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Schnelles Pferd gesucht für kurzfristige Flucht – gerne auch gebraucht

Mit diesem Titel könnte die Zeitungsannonce eines hohen Politikers oder Bänkers überschrieben sein, der es nicht mehr schafft, die öffentliche Meinung in „Schach“ zu halten.

Wir sehen diese Entwicklung bereits in Island, Estland und demnächst auch noch in anderen, einflussreicheren Ländern.

Am Ende bleibt diesen hohen Herrschaften tatsächlich nicht mehr viel anderes übrig, als das Weite zu suchen, da ihnen entweder die wilde Meute nach dem Leben trachtet oder sie aus den eigenen Reihen verfolgt werden.

In einem nicht korrupten Rechtsstaat – gibt es überhaupt einen solchen auf unserem Planeten? – würden diese prominenten Elemente von der Exekutive eingekerkert und dann der Judikative vorgeführt. Dagegen wird diesen Menschen in einem „demokratischen Staat“ wie z. B. der BRD sicher nicht der Prozess gemacht. Und wenn, dann wird es eine Farce.

Wir sehen das an Herrn Zumwinkel, ihm bleibt wohl die Haft erspart. Manche sind eben gleicher als andere. Nun, wenn man schon ein Freimaurersymbol im Namen hat…

In Island hat der Volkszorn bereits dazu geführt, dass Neuwahlen stattfinden sollen:

Vor dem Hintergrund von Massenprotesten gegen die Finanzpolitik seiner Regierung hat der isländische Ministerpräsident Geir Haarde für den 9. Mai eine vorgezogene Parlamentswahl angesetzt. Zugleich erklärte Haarde am Freitag, er werde sich »aus gesundheitlichen Gründen« nicht um eine Wiederwahl bemühen und auch den Vorsitz der konservativen Unabhängigkeitspartei (SF) abgeben.

Stimmt, hätte sich Geir Haarde nicht von selbst zurückgezogen, hätte er sowieso gesundheitliche Probleme – allerdings ganz andere – bekommen. Leider bringen diese Neuwahlen natürlich überhaupt nichts, das System bleibt das alte. Doch in solchen Krisen ist es normal, dass die Probleme nicht mit einer Neuwahl oder einem einzigen Aufstand erledigt sind. Denken Sie an Argentinien.

Island stellt aufgrund seiner Größe auch nicht wirklich ein repräsentatives Beispiel dar. Gerade einmal knapp 320.000 Einwohner besitzt die Insel, das entspricht in etwa der Einwohnerzahl von Mannheim. Das Umfeld ist also einfach zu klein, will man sich dort verstecken oder die Bevölkerung mit Repressalien einschüchtern, um sich an der Macht zu halten.

Anders in Estland. Dort werden drakonische Strafen verhängt für Kritiker:

Der Gesetzentwurf sieht strengere Strafen für Hochverrat sowie für Gewaltakte gegen die Souveränität und die Unabhängigkeit Estlands vor. Die Höchststrafe für solche Verbrechen soll von 15 Jahren auf lebenslange Haft mit Vermögenseinziehung erhöht werden.

Außerdem wird vorgeschlagen, die Aufrufe zu Massenunruhen strafrechtlich zu ahnden und die Haftdauer von fünf auf acht Jahre zu verlängern.

Die Frage ist nur, wer begeht dort den wirklichen Hochverrat. Die Bürger, die unterdrückt werden? Klar, das ist doch logisch. Die Politik in Estland benötigt also aktuell noch keine Fluchtpferde. Falls die Situation dort jedoch außer Kontrolle geraten sollte, dann müssen die Pferde umso schneller sein.

Ganz anders bei uns in der BRD. Zunächst mal findet die Krise hier noch gar nicht richtig statt und ist nach den Großunternehmen zu urteilen Anfang des zweiten Quartals 2009 schon wieder vorbei. Zwar kommen langsam kritische Berichte auch in den völlig freien Massenmedien, frei von Wahrheit und Verstand meine ich hier natürlich. Doch bis hier im Land der Vernichter und Henker – oder waren es die Dichter und Denker – der bequeme Bürger auf der Straße steht, fließt noch viel Wasser den Rhein hinunter.

Solange es an der Tankstelle Benzin für unter 2 € gibt, die Supermärte ihre miesen Lebensmittel in Unmengen anbieten und dazu Äpfel aus Neuseeland einfliegen lassen, solange Dieter Bohlen seine Starmachshow für Blöde abhält und die Tagesschau jeden Tag nur über die guten Taten von Israel berichtet, solange passiert hier gar nichts.

Ist schließlich auch gut so. Können wir ruhiger schlafen, als wenn sie uns ständig das Auto vor dem Haus anzünden und nachts die Supermärkte ausräumen.

Außerdem, kann Angela Bundeskanzlerin Merkel überhaupt reiten? Und gibt es ein so stabiles Pferd für Herrn Gabriel? Im Moment ist noch alles ruhig. Zwar fliehen sie schon, die Berliner Volksvertreter, aber sie fliehen nach vorne, in die Offensive. Sie bieten uns Rettungspakete, Bankenrettungen, sonstige Rettungen und große Wahlversprechen an, damit wir nicht mal im Traum daran denken, dass diese Damen und Herren weder etwas für uns leisten noch irgendein Problem wirklich lösen wollen.

Sie kleben einfach an ihren Sesseln. Zum einen lieben sie die Macht und das Geld, aber das Kleben wird jetzt immer mehr zur Herausforderung. Irgendwann wird es auch dem dümmsten RTL2-Zuschauer klar werden, dass in unserem System etwas faul ist. Und was macht der dann? Er ruft seine anderen Kumpels an, holt sie von der Glotze weg und geht auf die Jagd nach schnellen Pferden.

Bevor wir das Schauspiel in der BRD erleben werden, live und hautnah, wird es sich wahrscheinlich auf der Falschfahrer-Insel abspielen. Da Großbritannien für seine große Bürger- und Meinungsfreiheit bekannt ist, werden sich die Schäuble-Verhältnisse sicherlich zuspitzen. Zur Not werden die Kollegen in Estland um die Übermittlung der verschärften Gesetzesvorlagen gebeten.

Klar ist, kampflos gibt keiner dieser Unterdrücker seine Macht auf. Auch in Island hat es gedauert, bis Ministerpräsident Geir Haarde zu dem Schritt mit den Neuwahlen bereit war. Wird der Druck größer, kontern sie mit massivem Gegendruck. Stichwort Terror. Mal sehen, was sie sich einfallen lassen.

Helfen Sie mit, dass die Verbrecher keine Pferde zur Flucht bekommen. Dokumentieren Sie alle Maßnahmen und Aktionen vom Lokalpolitiker bis ganz nach oben, alles was Sie Geld kostet oder Ihre Freiheit einschränkt. Wer weiß, ob wir nicht bald die Gelegenheit bekommen, diese Dinge gerecht verhandeln zu lassen. Denn aus der Verantwortung braucht sich später keiner dieser Herrschaften zu stehlen.

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10 Kommentare zu “Schnelles Pferd gesucht für kurzfristige Flucht – gerne auch gebraucht

  1. In Südamerika hörte ich den Spruch:“ Lasst die alten Ganoven an der Macht, denn die neuen wollen erst Fett werden.“
    Denkst du, dass das Neue besser wird? Da die Politiker sowieso nur Handlanger sind werden die nächsten es das nicht sein? Es gibt so viele gute Ideen um ein Staatssystem richtig zu gestalten, aber wo und wann wurde es auch so gemacht? Macht korrumpiert nunmal! Meistens sind aus revolutionären Veränderungen meistens nur Diktaturen entstanden, die noch mehr Leid für die Menschen gebracht haben. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt!

  2. Hallo Rock(und in Bezug auf Jochen Hoff),
    natürlich sind die meisten Poliiker Handlanger, um genau zu sein, Bilderbergers Handlanger.
    Aber sollte ich mich recht entsinnen, gehören einige Königshäuser Europas zu den führenden Bilderbergern.
    Ferner erinere ich mich, daß doch die Königshäuser über Jahrhunderte untereinander geradezu „Verwandtschaftsbeziehungen“ besaßen, so Hohenzollern mit Frankreich, England mit Spanien,Niederlande-Spanien…wie auch immer, kurz: Die meisten haben garantiert eine Verbindung zu Ludwig XVI.
    Die ersten, die bei der französischen Revolution hingerichtet wurden waren die Aufpasser-„Polizisten“der Bastille…danach „Kommunal- und Landespolitiker“. >Im Namen des Deutschen Volkes< braucht es da gar nicht einmal einer Revolution…(ein Schelm, wer nun Böses denkt*gg*)

  3. ich habe ncihts dagegen, die Leute auf ein Pferd steigen zu lassen!
    Ich habe früher gerne Western gesehen – da wurde demonstriert, wie man mit Pferd und Reiter umzugehen hat.
    mfg zdago

  4. @zdago: Du hast ein super Gedächtnis – jetzt, wo Du es sagtest, fällt es mir ebenfalls wieder ein.
    Waren das nicht die Szenen, wo der Reiter aufgrund eines Seiles am Fortreiten gehindert wurde(*g*)????

  5. Pingback: Duckhome
  6. wie wahr, wie wahr :)

    Da gab es doch auch mal diesen Spruch. Alle in einen Sack und drauf geknüppelt. Man erwischt schon den richtigen ;)

    Auf der anderen Seite sind es auch nur Menschen und ich hatte neulich erst ein Gespräch mit einem höheren Politiker. Seiner Ansicht meinen es die Meisten wirklich einfach nur gut. Jeder auf seine Weise und das muss man ja eigentlich anerkennen. Das Richtige zu wollen und das Richtige zu tun sind halt nun mal unterschiedliche paar Stiefel…
    Entweder hatte der so viel Überzeugungskraft oder er meinte es ehrlich… ;)

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