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Es war einmal der Euro – und wenn er nicht gestorben ist…

Wie Ratten, die aus einem überschwemmten Keller flüchten, rasen die Größen aus Politik und Finanzwelt derzeit planlos umher und versuchen, den zerstörerischen Wassereinbruch zu stoppen und sich selbst zu retten, bevor der Hausherr davon Wind bekommt.

Im Keller unserer sozialistischen Einheitswährung steht inzwischen das Wasser bis zur Decke. Wird der Euro möglicherweise noch in diesem Jahr seinen letzten Eintrag in den Geschichtsbüchern erhalten?

Die Angst muss wirklich groß sein unter den klammen Staaten, denn ansonsten ist es wohl kaum erklärbar, wieso China von Italien um Hilfe gebeten wird, wovon am 13.09.2011 die Tagesschau berichtete:

Die „Financial Times“ berichtete, bei dem Treffen sei China darum gebeten worden, italienische Staatsanleihen in großer Zahl aufzukaufen. In anderen Berichten ist davon die Rede, dass es um den Einstieg bei italienischen Unternehmen gegangen sei.

Hierbei handelt es sich einfach nur um „eine Hand wäscht die andere“, denn während China nicht mehr weiß, wohin mit ihren zig Milliarden an quasi wertlosen Dollars, ohne den Dollar selbst kollabieren zu lassen, ist Italien bange vor einer baldigen Pleite. Auf diese Weise freuen sich beide Parteien.

Allerdings ist fraglich, ob sich zwei Ertrinkende wirklich dadurch retten können, indem sie sich gegenseitig umklammern, denn das Wasser ist für beide inzwischen zu tief und die Strömung viel zu stark.

Während die Politik regelrecht Panik schiebt und sich aus lauter Angst vor dem bevorstehenden Staatsbankrott Griechenlands bereits dick mit Inkontinenzwäsche eingedeckt hat, titelte die Tagesschau am 13.09.2011 vorsichtig:

Was wäre, wenn Griechenland pleite ginge?

Eine wirklich lustige Frage – sie ist allerdings falsch formuliert und müsste eigentlich lauten:

Was wäre, wenn Griechenland doch nicht pleite ginge?

Bei diesem Titel bliebe die Sache wenigstens noch interessant. Aber so sind sie eben, die Systemjournalisten. Solange noch keine sichtbaren Flammen aus dem im Inneren überall brennenden Finanzhaus schlagen, sondern nur dichter, dunkler Rauch aufsteigt, glauben diese Schreiberlinge eben, dass es sich lediglich um eine übergekochte Suppe in der Einliegerwohnung handelt.

Ein Brand kann schließlich aus Prinzip nicht ausgebrochen sein, weil dieses Haus angeblich absolut feuerfest ist. Der Euro, so erklärte EZB-Chef Jean-Claude Trichet vor wenigen Tagen, „sei stabiler als die D-Mark“. Nun, die Titanic galt ebenfalls als unsinkbar – zumindest bis zu ihrer Jungfernfahrt.

Immerhin hat ein Teil der Presse inzwischen verstanden, was läuft und wie es um die Gesundheit des Geld- und Finanzsystems bestellt ist. Zwar scheinen die meisten Blätter das Problem noch auf Europa bzw. die Eurozone beschränkt betrachten, aber die Realität wird sie am Ende einholen. Wir können dann am nächsten Tag in den Zeitungen lesen:

Wie Sie, liebe Leser, sicherlich mitbekommen haben, ging gestern die Welt unter.

Doch nicht nur die Presse, sondern insbesondere die Politik lebt auf einem anderen Stern. Wer dieses Finanzchaos einige Zeit lang beobachtet, der stellt sich nämlich alsbald die Frage: Wissen die Beteiligten da „oben“ eigentlich, was sie da tun und vor allem mit was sie es zu tun haben?

Es mögen zwar tatsächlich viele bösartige und hinterhältige Verschwörungen in der Politik und Finanzwelt existieren, aber beim Zuhören von Äußerungen der Hauptdarsteller macht sich schnell der Verdacht breit, dass diese Marionetten jeglichen Bezug zur Realität verloren haben. So erklärte Trichet am 30.08.2011 gegenüber euronews:

Der Euro ist eine sehr solide Währung, die ihren Wert über die Jahre bemerkenswert gehalten hat, sowohl ihren heimischen, als auch ihren internationalen Wert. Niemand, so scheint mir, ficht den Euro als Währung an. […] Allem voran, wenn ich die Eurozone in ihrer Gesamtheit nehme, kann man grundsätzlich eine sehr solide Situation feststellen.

Dieser Mann glaubt offenbar wirklich, was er da sagt. Doch warum merkt er nicht, was hier in Wahrheit vor sich geht? Wahrscheinlich ist es der fehlende Bezugspunkt, seine abgehobene Perspektive. Und wie in jedem Konzern herrschen natürlich auch innerhalb der EZB Machtstrukturen, in denen sich die Angestellten bewegen und an ihrer Karriere arbeiten – mitunter das Einzige, was effektiv Arbeit genannt werden kann.

Daher werden auch dort genauso Statistiken und Berichte „geschönt“ – zu deutsch manipuliert und gefälscht – welche den Chefs von ihren karrieregeilen und analkriechenden Handlangern vorgelegt werden. In der Regel ist es für die Obersten kaum möglich, die Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Vermutlich wollen sie dies auch gar nicht wissen, denn wer möchte schon schlechte Nachrichten hören?

Wir sollten daher Verständnis für die armselige Machtelite haben, denn die Trichets, Ackermanns, Merkels, Sarkozys, Berlusconis, Obamas und wie sie alle heißen sind allesamt auch nur Menschen, die zwar durchaus ihre Seele verkauft haben können, aber trotzdem eingeschränkte Wesen bleiben.

Wie lange wird wohl das Spiel noch funktionieren? Wie lange können die Finanzmärkte beruhigt, die Systempresse gesteuert und die Bürger belogen werden? Irgendwann geht es auch mit der größten Lüge einmal zu Ende. Dann allerdings dürfte es in der Haut der Lügner sehr ungemütlich werden.

Das derzeitige Durcheinander in der Politik, das laute Krachen in der Wirtschaft und die Beben in der Bankenwelt wirken bereits ziemlich unübersichtlich, dabei ist all das nur eine Art Vorgeplänkel auf das, was noch folgen wird. Am Ende wird eine wahre Lawine losbrechen an Börsencrashs, Staatspleiten und Währungsreformen samt den damit verbundenen Auswirkungen und wird die Welt ins Chaos stürzen.

Weil mit jedem Tag langsam die Wahrscheinlichkeit für einen großen Knall steigt, haben sich manche der Eingeweihten längst aus dem Staub gemacht. Warum ausgerechnet ganz oben in der Regierung der gesamte Verein an seinen Sesseln klebt, ist daher unverständlich. Sollten diese Figuren den Ernst der Lage denn noch nicht begriffen haben?

Vielleicht ist der Grund ein anderer: Einerseits schweben sicherlich ein paar der Marionetten auf derselben Wolke wie Jean-Claude Trichet hoch über der Realität und begreifen einfach nicht, was bald unvermeidlich geschieht. Andererseits könnte es jedoch auch sein, dass sie sehr wohl erahnen, was passiert, sobald sie den Hebel der Macht loslassen und aus lauter Angst klammern sie sich eben weiterhin daran fest.

Unsere Abgeordneten stehen genauso in der misslichen Lage, im wahrsten Sinne weder aus noch ein zu wissen. Denn stimmen sie der bedingungslosen Eurorettung zu, verkaufen und verraten sie ihr Land samt Bürgern und Wählern und stürzen uns alle in den Abgrund. Halten sie dagegen, kommt ebenfalls der Absturz, nur schneller. Eine dritte Möglichkeit gibt es leider nicht und daher winden sie sich wie gequälte Würmer, um die schwere Entscheidung aufzuschieben.

Diese Taktik half in der Vergangenheit tatsächlich. Sie verzögerte den Zusammenbruch schon mehrere Male und wie ein tödlich getroffener Tiger sind daher sämtliche Beteiligten zu jeder Form von Kampf bereit. Immerhin wissen sie, was auf dem Spiel steht: Bricht das wackelige Kartenhaus in sich zusammen, ist es aus und vorbei mit dem schönen Leben auf Kosten der Allgemeinheit.

Immer mehr Menschen erkennen den Betrug und auch den Hochverrat durch die Regierung, ihre kritischen Stimmen werden von Tag zu Tag lauter. Eine gigantische Wut staut sich derzeit an und wird sich bei passender Gelegenheit in einem fürchterlichen Gewitter entladen. Wenn das ausgepresste Volk einmal erkannt hat, wie viele sie sind, dann genügt ein Funke, um die explosive Stimmung zu zünden.

Zwar steht eigentlich die ganze Welt nahe am Abgrund, aber speziell um den Euro ist es mittlerweile wirklich sehr schlecht bestellt. Es könnte daher schon bald dessen letzte Stunde geschlagen haben.

Kaum jemand würde dann diesem Elendskonstrukt Euro auch nur eine Träne nachweinen. Durch einen solchen Crash würde das Vermögen der Bürger weitestgehend vernichtet, aber dies würden vermutlich sogar noch recht viele Menschen zunächst einmal ohne Widerspruch hinnehmen, Hauptsache der Euro ist endlich Geschichte. Allerdings dürfte ihre Stimmung umschlagen, sobald ihnen die vollständigen Konsequenzen einer darauf folgenden Währungsreform bewusst werden und sie diese am eigenen Leib spüren.

Wie lange wird der Euro noch halten? Einen Tag? Eine Woche? Einen Monat oder noch ein paar Tage länger? Das ganze Theater erinnert stark an die Komödie „Immer Ärger mit Bernie„, in welcher eine Leiche wie lebendig herumgeschleppt wurde und niemand erkennen durfte, dass diese längst tot ist. Der Euro ist ebenfalls längst tot, seine vermeintliche Stabilität und seine Rettung sind lediglich eine Täuschung. Die entscheidende Frage ist daher nur, wie lange funktioniert dieses Spielchen noch?

20 Kommentare zu “Es war einmal der Euro – und wenn er nicht gestorben ist…

  1. Natürlich gibt es einen dritten Weg.
    Ein Trennbanken-Gesetz nach dem Vorbild FDR’s ‚Glass-Steagall-Act‘ aus 1933, mit dem dieser die USA aus der Depression holte. Z.B mit realen physischen Investitionen wie dem TVA-Wassermanagement-Projekt im mittleren Westen der USA.
    Man könnte, so man zum Wohle des Volkes agieren würde, diesen ganzen Investment-Müll der Banken in die Tonne treten und die Geschäftsbanken unter staatlichen Schutz stellen. Schon wäre das Problem gelöst.
    Allerdings auf Kosten der Hochfinanz, die ihrem Umverteilungstreiben ein Ende gesetzt sähe.
    Und genau da liegt das Problem der Polit-Marionetten von heute. Genau deshalb gibt es ‚Bilderberger-Treffen‘ u.ä.

    Deshalb ist jetzt der Souverän gefragt. In D, in der EU und in den USA.
    Werft diese Kollaborateure raus aus den Parlamenten. In Berlin gibt es für D in Kürze die Gelegenheit dazu.

  2. Prima Steilvorlagen heute wieder! Aufgepasst:

    „In der Regel ist es für die Obersten kaum möglich, die Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Vermutlich wollen sie dies auch gar nicht wissen, denn wer möchte schon schlechte Nachrichten hören?“

    Vollkommen richtig. Der Leser sollte mal sehen, wie gierig sich Produktions- oder Logistikunternehmen auf ein brillantes Instrumentarium wie Lean Six Sigma stürzen (Wertschöpfungssteigerung und Verschwendungsvermeidung mit Verminderung von Varianzen/Fehlern kombiniert) und u.a. damit an der Weltspitze bleiben – während Banken aller Art das Thema zwar aufgriffen, aber schnell feststellten, dass damit gnadenlos Schwächen und Ineffizienzen aufzudecken sind! Und nur wenige das Instrumentarium wirklich verstehen, geschweige denn konsequent einsetzen.
    Das Instrument muss Top-Down getrieben sein, sonst kommen die Verantwortlichen nicht an die notwendigen Zahlen.
    Was folgern wir daraus?
    Die Banken und ihre A…kriecher in den mittleren und unteren Reihen scheuen unwiderlegbare Zahlen und Schwächen/Ineffizienzen.. wie der Teufel das Weihwasser!
    Und zweitens haben die Oberen das Tool nicht verstanden und nutzen höchstens 20% davon, wenn sie Richtung „Industrialisierung von Banken“ arbeiten.

    Das heißt, die Versager und Vertuscher, die nicht innovativ sein wollen und sich nicht verbessern wollen, sitzen in den BANKEN!
    Der Beweis ist unwiderlegbar, da Lean Six Sigma in Versicherungen weit verbreitet ist.

    Zweites Beispiel: Die Deutsche Bank hat kürzlich ein riesiges Projekt mit O beginnend voll in den Sand gesetzt, und darüber hinaus steht ihr SAP mehr oder weniger still, das ist Fakt. Was einer kleinen Banken-Katastrophe gleichkommt. Schreibt kein Mensch was drüber!
    Ackermann will wohl vom Versagen der Bank ablenken und schreit was von Rezession, weil er entweder falsche Zahlen von den Projektversagern vorgelegt bekommt, oder die Lage sonstwie falsch deutet. Ein unfreiwilliger Brandstifter scheint mir das zu sein.

    Das Grundproblem fast aller deutscher Großbanken ist, dass sie viele verschiedene IT-Medien gebaut haben und ihre Systeme nicht mehr harmonisieren können. Es gibt definitiv auch kein Beratungsunternehmen, das die Haftung übernähme, die alten Systeme anzufassen, da niemand mehr überblickt, was ein gedrehtes Schräubchen hier für Auswirkungen dort hat. Und nun? Langsame Systeme, Flickwerk überall, aber dann dem Rest der Wirtschaft Schuld an allem Möglichen geben, so stellt sich das für mich dar.

  3. Immer mehr Menschen erkennen den Betrug und auch den Hochverrat durch die Regierung, ihre kritischen Stimmen werden von Tag zu Tag lauter. Eine gigantische Wut staut sich derzeit an und wird sich bei passender Gelegenheit in einem fürchterlichen Gewitter entladen. Wenn das ausgepresste Volk einmal erkannt hat, wie viele sie sind, dann genügt ein Funke, um die explosive Stimmung zu zünden.

    Was wohl passieren mag, wenn die Menschen nebem dem Schwachsinn von der Klimakatastrophe auch noch den Schwachsinn vom Mauerfall, der sog. Wiedervereinigung, oder wie man die vorgetäuschte Wiedererlangung der Souveräntität immer nennen will, erkennen?

    Wenn sie erkennen, dass die Hauptstadt, Berlin, überhaupt nicht Teil des Gebietes der BRD ist?

    Dass hier immer noch Pässe ausgestellt werden, die auf „Deutsches Reich“ lauten?

    Dass wir immer noch keinen Friedensvertrag, und dass Verbrecher wie Helmut Kohl alias Hennoch Kohn bewusst darauf verzichtet haben und Leute wie Merkel und der Rest dieser Bande gar nicht daran denkt, Politik für das Volk sondern nur für die Herrscher auf diesem Planeten, die Betreiber des Zinseszinsgeldsystem, zu machen?

    Dass die Politik ein einziger riesiger Sumpf und Verbrecherladen ist, die nur das machen, was die Alliierten, die dieses Land immer noch mit den Selbstverwaltungsorganen der BRD – also das faschistische Politgesindel, das Leute unfassbarerweise auch noch wählen!!! – vorgeben.

    Nur deshalb sind in diesem Zusammenhang so manche Phänomene erklärbar, wo der gesunden Menschenverstand amokläuft.

    Interessant in diesem Zusammenhang als Grundlage allen Handelns quasi immer wieder, was Geld ist, wie und ganz besonders von wem es ausschließlich und nur „geschöpft“, d. h. gezaubert, gemacht, gedruckt, erzeugt werden darf: von den Bansktern Gottes.

    http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/8497-finanzsystem-ein-betrugsmodell

  4. Vielleicht sollten wir uns einmal mit dem Gedanken vertraut machen, dass das globale Lügen und Vertuschen – nicht nur in Wirtschaft und Politik – sondern auch im Umgang miteinander ein Ende haben sollte! Ich kenne kaum noch Menschen, die sich frei und offen unterhalten und ihre Meinung sagen in der Öffentlichkeit und sogar privat. Wenige Ausnahmen gibt es im Internet. Es wird gelogen bis zum Abwinken , da es selbstverständlich ist, dass man für die Abhöranlage spricht. So weit haben uns die von uns selbst erfundene Technik und die selbst etablierten Gesetze gebracht. Die ganze Welt ertrinkt in Lügen und Gemeinheiten gegen den jeweils „Andersdenkenden“. Vielleicht halten wir mal wieder offene Gespräche aus, auch in Geschichte, Politik, Wirtschaft, Wissenschft, Religion und was es sonst noch sein mag. Unsere Freiheit freiwillig aufzugeben grenzt an Selbstverstümmelung. Die meisten Menschen merken nicht einmal, wie unnatürlich und fremdgesteuert sie sich verhalten.
    Raus aus der Lüge und hin zur Mitmenschlichkeit!

  5. @Christl:
    Danke für diesen Kommentar. fand ich sehr gut was du sagst. die meisten Menschen beschwören immer das Böse in den oberen Etagen unserer Gesellschaft, aber für das eigene selbstsüchtige Handeln sind sie blind.
    Sie glauben: „wenn wir nur die da oben weg haben und revolutionen anzetteln damit frieden herrscht“ so rennen sie ihrer eigenen Ausernadersetzung mit sich selbst davon.
    Schon George Orwell hat in seiner Fabel: „Farm der Tiere“ dieses Phänomen beschrieben. Mag vielleicht am Anfang nach dem Umsturz alles „brüderlich“ erscheinen, so führt die Selbstsucht doch wieder bald dazu, daß sich einige ermächtigt fühlen „gleicher zu sein“.

    So lange der Mensch nicht umdenkt und erkennt, daß jeder selbst die Quelle dessen ist was er in dieser Welt vorfindet, wird sich nichts an diesem Schema ändern.

    Das hat auch Jesus folgerichtig erkannt und rief die Menschen zur Umkehr auf. Er predigte ein neues Weltbild jenseits der Dogmen Gut und Böse, sondern beschwor den Dienst am Nächsten – mehr braucht es nicht um die Welt zu ändern.

    Wie Herrmann Lübbe sagt in Ideologische selbstermächtigung zur Gewalt: „glaubt der Mensch das einzig wahre, gute, das sumum bonum, der welt erkannt zu haben, wird er sich dazu ermächtigt fühlen es notfalls mit Gewalt durchzusetzen“.

    Auch Nietzsche erwähnt dies in seinem Buch: „Jenseits von Gut und Böse“.

  6. @Christl, sehr schön gesprochen, inhaltlich bin ich voll bei dir. Allerdings muss ich dir mein eigenes Denkmodell entgegensetzen, dass bei allzu viel Mitmenschlichkeit und Kuschelfaktor die Überbevölkerung noch schneller zunähme, die Menschenmassen sind heute schon nicht mehr kontrollierbar. Du kannst bei 90-95% der Weltbevölkerung kaum Grundrechenarten, geschweige denn Voltaire & Co voraussetzen, also ist denen mit komplexen Gesellschaftsmodellen nicht beizukommen. Einfache Lösungen anbieten wie einst NS, bald Tea Party.

    Ich habe nichts gegen Investmentbanker und Spekulanten, da sie nur Nutznießer im Sinne eines Aasfressers sind. Der Schuldige ist und bleibt der Staat mit seiner Verschuldungspolitik – und keine Bank oder sonstige Institution. Der Plan lautet ja vermutlich: Sich als Schuldiger noch als Retter aufspielen und bei der Gelegenheit die Zügel noch straffer anziehen.
    Frau Schröders Kinder-Zuhausebleib-Geldansatz ist m.E. weitesgehend richtig, aber wird von der gesamten Opposition abgelehnt. Was genau das widerspiegelt, was wahrheiten.org immer schreibt: Verstaatlichung der Erziehung. Noch zwei oder zehn Jahre und wir sind wieder beim „Topfen“ wie in der DDR (zwangsweise Aufstöpfchensetzen von Kleinkindern in den Kinderkrippen)…

    Zur Lage des Euro empfehle ich, ebenso wie bei Kritiken zu Autos, die Presse der unabhängigen Nachbarn zu lesen! Was schreibt die zu Italien?
    Die chinesische Regierung hat entrüstet auf das Lügengeschwätz von Berlusconi reagiert. Der Spread der Staatsanleihen zur deutschen ging schlagartig nach oben. Die letzte Chance, die Eurokrise zu vermeiden, ist das Aufkaufen vieler Staatsanleihen durch die EZB. Da macht Deutschland aber nicht mit. Ferner sind in 2012 260Mrd Euro Staatsanleihen in Italien fällig, das gibt theoretisch eine Katastrophe – Italien ist am ENDE!

  7. Der Euro,Dollar,Yen und viele mehr,sozusagen fast alle Währungen auf diesem Planeten beruhen auf dem Zineszins System,Spekulationen,Luftnummern und sind (nichtmehr) an das Gold gekoppelt, oder doch wenigstes an materielle Werte.
    Somit ist für die Wenigen, die inzwischen über ca. 50% des weltweiten Kapitals verfügen uninteressant zu investieren, sondern man vermehrt das Geld einfach durch Zinsen und Zinseszinsen, durch Leerverkäufe und dergleichen. Aber das alles ist nur ein Virtueller Reichtum. Der Wert des Geldes ist letztendich ein Versprechen, eine Illusion, da es überwiegend nicht mehr durch Materielle Werte gedeckt wird.
    Ein gigantisches Schneeballsystem, bei dem die letzten in der Kette inzwischen nur noch Matsch in der Hand haben und das Wasser tropft immer schneller…
    Folglich dient dieses Zinsbertrugsgeld nur dazu die letzten in der Kette zu betrügen und auszuplündern. Die Mächtigen formen schon den nächsten Schneeball, der geworfen wird. Er könnte Euro 2 oder DM 2, gar Weltdollar oder wie auch immer heißen. Wenn diese Währung wieder auf dem gleichen Betrugssystem wie geschildert aufbaut, beginnt der Rattenschwanz von Neuem.
    Ich denke, wir brauchen ein materielles zinsloses, spekulativfreies und transparentes Geld- und Wirtschaftssystem.Der Mensch, das Individium muss im Mittelpunkt stehen und nicht die Wirtschaft. Denn wir mit unserer Schaffenskraft, jeder Einzelne von uns macht in der Summe unsere Gesellschaft aus und nicht ein paar ultrareiche machtbesessene Eliten!Geld aus dem Nichts, was sich selbst vermehrt ist genauso unsinnig wie sich selbstständig vermehrende Schulden durch die Zinsknechtschaft.

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