Angsthasen – Angsthasen!
PR-inside schreibt am 04.09.2008 dazu:
Allerdings ist nach Ansicht von Experten doch auffällig, dass Angstthemen austauschbar sind und dass die tatsächliche Gefahr und deren Wahrnehmung häufig nicht viel miteinander zu tun haben.
So erscheint mir das auch. Jedoch weniger im Hinblick darauf, dass wir uns die Themen aussuchen, als vielmehr uns die Angstthemen vorgegeben werden.
“Angstthemen fallen auf fruchtbaren Boden”, sagt Peter Falkai, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Göttingen. Denn normalerweise leben die Menschen mit einer gewissen Grundanspannung. “Das ist ein archaisches, uraltes Verhaltsmuster, eine Art Misstrauen”, erklärt der Professor.
Coole Sache. Wir Menschen haben eine Antenne für Angst und bestimmte Leute machen sich diesen Mechanismus einfach für Ihre Zwecke zu nutze.
“Die Angstthemen an sich sind allerdings austauschbar”, betont der Mediziner. Ob ein Szenario tatsächlich als ein solches Angstthema wahrgenommen werde, hänge von unterschiedlichen Faktoren ab: So spiele es eine große Rolle, zu welcher Einschätzung das nahe Umfeld komme, aber auch was die große Öffentlichkeit denke.
Das, was die Öffentlichkeit denkt, verbreitet man einfach über die Medien. Und wenn alle Angst vor der Klimalüge äh Klimaerwärmung haben, dann ist das ein Thema, was ich auch auf mich projeziere.
In der komplexen Welt dieser Tage spielen demnach auch die Medien eine ungleich größere Rolle: “Hier fehlt häufig einfach ein Welterklärer, der den Leuten zwar die Gefahr der Vogelgrippe deutlich macht, aber eben auch Einordnung und Hintergrund bietet”, betont Falkai.
Klar, man will ja auch gar nicht, dass die Menschen keine Angst haben. Menschen ohne Angst sind viel selbstbewusster und lassen sich nicht so leicht steuern.
Bei den großen Angstthemen sei zwischen konkreten Ängsten, mit denen die Menschen tatsächlich in Berührung kommen (Arbeitslosigkeit, Preisexplosion), zu unterscheiden und solchen, die diffus und nicht greifbar sind (radioaktive Strahlung, BSE). Für letztere Gruppe führt Groebel als Beispiel die Aufregung um die Vogelgrippe an: “Um tatsächlich zu erkranken, hätte man monatelang mit infizierten Tieren zusammenleben müssen”, betont er. In den Medien gebe es dann häufig Zuspitzungen, die mit der eigentlichen Gefährdung dann aber kaum noch etwas zu tun hätten.
Genau so ist es. Eine echte Gefahr besteht überhaupt nicht bzw. es sie in den meisten Fällen sogar nur ein Lügenmärchen, aber sie ist diffus vorhanden und genau deswegen, weil wir die Gefahr nicht konkret kennen und genannt bekommen, wird die Angst geschürt.
Ein weiterer wichtiger Akteur ist die Politik. “Deren Geschäft hat in weiten Teilen mit Angstmanagement zu tun.” So müsse die Regierung in aller Regel die Angst mit ihrem Handeln begrenzen, die Opposition sei tendenziell eher in der Rolle, verstärkend zu wirken, um die Regierung unter Druck zu setzen.
Angst ist also ein Geschäft. Na prima. Vielleicht gibt es hier ja noch ein Geschäftsmodell für Angstgegner? Ich wäre sofort dabei!
Massenentlassungen - der Anfang...








































