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Marschieren für die Menschlichkeit – Raus anstatt nur dumm rumzusitzen

Ach, es ist doch genug, wenn man über die Welt und die Unterdrückung jammert. Sollen wir nun auch noch körperlich aktiv werden? Wo kommen wir denn da hin…

Ein Marsch durch die unwahre Republik soll Menschen ansprechen, die bisher von nichts wissen und diejenigen verbünden, welche bisher tatenlos nur zusehen konnten, was mit ihnen geschieht.

Aktion statt Faulheit und Bequemlichkeit? Auch das noch – das Leben als aufgewachter Mensch kann ganz schön anstrengend, aber auch spannend sein.

Man kann natürlich auch immer nur am Rechner sitzen und sich mit Gleichgesinnten die Zeit durch tiefgehende oder hochtrabende Gespräche über die Weltlage vertreiben. Doch wer ärgert sich am Ende nicht mal über sich selbst, außer Phrasen nichts geschafft und erreicht zu haben?

Folgende Nachricht erhielt ich von einem Leser zur Veröffentlichung:

Na, schon aktiv? Es steht natürlich jedem frei, unser Unterfangen als verrückten Aktionismus abzutun oder andere Ausflüchte zu suchen um, nun, um eben nichts zu tun.

Ich sehe hier immer wieder Artikel mit über 100 Kommentaren, aber immer noch kaum jemanden, der irgendetwas anderes macht, als in der Nase zu bohren und mit der anderen Hand irgendwelche schlauen Texte ins Netz zu zaubern.

Natürlich ist es wichtig, dass sich Leute die Mühe machen, die Bevölkerung nach allen Mitteln zu informieren. Es ist mit Sicherheit auch nicht falsch, seine Meinung kund zu tun! Doch was glaubt ihr, damit zu erreichen? Es ist Zeit etwas zu unternehmen, das über das Internet hinausgeht und Einzug in die Öffentlichkeit hält! Ich verstehe nicht, dass nichts passiert! Dabei wäre es so einfach!

Tut euch zusammen, organisiert irgendwas Lustiges, Skurriles, Kultiges, Kreatives oder was euch eben einfällt! Bündelt eure Energie und fangt endlich an, etwas zu tun! Wenn ihr schon wisst, was hier falsch läuft, wie könnt ihr da noch in aller Ruhe eurem ganz normalen Leben nachgehen und einfach abschalten?

Also ich kann das nicht! Und jeder der auch keine Lust mehr darauf hat, sich in einem maroden System zu bewegen, ist herzlich eingeladen, bei uns mitzumachen oder selbst etwas auf die Beine zu stellen! Wenn ihr es schafft, so aktiv zu sein, wie ihr schreibt, haben wir es doch schon geschafft! Und wenn euch auch das zu viel erscheint, so helft uns wenigstens, diese Aktion in die Öffentlichkeit zu bringen.

Wir werden in unregelmäßigen Abständen öffentliche Briefe an die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland verfassen (mit P.S. an unsere globalen Nachbarn). Um diese bestmöglich zu verteilen, bitte ich euch, diese weiter zu verschicken, zu verlinken oder sonstwie darauf aufmerksam zu machen, sollten sie euch erreichen!

Ich hoffe darauf, dass sich hier mal was tut! Bis dahin verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Euer Tobias

Er ist Betreiber der Website www.marschieren-fuer-die-menschlichkeit.de und beschreibt die Vorgeschichte seiner Idee folgendermaßen:

Die Idee, welche hinter dem Lauf steht ist im Endeffekt größer als der Lauf selbst. Ich persönlich würde sogar sagen, dass der Lauf schlicht als Aufhänger dienen sollte für weitere Aktionen.

Als ich darüber nachgedacht habe, was man denn eigentlich machen könnte gegen die Missstände in unserem Leben, kamen mir natürlich als erstes die unzähligen Demonstrationen in den Sinn, die ja doch immer wieder hervorkommen.

Was mich an diesen Aktionen allerdings stört ist, dass die Leute, die sich für etwas einsetzen meist nach ihrem Engagement zuschauen dürfen, wie eben diese Dinge, für oder gegen die sie auf die Straße gegangen sind im Negativ durchgesetzt werden.

Außerdem, wer geht denn heute noch auf Demos? Es fürchten doch (fast) alle die Gleichstellung mit den „Verbrechern, die sich gegen das System stellen“.

Das kann meines Erachtens so nicht weitergehen!

Sein Ziel ist es, einen Marsch von Ende März 2010 bis Anfang Juni 2010 zu planen, der in viele Tagesetappen unterteilt ist und an dem spendenfinanziert rund 50 Läufer als Kerngruppe teilnehmen. Am Ende jeder Tagesroute – die Gesamtroute geht von Berchtesgaden nach Berlin – bzw. als Parallelveranstaltung soll täglich eine Demonstration unter einem anderem Thema ablaufen. Dazu natürlich auch Straßenfeste, Tausch- und Schenkflohmärkte usw.

Eine schöne Aktion. Sie verbindet gleichgesinnte Menschen, bringt persönliche Aktivität und knüpft viele neue Kontakte auf allen Seiten. Wer mitmachen möchte – als Teilnehmer, Unterstützer oder Zuschauer – sollte sich auf jeden Fall in den Newsletter eintragen.

Mal sehen, was noch an ähnlichen Ideen entstehen wird, denn wenn sich Gleichgesinnte verbünden, dann kann auch etwas erreicht werden. Und nur dann.

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13 Kommentare zu “Marschieren für die Menschlichkeit – Raus anstatt nur dumm rumzusitzen

  1. Leute, lebt mal EUER leben und macht nicht immer andere für EUREN Müll verantwortlich! LG

  2. 7Guilljochen
    Ich habe damals bei uns eine Riesen Demo gegen die Kernenergie miterlebt.
    —————————————————————————–
    Ich habe auch mal bei einer Demo mitgemacht aber FÜR die Kernenergie!

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