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Wehe, wenn die Lüge fällt

Weg ist er, der Minister der – zuletzt nur noch – Selbstverteidigung. Er hat nun also doch die Konsequenzen gezogen, wenngleich die Frage offen blieb, aus welchem Grund er wirklich zurücktrat.

War dies das ehrliche Eingeständnis seines offensichtlichen Plagiat-Betrugs oder war es eher der Druck der Öffentlichkeit, die augenscheinlich immer weniger Lust hat, sich so dreist belügen zu lassen? Werden bald vielleicht noch mehr Lügen fallen?

Abgesehen davon, dass sich das mit der Dissertations- oder einer ähnlichen Schummelei damals kaum ein Politiker getraut hätte, wäre vor 20 oder mehr Jahren ein solcher Skandal wesentlich schneller zu Ende gewesen. Politik war zwar auch bei uns schon immer ein Synonym für Vetternwirtschaft und Käuflichkeit, aber eine derartig ungebremste Dreistigkeit, mit der wir Bürger heute belogen, betrogen und abgezockt werden, ist allmählich rekordverdächtig. Das Fatale: Fast täglich werden in dieser „Disziplin“ neue Spitzenwerte erreicht.

Dank der Möglichkeiten des Internets wurde ein erheblicher Druck auf die Regierung ausgeübt, denn jeder konnte sich ohne große Anstrengungen selbst davon überzeugen, was der Ex-Doktor da so zusammenkopiert hatte. Zwar machen sich nach wie vor die wenigsten Bürger die Mühe und prüfen nach, was ihnen im Verblödungsverstärker vorgelogen wird – sie bemerken diese Lügen ja schließlich nicht – aber wer es in diesem Fall nun doch einmal getan hat, der war sicherlich überrascht und stellt vielleicht in Zukunft auch noch andere Behauptungen in Frage, die er bislang immer brav geglaubt hatte.

Es ist erst nur ein kleines Pflänzchen, was hier zu wachsen beginnt, aber es passt genau zu den aktuellen Entwicklungen an Wut und Aufruhr gegen diverse Regierungen auf der Welt. Während sich in anderen Ländern die Herrschenden bereits ängstlich mit „Reformen“ präventiv vor aufkeimenden Unruhen zu schützen versuchen, sind einige ihrer Kollegen längst auf der Flucht vor dem Volk.

Auch bei uns müssen die Eliten nun allmählich zur Kenntnis nehmen, dass das Zeitalter der systematischen Volksveräppelung langsam seinem Ende entgegen geht. Wenn die Masse erst einmal dahinterkommt, mit welchen weiteren Lügen sie es tagtäglich zu tun hat, dann wird die Volkswut sicherlich keine Gnade mehr kennen.

Dieser Umbruch geschieht natürlich nicht über Nacht, sondern braucht seine Zeit. Aber es ist kein linearer Prozess, weil sich mit fortschreitender Unzufriedenheit in der Bevölkerung die Anzahl der Kritiker exponenziell vervielfachen wird. Es könnte zu einer Art Kettenreaktion kommen.

Das ist genau der Punkt, vor dem viele Regierungen am meisten Angst haben. Aus diesem Grund versuchen sie häufig bereits im Vorfeld zu erkennen, wo ihre Bürger der Schuh drückt. Anstatt die Schuhe zu wechseln, verordnet die Machtelite dann allerdings nur Blasenpflaster, die auf Dauer keine echte Lösung darstellen. Ganz egal, es geht ihnen allein um kurzfristigen Machterhalt. Die eingerissene Naht muss schließlich immer nur von einer bis zur nächsten Wahl halten und bei Wiederwahl wird eben notfalls ein weiteres Pflaster aufgeklebt.

Wenn die Bürger einmal dahintergekommen sind, an wievielen Stellen bereits diese Pflaster kleben, dann wird der Fall Guttenberg nur noch wie ein dummer Jungenstreich wirken. Im aktuellen Fall ging es lediglich um einen Doktortitel, der sowieso kaum noch etwas wert ist. Wenn dagegen erst einmal die Schleier der richtig großen Lügen fallen, wie beispielsweise der Klima-Lüge, dann wird es spannend.

Was wir in der Angelegenheit des ehemaligen Ministers von und zu Googlepaste auch noch beobachten konnten, war die extreme Verbarrikadierung, mit der sich der Kandidat vor dem zwangsläufigen Fall zu schützen versuchte. Genauso krampfhaft verhielt sich auch seine Partei. Es ging neben der verspielten Glaubwürdigkeit insbesondere um Gesichtsverlust.

Jeder hat das schon einmal selbst erlebt, wenn wir uns geirrt oder vielleicht sogar absichtlich andere Menschen getäuscht und belogen haben. Solange unser Schwindel verborgen bleibt, plagt uns lediglich unser schlechtes Gewissen. Droht er jedoch aufzufliegen, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Flucht nach vorn und ein offenes Eingeständnis, was jedoch nur solange nützt, wie uns noch niemand entlarvt hat, oder wir versuchen die Strategie der Verharmlosung, Vertuschung und Ablenkung.

Das Problem, mit welchem Guttenberg konfrontiert wurde, hatte er höchstwahrscheinlich stark unterschätzt. Obwohl jeder Grundschüler seinen Textklau inzwischen im Internet zweifellos nachvollziehen konnte, mimte der Minister den Unschuldigen und versuchte zu beschwichtigen. Ohne das Engagement der freiwilligen Online-Dissertations-Forscher wäre seine Rechnung auch garantiert aufgegangen, denn so funktionierte das in der Vergangenheit in ähnlichen Fällen fast immer.

Es war ein exemplarisches Beispiel für eine Lüge, die durch immer weitere Lügen gestützt werden sollte, jedoch am Ende so groß wurde, dass nicht nur der ursprüngliche Schwindel aufflog, sondern auch der Schwindler selbst mit in den Abgrund gerissen wurde. Der jetzt erlittene Gesichtsverlust ist um Längen schwerwiegender, als er gewesen wäre, hätte Guttenberg sich sofort verabschiedet.

Natürlich vergessen die Menschen binnen kürzester Zeit derartige Vorfälle, das kennen wir ja. Vielleicht ändert sich dieses gutmütige Verhalten jedoch, wenn es nicht mehr nur um irgendwelche akademischen Titel von Prominenten geht, sondern die Bürger selbst von den Auswirkungen betroffen sind.

Wir haben auf der einen Seite die Politiker, welche schummeln und auch schon mal lügen. Das weiß jeder, denn nach den Wahlen werden die Versprechen sowieso nie eingehalten. Geschenkt. Sich jedoch persönlich die Taschen voll zu machen und das Volk offensichtlich zum Narren zu halten, wiegt da schon deutlich schwerer.

Auf der anderen Seite stehen die Themen wie z.B. die angebliche Klimaerwärmung und die damit einhergehenden, kaum mehr überschaubaren „Maßnahmen“ und deren steigenden finanziellen Belastungen für die Bürger. Öko-Strom und Öko-Benzin sind zwar beliebt und trendig, aber die Kosten der Abzocke werden allmählich erdrückend und immer mehr Fragen nach dem tatsächlichen Sinn der CO2-Bekämpfung keimen öffentlich auf.

Sollte nun einer kritischen Bevölkerungsmasse plötzlich bewusst werden, dass nicht nur diese ganze Klimadogmatik ein gigantischer Betrug für sich ist, sondern der Gegenpart dazu direkt in der Politik zu finden ist und unmittelbar dazugehört, also die Politiker dahinterstecken, dann ist es zu spät für die genannte Flucht nach vorn. Es bleibt nur noch der Ausweg über neue Lügen.

Eigentlich wäre es die Aufgabe der Medien, diesen Jahrhundertschwindel endlich aufzudecken. Stattdessen spielen diese das Lied derer, die sie füttern. Wie sich beispielsweise der Spiegel in den vergangenen Tagen auf Guttenberg und gegen die Bild-Zeitung eingeschossen hatte, war bemerkenswert. Das Ziel war eindeutig, der Verteidigungsminister stand zum Abschuss frei.

Doch wo ist der Spiegel in Sachen Klima-Lüge? Kein Wort davon ist zu lesen, stattdessen lullt er uns jeden Tag mit politisch korrekten und gutmenschlich primitiven Öko-Spinnereien ein. Zwar steht die Klima-Lüge bei uns im Lande noch nicht auf der Kippe, aber was derzeit diesbezüglich in den USA geschieht, wird auch noch zu uns herüberschwappen, so wie immer. Ob das ehemalige Nachrichtenmagazin dann noch rechtzeitig die Kurve kriegt oder auch den Guttenberg machen muss?

Viele Verlage und Fernsehsender werden bald vor genau diesem Problem stehen und die Klima-Lüge ist beileibe nicht die einzige Schweinerei, deren Zeit einmal abgelaufen ist. Wenn die Glaubwürdigkeit der Medien verloren geht, werden auch unsere Politfiguren vor einer zusätzlichen Herausforderung stehen, denn ein Sprichwort sagt:

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht.

Viele haben sich in unserer Gesellschaft schon so sehr an die ständige Anwesenheit der Lügen gewöhnt, dass bereits den Kindern das Lügen regelrecht anerzogen und dies nur als minder schweres Vergehen betrachtet wird. Umso schwieriger ist es, die Menschen dafür zu sensibilisieren, sich diesem üblen Trend entgegenzustellen.

Anstatt den befreienden Wert der gegenseitigen Vergebung zu erkennen, werden lieber Techniken trainiert, welche helfen sollen, die Lügen besser zu verbergen – oder auch zu „verkaufen“. Im Grunde ist z.B. fast der gesamte Bereich Marketing ein Sammelsurium zur professionellen Darstellung von Unwahrheiten.

Erschwert wird das offene Eingeständnis von vorherig geäußerten Unwahrheiten dadurch, dass sich viele sofort darauf stürzen, wenn sie einen anderen der Lüge überführen können, speziell die – selbst genauso verlogenen – Medien. Es ist sehr schwer, eine bereits entlarvte Lüge zuzugeben, weil es für den Betreffenden einen entsprechenden Gesichtsverlust darstellt. Aber wie können wir denn davon ausgehen, Lügen auf ewig bis zum bitteren Ende verbergen zu können?

Der beste Weg ist natürlich, von vornherein einen großen Bogen um Unwahrheiten zu machen. Es muss jedem klar sein, dass Lügen nur eine begrenzte Lebensdauer haben, was auch viele Sprichworte ausdrücken:

  • Lügen haben kurze Beine.
  • Eine Lüge ist wie ein Schneeball. Je länger man ihn wälzt, je größer er wird.
  • Lügen und Lawinen wachsen immer.
  • Eine Lüge schleppt zehn andere nach sich.
  • Die Wahrheit bedarf nicht vieler Worte, die Lüge kann nie genug haben.
  • Wer lügen will, muss ein gutes Gedächtnis haben.
  • Wer beginnt mit Lügen, endet mit Betrügen.
  • Die größte Bestrafung für den Lügner ist, dass er keinem anderen Menschen mehr glauben kann.

Vergessen wir daher nicht: Die Wahrheit ist immer mächtiger als jede Lüge.

Wenn ihr in meinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. Johannes 8,32

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14 Kommentare zu “Wehe, wenn die Lüge fällt

  1. die hexenjagt auf herrn guttenberg verstehe ich nicht. kindermörder, kriegsverbrecher, vergewaltiger werden mit samthanschuhen im gefängnis angefasst, wenn sie nicht gerade frei herumlaufen. gleichzeitig redet man herrn zu guttenberg kaputt. finde ich nicht richtig.

    wer von euch ohne sünde ist, möge den ersten stein werfen.

  2. @ henrik schulte,

    stimmt nicht ganz. Es gibt die PDV. Die hat alle Themen,
    die auf dieser Seite stehen, von der nicht vorhandenen Souveränität,
    dem fehlenden Friedensvertrag, unser verlogenes Geldsystem, 9/11, Klimaschwindel usw. auf dem Schirm und im Programm.

    Die Website ist momentan sehr langsam, ab nächste Woche
    aber in gewohnter Schnelligkeit auf neuem Server.

    Viele Grüße, Fluor B.

  3. es wäre schön wenn sich die „Wahrheit“ immer mehr die Bahn brechen würde. Die ganze Gutti-Sache konnte aber letztendlich nur über die Mainstream-Medien solche Ausmaße annehmen und so viele unbedarfte Menschen erreichen.
    Meine Meinung ist, dass hier der „moralische Level“ im kollektiven Bewusstsein wieder ein Stückchen gesenkt wurde.

    Grüßle von Konsti

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