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Seltsame Einigkeit zwischen offener und heimlicher Diktatur

Der eine ist bekennender Sozialist und Diktator – die andere offiziell weder das eine noch das andere.

Dennoch eint sie beide dasselbe Problem: Die freie Meinungsäußerung im Internet. Beide fühlen sich dadurch bedroht – nur vor was eigentlich, vor dem Verlust ihrer Meinungsdiktatur?

Es könnte kaum deutlicher sein, wie verlogen unser System ist. Angeblich völlig konträre Staatsgebilde haben vor derselben Gefahrenquelle Angst?

Die Rede ist von Hugo Chávez – Sozialist und Diktator – Präsident von Venezuela. Und von Angela Merkel – heimlicher Sozialistin aus Leidenschaft mit deutlichem Hang zur versteckten Parteien-, Medien- und Bankendiktatur.

In Südamerika fürchtet sich der Staatsmann vor Putschaufrufen und Falschmeldungen. Er möge doch einfach einmal in die BRD kommen, denn hier laufen allabendlich Fernsehsendungen – per Zwangsgebühren vom betrogenen Volks selbst finanziert – deren gesamte Inhalte nur aus Falschmeldungen und Lügen bestehen. Allerdings täuschend echt bezeichnet als „Qualitätsjournalismus“.

Was quält denn nun aber Chávez so sehr am Internet? heise online berichtete am 14.03.2010:

Als Begründung für seine Forderung gab Chavez an, dass auf einer regierungskritischen Webseite fälschlich die Ermordung eines Ministers gemeldet worden sei. Außerdem werde dort regelmäßig zum Putsch aufgerufen.

Klingt irgendwie verblüffend ähnlich zu Aussagen der BRD-Kanzlerin, nur mit dem Unterschied, dass sie anstatt „Putsch“ das Wort „Kinderpornografie“ verwendet hat. „Neusprech“ eben. In ihrem Video-Podcast vom 27.02.2010 sagte Frau Merkel:

Neben den Chancen, die aus dem Internet erwachsen, gibt es natürlich auch Gefahren. Neben dem freien Zugang zum Internet muss ganz deutlich werden: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Deshalb werden wir auch immer wieder dafür sorgen, dass – zum Beispiel im Falle der Kinderpornografie – das Löschen von solchen Seiten möglich sein wird, um Menschen vor Gefahren zu schützen.

Sie sorgt sich wirklich sehr um uns – das Wahlvolk, das gar keine andere Wahl hat – wie man am nächsten Absatz erkennt:

Insbesondere geht es aber auch um einen selbstbewussten Umgang der Nutzer mit dem Internet. Dabei kann die Politik Hilfestellungen leisten. Jeder muss aufgefordert sein, personenbezogene Daten nicht allzu freizügig jedermann zur Verfügung zu stellen. So ist es möglich – zum Beispiel in den sozialen Netzwerken – einen abgestuften Zugang zu den eigenen persönlichen Daten und den Persönlichkeitsprofilen sicherzustellen.

Ich kann nur jeden auffordern, genau davon Gebrauch zu machen. Denn es ist ein Unterschied, ob die Freunde im sozialen Netzwerk Zugang zu meinen persönlichen Angaben haben, oder aber ob Suchmaschinen aller Art Zugriff auf diese Daten haben. In Zukunft werden Menschen sehr schnell lernen, verantwortungsvoll mit ihren eigenen Daten umzugehen.

Wie bitte ist denn der letzte Satz zu verstehen, Frau Merkel? Er klingt wie eine Drohung. Und für die „Regierung“ in Berlin gilt er sowieso nicht, denn diese geht ja nicht mit ihren eigenen, sondern mit den Daten von anderen, den Bürgern um – alles andere als veranwortungsvoll allerdings, wie das sogenannte Bundesverfassungsgericht erst kürzlich urteilte.

Unsere armen Politiker, sie machen sich richtig große Sorgen. Der eine im wahrsten Sinne um seinen Allerwertesten und die andere um eine fiktive, vorgeschobene Gefahr. Das Lustige dabei: Im Internet gibt es keinerlei Ländergrenzen. Insofern müssten doch eigentlich alle Staatschefs genau dieselben Probleme haben?

Haben sie doch auch, sie nennen es nur unterschiedlich. In Venezuela darf ruhig das Wort Putsch gebraucht werden. Bei uns dagegen könnte damit niemand etwas anfangen, denn solche bösen Dinge geschehen schließlich nur in Schurkenstaaten oder in ähnlich aufgestellten Ländern.

Hieran sieht man sehr schön, wie sich all diese „Regierungen“ auf der Welt im Grunde gleichen. Sie alle sind oder werden gerade völlig totalitär. Mit nur einem Unterschied, nämlich dem, dass die einen Staaten dies offen zugeben und auch so kommunizieren, während andere sich lautstark und überheblich gegen diese Diktaturen aussprechen, aber selbst in aller Heimlichkeit einen Überwachungsstaat auf Basis von Lügen installieren.

In einem System, welches tatsächlich wahre Vertreter des Volkes besäße, hätte kein Politiker Angst vor Machtverlust. Denn es ginge ihm gar nicht um Macht, sondern um die verantwortungsvolle Fürsprache für seine Wähler. Solche Volksvertreter gibt es jedoch nicht mehr, falls es sie überhaupt jemals im großen Stil gegeben hat.

Machen Sie sich keine Sorgen. Wäre das Internet für die Mächtigen tatsächlich gefährlich – egal in welcher Weise – wäre es schon längst massiv zensiert und verbarrikadiert. Das, was hier überall geplant und im Entstehen oder wie z.B. in China bereits umgesetzt ist, kommt immer noch rechtzeitig, um die Machthaber zu schützen.

Diese Mächtigen üben schließlich die Gewalt aus. In den einen Ländern wiederum ganz offen, in anderen dagegen versteckt und unter dem Deckmantel verlogener Ausreden. Ideal passend zur jeweiligen Mentalität der Menschen.

Viele Optimisten unter den Kritikern haben heute daher noch die Hoffnung, dass dieser Zensur-Kelch an uns vorübergehen wird, sofern laut genug aufgeschrien wird. Glauben Sie mir, Sie können schreien, so laut Sie wollen. Es ist längst beschlossen und fest eingeplant, das Netz rechtzeitig an den nötigen Stellen zu sperren bzw. zu löschen, um „Menschen vor Gefahren zu schützen“, wie Angela Merkel so schön formulierte.

Genießen Sie die Zeit der pseudofreien Meinung noch, diese ist definitiv bald Geschichte. Denn wenn sich erst einmal die weltweiten Länderfürsten – völlig egal welche offizielle Gesinnung sie haben mögen – zusammentun und das Netz überall gleichermaßen und in Absprache einschränken, dann werden Sie nachts nur noch von Stoppschildern träumen.

Es gibt auch schon längst einen gemeinsamen Feind, den die Regierungen weltweit bekämpfen werden: Den fiesen und gemeinen Terror, schon vergessen?

20 Kommentare zu “Seltsame Einigkeit zwischen offener und heimlicher Diktatur

  1. Hugo Chavez als Beispiel einer Diktatur Abzustempeln ist sehr weit über das Ziel hinausgeschossen!

    Dieser Mann ist zumindest aus dem Volkeswillen zum Präsidenten gewählt worden und die Angriffe aus dem Internet die er Anmahnt, kommen aus der Richtung USA, dem er ein Dorn im Auge ist.

    Im Internet kann sich niemand Verstecken, dafür ist gesorgt von Anfang an, zumindest für Deutschland, vom Anbieter bekommen alle eine ID/IP-Nummer und bezahlen auch ihren Anschluss darüber, also weiß mann wer was und wo, an Aktivitäten unternimmt.

    Wer hier noch von Freiheit Redet, dem ist nicht zu Helfen.

    Wie jeder weiß, sind Nachrichten ob hier oder auf einer anderen Plattform für den einzelnen nur schwer Überprüfbar, nur die Zeit gibt die Richtung vor vor, wem mann mehr Glauben schenken kann.

    In einer Diktatur könnt ihr machen was Ihr wollt, es wird Freiheit vorgegaugelt aber wer am Ende über euch Richtet ist klar wie das Amen in der Kirche, schnipp und die Rübe ist runter.

    Salve Cäsar

  2. Ambitioniert

    Die Bourgeoisie Venezuelas,der USA,der EU,Rußlands und Chinas ist sehr ambitioniert.
    Die Welt ist im vollständigen Wandel,Paradigmen purzeln zuhauf.Ein staatlicher „realer Sozialismus“,dem die Bewußtseinsentwicklung der Menschen nicht zur Hilfe kommt,wird ohnehin scheitern,mit oder ohne Zensur.
    Noch leben wir mit staatlicher Autorität,Armeen und Selbstbetrug.Uns fehlt noch die nötige Reife!
    Noch !

    Gruß Uwe

  3. Sehr interesante Bericht.

    „Die Offenbarung“

    http://www.youtube.com/watch?v=fEbYhzWzVww

    Diese Dokumentation zeigt die Manipulation der Medien, die Lügen der Politiker, die Hintergründe zu 2012, erklärt Einzelheiten der neuen Weltordnung, verdeutlicht die Geheimnisse der Freimaurer, beschreibt Aspekte von Religionen und zeigt Wege wie man sich aus diesem Teufelskreis befreien kann.

  4. Ist ist echt interessant, dass die „Re-gieriegen“ es scheinbar wirklich überall auf die „freie Meinungsäußerung – und die „letzte Möglichkeit“: Internet“ abgesehen haben…

    Ich frage mich auch, ob ein lautes Schreien noch helfen würde?

    Die Frage ist ja wirklich, wer die Macht hat?!

    Und ich frage mich, „wo wir ohne Internet wären“… ohne solche Seiten wie diese? Ohne selbst-denkende-Menschen, also „Gehirnbenutzer“ und nicht nur „-besitzer“…

    Ist das nicht noch wirklich „die letzte Chance“? …und dass viel mehr Menschen sich mal mit Themen beschäftigen, mit denen man sich beschäftigen muss? z.B. die GNM, an der man an sich selbst überprüfen kann, dass wir in ganz, ganz großem Stil belogen werden. Von einigen, die es bewusst tun und vielen, vielen „Helfern“, die es gar nicht schnallen und „freiwillig“ mitmachen – DAS ist der „Trick“.

    Wer es noch nicht kennt: Die GNM – http://www.pilhar.com http://www.neue-medizin.de http://www.neue-mediz.in und hier https://www.wahrheiten.org/blog/krebsluege/

  5. Eine Doku auf Youtube zeigt bedeutet nicht viel mehr als, In der Bibel steht geschrieben..

    Ist jemand vielleicht schon auf die Idee gekommen, das mittlerweile über das Internet genau so manipuliert wird, wie in den Qualitätmedien.

    Gehört Hugo C. nun zu den Bösen oder den Guten ? schwierige Frage das ?
    Genauso, wie bei Anschie M.

    Zum Internet generell: Entweder es wird TOTAL abgeschafft und kriminalisiert, oder aber es wird Bestehen trotz Zensur. Die Zensur ist ein Spiel zwischen wenigen Bezahlten Spitzeln, Paar Profiteuren und par Mitläufern gegen eine Masse von Opportunisten, die das Umgehen der Zensur und den Widerstand gegen Missstände als Höchste Form der Demokratie.

    Glaubt mir, die Resistance, der Untergrund, die Patrisanen des Internets sind schon seit langem in dem Spiel dabei, und dem trägen Machtsystem bei weitem überlegen.

    Das Spiel heisst David gegen Goliath, Oder Dinos gegen Säugetiere oder wie auch immer..

  6. Es liegt an jedem von Euch, sich für den Widersand zu wapnen.

    Ihr könnt gerne Microsoft, Google, Facebook, Explorer auf nem Standard konfigurierten Internetzugang benutzen.

    Ihr könnt für jeden Supermarkt und jeden Sonstigen Laden, Kunden und Bonuskarten haben.

    Ihr könnt alles Im Internett per Kreditkarte Bezahlen, E-Banking machen, Eure Ferien da Buchen und die Steuererklärung übers Netz machen. Ihr Könnt an jeder Kasse per EC Zahlen.

    Bald kommt sicher noch der Segen von Online-Wahlen, bequem vom Sesel aus.

    Wundert Euch nicht, wenn das Eure Profile gespeichert und an die Meistbietenden verschachert werden.

    Es liegt an jedem von Euch, ihr entscheidet ganz alleine, welche Daten Ihr der Welt zur Verfügung stellt !

    Es gibt sichere Firewalls, Sichere Antiinfasionssoftware, Sichere Betriebssysteme, Sicheres Email.. Falls Ihr Im Internet unterwegs seit.

    Private Dateien gehören auf eine vom Netzt Trennbare Harddisk, z.B. externe USB.

  7. Bücher und CD’s, DVD’s kann man in Geschäf anonym oder unter einem Pseudonym kaufen und (noch) bar bezaheln.

    Das Gilt für fast alle Einkäufe, insbesondere bei Medikamenten und sonstigen Intimen Belangen.

    Denkt nach, was für persönliche Daten ihr an eine Plakatwand am Hauptbahnhof kleben würden, mit Eurem Namen unterschrieben.

    Oder welche geheimen Daten ihr auf einer Postkarte verschicken würdet.

    Die gleichen Daten könnt Ihr getrost im Internet verbreiten.

    Alle anderen Daten gehören PHYSIKALISCH getrennt vom Netz.

  8. Zitiere:
    Dennoch eint sie beide dasselbe Problem: Die freie Meinungsäußerung im Internet. Beide fühlen sich dadurch bedroht

    Wenn die freie Meinungsäußerung dazu führen kann das sich ein Staat gefärdet sieht,,, in seiner Existenz. Dann liegt es auf der Hand das er dagegen vorgeht. Jeder Staat auf dieser Welt benutzt das Zinseszins System, ist also im Grunde gemommen ein Kapitalistischer Staat ! Mit Sternenbanner oder Hammer und Sichel alles das selbe. Demokratie mit expliziter freier Meinungsäußerung ist also mit diesem Kap. System nicht vereinbar, weil irgendjemand der in diesem System Macht besitzt alles daran setzt diese Macht nicht zu verlieren. Die Alternative ist eine Gesellschaft deren freie Meinungsäußerung nicht an den Grundfesten dieser Gesellschaft rüttelt.

    Das ist gesetzmäßig immer so!

  9. Ihr habt doch nen Knall Hugo Chavez als Diktator hinzustellen. Chavez hat ja nun wahrlich ein bischen zuviel Pressefreiheit im Lande, 4 von 5 Fernsehsendenr gehören irgendwelchen Neoliberlaen, die ganz dicke Kumpels der NSA und CIA sind.

    Chavez hat auch alles dafür getan, das als Ausgleich das Internet möglichst vielen Menschen zugänglich wird, er lebt davon, das sein Volk eben nicht konditioniert und ferngesteuert bleibt, sondern mündig und reglektiert kritiv und bewusst handeln kann.

    Die zahlreichen Schritte hin zu selbstverwalteten Fabriken und Kommunen, zu Arbeiterräten, die zahlreichen neuen Möglichkeiten des direkten demokratischen Einflusses sind nur einige Beispiele.

    Es gitb da einen schönen Film im Internet: „Revolution will not be televised“ – kann ich nur jedem empfehlen.

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