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Lieber klein oder besser ganz groß?

Die Frage bezieht sich die Bank, bei der man sein Geld hat, seine Hauptgeschäfte abwickelt. Sind eher die kleinen oder die großen sicher?

Wahrscheinlich werden Sie vermuten, dass die Großen mehr Sicherheit bieten. Doch bei genauerem Hinschauen erkennt man, dass genau diese tief im Sumpf stecken, z. B. in der Kreditkrise der USA. Also lieber doch eine kleine Bank?

Sie müssen sich zunächst einmal überlegen, was ist Sicherheit für Sie und wodurch wird diese gefährdet. Ist Sicherheit die Beständigkeit Ihrer Bank gegenüber einer Krise oder eher die Nichtbeteiligung in internationalen Kreditgeschäften?

Im Grunde ist für den „Normalbürger“ wichtig, zahlungsfähig zu bleiben, sodass das Gehalt ankommt und die Miete und Nebenkosten abgebucht werden können. Und zwar möglichst garantiert und problemlos, damit man nicht aufgrund der Pleite der eigenen Hausbank aus der Wohnung geworfen wird.

Dabei geht es auch nicht nur ausschließlich um die besten Konditionen. Zwar werfen einem die Banken kostenlose Girokonten hinterher – unter bestimmten Voraussetzungen – aber vielleicht ist ein kostenpflichtiges Girokonto bei der lokalen Volksbank gar nicht so unsicher im Vergleich zur hippen Großbank, bei der das Konto nichts kostet und sogar auch noch 0,0001% Zinsen gezahlt werden?

Eine Möglichkeit ist natürlich, beides zu kombinieren und dadurch flüssig zu bleiben, selbst wenn eine der beiden Banken die Grätsche machen sollte. Der Aufwand, das Geld monatlich so zu verteilen, dass man den Überblick behält, ist natürlich nicht unerheblich. Aber wir schließen doch auch sonst für jeden Mist Versicherungen ab – warum nicht auch beim Geld?

Dagegen spricht die Trägheit. Die Häufigkeit eines Girokonto-Wechsels liegt in Deutschland auf sehr niedrigem Niveau. Kaum ein Bankkunde wechselt seine Bank, wenn er nicht wirklich extrem unzufrieden ist oder wichtige Gründe dafür sprechen. Daher spielen die Kosten meist nicht die Rolle, die man zunächst erwartet.

Überlegen Sie einmal, was wäre, wenn Sie morgen nicht mehr an Ihr Geld kämen? Was wäre, wenn Ihre EC-Karte morgen in keinem Geldautomaten, keinem Supermarkt und keiner Tankstelle mehr angenommen würde? Wieviel Geld haben Sie in bar verfügbar und wie schaffen Sie es, Ihre Miete trotzdem pünktlich zu bezahlen?

Der Besuch bei Ihrer lokalen Volksbank oder wenigstens deren Website könnte hier für ruhigen Schlaf in unruhigen Nächten sorgen. Wer weiß schon genau, was dieser Herbst noch bringen wird?

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