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Wenn ich heute wüsste, morgen ist mein Geld weg, dann würde ich…

Stellen Sie sich vor, Sie gehen eines schönen Morgens ahnungslos und gut gelaunt zu Ihrer Bank und Ihr Bankberater teilt Ihnen hinter vorgehaltener Hand mit, dass Ihr Geld am nächsten Tag wertlos sein wird: Währungsreform.

Was werden Sie tun? Wie werden Sie die folgenden Stunden des Tages verbringen? Werden Sie in Panik die Geschäfte leerkaufen, Ihre Schulden tilgen, nochmal schick essen gehen und den verbliebenen Rest an Geld am Abend ihrer missliebigen Schwiegermutter grinsend in die Hände drücken?

Welchen Wahrheitsgehalt die derzeitigen Gerüchte über eine nahende Währungsreform haben, lässt sich nur sehr schwer überprüfen. Vielleicht steht sie aber wirklich unmittelbar bevor und das kommende Wochenende, der 15. und 16. Mai 2010, ist tatsächlich das Schicksalsdatum?

Was wäre, wenn? Und was würden Sie tun, wenn Sie davon mit hundertprozentiger Sicherheit Kenntnis bekämen, jedoch bisher jegliche Vorsorgemaßnahmen diesbezüglich verpasst hätten? Besonders viel könnten Sie nicht mehr tun, das ist das Problem.

Zunächst stellt sich die Frage, was passiert eigentlich bei so einer Reform? Wird da nicht einfach der Euro gegen die D-Mark in einem bestimmten Verhältnis ausgetauscht, so wie zum 01.01.2002, als der Euro eingeführt wurde? Damals betrug der Umtauschkurs 1,95583 DM für einen Euro, wird es daher wohl dieses Mal wieder einen vergleichbaren Tausch geben?

Höflich ausgedrückt: Nicht ganz. Welchen Sinn ergäbe es, wenn man anstatt Äpfeln dieselbe Menge an Birnen hätte? Es bringt gar nichts, wenn aus einer bestimmten Menge Euro dieselbe Menge DM würde. Auch ein anderer Umtauschfaktor ändert daran nichts. Die aktuellen Probleme haben überhaupt nichts mit dem Namen „Euro“ oder „Dollar“ zu tun, sondern mit dem vermeintlichen Wert hinter diesen Währungen. Denn dieser liegt im Grunde bei nahe Null, nur weiß dies noch fast keiner.

Eine echte Währungsreform bedeutet einen großen Einschnitt und einen extrem hohen Aufwand für alle Beteiligten – was im Endeffekt jeden einzelnen Bürger betrifft. Doch nicht allein wegen der komplexen und aufwändigen Abwicklung wird sich jede Regierung einen solchen Schritt genauestens vorher überlegen. Ein solches Unterfangen bedeutet einen brutalen Eingriff, insbesondere in das Vermögen der Bevölkerung, denn es kommt einer Enteignung gleich.

Genaugenommen fehlt auch noch das Wichtigste für das obige Gerücht, nämlich ein wirklich überzeugendes Argument für diesen wesentlichen Punkt: Wie könnte unsere „Regierung“ den Bürgern am kommenden Wochenende glaubhaft verkaufen, dass sie nun zwar wieder die sehnlichst vermisste D-Mark zurückerhalten, sie aber gleichzeitig auf alle vorhandenen Euro-Guthaben oberhalb von x.000 € pro Nase verzichten müssen? Man nennt diese gemeine Falle zu Neudeutsch übrigens „Haircut“.

Besonders hinterhältig wäre eine solche Reform zum jetzigen Zeitpunkt, weil die meisten Menschen nicht das Geringste davon ahnen. Bei der letzten echten Währungsreform im Jahre 1948 erahnten jedoch schon viele Menschen das Kommende und fast jeder Händler, der etwas zu verkaufen hatte, hielt seine Waren möglichst bis zu diesem Zeitpunkt zurück, da der „Tausch“ von Gütern gegen neues, werthaltigeres Geld, die D-Mark, natürlich mehr Sinn machte, als sie gegen das damalige wertlose Auslaufmodell Reichsmark einzutauschen.

Die Situation heute ist damit kaum vergleichbar. Weder herrscht irgendwelche Warenknappheit – außer neuerdings bei Edelmetallen – noch geht der normale Bürger von einer Währungsreform aus. Käme diese nun tatsächlich von jetzt auf nachher, würde sie fast die gesamte Bevölkerung einkalt erwischen.

Falls der vermutete Termin 16. Mai 2010 stimmt, dann ist nur noch sehr wenig Zeit für die letzten Vorbereitungen. An das Auflösen von Lebensversicherungen oder das Loswerden von Schulden und Immobilien, ist nicht mehr zu denken. Einzig den Keller können Sie sich noch mit Lebensmitteln vollpacken oder vielleicht auch noch eine schon länger geplante Investition tätigen – sofern diese nicht gerade den Kauf eines Riesenfernsehers oder sonstigen Konsumunsinn betrifft.

Wer es schafft, noch ganz kurzfristig an sein Erspartes zu kommen, der sollte dieses dafür nutzen, seine Schulden zu tilgen, denn Schulden behielten schon bei der letzten Währungsreform einen höheren Nennwert als Sparguthaben. Wer glaubt, dass es jemals „Reformen“ – welcher Art auch immer – gab und geben wird, die tatsächlich allen Bürgern zugute kommen, der muss schon sehr naiv und blind sein.

Häufig wird auch die Befürchtung geäußert, dass mit einer solchen Umstellungsaktion unser empfindliches Versorgungssystem ins Stolpern oder gar zum Stillstand gerate könnte, da vielerorts keine Lagerhaltung mehr stattfindet. Bis sich der normale Im- und Export oder auch nur der Großhandel an die neuen Umstände angepasst hat, können etliche Tage oder noch viel längere Zeiträume vergehen. Ruckzuck erleiden dann unsere Supermärkte vielfach Angebotsengpässe.

Sie sollten sich daher an für Sie lebenswichtigen Dingen einen Vorrat zulegen. Neue Währung hin oder her, so etwas macht grundsätzlich Sinn. Da die Masse der Menschen nichts davon ahnt, was möglicherweise auf sie zukommt, können Sie die vermutlich nur noch wenige verbleibende Zeit trotzdem in Ruhe zum Einkaufen nutzen.

Sinnvoll für alle Spätzünder, die jetzt keine Chance mehr haben, an ihre angelegten Gelder zu kommen, sind zumindest ein paar Einkaufswägen voll mit etwas länger haltbaren Lebensmitteln und Verbrauchsgütern. Für das volle Programm oder eine letzte Weltreise ist es dagegen zu spät – vorausgesetzt, es geschieht tatsächlich genau jetzt das Undenkbare.

Ein Trick für nicht umtauschbares, weil über der Umtauschgrenze liegendes Bargeld, wäre der Einkauf im nahen Euro-Ausland nach der D-Mark-Einführung. Falls Österreich und Frankreich nicht gleichzeitig eine Währungsreform durchführen, wird dort natürlich weiterhin der Euro als Zahlungsmittel gelten. Vielleicht freuen sich auch die Polen über ein paar Euros. Die Schweizer dagegen dürften beim Anblick Ihrer Euro-Banknoten nur müde lächeln.

Daher: Wer viel Geld auf der Bank hat, sollte dieses noch rechtzeitig abheben. Nach der Umstellung mit „Haircut“ ist es zu spät. Falls alle Stricke reißen, kann man es immer noch wegwerfen – oder per Post nach Griechenland schicken. Egal wann der Währungsschnitt nun kommt, Bargeld lacht.

Sollte das kommende Wochenende jedoch ohne Währungsreform verstreichen, heißt das noch lange nicht, dass dieses Thema vom Tisch ist. Im Gegenteil. Wir müssen dann fortlaufend damit rechnen, dass es irgendwann geschieht, zu groß sind inzwischen die Probleme unseres Finanzsystems und die der anderen Euro-Länder. Außerdem würden immer mehr Menschen davon Wind bekommen bzw. ihr Gefühl würde sie entsprechend beeinflussen, denn diese gigantischen Summen an frischem Rettungsschirmgeld können nicht gesund sein, das spüren die meisten.

Fühlt es sich nicht seltsam an, wenn man der hinterhältigen Willkür einer „Regierung“ ausgesetzt ist, von der man weiß, dass sie nicht im Sinne des Volkes agiert, welches sie erwartungsvoll gewählt hat? Wir sind vollständig davon abhängig, was diese Marionetten in Berlin entscheiden. Mit welchem Recht geschieht das alles, fragen sich viele.

Was kann man tun? Ändern Sie einfach Ihre Prioritäten, spielen Sie nicht mehr mit. Stellen Sie den unnötigen Konsum ein, denn auch ohne iPhone, iPad, Großbild-Fernseher, Leasing-Neuwagen, Hugo Boss-Klamotten, Strand- und Skiurlaub jedes Jahr lebt es sich in unserem Land mehr als gut. Diese ganzen Luxus- und Dekadenz-Produkte lenken nur von eigentlichen Lebenssinn ab. Brauchen Sie das wirklich alles?

Wenn Sie diese Dinge hinter sich lassen können, sich an der Natur erfreuen – leider wird sie jedoch nicht wärmer – sich um Ihre Mitmenschen kümmern und die Zeichen der Zeit erkannt haben, dann wird sie auch keine Währungsreform noch sonderlich beeindrucken oder gar aus der Bahn werfen können. Haben Sie ruhig Mut zur Bescheidenheit.

68 Replies to “Wenn ich heute wüsste, morgen ist mein Geld weg, dann würde ich…”

  1. @Inga http://www.moneymuseum.com/standard_etage_2/raeume/neuzeit/texte/16/astrologie/index.html

    Zudem, die astrologische Vorrausschau für 2010, die man in dem angegebenen Link lesen kann ist doch nun nicht so daneben… oder? Ich wette, kommendes Wochenende gibt es KEINE Währungsreform! Da haben sich dann also weltliche Experten schon mal geirrt. Pattsituation!

    Na ja, und über die Skeptiker liest man auch nicht nur positives.

    Zudem wurde Parawissenschaft auch in militärische Forschungen mit einbezogen und wird es sicher noch.

    Also nicht nur benutzt von durchgeknallten, abgehobenen Spinnern und Esoterikern, sondern auch von knallhartem Militär. Und die müssen logisch und strategisch denken.

    Nun ja, Jochen würde jetzt sagen, daß sind auch durchgeknallte Spinner.

    Ich weiß nur für mich, daß Astrologie kein Schwachsinn ist.

  2. Internetzensur schlägt zu…sie haben Angst…merkt Ihr??
    Viele kritische Seiten wie z.B. aus diesen Blogs und unter anderem auch die „Anti-Zensur-Konferenz“ sind nicht mehr erreichbar…
    Frage mich allerdings, warum einige Seiten noch erreichbar sind??
    Sind diese Seiten vielleicht „gewollt“ ??

  3. Zudem haben doch tatsächlich Astrologen anhand eines Horoskopes gewußt (da dies ja ihr „Geschäft“ ist), daß in der Nähe von Bethlehem ein besonderer Mensch geboren werden würde/geboren wurde. Sonst wären sie doch nicht hingereist zu diesem Kind!

    Der Stern, den sie sahen, hat es ihnen also „gesagt“. Was heißt, sie betrieben Sterndeutung! Selbst wenn es eine Supernova gewesen sein sollte, was ich nicht glaube, brachten sie dann diese Supernova mit einer besonderen Geburt in Zusammenhang.

    Vielleicht wird der schiefgegangene Test von den Skeptikern ja deshalb unter die Leute gebracht, damit die Masse eben ernstzunehmende Vorrausagen nicht glaubt!

    Klatschzeitungshoroskope muß niemand fürchten!

    Vielleicht wurden die Astrologen ja bezahlt für falsche Testergebnisse?

    Was sagt Inga, wenn nun doch der 03. 08. die Währungsreform bringt?

    Die Geburt Jesu steht unmittelbar mit Astrologie in Zusammenhang, und dennoch wird diese verteufelt von den modernen Christen.

  4. Wohin führen Astrologie, Esoterik, Spiritismus, Schamanismus, NewAge, Kirchen, und alle Religionen ohne Ausnahme?
    Der Mut, die eigenen Überzeugungen zu revidieren, wenn eine nüchterne Prüfung ergibt, daß sie hinfällig geworden sind, ist ein Beweis von Intelligenz und Reife.

    Sie haben es selbst in der Hand. Prüfen und vergleichen Sie immer alles mit der Bibel. Dann finden Sie es heraus,

    * wer Sie belügt
    * wer Sie manipuliert
    * welche Fälschungen mit der Wahrheit vertauscht wurden
    * warum dies alles geschah und
    * was die göttliche Wahrheit ist!

    Der Mut, die eigenen Überzeugungen zu revidieren
    http://Www.haroldgraf.blog.de/2010/05/13/mut-eigenen-ueberzeugungen-revidieren-8578122

  5. >Internetzensur schlägt zu…sie haben Angst…merkt Ihr??

    Hochmut kommt vor dem Fall. Ich lach mich gleich tot ;D

  6. 32 @Uta

    Was für ein Stern führte die „Weisen“ zu Jesus?

    Nach dem Evangelisten Matthäus erregte ein seltsamer Stern die Aufmerksamkeit von „Weisen“ aus dem Osten und wies ihnen
    schließlich den Weg zu dem kleinen Jesus (Matthäus 2:1-12, Allioli

    Dazu folgende Fakten:

    Die „Weisen“ waren keine Akademiker im heutigen Sinn —
    und auch keine Könige. Die meisten modernen
    deutschen Bibelübersetzungen sprechen von „Sterndeutern“.
    Sie waren also Astrologen und beschäftigten sich mit etwas, was
    die Heilige Schrift verurteilt (5. Mose 18:10-12).

    Auch heißt es interessanterweise n u r von ihnen, sie hätten den
    Stern „gesehen“. Wäre es ein richtiger Stern gewesen, dann hätte
    er so gut wie a l l e n ins Auge fallen müssen. Doch selbst König Herodes musste sich bei den Männern nach Einzelheiten über sein Erscheinen erkundigen.

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    Außerdem hatte der Stern den Astrologen zuerst den Weg nach Jerusalem gewiesen — zu Herodes, einem Todfeind des zukünftigen Messias, der die Absicht hatte, den kleinen Jesus umzubringen. Erst danach änderte der Stern die Richtung und zog südwärts nach Bethlehem, wo Jesus zu finden war. Dadurch geriet Jesus in größte Lebensgefahr.

    Hinter dem Stern muss demnach eine böse Kraft gesteckt haben.

    Die Bibel beschreibt ihn als jemand, der „lügenhafte Zeichen und
    Wunder“ gebraucht (2. Thess. 2:9).
    Er konnte den Astrologen ein sternähnliches Objekt vorgaukeln, das nur für sie sichtbar war, und dass er den „Stern“ zu Gottes Sohn lenken konnte, um ihn zu vernichten.

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