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Feierabend mit der Weltwirtschaft – Der letzte macht das Licht aus!

Es lohnt sich, ab und zu einen Blick nach Übersee zu werfen. Dort ächzt und kracht es täglich heftiger. Noch nicht im ganzen Land, die Brennpunkte weiten sich jedoch stetig aus.

Man sieht in der Ferne die riesige Welle bereits heranrasen. Kaum ein Donnern ist zu vernehmen, aber die Flutwelle wächst rasant an. Was dann los ist, wenn sie schlagartig über uns hereinbricht, das vermag man nur mit viel Phantasie zu erahnen.

Wer sich hier zu Lande noch weigert, diese Realität anzuerkennen, obwohl er Bescheid weiß, dem ist nicht mehr zu helfen.

Wenig Phantasie benötigt man, um die offiziellen Meldungen nachzuvollziehen. Die Autostadt Detroit wird wohl aus diesem Winterschlaf vorerst nicht mehr erwachen:

In Detroit geht die Angst vor dem Verlust Tausender Jobs um. Lebensader der Industriemetropole im US-Bundesstaat Michigan ist die Autoindustrie, und die steckt in massiven Schwierigkeiten.

Erinnerungen werden wach an die Krise vor 25 Jahren als die Arbeitslosenrate in Michigan auf 17 Prozent hochschnellte und Menschen Anstecker mit der Aufschrift trugen:

„Kann der letzte, der Michigan verlässt, bitte das Licht ausmachen.“

Die dortige Presse passt sich bereits der Situation an: Wer arbeitslos ist, braucht auch keine Zeitung mehr zu lesen:

Künftig werden die «Detroit Free Press» und die «Detroit News» lediglich am Donnerstag, Freitag und Sonntag ausgeliefert, so das Unternehmen «Detroit Media Partnership». An den anderen Tagen werde eine abgespeckte Ausgabe der Zeitungen an Kiosken und Geschäften der Stadt erhältlich sein.

Wie dieser Verlag rein mit Internet-Ausgaben überleben will?

Chrysler macht gar nichts mehr, die machen im wahrsten Sinne des Wortes die Lichter aus:

Chrysler knipst die Lichter aus

Die US-Autobauer rasen weiter ungebremst auf den Abgrund zu. Um den vorzeitigen Exitus noch abzuwenden, legt Chrysler nun alle 30 Werke in Nordamerika für einen Monat still. General Motors hat bereits Fabriken vorrübergehend dicht gemacht – und legt nun nach. Pläne für ein wichtiges Werk wurden auf Eis gelegt. Und: GM und Chrysler sollen wieder über eine Fusion sprechen.

Beachten Sie bitte immer, dass die Nachrichten aus den USA geschönt – wenn nicht gar zensiert sind. Das sind die Meldungen bei uns ja ebenfalls. Wenn Sie über Kontakte nach Amerika verfügen, rufen Sie dort einmal an oder fragen Sie per E-Mail nach. Das, was man Ihnen dann persönlich mitteilt, sieht je nach Region deutlich dramatischer aus, als es die Massenmedien in der BRD „zulassen“ wollen.

Es ist, als würde sich die 3-jährige Lisa in die Ecke des Raumes stellen, die Augen zuhalten und sagen: Ihr seht mich nicht mehr, sucht mich doch.

Solche Vorschläge – von Seiten der „Erwachsenen“ – kommen nun tatsächlich:

DIW-Präsident Zimmermann hatte beim Krisengipfel im Kanzleramt für einen vorübergehenden Prognose-Stopp plädiert. „Wir haben im Kanzleramt darüber gesprochen, dass Ökonomen alle verwirren, wenn sie ständig neue Zahlen in die Welt setzen. Ich habe gesagt, man könnte sich vorstellen, eine Zeit lang keine Prognosen vorzulegen. Das ist eine Frage der intellektuellen Redlichkeit“, sagte Zimmermann der „Financial Times Deutschland“.

Lustig, oder? Wir stecken jetzt alle zusammen unsere Köpfe ganz tief in den Sand. Damit sehen wir unsere Probleme nicht mehr – und haben sie im Handumdrehen gelöst. Es gibt ein Tier, welches das angeblich auch so macht.

Das Licht wird sicherlich in dem ein oder anderen Industriezweig tatsächlich nahezu ausgeschaltet werden für die nächsten Jahre. Doch wir dürfen nicht vergessen, dass es auch in Krisen Boombranchen geben kann.

Es wird weniger ein Boom werden in Bezug auf Reichtum und Geldanlage. Vielmehr werden aus der Notwendigkeit heraus beispielsweise landwirtschaftliche Betriebe deutlich an der Zahl zunehmen. Auch die Kleinbauern bzw. Eigenbedarf-Anbauer werden sehr zahlreich sein.

Das was in diesem Bereich an Gütern und Dienstleistungen benötigt wird, kann man quasi als krisenfest bezeichnen. Gartengeräte – wohl eher solche ohne Elektro- oder Benzinantrieb – und Saatgut alleine werden sicherlich wesentlich mehr nachgefragt werden als heute und in der Vergangenheit.

Im Bereich Anleitungen zum Selbstanbau können sich ebenfalls Dienstleistungen etablieren. Denn wer von Ihnen hat noch einen Garten, in dem er selbst Gemüse anbaut? Das ist gar nicht ohne. Es fängt schon mit der Wahl des richtigen Aussaatzeitpunktes an und endet bei der optimalen Befeuchtung noch lange nicht.

Für viele – und ich nehme mich da nicht aus – ist schon die Pflege von Zimmerpflanzen eine mittlere Katastrophe. Es will wirklich gelernt sein, wie man sich teilweise oder sogar vollständig durch den eigenen Garten versorgen kann.

Die Landwirte, die in den vergangenen Jahrzehnten mehr und mehr ausgebeutet wurden, haben dann wieder einen sehr hohen Stellenwert. „Bauer“ wird wohl keine abwertende Bezeichnung mehr sein. Zu Recht. Was diese Damen und Herren tagtäglich leisten – fast immer bei jahrelangem Verzicht auf Wochenendfreizeit und Urlaub – wird heute vollkommen unterschätzt.

Besonders brisant wird es, wenn bisher eher hochnäsige Menschen in bestimmten Berufen gar keine Chance mehr haben werden und dann eine Anstellung bei unseren Bauern suchen müssen. In Spanien läuft es tatsächlich schon in diese Richtung:

Der starke Anstieg der Arbeitslosigkeit hat dafür gesorgt, dass sich dieses Jahr die Andalusier nicht zu schade sind, auf ihren eigenen Feldern zu arbeiten. 44.000 Arbeitslose gibt es allein in der Region Jaén. „Wir brauchen dieses Jahr keine Erntehelfer von auswärts“, sagt Teresa Vega, Vertreterin der andalusischen Landesregierung vor Ort.

Ein Hoch auf die Bauern – wahrscheinlich mit die größten Gewinner der kommenden Krise. Und sie haben es verdient.

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7 Kommentare zu “Feierabend mit der Weltwirtschaft – Der letzte macht das Licht aus!

  1. Erst hörte man einen großen Knall. Dann kommt die Ruhe und das Gefühl, da kommt was unheimliches. Dann vergisst man es und denkt es wird schon nicht so schlimm und geht den normalen Tätigkeiten nach.
    Dann kommt die Welle so heftig, das nur die in den oberen Stockwerken sie überleben und der Rest ersäuft.
    Wir sind also zur Zeit in der Ruhephase vor dem Supergau.

  2. Die Propaganda in der späten BRD ist wirksam, weil die Krise einfach nicht stattfindet, jedenfalls, wenn die ARD den Mann auf der Straße fragt. War in der DDR auch so, bis sie dann einfach weg war… und dann haben es alle schon lange gewußt.

  3. Es wird leider vergessen dass:
    1. Deutschland weiterhin militärisch besetzt ist (muss ich Einzelheiten wiederholen? „Das Deutschland Protokoll“ I u. II lesen);
    2. Das „Imperium“ Massenvernichtungswaffen in Deutschland gelagert hält und seine Einrichtungen ausbaut, modernisiert und vergrössert;
    3. Das „Imperium“ 25 Stunden pro Tag Dollar(e) druckt (d.h.: es kann unendlich seine Militärmaschinerie weltweit halten weil der Rest der verblödeten Menschheit dieses bunte – und giftige – Papier als echten Wert anerkennt.
    4. Die „Mächtigen“ haben schon „ihr“ Saatgut (in Norwegen) in Sicherheit gebracht.

    Die Masse ist blöd und gefährlich dumm.

    Deshalb: die Vasallen regieren (weltweit) einfach weiter da sie ja atomare „Rückendeckung“ haben…
    Wer möchte Wetten ???

  4. Die Masse ist nicht blöd und dumm, sondern hat schlicht und einfach Angst. Wie sagte ein gewisser Jemand anno dunnemals so treffend?: „In der Welt habt ihr Angst …“

    Und deswegen kann „man“ Verängstigte so gut mit Angst regieren. Jeder hat bisher nämlich noch was zu verlieren …

    Die „man“s haben dagegen Angst vor den Angstfreien. Die sind zwar nicht so viele, nehmen aber zu, je weniger die Leut noch was zu verlieren haben. Der Vertrag von Lissabon zeigt, was denen blüht …

    Konrad Fischer
    Fast noch ein Schisser

  5. Wohl sind sich viele Menschen bewusst, dass wir als Menschheit in eine tiefe Krise gerannt sind. Diese Krise ist nicht einfach eine Wirtschafts- oder Finanzkrise, es ist eine Krise der Gier und der Verteilung der Reichtümer dieser Erde. Ich rede nicht davon, ob wir die Überflusswirtschaft abbauen sollen oder ob wir hier in der sogenannten ersten Welt auch etwas kürzer treten könnten. Ich Rede von einer Milliarde Menschen die täglich hungern und von weiteren zwei Milliarde Menschen die in bitterer Armut leben, also von etwa der Hälfte der Weltbevölkerung. Ich rede von der masslosen Gier der Kaste des Geldadels, von der korrupten Kaste der Politiker und von uns der Maße der Menschen, die dieses mörderische und weltzerstörerische System mitgemacht und daher mitgetragen haben.
    Die Dynamik, die den gegenwärtigen Ereignissen innewohnt, wird in
    den nächsten Monaten unser gewohntes Leben vollkommen verändern!
    Es gibt das Gesetz von Ursache und Wirkung: Wir werden also die Wirkung unserer vergangenen Handlungen und Entscheidungen in seiner vollen Wirkung erleben. Die Führer, die uns in dieses Chaos geführt haben (an Ihren Früchten sollt ihr sie erkennen), werden weiter von Lösungen schwafeln, aber mit jedem Schritt werden wir tiefer in den Schlamm sinken. Die Zustände werden ein Ausmass annehmen, wie wir sie uns Heute noch nicht vorstellen können.
    Hier möchte mit meinem Appell ansetzten.
    Bleibt zivilisierte Menschen!
    Handelt für das gemeinsame Wohl aller Menschen.
    Erkennt die Menschen, die Integer sind und dem Gemeinwohl dienen.
    Denkt immer daran dass alle 6,5 Milliarden Menschen das legitime Recht haben, ein menschenwürdiges Leben zu führen. Ebenso ist es unabdingbar dass wir geeignete wirtschaftlichen Voraussetzungen schaffen, die ein auskömmliches Leben aller Menschen ermöglicht (Not vor Luxus!).
    Denkt in den nächsten Monaten daran, dass Menschen in Frieden leben möchten (die ganze Welt als kriegsfreie Zone).
    Es wird schon bald von existenzieller Bedeutung für uns alle werden, dass Menschen den Mut finden die Befehlsketten zu unterbrechen. Was meine ich damit? Schon bald werden die Umstände so sein, dass es um die Grundversorgung (Lebensmittel/ Energie/ Wasser/ Information…) der Menschen zu gewährleisten, es NOTWENDIG sein wird, dass beherzte Menschen z.B. die Wasserversorgung aufrecht erhalten, auch wenn ihnen das „Unternehmen“ befiehlt die Pumpen abzustellen. Auch wenn sie keinen Lohn mehr bekommen, aber sie wissen wie Notwendig ihre Arbeit für Andere ist.
    Versucht in dieser Krise die Chance und das Rettende zu erkennen. (“Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch“ Hölderin)
    Wie jede menschliche Krise (Pubertät) ist auch diese Krise zeitlich begrenzt. Danach wird eine geläuterte Menschheit, ohne Kriege, ohne Armut aber mit gerechten und entwicklungsfähigen zwischenmenschlichen Beziehungen entstehen können (wie ein wunderschöner Schmetterling).
    Dann sollten unsere Beziehungen zu allen Menschen und zu unser Umwelt in Zentrum unseres Strebens (privat und beruflich) stehen, nicht mehr das Geld.
    Die Dunkelheit, der langen, sehr langen Nacht wird dann dem Licht weichen. Die aufgehende Sonne wird den ersehnten Tag ankündigen. Dann wird jedes Auge trocken werden.
    Die Bilder von Krieg, Zerstörung, menschlichem Leid, Armut und Hunger, werden uns dann wie ein Albtraum aus vergangen Tagen erscheinen.

  6. Ja die Bauern haben es wirklich verdient. Nach dem Krieg haben sie sich für nen Sack Kartoffeln massenhaft Wertgegenstände unter den Nagel gerissen. Sie machen 3% der Bevölkerung der EU aus, aber schlucken 2 drittel des Geldes. Bauern, Abgeordnete und Beamte haben den Komunismus verwirklicht. Sie bekommen geld sogar wenn sie absolut nichts machen.

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