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Wie man Betrug in Faulheit verwandelt – Die Griechen als erstes Bauernopfer

Sind die Griechen nicht ganz alleine schuld an ihrer Misere? Warum muss sich auch das komplette Volk in der Sonne ausruhen, während es gleichzeitig von unseren hart erarbeiteten Euros gut lebt?

So erzählen es uns die Medien. Glauben Sie das wirklich? Ist der Otto-Normal-Grieche tatsächlich faul und lebt auf unsere Kosten? Weshalb erleben wir eine derartige Kampagne gegen ein uns in Wahrheit fast unbekanntes Volk? Wer profitiert von der Hetze und von welchen Themen soll die Masse wohl abgelenkt werden?

Noch vor wenigen Tagen, am 27.04.2010, erklärte uns Bild, wie sehr es die Griechen in Sachen Rente überzogen haben:

  • 80% Rente bezogen auf das Durchschnittsgehalt der letzten Jahre vor der Rente
  • 14 Monatsrenten, Ferien- und Weihnachtszugabe inklusive
  • Steigerung der Renten in Höhe der Inflationsrate
  • Keine Kranken- und Pflegebeiträge für Rentner
  • Voller Rentenanspruch bereits nach 35 Arbeitsjahren anstatt 45 wie bei uns

Sicherlich sind die in den letzten Jahren stark überzogene Erhöhung des Lebensstandards und die im Vergleich zu anderen EU-Staaten unmöglichen Rentenzahlungen ein Unding, da hat sich Griechenland eindeutig zu weit aus dem Fenster gelehnt. Aber kamen diese vielen Boni denn überhaupt der breiten Masse zugute?

Der Staatsapparat hat sich nämlich in der Zeit seit Griechenlands Euro-Beitritt am 1. Januar 2001 mächtig ausgedehnt wie überall in der EU. Offenbar kannte die Gier nach Macht und Geld bei einigen Politikern wieder mal kein Ende und um sich Wählerstimmen und Unterstützung im Volk zu sichern, wurde das Geld dann mit beiden Händen zum Fenster hinausgeschmissen. Frei nach dem Motto: Der Euro wird’s schon richten.

Jetzt, wo das Kartenhaus EU bzw. Euro in sich zusammenzubrechen droht, bekommt so mancher Politiker kalte Füße, sofern er denn zehn Jahre nach der Entscheidung für Griechenlands Euro-Beitritt überhaupt noch im Amt ist. Wie in der Berliner Zeitung vom 29.12.2000 nachzulesen ist, gab es damals Kritiker und auch blinde Befürworter:

Griechenlands Beitritt zur Euro-Zone hatte viele Gegner. So forderte Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) wegen „erheblicher Zweifel“ an der Haushaltsstabilität eine Verschiebung um mindestens ein halbes Jahr. EZB-Präsident Wim Duisenberg hielt es dagegen für „lächerlich“ anzunehmen, der Beitritt könne den Euro in Gefahr bringen.

Wenn sich da mal nicht jemand ziemlich verrechnet hat – und das als einer der obersten Bänker.

Auch die generelle Einführung des Euro wird natürlich jetzt auf einmal kritisch betrachtet, jetzt, wo das in der BRD von Anfang an eher ungeliebte Geldkind in den Brunnen gefallen ist. Die damaligen Protagonisten reden sich in diesen Tagen um Kopf und Kragen, wie man im Interview von Hans Eichel mit der tagesschau vom 30.04.2010 ersehen kann:

Eichel: […] Aber es gab ein klares Votum der EZB und der EU-Kommission für die Aufnahme Griechenlands. Man hat gehofft, dass Griechenland eine positive wirtschaftliche Entwicklung macht. Das ist ja auch eingetreten – allerdings: viel zu sehr auf Pump.

tagesschau.de: War die Aufnahme Griechenlands in die Euro-Zone ein Fehler?

Eichel: Nein! Problematisch ist aber die griechischen Politik der vergangenen Jahre.

Die Medien als solche bzw. ganz konkret auch bestimmte Journalisten, haben natürlich ebenfalls Angst davor, dass man beispielsweise über die Recherche im Internet ältere Berichte von ihnen herauskramen und sie an den Pranger stellen könnte. Denn klar ist, die öffentliche Meinung – entweder für oder gegen eine politische Entscheidung – wird maßgeblich durch die Medien beeinflusst. Die Schreiberlinge stecken also tief mit drin im Sumpf.

Es wurde bereits damit begonnen, nach den Verantwortlichen in der Politik in der Vergangenheit zu suchen, wer denn nun die Schuld dafür trägt, dass Griechenland in die EU-Währungsunion aufgenommen wurde. Unter anderem hat damit Bild am 04.05.2010 angefangen:

Wer hat die Griechen eigentlich in den Euro gelassen?

[…]

Seit Wochen streitet ganz Deutschland (und Europa) über zusätzliche Steuermilliarden als Bürgschaft für Griechenland!

Und alle fragen sich: Wie konnte das chronisch verschuldete Griechenland überhaupt in der Euro-Zone landen?

Richtig, keiner will es gewesen sein. In guten Zeiten hielten sie alle die Nase hoch und jetzt, wo wir dem bitteren Ende in die Fratze blicken, wird sich gewunden, gebogen und abgewiegelt, nur um keine Rechenschaft ablegen zu müssen. Verbal können sich viele der Verantwortung zwar entziehen, aber wenn die Menschen erst einmal in richtigen und wütenden Massen auf die Straße gehen, dann besteht die Gefahr, dass schnell Blut fließt.

Die griechische Bevölkerung darf nun die Lügensuppe ihrer Politiker auslöffeln und sie ist wahrlich alles andere als begeistert. Noch sind die Einsparungen nur angekündigt, noch spüren die Menschen den Einschnitt gar nicht richtig und dennoch, sie stehen zu Millionen auf den Straßen. Ihre Wut ist spürbar, wenngleich wir durch die Medien leider nicht die Wahrheit erfahren.

Wer in der BRD-Regierung eins und eins zusammenzählen kann – es gibt durchaus ein paar Politiker, die das können – der weiß, was auch ihm bald blüht. Daher werden immer mehr die Flucht nach vorne wagen und ihre Hände zum einen in Unschuld waschen, indem sie ihre Kritik am Euro betonen, und zum anderen mit dem Finger auf diejenigen zeigen, die immer am Euro festhielten und es auch jetzt noch tun. Den letzten beißen dann die Hunde.

Dabei werden die Bürger aller beteiligten Länder hinterhältig gegeneinander ausgespielt. Medien und Politik arbeiten hier weiterhin Hand in Hand, da beide wissen, wieviel Lügendreck sie am Stecken haben. Doch am Ende wird sich jeder selbst retten. Bald werden unsere „Qualitäts“-Medien lautstark gegen unsere Berliner Bande wettern und diese wird versuchen, durch kleine und große Zensurmaßnahmen das Führungs-Zepter nicht aus der Hand zu geben.

Schauen Sie sich an, welche Tricks angewandt werden, um uns gegen die Griechen und diese umgekehrt gegen uns aufzustacheln. Im Spiegel erschien dazu am 05.05.2010 folgender Bericht:

Die Griechen ächzen unter der schweren Krise ihres Landes.

[…]

Wut darüber, dass es jetzt die griechischen Bürger sind, die für die Fälschungen der Defizitstatistik durch die frühere Regierung gerade stehen müssen. Es schmerze ihn aber auch, dass Griechenland jetzt in anderen EU-Ländern den Ruf genieße, ein Land fauler Menschen zu sein, die viel Geld verdienen, es schnell verprassen und auf die Hilfe anderer setzen. Er selbst hat 37 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt und bekommt dafür 617 Euro netto.

Klar, die Griechen müssen als faules Volk hingestellt werden, denn würden unsere Volksvertreter deren Politiker angreifen, würde alsbald der hiesige Bürger ebenfalls kritische Fragen an unsere Obrigkeit stellen. Indem aber das Volk selbst als träge, faul und geldgierig hingestellt wird, versucht man, die Verantwortung auf die Falschen zu schieben. Was ein hinterhältiges Pack, welches solches tut.

In Griechenland ist die Lage schon längst keine gute mehr. Wir sollen dagegen bislang im Glauben gehalten werden, dass sich die Griechen jeden Tag nur in der Sonne unter blauem Himmel ausruhen, während sie von uns finanziert werden.

Noch glauben die meisten Menschen diese Lüge. Noch wiegen sich unsere Volksvertreter und auch Bänker in Sicherheit. Es dürfen jedoch allmählich Wetten abgeschlossen werden, wie lange das noch so sein wird. Wann wird ein zur Trägheit erzogenes Volk wie unseres aus dem Sessel aufstehen? Vielleicht sind diese Tage schon gezählt.

Kommt danach die Befreiung? Wohl kaum. Nicht umsonst wurden längst entsprechende Vorbereitungen dagegen getroffen – Dank sogenanntem „Terror“. Der aufmüpfige Bürger wird sich vermutlich schneller in Handschellen auf dem Boden liegend wiederfinden, als er „Wir sind das Volk“ schreien kann.

Ob dann das große Aufwachen beginnt? Wohl eher nicht, denn der ordentliche Bürger wird vorher selbstverständlich fragen:

Darf man das überhaupt?

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26 Kommentare zu “Wie man Betrug in Faulheit verwandelt – Die Griechen als erstes Bauernopfer

  1. #18 Harold Graf / Fortsetzung

    Und die gleichem Leute, die Fabian den Goldschmied mit der Gründung der Bank of England erschaffen haben, sind es auch, die Gründer, Mitglieder oder Initiatoren der Fabian Society, über die komischerweise niemand ein Wort verliert.

    Dabei sind sie es, die unsere Gesellschaft maßgeblich lenken, hin zur gelenkten Marktwirtschaft, das Wort Sozialismus ist in deren Wortwahl verboten, aber auch hin zu neuem Bewußtsein durch Information die uns allen erst seit kurzem frei zugänglich ist.

    Hinein ins Zeitalter der Information also ins Wassermannzeitalter.
    Das Fischezeitalter ist beendet.

    Ich weiß, jetzt stellen sich gerade deine Nackenhaare.

    Das Fischezeitalter ist beendet und damit auch defacto das Christentum in seiner jetzigen Form, deshalb die langsame Selbstauflösung der Christlichen Gemeinde und der Kirche.

    Poseidon begleitet uns seitdem täglich.

    Nicht gewußt ?? Schau doch mal deine USB-Stecker an,

    Ja, es ist der poseidonische Dreizack.

  2. 20Carroll
    >>>Steht eigentlich mit einem einzigen Wort irgendwo in der Bibel, das das Gottes Wort ist, ich glaube nicht.

    Xxxxxxx

    2 Tim. 3:16 Jede Schrift ist von Gottes Geist eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, 17damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werke ausgerüstet.

    2 Petr. 1:21 21Denn niemals wurde durch menschlichen Willen eine Weissagung hervorgebracht, sondern vom heiligen Geist getrieben redeten heilige Menschen, von Gott gesandt.

    1 Thes 2:13 13 Und darum danken auch wir Gott unablässig, daß, als ihr von uns das Wort der Kunde von Gott
    empfingt, ihr es nicht als Menschenwort aufnahmt, sondern, wie es wahrhaftig ist, als Gottes Wort, das in euch, den Glaubenden, auch wirkt.

  3. #22 H.Graf

    Sorry, aber ich sehe immer noch nicht den direkten Bezug zwischen der Bibel als Gesamtwerk und Gottes Wort.

    2 Tim. 3:16 Jede Schrift ist von Gottes Geist…..

    Das würde ich unterschreiben, aber wo ist die Zwangsläufigkeit der Bibel.

    Es ist doch im Grunde der alte Streit.

  4. Es ist vollkommen egal an was Menschen glauben.
    Es gibt aber einen gewaltigen Unterschied, bei dem was dabei heraus kommt.

    Es wird bei der Wiederkunft von Jesus Christus eine kleine Gruppe von Menschen geben, die durch die engen Pforte ins ewige Leben gehen werden.

    Matthaeus 7,13:
    Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln.

    Matthaeus 7,14:
    Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden.
    Und alle anderen in den ewigen Tod.
    Es gibt nichts dazwischen und auch nichts anderes.
    Alles Andere sind Erfindungen von Menschen, die sich bald in „Rauch“ auflösen werden

    Spiritismus
    http://www.haroldgraf.blog.de/2010/04/29/spiritismus-8476871

  5. Warum werden brave Bürger, wenn sie gegen Ihre Regierung demonstrieren eigentlich in den Medien sofort als „Autonome“ bezeichnet ?
    Das Wort hat so einen bitteren Beigeschmack.
    Autonome, unabhängige, Terroristen-light, sie wagen es…

    Das sind keine Autonomen Griechen, das ist ein mit Grund stinksaures Volk.

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