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Private Krankenkasse erhöht Beiträge ab 2009 um 20%

Eigentlich sollten ja nur die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung angehoben werden. Verursacht wird dies durch den neuen Gesundheitsfonds.

Doch offenbar nutzen die privaten Krankenversicherer diese „Gelegenheit“ gnadenlos aus. Als Wegelagerei hätte man das früher bezeichnet.

Ein Leser schickte mir die Abrechnung seiner privaten Krankenkasse uniVersa, welche ihm einen gehörigen Schrecken eingejagt hat.

Um sage und schreibe 20% erhöht sich der Beitrag zu seiner Krankenversicherung ab dem 1.1.2009. Er erhielt vor wenigen Tagen das Schreiben seiner Versicherung, in dem ihm diese „Beitragsänderung“ mitgeteilt wurde.

Dabei hat er seit Jahren unverändert dieselben Tarife und ist laut eigener Aussage kein Nutznießer, sondern hat aus diesem Grunde eine hohe Selbstbeteiligung gewählt.

Er darf also ab Januar 20% mehr Beiträge bezahlen, ohne dass er in irgendeiner Form mehr Leistungen erhält.

Interessant ist noch ein Satz im Anschreiben der Krankenversicherung an den Leser:

Über 10% des Bruttoinlandproduktes oder durchschnittlich gut 3.000 € je Einwohner und Jahr entfallen auf medizinische Dienstleistungen.

Das nenn ich mal eine lukrative Branche – und das wird nur zu unserem Besten investiert. Wer bezahlt denn die 240 Milliarden?

Da sind ausschließlich selbstlose und aufopferungsvolle Unternehmen im ununterbrochenen Einsatz für unsere Gesundheit – finanzielle Interessen stehen bestimmt nicht im Vordergrund, ganz bestimmt nicht.

Wenn sich das so fortsetzt, beispielsweise bei Stromanbietern – bereits angekündigt – und Gaslieferanten, womöglich auch bei Müllabfuhr und Wasserversorgung, dann wirds lustig. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass uns diese und weitere Erhöhungen erspart bleiben, extrem gering.

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4 Kommentare zu “Private Krankenkasse erhöht Beiträge ab 2009 um 20%

  1. Das Dienstleistungen, die für alle Bürger lebenswichtig sind, wie Strom, Wasser, Infrastruktur, Telekommunikation und eben Gesundheit auf den neoliberalen Hund gekommen sind (wurden) ist schlichtweg nicht hinzunehmen. Das weiß auch unsere Politik. Tut sie etwas dagegen? Nein! Tja, dann sind wir wohl gefragt!

  2. Ich weiß gar nicht, was dieser Privatkunde da hat.

    Ich zahl für meine gesetzliche Krankenkasse ab 1.1.2009 sage und schreibe 300 € im MONAT ! 15,5 % halt.

    Dafür darf ich aber bei jedem Arztbesuch mindestens eine Stunde und auch gern mal länger im Wartezimmer verbringen und mir die Viren und Bazillen der anderen Wartezimmerinsassen reinziehen.

    Meine Medikamente, wenn ich denn überhaupt welche bekomme, bezahle ich dann auch noch fast genauso teuer wie wenn ich mir diese privat kaufen würde.

    Ach und von Terminen bei Fachärzten brauch ich ja wohl auch keinem gesetzlich Versicherten was zu erzählen.

    Wartezeiten von mehreren Monaten sind da nicht selten.

    Schon komisch, daß privat Versicherte trotz des geringeren monatlichen Beitrags besser behandelt werden.

  3. @Private Krankenkasse erhöht Beiträge ab 2009 um 20%
    Also kann man jedem Investor nur raten – kauft jetzt private Krankenkassen, da werden neue Gewinn-Rekorde erreicht.
    Schließlich – die Gewinnmakre muß stimmen, und wenn Merkel wieder Mrd. EUR locker macht.
    Aber – nächstes jahr sind auch Wahlen. Was passiert, wenn der Merkel und dem Münte ihre Politiker-Karriere beendet wird?
    mfg zdago

  4. Deswegen ist es wichtig einen Preisvergleich der Krankenversicherung anzustreben. Ein Preisvergleich der Privaten Krankenversicherung (www…net), wenn man wechseln will sollte da schon unabdingbar sein.

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