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Hilfe, wer hat das Arktis-Eis geschrumpft?

Haben Sie schon Ihren Strandurlaub für 2030 in Nordgrönland gebucht? Nach Meinung der Klimahysteriker wird die Arktis binnen 20 Jahren im Sommer eisfrei sein, daher werfen Sie besser jetzt schon Ihr Handtuch auf die potenziellen Liegestühle im hohen Norden.

Die Klimasekte hat aus ihren Fehlern der Vergangenheit gelernt und bemächtigt sich nun der gemäßigten Kritiker. Ein raffinierter Trick des IPCC, offenbar um ein breiteres Spektrum an Zustimmung zu erlangen.

Am 09.07.2010 schürte die tagesschau unter der dramatischen Überschrift „Das Eis schmilzt in Rekordzeit“ die bekannte Panikmache:

Britische Forscher waren im Rahmen des Projektes „Catlin Arctic Survey“ im vergangenen Oktober zu dem Schluss gekommen, dass der Nordpol durch die Erderwärmung in 20 bis 30 Jahren den Sommer über vollkommen eisfrei sein könnte. Bereits in zehn Jahren könnte das Nordpolarmeer sicher für die Schifffahrt sein.

Dass der ebenfalls genannte, besonders starke Rückgang des Polareises aus dem Jahre 2007 inzwischen wieder in die andere Richtung pendelt, wurde dagegen nicht erwähnt. Ebenfalls ergibt sich durch diese einseitige Darstellung für den unbedarften Zuschauer das Bild einer kontinuierlich abtauenden Arktis, ohne Berücksichtigung von Jahreszeiten und sonstigen Schwankungen. Eine typische Art der Täuschung durch die Medien.

Solche Prognosen von einer eisfreien Arktis sind pure Glaskugelleserei und alleine schon aufgrund der nach wie vor stets ungenauen Wettervorhersagen eigentlich gänzlich unglaubwürdig. Aber nur eigentlich. Dennoch, mit genügend Seriosität präsentiert, wird selbstverständlich geglaubt, was die blaue Nachrichtensendung vom Himmel herunterlügt.

Schon ganz anders dagegen klingen die Worte der Universität Bremen, die Der Merkur am 13.07.2010 zum Thema veröffentlichte:

Das historische Minimum von 2007 ist sehr gründlich untersucht worden, und es hat sich herausgestellt, dass ungewöhnliche Wetterbedingungen (starke Winde und wenig Wolken) und besondere Eisbedingungen zusammengewirkt haben.

[…]

Die Vorhersage der Meereisausdehnung ist kein einfaches Geschäft, wie die Ergebnisse der Sea Ice Outlook Initiative für 2008 und 2009 zeigen. […] In 2009 lagen die Werte überwiegend zu niedrig, und in 2008 waren die Vorhersagen um bis zu 30% falsch. Verantwortlich für die hohe Fehlerquote ist die bis heute ungelöste Problematik der langfristigen Wettervorhersage.

Während die Wettervorhersage im Bereich von bis zu einer Woche in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich verbessert werden konnte, ist dies für längere Zeiträume nach wie vor sehr schwierig.

Ein klares Eingeständnis, dass nicht nur die tägliche Wettervorhersage ein ungelöstes Problem für die Klimaforscher darstellt, sondern insbesondere die langfristige Prognose. Dennoch behaupten diese selbsternannten Propheten, das Klima bis zum Jahr 2030, 2050 und sogar bis 2100 auf das Grad genau berechnen zu können. Welch ein verlogener Wahnsinn.

Und gleich noch ein weiteres Eingeständnis: 2007 herrschte also eine besondere Wetterlage. Haben Sie davon in den Medien gehört?

Natürlich haben die „Forscher“ im Jahre 2007 sogleich für 2008 und 2009 besonders dramatische weitere Entwicklungen prognostiziert – und sie lagen völlig daneben, wie die Uni Bremen schreibt. 16 Institutionen produzieren quasi gemeinschaftlich solchen Unsinn?

Wenn Wissenschaft sowieso nur noch darin besteht, dass irgendwelche Voraussagen mit aller Macht bestätigt werden müssen, dann können wir uns diese „Forschung“ auch ganz einfach sparen und schlicht irgendwelche Behauptungen aufstellen.

Der Ausblick auf einen übereinstimmenden Trend der langfristigen Abnahme des Eises, bekommt damit natürlich die Glaubwürdigkeit eines Horoskops. Erstaunlich, wie flexibel Wissenschaft heute ist. Im ersten Moment wird noch zugegeben, dass sich der Großteil der Institute zwar in der Vergangenheit massiv geirrt hat mit seinen Vorhersagen, aber im übernächsten Satz wird genau dieser Irrtum fortgesetzt, als wäre ab jetzt die Prognose glaubwürdiger, weil doch „Übereinstimmung beim Trend“ herrsche. Wahrscheinlich war damit der politische Trend gemeint.

Etwas verwirrt muss sich der interessierte Mensch vorkommen, wenn er den Artikel des Spiegel vom 02.08.2010 liest:

Mit zwei Eisbrechern macht sich ein US-kanadischer Forschertrupp in die Arktis auf, um neue Gebietsansprüche auszuloten. Die Russen haben eine ähnliche Expedition losgeschickt.

[…]

Wer der Arktis einen Teil ihrer Geheimnisse entlocken will, der muss sich die richtige Zeit dafür aussuchen. Deswegen starten Expeditionen zur Erkundung des Meeresbodens im hohen Norden stets im Hochsommer – weil dann die Eisbedingungen naturgemäß am besten sein sollten. Das Arktische Meereis erreicht sein Minimum im September.

Nanu, wozu denn Eisbrecher in einem Polarmeer, welches zu dieser Jahreszeit alles außer Eis haben dürfte? Müssten sich die Forscher nicht eher auf Begegnungen mit beispielsweise verhungernden Eisbären anstatt Packeis vorbereiten? Wie war das noch mit dem Grönland-Strand-Konsens? Ach so, erst in der Zukunft.

Konsens herrscht definitiv, auch beim IPCC, dem Papst der Klimakirche. Die unsäglichen Pannen der jüngsten Vergangenheit haben dem Verein einige Zeit lang stark zugesetzt. Die Klimapropheten sahen sich offenbar gezwungen, einige Monate lang den Mund zu halten, zumal das Wetter ihnen für weitere mediale Lügenangriffe nicht gerade in die Hände spielte.

Aus Fehlern wird man jedoch klug. Also hat sich der IPCC kurzerhand entschlossen, nicht nur strenggläubige Klimakatholiken zum Schreiben der Klimabibel, dem IPCC-Bericht, sondern auch noch etwas freikirchlichere Glaubenskollegen zum gemeinsamen Konsens-Zölibat einzuladen.

Einer der etwas unbequemeren Sorte von Wissenschaftlern ist Hans von Storch. Er gilt als Kritiker der Klimaalarmisten, hält aber dennoch an einer durch CO2 verursachten Klimaerwärmung fest.

In Zeit Online vom 02.08.2010 von einem höchst voreingenommenen Journalisten befragt, der offensichtlich keinesfalls wahrhaben will, dass die sogenannten Klimaskeptiker auch nur im Entferntesten Recht haben könnten mit ihrer Kritik an der Klimasekte, sagte von Storch:

Klima ist vielmehr die Statistik des Wetters, erst lange Beobachtungsreihen lassen entsprechende Aussagen über das Klima zu. Ein einzelner heißer Sommer bedeutet genauso wenig wie ein einzelner kalter Winter, dass die Erderwärmung bereits durchschlägt oder umgekehrt gestoppt ist – auch wenn die Medien dies vielleicht gerne verknüpfen, weil es sich gut liest.

Und leider treten auch immer wieder Aktivisten auf, die extreme Hitze oder Stürme mit dem Klimawandel in Zusammenhang bringen. Anschließend wundern sie sich, wenn die Skeptiker den Spieß umdrehen und auf die gleiche Weise kalte Winter als Beleg gegen die Erderwärmung heranziehen.

Vernünftige Worte aus dem Munde eines „Berichterstatters der Arbeitsgruppe ‚Folgen des Klimawandels sowie möglicher Anpassungsstrategien‘ des Weltklimarates IPCC“. Doch freuen Sie sich nicht zu früh, Herr von Storch ist trotzdem bekennender Gläubiger der Klimakirche:

Wissenschaftlicher Fakt ist jedenfalls der allgemeine Erwärmungstrend, der gegenwärtig stattfindet – und den kann auch ein Kälteeinbruch in Südamerika oder der letzte kalte Winter in Deutschland nicht umkehren.

Dennoch ist seine Einstellung durchaus ein Leuchtturm in der stürmischen Lügensee der Klimahysteriker. Er lehnt Studien jeglicher Art klar ab, welche aus der Hand irgendwelcher Lobbyverbände stammen, egal ob vom WWF oder der Braunkohleindustrie. Auch spricht er sich für die Darstellung von Minderheitsmeinungen im IPCC-Bericht aus.

Da wir jedoch wissen, dass die Klimamafia an ihrem Projekt, die Erde vollständig unter ihre Zertifikate-Kontrolle zu bringen, festhält, ist die Berufung von Hans von Storch mit allergrößter Wahrscheinlichkeit eine Finte. Von Storch steht mit seinen Ansichten und Zielen beim IPCC ziemlich alleine da und wird sich nicht durchsetzen können. Und selbst wenn, dann werden seine eingebrachten „Minderheitsmeinungen“ keine wesentliche Rolle spielen, höchstens vielleicht insofern, dass von einem 1,9 Grad-Ziel und nicht mehr von der berüchtigten 2 Grad-Senkung gesprochen wird.

Es handelt sich um eine schlichte Alibi-Aktion, die sehr raffiniert ist. Der IPCC holt sich einen scheinbaren Kritiker an Board, um die echten Kritiker medial völlig gefechtslos mundtot machen zu können, denn niemand wird dem IPCC mehr vorwerfen können, dass dieser sich nur aus einseitig überzeugten Wissenschaftlern zusammensetzt. Von Storch dürfte nämlich für die Mehrheit der streng klimagläubigen Bürger bereits eine Zumutung an kritischer Meinung zur Klimarettung darstellen.

Damit gibt es weiterhin keine Entwarnung vor der Gefahr der Klimasekte, ganz im Gegenteil. Diese Glaubensgemeinschaft stellt eine immer größere Bedrohung für unsere Freiheit und ganz besonders für den vorhandenen Wohlstand dar.

Besser also, man hat gar kein Vermögen mehr? Keine Bange, Al Gore und Konsorten werden dafür sorgen, dass man Sie um jeglichen Wohlstandsballast und unötig bedrückende Freiheiten erleichtern wird.

14 Replies to “Hilfe, wer hat das Arktis-Eis geschrumpft?”

  1. Er sagt also, ein kalter Winter, oder heisser Sommer können den langfristigen Trend zur Erwärmung nicht umstossen.
    Auch nicht der letzte kalte Winter auf der Nordhalbkugel und jetzt auf der Südhalbkugel. Das leuchtet ein, aber… solche Ereignisse sind selten, weshlab sie in einer langjährigen Statistik untergehen. Ebenso selten sind die sehr heissen Sommer. Es fällt allerdings auf, wenn es irgendwo heisser ist als normal, dann wird dies der Erwärmung zu geschrieben, es aber zum selben Zeitpunkt an anderen Stellen der Erde kälter ist als sonst, hat dies nicht mit dem Klima zu tun, warum handhabt man das so, man könnte es genausogut umdrehen. Man kann davon ausgehen, dass wir nicht alles erfahren, den kalten Winter der Südhalbkugel hat so gut wie niemand mitbekommen, weil einfach nicht darüber berichtet wird. Warum ist das so? Weil man diese Erwärmung haben will und einfach herbei lügt.

  2. Warum muss man lügen, wenn es doch angeblich die Wahrheit ist? Wenn man etwas an dem Verhalten der Erdenbevölkerung ändern wollte, dann kann man das tun, es gibt genug Altenativen. Der Punkt ist aber, dass man diese Klimaerwärmungssache als Gelddruckmaschine benutzt und man den Erdenbewohnern erstmal Angst vor der höllische Zukunft machen muss, bevor man sie mit finanziellen Opfern überfallen kann. Diese immer weiter weich gekocht, bis sie soweit sind und derart Angst haben und alles Aktzeptieren werden. Gleichtzeitig werden überall auf der ERDE Wasser, Luft und Land verschmutzt, verseucht und zerstört. Passt alles nicht zusammen. Denn wenn man nicht mal bei einfachsten Dinge, wie saubere Luft, sprich gefiltert von Industrieabgasen, umstezen kann, wie will man dann eine angebliche Erwärmung verhindern. Es geht nur um GELD, für die Banken, Konzerne und Regierungen, um viel mehr Geld für sie Alle.

  3. Ich habe gestern folgendes gelesen, aber es ist noch nicht in D angekommen. Wir dürfen gespannt sein! :-)
    ***
    ZITAT:Klimadiktatur erst einmal auf Eis gelegt

    Während die Medien in Deutschland immer noch ungeachtet der fulminanten Blamagen und Falschmeldungen der CO2-Apostel weiter den Weltuntergang durch Global Warming besingen, hat der prominente Vorreiter der Klimadiktatur, Präsident Obama, seine schimmernde Rüstung und das weiße Pferd wieder in die Asservatenkammer gestellt. Noch gerupft von den Kämpfen um die Gesundheitsreform scheiterte der amerikanische Präsident jetzt mit seinem Imageprojekt einer geplanten umfassenden Gesetzgebung zur Energiepolitik und zum Klimaschutz am erbitterten Widerstand der Republikaner.
    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/niki-vogt/klimadiktatur-erst-einmal-auf-eis-gelegt.html

  4. In mein Buch „Astronomy Made Simple“ wuste man schon in 1976, das alle 13000 Jahre, einmal die suedliche Halbkugel 6% mehr Wareme erhaelt als die Noerdliche. In den nachsten 13000 Jahren bekommt dann der Norden 6% mehr und der Sueden weniger. So etwas ist also kein geheimniss. Es nimmt der Sonne etwa 25600 um einmal durch den Tierkreis zu wandern. in dieser Zeit gibt es dann einen Fruhling, einen Sommer einen Herbst und einen Winter. Jede Saison waeren dann etwa 3000 Jahre lang.
    gruss otto

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