffende, politische Wesen des Mannes und das bewahrende, stabilisierende Wesen der Frau werden zerstört und auf die jeweilige Gegenseite gelenkt. Was passiert nun, wenn das Erschaffende zu einem Bewahrenden und anders herum, das Bewahrende zu einem Erschaffenden gezwungen wird? Beides stirbt ab! Und wem nutzt dies? Sie wissen die Antwort bereits. Die Rebellion der Kinder gegen die Eltern, ebenso planvoll in Szene gesetzt, ist Teil der Strategie.

Es werden seit langem überlebte Systeme am Leben erhalten

Beispiel Demokratie: Die Demokratie ist weltweit inzwischen derart heruntergekommen und hat an Ansehen verloren, dass sie selbst keinerlei Alternative mehr darstellt. Weder ideengeschichtlich noch realpolitisch. Die Demokratie hat sich der Hochfinanz als Beute dargeboten, weil das in ihr agierende Personal unter aller Würde ist. Ein Grund dafür liegt im Auswahlverfahren der Parteien, die bekanntlich interessengesteuert sind.

In diesem Spiel zeigen die Medien ihre wahren Fratzen, indem sie jede Alternative solange als „das Böse“ verleumden, bis uns allen jeder Begriff abhanden gekommen ist und wir über keine Möglichkeit mehr verfügen, um diese Verwerfungen darzustellen. Diese Darstellung jedoch ist der Beginn des Begreifens, um dem Widerstand eine Richtung geben zu können. Demokratie ist eine Form des Materialismus (Kapitalismus), dessen tiefstes Wesen in einem Kampf der Teile gegeneinander besteht.

Ein weiteres Ergebnis dieser medialen Inszenierungen ist, dass nur noch in absurden Kategorien gedacht werden kann. Eine absurde Kategorie wäre zum Beispiel, zu meinen, dass wir noch viel mehr Demokratie bräuchten. Absurd deshalb, weil wir durch die Einseitigkeit der Betrachtung Machthabe und Herrschaft nicht mehr unterscheiden können.

Die Fragestellung unserer Zeit ergibt sich aus den Auslassungen der Medien, das heißt, aus den Dingen, über die sie nicht oder nur betont negativ berichten und keineswegs aus all den kleinen widerwärtigen Geschichten, die mit nackter Haut und Promi-News unsere niederen Triebe ansprechen sollen.

Das System wird alles tun, um zu verhindern, dass ihr mechanisch-materialistisches Weltbild, das sie mindestens seit Kepler planvoll aufbauten und das sie brauchen, um ihre Pläne erfolgreich zum Abschluss zu bringen, zertrümmert wird. Ist ihnen schon einmal aufgefallen, dass die deutsche Romantik immer wieder als „Vorstufe zum Faschismus“ denunziert wird?

Natürlich, sie steht dem Materialismus diametral entgegen und verfügt über ungeahntes Potential… Im übrigen ist auch unsere Sprache von ungeahnter Tiefe, weshalb sie von den Sprachpanschern ins Visier genommen wurde. Nun haben wir die neue „Rechtschreibung“, die auch ein Teil des Kampfes des Materialismus gegen den Idealismus ist.

Denken wir weiter an all die Infotainment-Sendungen, Zumutungen für einen gebildeten Menschen, die allabendlich und betont „objektiv“ Mythen zerstören. Ist ihnen schon einmal aufgefallen, dass sich der Sprecherpool für derartige Produktionen seit einiger Zeit deutlich verengt hat? Es werden fast nur noch Sprecher eingesetzt, die zu einer bestimmten Emphase in der Lage sind, denn es soll sich die Botschaft tief in unser Unterbewusstsein eingraben.

Aber es knirscht im Gebälk an allen Ecken und Enden. Die Wissenschaft beginnt neue Wege zu denken und insbesondere die Quantenphysik ist Wegbereiter einer neuen Naturwissenschaft, die das Potential hat, die heutigen Auffassungen nachhaltig zu zerstören.

Das mechanisch-materialistische Weltbild ist gleichzeitig der tiefste Grund dafür, dass die Linke, seit dem Fall des Kommunismus, nahezu ohne Widerstand vom kapitalistischen System absorbiert werden konnte, weil beide dieses Weltbild teilen. Die Medien erfüllen heute die Aufgabe, jedes Nachdenken als Irrationalismus oder Verschwörungstheorie zu verleumden und damit das Drängen der Menschheit zu neuen Formen zu verhindern.

Das werden sie freilich nicht mehr schaffen, denn der Prozess der Erkenntnisnahme, wie wir ihn als Bedingung einer revolutionären Lage skizzierten, ist heute schon zu weit fortgeschritten. Selbst wenn sie ihre „Regulierungspläne“ durchsetzen können… das, was derzeit passiert, ist nicht mehr zu stoppen oder unter Kontrolle zu bekommen.

9 Kommentare zu “Über die Rolle der Medien als imperiale Figuren

  1. Moin,

    guter Artikel, ich stimme bis auf den letzen Absatz ohne Einschränkung zu.

    Der letzte Absatz klingt mir zu sehr nach „es ist geschafft“.
    Und genau das ist, man halte mich ruhig für Paranoid ;-) , für mein Empfinden noch nicht geschafft.

    Ich höre und sehe jeden Tag Beispiele „en masse“ für fortwährenden Einsatz in allen Bereichen des täglichen Lebens. Und ich wette, das es nicht nur mir so geht.
    Aber der Weg ist der Richtige!

    Das fiel mir so spontan ein, „hängt“ mich nicht dafür. ;-)

    Grüße

    Ronald

  2. @dass auch die heutigen Medien imperiale Figuren sind
    das halte ich für zu hoch gegriffen – die Medien sind keine eigenständige Akteure:
    willige Helfer(manchmal auch unwillige oder gezwungene Helfer) – oder auch Huren ihrer Herren
    würde passen, denn mehr sind sie nicht.

    Im übrigen verteidigen sie ein lebensuntüchtiges System -sind also zum Mißerfolg verdammt – die Frage lautet nur, mit welchem Preis der Zusammenbruch bezahlt werden muß, wenn er geschieht.
    mfg zdago

  3. Sehr guter Artikel! Ich bin nicht der Meinung von [2] Ronald das der letzte Satz nach geschafft klingt, aber er zeigt auf was auch ich beobachte in meinem Bekanntenkreis. Die wenigsten glauben noch den Nachrichten und deren einseitigen Berichterstattungen. Auch die angeblichen Segnungen der EU werden von den wenigsten als solche wahrgenommen.

    Es ist noch ein Stück weg vor uns aber auch ich bin davon überzeugt das die NWO scheitert. Natürlich wird das nicht schmerzlos von statten gehen.

    lg

  4. Wie die alten Dampflokomotiven sollte diesem offiziellen Medienrummel keine Beachtung mehr geschenkt werden.

    Kein Futter der Lokomotive geben.

    Zahlt von euch noch jemand GEZ?
    Strom für die Flimmerkiste?
    Kauft ihr euch Zeitungen?

    Die Filme „Free Rainer“ und „Network“ sollten Pflichtprogramm an den Schulen werden.

    Alle Nachrichten gibt es im Netz, und nur dort.

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