Es wird ungemütlich – immer mehr Wut macht sich breit
Im ersten Video war zu sehen, wie die Studenten in London versuchten, ein Absperrgitter zu durchbrechen, indem sie es hochhoben. Die Polizei hinderte sie mit Schlagstöcken daran. Was wir hier miterleben ist ein erstes Vortasten der entmündigten Bürger, in diesem Fall Studenten, die noch nicht so richtig wissen, was sie genau erreichen wollen und wie sie sich gegen die politische Willkür wehren sollen.
Denn durchbrächen sie die Barriere, was würden sie dann tun? Sich totprügeln lassen von den bis an die Zähne bewaffneten Polizeitruppen? Der Punkt ist, sobald es bei Millionen von Menschen einmal um Essenzielles geht, wird die Meute sich nicht von Schlagstöcken beeindrucken lassen, da sie ein ganz konkretes Ziel im Auge haben: Rache.
Im Moment geht es den Studenten nur um eine deutliche Unmutsäußerung gegen die drastische Erhöhung ihrer Studiengebühren. Diese Erhöhung auf über 10.000 € pro Jahr ist wirklich herb, aber sie ist nicht existenzbedrohend, weil es für die meisten Studenten auch die Optionen gäbe, sich auf eine andere Art der Ausbildung zu konzentrieren, nebenbei zu arbeiten anstatt nur auf Parties rumzuhängen und auszuschlafen oder sich das Geld notfalls zu leihen. Die Demonstration ist daher hauptsächlich ein Protest für die Erhaltung von luxuriösen Privilegien, ein bisschen Dekadenz schwingt hierbei durchaus mit.
Obwohl die Situation aus Sicht der Handkameras der Demonstranten schon teilweise bedrohlich wirkt, ist das ganze Geschehen eigentlich noch als harmlos einzustufen. Da ging es in Stuttgart schon fast heftiger zur Sache, zumindest seitens der Polizei. Allerdings flogen in London bereits Steine und Stöcke und manche Studenten waren nicht gerade zimperlich bei offensiver Sachbeschädigung.
Stellen Sie sich jedoch vor, dort stünden nicht Studenten, die Angst um ihr unbeschwertes Lotterleben haben, sondern Millionen von arbeitslosen Bürgern, denen die Sozialhilfe drastisch gekürzt, die Heizkosten gestutzt und die Krankenversicherung zusammengestrichen wurde. Dann würde es schon eher um die nackte Existenz gehen. Massenarbeitslosigkeit nach einem gigantischen Crash kann sehr schnell zu solchen Situationen führen.
Oder denken Sie an ein Szenario, bei dem ebenfalls Millionen von Menschen auf die Straßen gehen, denen die Regierung gerade ihr Erspartes mittels Währungsreform in Luft aufgelöst und ihre Altersvorsorge vollständig vernichtet hat. Können Sie sich deren Wut vorstellen?
Ebensolche ungebremste und aggressive Wut hätten die Bürger, wenn Benzin-, Strom- und Lebensmittelpreise so durch die Decke gehen würden, dass eine normale Familie schon Angst vor Hunger bekäme. Auch hier wäre sicherlich mehr los als bei einem Studentenaufstand, denn die Menschen hätten fast nichts mehr zu verlieren.
Bei einer solchen Übermacht an Bürgerwut könnte auch keine Polizeimacht mehr die Kontrolle behalten, zumal derlei Ausschreitungen dann in jeder größeren Stadt beginnen würden. Wahrscheinlich würde dabei die Lage zusätzlich eskalieren, wenn auch noch verschiedene Gruppierungen aufeinandertreffen, z.B. die bereits befürchteten Auseinandersetzungen mit Ausländerhochburgen.
Wie es eine Stufe härter aussieht als in London, zeigt der folgende Film vom Juli 2008 in Argentinien, als militante linke Demonstranten vor dem Regierungssitz in Buenos Aires für eine Erhöhung der Arbeitslosenunterstützung protestierten:
Bereits am 01.03.2009 berichtete die Presse über Unruhen in Russland wegen der „nicht vorhersehbaren“ Krise:
Neben Großbritannien erwartet auch Russland heuer massive Unruhen wegen der Wirtschaftskrise. Angst vor der Zukunft, Arbeitslosigkeit, Wut und Enttäuschung sind wie eine tickende Zeitbombe.
[…]
Dadurch ist offenbar auch die politische Stabilität in einigen Regionen ernsthaft bedroht. […] Nachdem etwa Litauen, Lettland oder Bulgarien bereits zu Schauplätzen von Straßenschlachten wurden, hat sich Russland dazu entschlossen, möglichen Konflikten durch militärische Aufrüstung vorzubeugen.
Genau das sind die wesentlichen Punkte: Die Regierungen haben extreme Panik vor Eskalation, denn die Wut der Bürger ist eine tickende Zeitbombe. Wenn die Menschen in der Masse tatsächlich nichts mehr zu verlieren haben, dann werden sie aufs Ganze gehen, ohne Rücksicht auf Verluste. Die eigentlich harmlosen Mitläufer bei den Demos lassen sich dann unter Umständen von den Randalierern anstecken und das Drama nimmt seinen Lauf.
Ein weiteres begleitendes Problem, welchem wir u.a. auch bevorstehen, ist die Moral der Polizei oder gegebenenfalls sogar die des Militärs. Wenn die Lebenshaltungskosten drastisch steigen, das Geld an Wert verliert und die „Beamten“-Gehälter nicht Schritt halten oder gar eine Währungsreform mit Haircut stattfand, werden die Ordnungshüter sich nicht mehr unbedingt geschlossen auf die Seite der Regierung schlagen, sondern eher zu Hause bleiben.
In den Luftaufnahmen der obigen Videos ist ein weiterer Aspekt zu erkennen, den auch die Ordnungshüter irgendwann realisieren werden: Die Anzahl der Demonstranten kann sehr schnell solche Ausmaße annehmen, dass sich die Polizei selbst mit schwerem Geschütz nicht mehr halten kann, es sei denn, sie schießt mit scharfen Waffen. Und ob die Mehrheit der Beamten bei einem Schießbefehl gegen die eigenen Bürger noch mitziehen würde, ist die große Frage.
Solch eskalierende Zustände sind für uns hierzulande nur schwer vorstellbar. Aber wenn wir uns die Lage am Finanzmarkt, die steigenden Zinsen der Staatsanleihen und die bevorstehenden Pleiten weiterer Euro-Länder betrachten, kommen wir dem undenkbaren Szenario zumindest fiktiv immer näher.
Die politische Elite ist sich – wenigstens in obersten Kreisen – dieser Lage bewusst und auch die Finanzherrscher ganz oben wissen, was ihnen blühen könnte. Wie diese Leute sich davor schützen werden oder wie sie das Herannahende verhindern wollen, wäre eine interessante Information. Wir werden es jedoch bald erleben.
Vielleicht fliehen manche von ihnen, wobei wahrscheinlich ganze Bereiche von Europa gemieden werden müssen wegen ähnlicher Unruhen. Andere verschanzen sich. Und einige werden wohl oder übel ganz knallhart das abbekommen, was sich an Wut bei den Bürgern gegen sie angestaut hat.
Dass diese Überlegungen nicht aus der Luft gegriffen sind, zeigt die Entwicklung in London. Noch kann das aufgeregte Volk durch großzügiges Gelddrucken beruhigt werden, allerdings schwindet das Vertrauen in das bedruckte Papier zunehmend und wie sich die Regierungen am Ende freikaufen wollen, bleibt abzuwarten.
Niemand wünscht sich solch ein Szenario und noch weniger können wir uns diese Art von Eskalation im großen Stil im Land der „Michel und Euro-Schenker“ vorstellen, wo doch das Standard-Schlafschaf derartige Demos am liebsten vom Verblödungsverstärker im warmen Wohnzimmer aus mitverfolgt. Aber vielleicht hat Otto Normalbürger ja inzwischen nichts mehr im Kühlschrank, nichts mehr auf dem Konto und auch nichts mehr zu tun, sodass er gezwungen ist, mitzumischen.
Was uns hier blüht, ist kaum zu erahnen und am wenigsten zu erhoffen. Allerdings stehen die Zeichen durchwegs schlecht, denn der Karren rollt mit immer höherer Geschwindigkeit den Hang hinunter und wird irgendwann in voller Fahrt auseinanderbrechen oder an einer Mauer zerschellen.
Halten Sie Augen und Ohren offen und überlassen Sie das Feld der Demos lieber den anderen, denn ändern können Sie durch Mitdemonstrieren auch nichts mehr. Sorgen Sie lieber für sich und Ihre Familie vor, das dürfte der bessere Weg sein.

Der Durschnittsbürger Europas hat nichts! Er hat kein Land, keine Kuh und kein Huhn. Alles gehört der Bank. Sogar 70% seiner Arbeitsleistung muss er an die Bank abtreten. Dafür hat er Auflagen bis zum Umfallen. Gesetze für die Umwelt, gegen den den internationalen Terrorismus.
Was, wenn das System total auseinander fliegt? Kannibalismus?
Moin Allerseits,
ich möchte hier mal 2 (aus meiner sicht nicht unwichtige Dinge anmerken)
1.
Zitat*
Und ob die Mehrheit der Beamten bei einem Schießbefehl gegen die eigenen Bürger noch mitziehen würde, ist die große Frage.
Solch eskalierende Zustände sind für uns hierzulande nur schwer vorstellbar.
Zitat Ende*
Ich verweise hier nur allzu ungern auf die Mauerschützen in der DDR, sicher haben viele auch daneben geschossen, aber 10 Mann mit einer Waffe (Panzer) und Schiesswut, können schon beängstigend viele Menschen schädigen, sicher ist das nichts wenn der Mob mal tobt aber nun gut, lass ihn toben weil… und damit komme ich auf Punkt 2
2.
Der Mop hat ja in der BRDGmbH keine Waffen mehr, das wurde ja rigerous abgeschafft, hier ist ja ne Axt schon Waffenscheinpflichtig.
Was mich zum eigendlichen Kernpunkt von Punkt 2 Bringt.
Was machen den Michel und CO gegen die, die sich um sowas nicht kümmern (zB Mafiöse Banden aller Art) und vor allem wenn man in die Staaten um uns herrum schaut. Was machen wir gegen diese Mobs… die haben, durch ihre Gesetze nicht ein solch krankes Waffenverbot wie wir, was machen wir wenn deren Hass von den Eliten dann doch auf uns abfällt, wegen Ereignissen die vor meiner Geburt waren… was dann.. ?
Ich habe keine Angst um mich, aber um meinen Zwerg und meine Frau!
Aber eines sei gewiss meine Angst wird bestimmt nicht durch Wut auf der Strasse entladen, sondern gegen jeden der das Leben meiner Familie bedroht.
Was aber machen gegen plünderne Polinsche Nachbarn mit AK und CO, wo mir ja der Besitz eines 10 cm langen Klappmessers verboten wurde.
Dazu sage ich Danke Regierung, Ihr habt es geschafft den Deutschen soweit unten zu halten, das er im Ernstfall wieder „mit nem Messer zu ner Schiesserrei“ kommt.
Aber das hat uns noch nie davon abgehalten zu Überleben… unterschätzt uns nicht… sowas sollte man nie tun.
GvBorch
Einen Konflikt wie beschrieben, das Massen auf die Strasse gehen und protestieren hatte wir bei mir schon:
1997 in Thailand, Bangkok demonstrierten Massen von Menschen gegen die Regierung.
Es kam der Einsatzbefehl an das Militär. Mit Kampfhubschraubern wurde die Menge angegriffen. Die Soldaten schossen mit schweren Maschinengewehren auf die Menge.
Angeblich, gab es ca. 300 Tote, in Wahrheit waren es über 5.000 Tote.
Die Regierung gewann.
Bei der letzten Demonstration in Bangkok die Roten gegen die Gelben kam es wieder zu Auseinandersetzungen. Die Menschenmenge war diesmal bewaffnet mit Gewehren und RPGs (leichten Granatwerfer).
Mehr als 10.000 Soldaten wurden eingesetzt ohne Erfolg.
Dann änderte die Regierung die Taktik. 39 Scharfschützen (ich nenne sie die „Prätorianer-Garde“) wurde eingesetzt um die Anführer zu töten.
Die Aktion war ein voller Erfolg. Der Anführer wurde als er gemeinsam mit Jounalisten im Freien ein Interview gab durch einen Kopfschuss getötet. Die Journalisten waren geschockt, die Demonstranten ebenfalls.
Danach wurden die Demonstranten praktisch ohne Widerstand überrollt.
Frauen und Kinder durften gehen, alles Männer wurden registriert und teilweise verhaftet.
Der Fall zeigt klar. Jeder, auch der deutsche Staat hat viele Optionen um seine Macht durchzusetzen.
Man denke nur an Eurogendfor, die internationale Polizei in Europa die dann auch „for Ordnung“ sorgen könnte.
Es gibt für mich keinen Zweifel:
JEDER Staat wird wenn er unter Druck kommt, JEDEN Gegner vernichten.
Darum,
JEDER sollte sich heute bereits überlegen, wie er sich und seine Familie darauf vorbereitet.
Ein Währungs-Crash kommt ganz bestimmt, nur weiss niemand genau wann.
“Wie diese Leute sich davor schützen werden oder wie sie das Herannahende verhindern wollen, wäre eine interessante Information.“
http://www.youtube.com/watch?v=FbLWFMsi37Y&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=qYiaYiP3B2I&feature=related
Keine Angst, die Elite hat vorgesorgt und der Steuerzahler hat es bezahlt!
Es gibt über 80 Städte, teilweise 13 km tief in Selbstversorgung und miteinander verbunden. Die überleben sogar einen dritten Weltkrieg mit Atomwaffen.
Nur, weil jemand nach einer Information gefragt hat.
Ich würde deshalb den letzten Satz des Beitrages überdenken.
Absulut vorstellbar und realistisch. Eine Frage der Zeit bis sich keiner mehr von denen da oben verarschen läßt.
Meiner Meinung nach ist das Maß schon lange voll!
– wie radikal unsere Politiker auf die BÜRGER reagieren , wurde bei der Großdemonstration STUTTGART 21 offenbar !
– man wollte gleich , mit Rückendeckung BERLINs , das Aufbegehren des Bürgers mit allen Mitteln niederschlagen (Angstprinzip )
– STUTTGART ist überall –
– aber unsere gewählten Volksvertreter haben es noch nicht begriffen, oder wollen es nicht begreifen
Na, genau aufgrund eines solchen Szenarios sollte es erste Bürgerpflicht sein, seinen politischen Vertreter im Wahlkreis mit Nachdruck zur Vernunft aufzurufen.
http://bueso.de/webfm_send/3899
Dieser Link führt zu einem Extraheft der Bürgerrechtsbewegung, die einen guten Überblick darüber verschafft, wer und was die Ursachen für die derzeitigen Verwerfungen sind und vor allem wie man ihnen – historisch längst nachgewiesen und erprobt – begegnen kann.
Tretet den gewählten Volksvertretern im Wahlkreis kräftig in den Hintern, die hier genannten Konzepte anzuwenden um neuerliches Unheil vom Volk abzuwenden.
Gerade in Deutschland sollte man sich dessen bewusst sein.
„Diese Erhöhung auf über 10.000 € pro Jahr ist wirklich herb, aber sie ist nicht existenzbedrohend, weil es für die meisten Studenten auch die Optionen gäbe, sich auf eine andere Art der Ausbildung zu konzentrieren, nebenbei zu arbeiten anstatt nur auf Parties rumzuhängen und auszuschlafen oder sich das Geld notfalls zu leihen…. “
Ab hier habe ich den Artikel nicht mehr weiter gelesen. Wer so etwas schreibt, dem ist nicht mehr zu helfen, der hat keine Ahnung oder er verfolgt radikale Weltanschauungen.
10 500 €/12 sind 875€ (die Studiengebühren sollen ca. 10500€ im Jahr sein)
Hinzu kommen die notwendigsten Kosten für Nahrung, Miete, Kleidung und Wärme. Wollen wir dafür nocheinmal mindenstens 700 € veranschlagen? Ist doch nicht zuviel, oder?
Dann haben wir ca. 1575€, die erst einmal NETTO herangeschafft werden müssen, bevor die erste Vorlesung oder von mir aus auch Studentenparty besucht wurde. Nicht existenzbedrohend? Na klar!