© xafia / PIXELIO

Leben wir bereits im Polizeistaat? Noch lange nicht!

Sind kritische Meinungen gegen den Mainstream bei uns schon verboten? Werden wir wegen politisch relevanter Äußerungen verfolgt oder gar bestraft?

Von wegen, noch ist es hier sehr ruhig. Aber werfen Sie einmal einen Blick nach Übersee. Was die USA bereits installiert und in Betrieb genommen haben, das sind tatsächlich polizeistaatliche Maßnahmen, die uns das Blut in den Adern gefrieren lassen.

Wird das alles auch auf uns zukommen? Wenn es so läuft, wie mit allen „modernen Dingen“, dann heißt die Antwort definitiv Ja. Bisher kam noch jeder Modetrend aus den USA in die alte Welt.

Zwar sind die totalitären Tendenzen in Europa unübersehbar, doch außer den konkreten Vorbereitungen wie z.B. der EU-Verfassung oder der Gewalteinsatztruppe Eurogendfor kann hier immer noch jeder öffentlich sagen, was er will. In Bezug auf die Meinungsfreiheit können wir unseren Mund eindeutig noch fast unbehelligt ganz weit aufreißen.

Wir leben eigentlich noch völlig entspannt. Uns ärgert zwar die Welt, wir verspüren Wut im Bauch und erstarren immer häufiger vor Fassungslosigkeit über die Dinge, welche unsere „Elite“ in Politik und Wirtschaft fabrizieren, aber haben wir wirklich etwas zu befürchten?

Die größten Anfeindungen erleben die meisten von uns nur aus ihrem persönlichen Umfeld, von Freunden, ja sogar aus der eigenen Familie. Auch innerhalb der „Aufgewachten“ herrscht teilweise ein unerträglich hasserfüllter Ton anderen Meinungen gegenüber. Aber seitens der „Regierung“ geschieht im Grunde noch gar nichts, außer den Vorbereitungen zur Totalüberwachung.

Bitte nicht missverstehen. Natürlich sind die Absichten eindeutig klar und erkennbar, denn mittelfristig sollen die ganzen installierten Möglichkeiten selbstverständlich auch zum Einsatz kommen. Es geht nur darum, dass im Moment lediglich die Aufrüstungen gegen die Freiheit der Bürger laufen, aber gleichzeitig diese Maßnahmen noch nicht oder nur minimal zum Einsatz kommen.

Die in der Vergangenheit geschehenen Ausfälle verschiedener Websites der alternativen Medien, waren höchstwahrscheinlich ausnahmslos rein technisch bedingt. Mir ist kein Beweis bekannt, der Gegenteiliges aufzeigt. Doch jede einzelne Panne wurde immer sofort riesig aufgebauscht und es wurde wild über Angriffe, Zensur und Niederschlagung spekuliert. Wäre es tatsächlich so gewesen, man hätte die betreffenden Websites dann natürlich dauerhaft eliminiert, anstatt nur für Stunden und auch die Betreiber wären belangt worden.

Sofern wirklich einzelne der aufklärenden Websites eine Gefahr für die herrschende Schicht darstellen, sie könnten mit allen möglichen vorhandenen Mitteln unmittelbar stillgelegt oder auch einfach nur ihre Betreiber eingeschüchtert werden, egal welche Vorsichtsmaßnahmen dagegen getroffen wurden.

Was beispielsweise mit Jörg Kachelmann geschah, kann mit jeder anderen Person genauso gemacht werden. Unbewertet dessen, ob er sich wirklich etwas zu Schulden kommen ließ, seine Inhaftierung wurde langfristig geplant und ganz gezielt ausgeführt. Er hatte keine Chance, zu entrinnen. Das würde man mit „uns“ genauso tun, wenn man es wollte.

Neben dieser derzeitigen „Ruhe vor dem Sturm“-Phase erleben wir sogar völlig gegenläufige Aktionen. Der Spiegel schrieb am 22.05.2010 dazu:

Der rabiateste Überwachungsstaat der westlichen Welt wagt die Kehrtwende. Großbritanniens neue Regierung will die Vorratsdatenspeicherung abschaffen, biometrische Personalausweise einmotten und Netzsperren aufheben.[…]

  • Die National ID Card wird nicht eingeführt.
  • Die zentralen Datenbanken National Identy Register und ContactPoint – eine Datenbank, die alle britischen Kinder unter 18 Jahre erfasst – werden abgeschafft.
  • Die nächste Generation biometrischer Pässe wird nicht eingeführt.
  • Die nationale DNA-Datenbank bekommt schärfere Auflagen bei Datenerfassung und -haltung.
  • Das Erfassen von Fingerabdrücken von Kindern in Schulen ohne elterliche Genehmigung wird verboten.
  • Die Überwachung des öffentlichen Raumes durch Kameras wird stärker reguliert.
  • Die anlassunabhängige Vorratsdatenspeicherung von Internet- und E-Mail-Daten wird beendet.
  • Das Verleumdungsrecht wird in Hinblick auf den Schutz der Meinungsfreiheit überprüft.

Was sollen wir jetzt davon halten? Keine verfrühte Euphorie, warten wir einfach den nächsten „Terroranschlag“ ab, dann werden die Briten den angeblich gestoppten Überwachungsstaat über Nacht wieder reaktivieren. Außerdem werden sie garantiert keine einzige Kamera demontieren, sondern lediglich die Medienpropaganda läuft zur Zeit in Richtung Scheinfreiheit. Die neue Regierung will sich eben beliebt machen und Vertrauen gewinnen.

In der Zwischenzeit zieht sich das Netz des Polizeistaats in den USA mehr und mehr zusammen. Hören Sie einmal in den englischen Mitschnitt während der Grenzüberschreitung eines kanadischen Paares zum Besuch in den USA hinein:

Kurz zusammengefasst geht es darum, dass ein US-Grenz-Sheriff ein kanadisches Ehepaar bei seiner Einreise in die USA höchst detailliert befragt. Als der Kanadier dann das „Verhör“ nicht mehr mitmachen will, weil er nicht nur gefragt wurde, in welchem Ort sie einkaufen werden, sondern auch in welchen Geschäften, werden er und seine Begleitung kurzerhand inhaftiert und massiv eingeschüchtert.

Ob dieser angebliche Mitschnitt nun real oder reine Fiktion ist – selbst wenn er eine Fälschung ist, alles läuft genau darauf hinaus und ist bereits für solche Methoden installiert. Im Vergleich dazu befinden wir uns hier in jeder Hinsicht noch auf einem Kindergeburtstag. Es gibt vielleicht seitens der schlafenden Mitbürger Angriffe im Sinne von Verleumdung, Beleidigungen und großes Unverständnis, aber was passiert ansonsten?

Wer einen Blog betreibt, der weiß natürlich, dass auch die verbalen Attacken, konkrete Drohungen und hasserfüllte Leserkommentare ganz schön anstrengend sein oder mitunter sogar für schlaflose Nächte sorgen können. Aber alles in allem läuft im Moment noch gar nichts gegen unsere „Wahrheitsbewegung“ im Vergleich zu den Kollegen in den USA.

Da die hiesigen unabhängigen Medien so gut wie nicht zusammengehörig organisiert sind, kann man uns zwar auch nicht ganz so einfach mit einem zentralen Rundumschlag mal eben unterwandern oder ausschalten. Allerdings macht uns das Einzelkämpfertum auch schwach, weil jeder als singuläre Person handelt und sich kaum wehren kann.

Viele Blogger arbeiten zwar anonym, doch wer glaubt, sich im Internet verstecken zu können, der irrt. Mit entsprechenden Mitteln, Macht und Kontakten ist das Ausfindigmachen der versteckten Betreiber ein Kinderspiel. Das gilt nicht für den normalen Besucher, aber für Leute in entsprechenden Positionen auf alle Fälle.

Ob Aktivist oder einfacher Aufgeklärter – bereiten Sie sich mental auf Dinge vor, die Sie bisher nur schwerlich in Betracht ziehen würden:

  • Sperrungen von Websites
  • Hausdurchsuchungen
  • physische Gewalt
  • Inhaftierungen ohne Grund und ohne Rechte
  • willkürliche Behandlungen wie im obigen Mitschnitt
  • Einschüchterungen
  • Drohungen
  • Unfälle

Rechnen Sie besser damit, dass Sie auf sich allein gestellt sein werden und die anderen Kollegen oder „Freunde“ Sie im Stich lassen, weil sie lieber ihre eigene Haut retten, Sie verleugnen oder ebenfalls um ihre eigene Freiheit bzw. ihr Leben fürchten müssen.

Sie finden das unnötige Panikmache? Mitnichten. Wahrscheinlich passiert das alles nicht morgen und auch nicht übermorgen. Aber es wird schleichend Schritt für Schritt so kommen, denn es geschieht bereits heute alles in dieser Form irgendwo auf der Welt und es kommt definitiv auch zu uns, wie alles bisher immer irgendwann zu uns rüberschwappte.

Müssen wir nun große Angst haben? Das kommt drauf an. Wer am Leben hängt, an materiellen Dingen und wer keine Perspektive oder einen tieferen Lebenssinn kennt, für den wird es eng und sehr frustrierend. Wohl besonders deswegen – manche ahnen das Kommende ja schon unterschwellig – sind viele Aufgewachte auch „spirituell“ interessiert und nehmen – in meinen Augen „leider“ – häufig irgendwelchen esoterischen Unsinn an, ohne zu wissen, wem sie hier hinterherlaufen.

Echte Zensur und echter Polizeistaat laufen anders als das, was wir momentan bei uns erleben. Wir werden es vielleicht bald zu spüren bekommen. Sollten wir daher besser langsam mal den Mund halten? Das muss jeder für sich entscheiden.

11 Replies to “Leben wir bereits im Polizeistaat? Noch lange nicht!”

  1. Eben!Es kommt an allen Ecken und Kanten mit neuen Technologien und Ideologien,schleichend.Der Frosch soll langsam erwärmt werden.

    Und aufgrund von Vereinzelung,unterschiedlichen Lebensstilen sowie
    Verlustangst findet zu wenig Kommunikation untereinander statt.Dazu
    kommt auch Mangel an Naturverbundenheit und Mitmenschlichkeit.

    Alles trifft auch auf mich zu.Erst wenn wir wieder mehr aufeinander an-
    gewiesen sind,also in der Not,bricht die Situation auf.Wenn wir Glück
    haben,fallen Strom,Benzin und Wasser aus,wenn wir noch mehr Glück
    haben,fehlt Essen und ein Dach über dem Kopf.Oder ist das doch eher
    Unglück?

    Nachdenklich …. Uwe

  2. Ein guter Artikel!

    Wenn man sich ansieht, was gerade in Thailand passiert ist, dann weiss man auf was man sich vorbereiten kann.

    Im Moment geht es in Thailand weiter. Viele Personen die Petitionen unterschrieben haben bekommen Besuch von der Polizei und werden abgeholt.

    Wer nicht glaubt, das das gleiche in Deutschland passieren kann denke bitte an die Baader/Meinhof Gruppe damals.
    In einem Hochsicherheitstrakt in Köln-Stammheim haben die sich angeblich mit einer Pistole umgebracht.

    ALLES ist möglich und darum muss man mit allem rechnen.

    Hier in Kambodscha passieren natürlich auch solche Dinge.
    Man muss VORHER damit lernen umzugehen.

    Freundliche Grüße
    aus Phnom Penh
    David

  3. Guter Artikel. Allerdings stimme ich der Aussage, daß hier in Bezug auf die Meinungsfreiheit fast alles öffentlich gesagt werden kann, nicht zu. Man hat in Deutschland faktisch keine Möglichkeit, sich beispielsweise offen gegen eine ungebremste Einwanderung oder über die Kriminalität in bestimmten Zuwanderergruppen auszusprechen, ohne nicht umgehend in die rechte Ecke verfrachtet zu werden. Wer der multi-kulturellen Gesellschaft nichts abgewinnen kann, ist selbst daran schuld und hat sich gefälligst damit abzufinden, Kritik, selbst wenn diese sachlich und berechtigt vorgebracht wird, ist unerwünscht und völlig Autobahn. Das die Probleme dadurch nur an Intensität gewinnen und der Druck im Kessel wächst, will offenbar niemand sehen.

  4. Katarina hat völlig recht, aber auch der Artikel:
    Wenn der Staat (oder wer auch immer) wöllte, wäre schon manches geschehen.
    Man sollte mal schauen, wer das o.g. in England gesagt hat (die Regierung?). Ich meine es war nur ein neuer Politiker. Etwas ähnliches geschieht in gewisser Ähnlichkeit bei uns auch. Man muss nur mal die Online-Medien lesen. Solche brisanten Aussagen wären vor wenigen Wochen nicht möglich gewesen. Ebenso einige wenige Abgeordnete im Bundestag.
    Alles Zeichen eines beginnenden Aufstands, einer Änderung …

  5. Wir haben zwei Arten von Zensur. Da wäre die Selbstzensur, unter der wir die mediale Gleichschaltung verstehen. Und dann gibt es die Zensur durch vermeintliche Moderatoren.

    Die Selbstzensur ist ein Interessenverband, EU-freundlich, gelenkt von wirtschftlichen Interessen und politisch korreckt. Sie soll die EU als ewige Wahrheit in die Köpfe implementieren und Kritik an den EU-Marionetten verhindern. Die Selbstzensur argumentiert kurzatmig.

    Die Zensur des Netz-Nutzers durch Moderatoren soll demoraliseren und einschüchtern. Wer zensiert wird, hat das Gefühl, Staatsfeind zu sein und Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
    Wörter wie Gleichschaltung, Marionetten-Regierung, Besatzungszone sind verdächtig und fallen dem Nazitum anheim.

    Esoterischer Unsinn blüht. Schlußendlich bündelt der sich in der Kabbala und angemerkt, Israel hat ein staatliches Institut für Kabbalaforschung.

    Besser, die Veden: Sie sind der Trost meines Lebsns und der meines Sterben (Arthur Schopenhauer). Recht hat er!

  6. totalitär ?

    Wer von der Willkür der staatlichen Gewalt betroffen ist, dem steht der Rechtsweg offen – heißts im Grundgesetz.

    Viel Glück !

    Wer hilft dem Opfer gegen den Staat ?

    Bestraft werden in Deutschland nur die läßlichen Sünden.
    Für Todsünden wie Rechtsbeugung, Parteiverrat, Falschgutachten, Strafvereitelung gibt`s Prämie und gutdotierte Posten. Gebühren und Steuern bezahlst du auch noch dafür.

    Wie definiert man Korruption und Völkermord, wenn der Staat die Opfer verhöhnt und die Täter belohnt ?

    Der größte Nachkriegsverbrecher hat von Roland Berger 1,5 Millionen Euro Prämie erhalten, für seine Verdienste um die Europäische Korruption.
    Andere stehen ihm in nichts nach.

    Cäsarenwahn hat`s einmal geheißen.
    Den Menschen wird der Boden unter den Füßen weggezogen, ohne daß sie sich dagegen wehren dürfen.

  7. Bitte nicht so viel Angstmache!

    Natürlich können (und werden) die Verbrecher im Einzelfall zu grausamsten Mitteln greifen. Aber sie brauchen immer ausführende Helfershelfer. Die entscheidende Frage ist daher: Gibt es genügend Helfershelfer? Und wenn nicht, dann lautet die nächste Frage: Lassen sich durch Erzeugung von Angst genügend Menschen einschüchtern? Wenn nämlich nicht, dann sehen die Verbrecher ganz schön alt aus. Deswegen ist es so wichtig, das Machtmittel der Angst nicht noch zusätzlich aufzubauschen.

    Ich kenne das noch aus der DDR. Der Mythos Stasi wirkte durch die diffuse Angst tausendmal mehr als durch direkte Aktionen. Die (extrem hohe) Zahl der Helfershelfer reichte nicht, um wirklich alle zu kontrollieren und in Schach zu halten. Und als die Angst wich, löste sich die Macht der Pappnasen in Luft auf.

    (Dies soll nicht das Leid der direkten Opfer in Frage stellen.)

  8. mit diesem post bringe ich mich wieder in Gefahr:

    – ich bin seit einigen Jahren in den alternativen Medien unterwegs, zähle mich zu den absolut aufgeklärten…

    – seit ca. 2 Jahr (nachdem ich mir GigaTonnen angelesen hatte) beschloss ich mein Umfeld aufzuklären

    – beste Freundschaften sind zerstört, die Familie stand kurz vor der Zerrüttung obwohl mir alle irgendie geglaubt haben es aber einfach nicht wahrhaben wollten

    – für mich nur noch mehr Ansporn!!!…

    – plötzlich ab Anfang 2010 (innerhalb 6Wo!), als ich allen geraten habe, ihr Geld von der Bank zu holen, Lebenswichtige Güter zu kaufen, Gold Silber…

    … ereigneten sich haarsträubende „Zufälle“:

    Nachts mit Auto unterwegs, plötzlich schiesst einer von links OHNE Licht mir fast in die Fahrerseite mit einem Gesichtsausdruck „Pass auf, Jung!“ und haut ab.

    Im KLetterpark „reisst“ plötzlich ein Seil.

    IN UBahn fast vor Zug geschubst worden.

    Mit Fahrrad 2mal fast totgefahren…

    Besuch eines KripoBeamten ohne erkennbaren Grund..

  9. 8) @ ordo ab chao

    Teil 1

    Ein hier preisgegebener Teil Deiner Reise durch die Galaxie
    und bei dem Thema immer noch ohne Resonanz!
    Welch ein Bild wird Dir hier dadurch nur noch bestätigt?
    „Eigentlich“ traurig, so doch viel aufgeklärtes Publikum hier durchreist!

    Ich kann nicht behaupten, dass ich „aufgeklärt“ bin,
    aber dennoch komm ich hier nicht umhin, mein „Gute Reise“ zu wünschen.

    So lausche meiner Reise.
    Nachdem ich „meine“ erschreckenden Erlebnisse durchstanden hatte,
    bemannte sich meiner ein mir weit aus überlegeneres umfangreicheres
    (o.) klareres Wahrnehmungs-Verständnis, ganz ungeachtet, ob ich so
    (wie in meinem Fall „Vernebelt“)
    bleiben wollte wie ich bin, ungeachtet aller Konsequenzen, oder eben nicht.
    Und so hatte es mir ein geistig erneutes Wachstum zur Folge.
    Ob ich nun also wollte oder nicht,
    nahm mich eine innere Bewegtheit an Seine Seite
    und bemühte sich, mir angepasst, folgendes verständlich zu machen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert