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Ökos erhalten bald ihren verdienten Lohn: Hunger

Seit wenigen Wochen ist uns die EU wieder einmal ein Stückchen näher auf die Pelle gerückt und zerrt erneut an der schon engen Schlinge um unseren Hals. E10, der neue „klimaschonende“ Treibstoff ist jetzt da, endlich retten wir die Welt.

Im Vorfeld waren die Ökos und Gutmenschen wie üblich die frohlockenden Jasager, doch jetzt, wo das Kind längst in den Brunnen gefallen ist und die Lügen immer offensichtlicher werden, jaulen sie herum und keiner will’s gewesen sein.

Das neue Super-Benzin E10 sorgte in der jüngsten Vergangenheit für viele Diskussionen, v.a. wegen der Unverträglichkeit bei etwa drei Millionen PKW im Lande. Daran hatten die Gutmenschen in ihrer Euphorie wohl nicht gedacht, dass sich nicht jeder auf Befehl einen Neuwagen finanzieren will oder kann, nur um den Aufschwung anzukurbeln und die Umwelt zu schützen – was auch nur weitere Lügen sind.

Was hat sich eigentlich an den Tankstellen konkret geändert, gibt es „Super 95“, also das bisherige Super-Benzin mit 95 Oktan, weiterhin oder müssen wir die E10-Kröte tatsächlich schlucken? Die Anfragen bei verschiedenen Tankstellen und den jeweiligen Konzernen ergeben folgendes Bild:

Aral:

  • Bisheriges Super 95:
    Gibt es ab sofort nicht mehr. Stattdessen steht noch an einem Zapfhahn pro Tankstelle weiterhin „Super“ dran, heraus fließt allerdings SuperPlus und zwar auch zum Preis von SuperPlus.
  • Offizielle Begründung:
    Sowohl an Raffinerien als auch an Tanklagern gibt es keine Kapazitäten für ein zusätzliches Schutzsorten-Produkt. Hinzu kommt, dass die Mehrzahl der Raffinerien nicht unterschiedliche Biobeimischungen parallel im selben Produkt ermöglichen können, es kann also nicht parallel ein Super 95 E5 und Super 95 E10 in einer Raffinerie hergestellt werden. Da im System kein Produkt wegfällt, muss auf ein bereits bestehendes Produkt ausgewichen werden. Aral nutzt dementsprechend sein SuperPlus 98, welches einen maximalen Bioethanol-Anteil von 5% hat.
  • Stimmung an einer örtlichen Tankstelle:
    Unsicherheit und auch geäußerter Unmut über den Klima-Unsinn seitens der Kunden. „Abzockerei“ wurde genannt. Der Pächter: „An verschiedenen Stationen bestehen bereits Engpässe bei SuperPlus, da nur 5% der Raffineriedestillate zu SuperPlus 98 verarbeitet werden können und erhöhte Nachfrage herrscht.“

Shell:

  • Bisheriges Super 95:
    Wird ab jetzt nicht mehr angeboten. Ausweichmöglichkeit ist V-Power zu derzeit acht Cent Aufpreis gegenüber Super E10.
  • Offizielle Begründung:
    Sowohl die Produktionsmöglichkeiten der Raffinerien als auch die Anzahl der Kraftstofftanks in Raffinerien und Tanklagern sowie insbesondere an den Tankstellen sind in der Regel begrenzt.
  • Stimmung an einer örtlichen Tankstelle:

Esso:

  • Bisheriges Super 95:
    Derzeit wird noch Super 95 neben Super E10 angeboten, sofern die Zapfanlagen der Tankstellen dies ermöglichen. Der Preis von Super 95 ist derselbe wie SuperPlus.
  • Offizielle Begründung:
    Verfügbarkeit von Tankanlagen in Raffinerien, Tanklagern und Tankstellen. Drei Sorten Super-Benzin können viele Tanklager nicht bewerkstelligen.
  • Stimmung an einer örtlichen Tankstelle:
    Super 95 wird regional teilweise eng, weil sich viele nicht trauen, E10 zu tanken. Es bestehen Zweifel an der Verträglichkeit bei vielen Fahrzeugen, die fehlende Langzeiterfahrung wird angemahnt. Der Pächter: „Da steckt wieder die EU dahinter – weiß nicht, wer da wieder seine Interessen durchgesetzt hat, aber wir waren es nicht.“

Total:

  • Bisheriges Super 95:
    Wird weiterhin als eigener Kraftstoff angeboten und hat einen Preis zwischen E10 und SuperPlus.
  • Offizielle Begründung:
    Wird nach aktuellem Stand weiterhin so bleiben, auf unbestimmte Zeit.
  • Kundenstimmung an einer örtlichen Tankstelle:
    Die Pächterin: „Von den Grünen geht das aus.“

Jet:

  • Bisheriges Super 95:
    Weiterhin erhältlich, wurde aber deutlich teurer und hat zur Zeit denselben Preis wie SuperPlus. Es ist aber damit zu rechnen, dass Super 95 in Zukunft wieder einen günstigeren Preis als SuperPlus haben wird.
  • Offizielle Begründung:
    Super 95 wird auf Dauer weiterhin zur Verfügung gestellt, weil zahlreiche Fahrzeuge kein E10 vertragen. Die derzeitige Preisgleichheit von Super 95 und SuperPlus hängt mit höheren Beschaffungskosten für Super 95 zusammen und den verordneten Zwangsabgaben durch die Quotenregelung des „Bio“-Kraftstoffes.
  • Kundenstimmung an einer örtlichen Tankstelle:
    Die Pächterin: „Die meisten wissen noch gar nicht, ob ihr Auto E10 verträgt. Viele kaufen E10, weil’s billiger ist.“

OMV:

  • Bisheriges Super 95:
    Weiterhin erhältlich, wurde aber deutlich teurer und hat nun denselben Preis wie SuperPlus.
  • Offizielle Begründung:
    Wie lange das so bleibt, ist unsicher, aber ein Termin zur Einstellung von Super 95 ist nicht bekannt. Vorerst bleibt es im Angebot.
  • Kundenstimmung an einer örtlichen Tankstelle:
    Der Pächter: „Das Problem liegt nicht an uns Tankstellen, sondern an unserer Bundesregierung, die haben den ganzen Kram begonnen. Wir können die Suppe auslöffeln, die sie uns eingebrockt haben. Die meisten Kunden tanken SuperPlus. Inzwischen sagen es schon die Medien, E10 ist umweltschädlicher als der bisherige Kraftstoff. Die Regierung hat eben nach einem Grund gesucht für den Unsinn.“

Wird Super 95 verschwinden? Als Kraftstoff selbst könnte es tatsächlich bald verschwinden, da hat die Größte unter den Tankstellenketten, Aral, schon klar gezeigt, was Sache ist. Als Name bzw. „Schutzsorte“ bleibt Super erhalten, das ist gesetzlich geregelt. Allerdings kann sich dahinter auch ein höherwertiges Produkt wie SuperPlus verbergen – zum höheren Preis natürlich. Der Dumme dabei ist und bleibt wer? Genau, Sie.

Es stellt sich die Frage, warum sich bisher niemand großartig über diesen Ethanol-Unsinn aufgeregt hat, denn wir fahren schon die ganze Zeit mit bis zu fünf Prozent „Bio“-Ethanol im Benzin. Eigentlich hätte an den Zapfhähnen „E5“ stehen müssen. Neben der großen Verunsicherung der Autofahrer, ob ihr Fahrzeug E10 verträgt – aus politischen Gründen sollte eigentlich jeder das Zeug boykottieren – stellt sich auch die Frage, ob denn die Ethanolbeimischung zu Leistungseinbußen oder Mehrverbrauch führt.

Auto Bild hat es getestet und kam am 17.02.2011 zu einem eindeutigen Ergebnis, der Verbrauch steigt nämlich um rund 5%:

[…] verteuern sich bei einem Golf die Kraftstoffkosten um 176 Euro pro Jahr. Also weiter Super 95 tanken? Das geht zwar dank Bestandsschutz, doch mit der E10-Einführung steigt leider der Preis für das bislang übliche Super um fünf bis zehn Cent pro Liter, kostet damit jetzt vielerorts so viel wie Super plus mit 98 Oktan.

[…]

Der Autofahrer ist also in jedem Fall der Verlierer. Entweder er greift zum teureren Super 95, oder er tankt E10 und muss mit dem erhöhten Spritverbrauch leben. So oder so zahlt er drauf. Wie immer.

Was für eine seltsame Rechnung, unterm Strich kommt damit sogar mehr „böses CO2“ in die Umwelt als vorher. Diese aufgeflogene Lüge weckte nun wohl auch die Umweltfuzzies und um Schaden von sich abzuwenden, treten sie jetzt – wohlgemerkt hinterher, wenn alles längst zu spät ist – vermeintlich kritisch auf den Plan, so wie z.B. der BUND, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Dieser sagte am 24.02.2011 in der Welt:

Die an immer mehr Tankstellen erhältliche Biospritsorte E10 bringt nach Ansicht des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) keinen Effekt für den Klimaschutz. „Was die Umweltbilanz betrifft, ist E10 eine Mogelpackung und ein Fall von Verbrauchertäuschung“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

Eine verlogene Baggage mit äußerlich grünem Anstrich ist das. Niemand kann das Klima „retten“, denn es muss überhaupt nicht gerettet werden und schon gar nicht von den Menschen, die nicht einmal das Wetter korrekt vorausberechnen können.

Aber nicht nur die vielfache Motoren-Unverträglichkeit von E10 ist das Problem, sondern die unfassbare Perversion und die endzeitliche Dekadenz, mit der wir es hier zu tun haben. Millionen von Tonnen an Nahrungsmitteln werden inzwischen zu „Bio“-Ethanol verbraut. Wer ein guter Öko sein will, der lässt also lieber seine Mitmenschen verhungern, anstatt das Klima sich selbst zu überlassen – wobei das mit dem Klima eine der größten Lügen aller Zeiten ist.

Besonders lächerlich sind in diesem Zusammenhang die Aussagen von Grünenpolitikern, welche diesen organisierten Betrug mit der Klima-Lüge seit Jahren mittragen und nun mit scheinbar moralischen Bedenken gegen E10 auftreten. Der Westen berichtete am 24.02.2011 über ein solches Öko-Exemplar:

„Teller oder Tank?“

[…]

„Dass die Ökobilanz durch die Einführung von E10 besser ausfällt, muss allein angesichts des Produktionsweges für Ethanol angezweifelt werden“, sagte der Bio-Bauer aus Bergkamen, und rechnet vor: „Um allein den deutschen Bedarf an E10 zu decken, müssten von den 12 Millionen Hektar Ackerfläche in Deutschland, allein 1 Million Hektar für den Anbau von Grundstoffen wie Mais und Zuckerrüben für die Gewinnung von Ethanol vorgehalten werden.“

Wirklich interessant, welche Biegsamkeit und welch lange Leitung die lieben Volksvertreter manchmal haben. Da sitzt der grüne Öko-Landwirt im Bundestag, vermutlich von seiner Arbeit auf dem Bio-Bauernhof ermüdet und ermattet, und verpasst glatt sämtliche Debatten um diesen Ökomist. Doch nein, daran ist ja allein Brüssel schuld. Sitzen denn dort etwa keine Grünen? Und warum machen die dann ihre große Klappe nicht rechtzeitig auf?

Eine widerwärtige Heuchelei ist das und zwar immer zu Lasten der Bürger. Wir sind es ja gewohnt, belogen, ausgebeutet und bevormundet zu werden. Mal sehen, wie lange sich diese Gewohnheit noch beibehalten lässt, denn es gährt und rumort an immer mehr Stellen und zwar auch hier bei uns im Land, nicht nur in Nordafrika.

Wir merken an dieser elendigen Nahrungsmitteldekadenz, dass die Kriegs- und Nachkriegsgeneration heute fast verschwunden bzw. verstorben ist, denn keiner von denen hätte Verständnis dafür gehabt, Essen als Treibstoff oder Heizmaterial zu missbrauchen, schon gar nicht, wo es keinerlei Notwendigkeit dafür gibt und diese „ökologische“ Argumentation allein auf Lügen basiert. Diese Generation hat keine Reste auf ihrem Teller liegengelassen und sie hätte niemals wertvolles Getreide einfach verheizt oder verfahren. Da wäre eher der militante Ökonachbar heimlich Nachts in der Biotonne umweltgerecht entsorgt worden.

Wie lange E10 bestehen wird werden wir ja sehen. Bei fast 10% benötigtem Ackerflächenanteil kann sich das schnell ändern, sobald die weltweite Versorgungslage weiter eskaliert. Die laufenden Aufstände haben nämlich viel mit steigenden Preisen für Nahrungsmittel zu tun. Nutzen Sie daher jede Gelegenheit, beispielsweise beim Tanken, um ihren Unmut über diesen verlogenen Wahnsinn freundlich kund zu tun und die Mitmenschen auf die Klima-Lüge aufmerksam zu machen.

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13 Kommentare zu “Ökos erhalten bald ihren verdienten Lohn: Hunger

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