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Von Ufos zu Dämonen – Der Bericht eines New Age-Aussteigers

Im Alter von 14 Jahren begann sich Thomas für Ufos zu interessieren. Er kaufte sich viele Bücher darüber, insbesondere während des Ufo-Booms in den Neunzigern.

Ohne dass er es bemerkte, schlitterte er in die New Age-Welt und erlebte dämonische Einflüsse, die ihn bis in die Psychiatrie brachten.

Welche Erfahrungen er dabei machte und wie er aus diesem dunklen Tal seines Lebens herausfand, erzählte er in einem Interview.

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Thomas las früher alles über Ufos von A bis Z, wie beispielsweise Zecharia Sitchin, alles was er finden konnte. Er versuchte fanatisch, ein Muster hinter all diesen Dingen zu entdecken. Nach einer gescheiterten Beziehung zu einem Mädchen, machte er sich auf, nach dem Sinn im Leben zu suchen, indem er auf die esoterische Schiene der Ufologieaufsprang und begann, „Kontakt aufzunehmen“.

Ausgelöst durch seine unwissentlich praktizierten dämonischen Aktivitäten und vorherigem Marihuana-Genuss, erlitt er während seiner Bundeswehrzeit eine Psychose. Damals hörte er Marilyn Manson und andere okkulte Musik – ein Album dieser Gruppe heißt „Antichrist Superstar“.

Durch die dann begonnene Einnahme von Neuroleptika ging es ihm wieder etwas besser. Er kam nun in Kontakt mit Leuten, die sich zwar „Christ“ nannten, aber einen falschen christlichen Glauben praktizierten. Sie betrieben beispielsweise Wahrsagerei und Zeichendeuterei anhand der Bibel.

Die dämonische Belastung nahm daher immer weiter zu und er bekam Kontakt mit einem Dämon, der sich als Gott-Vater ausgab. Über zwei Jahre fühlte er sich „wie auf LSD“ durch die hypnotischen Trancezustände. Am Ende wollten ihn diese Geister schließlich bis in den Selbstmord treiben.

Während sieben Jahren hatte Thomas zehn längere Psychatrieaufenthalte mit Suizidgedanken, Panikattacken und massiven Angstzuständen. Doch er gab nicht auf. Durch Predigten über Charismatik und Schwarmgeisterei wurde ihm klar, dass er nicht dem wahren Gott, sondern Dämonen geglaubt hatte.

Mit 31 Jahren fand er schließlich nach längeren Kämpfen durch Jesu Hilfe Befreiung und verstand zum ersten Mal die Bibel richtig. Zuvor konnte er sie nicht ohne Panik oder Angst lesen. Zum ersten Mal in seinem Leben ließen sich nun alle Erfahrungen und alles Wissen ordnen – anhand der Bibel. Das Puzzle wurde für ihn endlich komplett.

Das folgende Interview mit Wahrheiten.org wurde am 04.05.2010 geführt.

Thomas, Du hast mir berichtet, dass Du in Deinem 14. Lebensjahr auf das Thema Ufos gestoßen bist, welches Dich damals sehr interessierte. Was genau hat Dich daran so fasziniert?

Das Geheimnisvolle, das Abenteuer, etwas Neues zu entdecken. Ich suchte nach mehr als nur dem grauen Alltag. Es war auch ein wenig Flucht vor der Realität, die einfach zu monoton geworden war. Aber auch die Suche nach dem Sinn des Lebens: Wo kommen wir her, wo gehen wir hin?

Wieso und wodurch hast Du dann später dabei die esoterische Schiene der Ufologie entdeckt und kamst schlussendlich in die New Age-Bewegung?

Mir reichte es nicht mehr, nur darüber zu lesen. Ich wollte Erfahrungen machen, ich wollte Kontakt zu Wesen herstellen, die mir übergeordnet waren, um ein Stück Geborgenheit und Selbstwert zu erfahren, die ich in meinem Leben öfters vermisste.

Wie kamst Du darauf, dass diese Wesen überhaupt existieren könnten und was war Dir so wichtig daran, mit ihnen in Verbindung zu treten?

Ich suchte nach etwas Höherem, etwas, das mir Antworten geben und das ich anbeten könnte. Die Bücher die ich hatte, sprachen von höheren Wesen aus anderen Dimensionen und ich glaubte das, was dort beschrieben wurde.

Was war so Besonderes an der Esoterik, was hat Dich dabei angezogen?

Es war der Reiz, jemand zu sein. Ich wollte gerne jemand sein, der Macht hat, der bedeutend ist, der Dinge weiß, die andere nicht wissen. Ich wollte übernatürliche Fähigkeiten besitzen, damit ich mehr wäre als andere gewöhnliche Menschen.

Welche Fähigkeiten hattest Du dabei im Visier?

Übernatürliche Fähigkeiten, mit denen ich mein Schicksal lenken könnte, um negative Umstände in possitive zu verwandeln. Aber auch Telepathie und die Zukunft voraussagen zu können.

Welche konkreten Lehren hast Du damals angenommen?

Ich praktizierte weiße Magie und Wahrsagerei, chinesische Wahrsagerei. Zudem bemühte ich mich um Telepathie und wartete, bis Außerirdische Kontakt mit mir aufnehmen würden. Zudem hörte ich esoterische Entspannungsmusik, um mich zu entspannen. Später wechselte ich zum schwärmerischen Glauben, der zwar im christlichen Gewand auftritt, jedoch wenig mit christlichem Inhalt zu tun hat.

Erklär bitte einmal kurz, was das jeweils ist.

Weiße Magie bedeutete für mich die Fertigkeit, über Rituale mein Schicksal und das Schicksal anderer positiv zu beeinflussen. Heute weiß ich, dass es keine Magie gibt, die schwarz oder weiß ist, sondern es ist ein und dasselbe. Man tritt mit Geistern in Kontakt, die man nicht mehr los wird.

Chinesische Wahrsagerei wird mit Losen praktiziert. Man versucht, über das Lesen von bestimmten Losen, die Zukunft vorauszusagen. Ich verwendete dabei beschriebene Stäbchen, die ich warf und je nachdem, wie sie fielen, konnte ich daraus die Zukunft deuten.

Und schwärmerischer Glaube ist christlicher Glaube, der mit dämonischen Lehren vermischt ist, wie z. B. in der pfingstlerischen und der charismatischen Bewegung. Als Beispiel kann die Gemeinde in Korinth dienen, die ebenfalls am Tisch des Herrn saß und Gemeinschaft mit Dämonen hatte. Man sollte diese Christen jedoch nicht verurteilen.

Was steckt aus Deiner Sicht hinter der Esoterik, dem New Age, Reiki usw.?

Diese Dinge sind eine Maske der Dämonenwelt. Sie locken einen mit großen Versprechungen an, aber man erkennt die gefährlichen Konsequenzen nicht, die daraus entstehen. Hinter dem ganzen stecken gefallene Engel, die versuchen, die Menschen, die sich auf diese Praktiken einlassen, zu zerstören.

Diese Rituale und Gebräuche sind nichts Neues. Sie wurden im frühen Babylon schon praktiziert, ebenso wie im tiefsten Urwald bei Urvölkern. Ob Horoskope oder Vodoo – alles hat die gleiche Herkunft!

Welche „großen Versprechungen“ waren das und woher wusstest Du davon?

Die Versprechung ist, Herr über sein Schicksal zu sein. Davon wusste ich durch Bücher, Filme und Bekannte.

Sind diese alten Rituale und Gebräuche das vom Templer-Orden behauptete Wissen von Atlantis?

Ich glaube, sie sind teuflischen Ursprungs und tauchten das erste Mal so richtig in Babel auf, wo Gott die Sprachverwirrung bewirkte.

Wie waren Deine Empfindungen, als Du Dich auf diese Dinge eingelassen hast?

Zuerst hatte ich die gerade beschrieben Erwartungen. Dann hatte ich während dieser Erfahrungen Glücksgefühle, Selbstwert, optische Halluzinationen und Machtgefühle. Doch gegen Ende hin enstanden Angstzustände, Depressionen, Selbstmordgedanken, Panikattacken, große innere Unruhe und Zerrissenheit.

Was lief dabei ab, wenn Du „Kontakt“ aufgenommen hast? Ist das eine rituelle Handlung, eine Meditation, eine bestimmte Verhaltensweise? Und macht man das immer alleine für sich?

Ich versuchte in Gedanken, Kontakt aufzunehmen mit Hilfe der Telepathie oder über Wahrsagerei. Immer alleine.

Glaubst Du, dass Du auf diesem Wege übernatürliche Begegnungen hattest?

Ja, einmal mit dem esoterischen Jesus – eher einer Kraft, die mich durchströmte.

Und dann eine Begegnung mit jemandem, der sich als Gott-Vater ausgab. Dazu muss ich sagen, dass ich mich damals schon religiös betätigte, allerdings praktizierte ich immer noch Wahrsagerei und Zeichendeuterei im christlichen Gewand.

Wie muss man sich den „esoterischen Jesus“ bzw. diese „Kraft“ konkret vorstellen?

Diese Kraft spricht die Seele an. Sie basiert mehr auf Gefühlen, als auf dem Verstand. Es sind angenehme Gefühle, so als hätte man einen Rausch und sie schmeicheln dem Ego.

Wie kommst Du darauf, dass es dämonische Kräfte waren, die sich dabei in Dir stark machten? Und wie muss man sich das real vorstellen?

Gut, jetzt könnte man sagen, der spinnt einfach! Aber dem ist nicht so. Ich habe Zeichen und Wunder erlebt, die man mit dem rationalen Verstand nicht erklären kann. Es muss also übernatürlich gewesen sein. Jedoch stammten sie nicht von Gott, weil Gottes Geist Friede und Ruhe bringt. Die Dämonen dagegen bringen Unruhe und Zerrüttung. Daher bin ich mir sicher, dass es Dämonen waren.

Kannst Du einige Beispiele für diese Zeichen und Wunder nennen?

Im Detail würde das den Rahmen sprengen. Aber ich konnte tatsächlich in die Zukunft sehen. Ich wurde durch Zeichen und Wunder gelenkt. Wenn ich z.B. eine Frage hatte, schlug ich die Bibel willkürlich auf und dort wo der Finger stand, das galt dann für mich. Man kann mit der Bibel dadurch auch Wahrsagerei betreiben, man nennt das Bibelstechen.

Ok, ich fragte den kosmischen Götzen einfach: „Bin ich noch dein Kind?“. Daraufhin schlug ich die Bibel auf, und dort stand: „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.“ Das ist wirklich geschehen.

Ein anderes Erlebnis hatte ich, da war ich gerade bei besagten Christen zu Besuch und hatte dort übernachtet, als ich am Morgen Bibelstechen praktizierte. Ich schlug auf und las 1. Kor 11,26: „Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.“ So dachte ich dann, also sollen wir heute noch das Brot zusammen brechen. Als ich zu dem Mitchristen M. ging und ihm das erzählte, war er erstaunt, denn er hatte sich am Morgen gefragt, ob wir nicht einmal das Brot zusammen brechen sollten.

Hattest Du auch andere Erlebnisse dieser Art außer dem Bibelstechen?

Ja, es gab auch noch andere „Wunder“, z.B. später, als die Belastung voll ausgebrochen war, fragte ich mich, ob ich in die Hölle kommen würde. Ich sagte zu „Gott“: „Wenn ich in die Hölle kommen sollte, dann lass bitte ein Auto vorbeifahren, dessen Kennzeichen mit „666“ endet, ich will es wissen.“ Tatsächlich fuhr dann ein solches Auto vorüber. Danach war ich fertig und auch bald wieder in der Psychatrie.Solche Zeichen passierten oft und man kann so durch Wahrsagerei regelrecht geführt werden. Diese Dinge sind mit rationalem Verstand jedoch nicht zu erklären.

Das waren jetzt nur ein paar Beispiele von vielen. Bitte, mach sowas niemals nach, denn das kann sehr schwere Konsequenzen nach sich ziehen! Wenn man lange genug die Zeichen und Wunder gesehen hat, ist man davon abhängig und will immer mehr.

Bei mir schlugen die Zeichen und Wunder ins Negative um. Einmal stand folgendes da, als ich die Bibel so willkürlich aufschlug, es war Hesekiel 7:

„5 So spricht Gott, der Herr: Es kommt ein einzigartiges Unheil; siehe, das Unheil kommt! 6 Das Ende kommt, es kommt das Ende! Es erwacht gegen dich; siehe, es kommt! 7 Das Verhängnis kommt über dich, du Bewohner des Landes; die Zeit ist da, der Tag ist nahe;“

Wenn man jetzt gewöhnt ist, dass alles eintrifft, meint man, Gott würde einen zerstören. Solche Botschaften brachten mich u. a. auch in die Psychatrie.

Was geschah dabei, wenn Du Unruhe und Zerrüttung erlebtest? In welcher Form äußerte sich das?

Ich hörte Stimmen im Kopf, die sagten, ich sei verdammt und ich würde in die Hölle kommen. Damals war ich nicht mehr auf dem Ufo- und Esoteriktrip und betrachtete mich schon als Christen. Allerdings war ich keiner, denn ich hatte die Wahrsagerei nur auf die Bibel ausgedehnt und keine Beziehung zu Jesus Christus aufgebaut. Ich glaubte zwar an einen Gott, aber es war nicht der Gott der Bibel und obwohl ich die Bibel las, las ich sie falsch.

Eines Nachts lag einmal etwas Unsichtbares auf mir und drückte mir die Luft ab. Diese Dinge machten mir Angst und ich bekam Panik. Meine Nerven spielten verückt und ich war so unruhig – ich konnte nicht einmal mehr ruhig sitzen.

Hattest Du in dieser Zeit jemals Angst bekommen nach dem Motto „die Geister, die ich rief…“?

Nein, ich dachte ja, ich würde mit Gott kommunizieren. Je mehr ich mich an ihn hing, umso schlimmer wurde es. Es war aber nicht Gott – es waren Dämonen.

Insbesondere in der Musikszene wird häufig davon gesprochen, dass die Künstler im wahrsten Sinne des Wortes ihre Seele verkauft haben. Würdest Du sagen, das war auch bei Dir der Fall?

Bewusst habe ich es nicht getan, aber wohl unbewusst.

Und wie hast Du das gemacht? Einen rituellen Vertrag abgeschlossen?

Nein, ich habe mich nur an die Geister gehalten.

Und wie kamst Du dann später dahinter, dass Du auf einem „falschen“ Weg bist?

Durch das viele Leiden in der Psychiatrie und meiner Nerven. Ich wollte einfach wieder gesund werden. Da fing ich an, die Ursachen zu suchen, warum es mir so schlecht ging.

Wer half Dir da heraus?

Jesus Christus vor allem. Er befreite mich letztendlich. Jedoch haben auch andere Christen und meine Mutter erheblich dazu beigetragen.

Würdest Du sagen, Esoterik ist wie eine Art Einstiegsdroge ins hardcore New Age?

Nun, schon Bücher wie Harry Potter oder Serien, in denen Außerirdische, Monster, Dämonen und Zauberei vorkommen,  können eine Einstiegsdroge sein. Man muss noch nicht mal Esoteriker sein, um sich für diese Themen zu öffnen.

Welchen Tipp hast Du für jemanden, der wie Du aus der Sache aussteigen will?

Für Menschen, die Probleme in dieser Art haben, ist die Seite www.horst-koch.de sicher hilfreich.

Wer sich für Predigten über Charismatik und Schwarmgeisterei interessiert, findet diese unter www.sermon-online.de. Das hat mir sehr geholfen und die Inhalte sind bibeltreu.

Wenn jemand Hilfe zum Ausstieg braucht, kann er sich bei Dir melden, ich würde ihm dann gerne dabei helfen, dass es ihm besser geht.

Vielen Dank für Deine große Offenheit.

102 Kommentare zu “Von Ufos zu Dämonen – Der Bericht eines New Age-Aussteigers

  1. „Aber ein Mann namens Simon hatte zuvor in der Stadt Zauberei getrieben und das Volk von Samaria in seinen Bann gezogen, indem er sich für etwas Großes ausgab.
    Ihm hingen alle an, klein und groß, indem sie sprachen: Dieser ist die große Kraft Gottes“.

    Apostelgeschichte 8;9-10. Schlachter Bibel http://www.CLV.de

    http://www.youtube.com/watch?v=UoeYZwM-wdo&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=FOPQ9Cxz5So&feature=related

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