© Vera / pixelio.de

Einmal Ökostrom hin und zurück bitte

Sie scheint alternativlos, die Frage nach der sofortigen Abschaltung aller unserer Kernkraftwerke. Zumindest nach Meinung der Ökofaschisten, die den Japanern offenbar das größte anzunehmende Unglück regelrecht wünschen.

Wie sinnentleert und gefährlich derartige Überreaktionen sind, verstehen diese Fanatisten leider nicht. Anstatt mit vernünftigen Lösungen aufzuwarten, kommt immer nur der Vorschlag, uns schnellstmöglich zurück in die Steinzeit der Energieversorgung zu versetzen.

Es war abzusehen, dass die Bundesregierung binnen weniger Tage einknicken und dem Druck der Anti-Kernenergie-Lobby nachgeben würde. Daher verwundern Meldungen wie die der Welt vom 14.03.2011 in keinster Weise:

Als Konsequenz aus der Atomkatastrophe in Japan will die Bundesregierung einige ältere Atomkraftwerke in Deutschland zumindest vorübergehend sofort abschalten lassen.

Unschwer zu erkennen ist, wie wenig diese Diskussion mit der Sache an sich zu tun hat. Es dreht sich wie gewohnt immer nur um Wählerstimmen, denn genau während der nächsten drei Monate finden mehrere wichtige Landtagswahlen statt. Dieses Verhalten ist die übliche politisch verlogene Heuchelei.

Die gesamte Kernkraft-Gegnerschaft drückt offenbar derzeit die Daumen, dass der Super-GAU in Japan tatsächlich Wirklichkeit wird, damit endlich ihr Ziel, die finale Abschaltung aller Kernkraftwerke in der BRD, erreicht werden kann.

Die knapp 130 Millionen Einwohner von Japan wollen mitsamt ihrer leistungsstarken Industrie verlässlich mit Strom versorgt sein. Im Gegensatz zu den Ländern in Europa ist Japan dabei völlig auf sich gestellt, da ein Stromimport nicht möglich ist. Fehlt eigene Kraftwerkskapazität, fehlt automatisch auch Strom, was nun zu einem großen Problem führt wegen der ausgefallen Kernkraftwerke.

Daher wurden dort zum Wochenbeginn Rationierungen eingeleitet und sogar in der Megastadt Tokio könnte zeitweise der Strom abgestellt werden. Dazu ein Bericht von Dow Jones Deutschland vom 14.03.2011:

Der Energieversorger Tepco hatte am Wochenende von der Regierung die Erlaubnis erhalten, ganze Regionen einschließlich des Großraums um die Hauptstadt Tokio vom Stromnetz zu nehmen.

[…]

Die koordinierten Stromabschaltungen beginnen am Montag und dürften sich mindestens über mehrere Wochen hinziehen, hieß es.

Wäre das nicht auch eine Option für uns hier? Einfach mal den Strom abzuschalten, um stattdessen die Besinnung in der Bevölkerung einzuschalten? Dies könnte beispielsweise folgendermaßen ablaufen:

Freitag, 18.03.2011:

  • 16:30 Uhr:
    Angela Merkel gibt in einer Pressekonferenz bekannt, dass aufgrund der jüngsten Ereignisse in Japan der Bundestag heute kurzfristig ein neues Gesetz verabschiedet habe, wonach nun bereits ab kommenden Montagmorgen alle 17 Kernkraftwerke in der BRD vom Netz genommen und abgeschaltet werden müssen. Die Entscheidung sei „alternativlos“.
  • 20:00 Uhr:
    Experten von Greenpeace und aus der Solarbranche entkräften in der tagesschau Bedenken von Energieversorgern, es könne zu einem Energieengpass oder gar einem blackout kommen. Der 23%ige Anteil an der Grundlastversorgung durch die 17 „Atommeiler“ könne rechnerisch problemlos durch die „erneuerbaren Energien“ kompensiert werden.

Sonntag, 20.03.2011:

  • 14:00 Uhr:
    Im gesamten Bundesgebiet finden spontane Veranstaltungen von Greenpeace, den Grünen, Umweltverbänden und Kernkraftgegnern statt, die ihren Sieg frenetisch feiern.

Montag, 21.03.2011:

  • 6:21 Uhr:
    Berlin spricht von massiven Störungen im U- und S-Bahnbetrieb.
  • 7:05 Uhr:
    Daimler Benz stellt seine Bänder in Stuttgart und Rastatt ab.
  • 7:18 Uhr:
    Aluminiumhersteller Trimet stellt seine Produktion ein.
  • 8:00 Uhr:
    Die tagesschau meldet, dass rund 10% der Industriebetriebe in der BRD von Störungen in der Produktion oder Stillstand betroffen sind. Ursache seien geringe Schwankungen in der Stromversorgung.
  • 9:34 Uhr:
    Der elektronische Handel der Börse in Frankfurt wird vorübergehend eingestellt.
  • 11:00 Uhr:
    Die Medien berichten von dramatischem Chaos in der Wirtschaft. Hunderttausende von Privathaushalten seien ohne Strom, ein Drittel der Industriebetriebe stünden still.
  • 13:50 Uhr:
    Die Wetterdienste sprechen von böigem Wind. Verschiedene Betriebe beginnen wieder mit der Produktion.
  • 20:00 Uhr:
    Die tagesschau meldet kleine Start-Schwierigkeiten nach dem „alternativlosen Atomausstieg“. Als Begründung wird von Experten genannt, Deutschland hätte heute unter einer unerwartet massiven Wolkendecke gesteckt, sodass die Solardächer nicht genügend Strom liefern konnten. Dies wäre ein außergewöhnlicher Einzelfall.

Dienstag, 22.03.2011:

  • 8:00 Uhr:
    Die ARD sendet aus ihrem Büro in Stuttgart, da die tagesschau-Studios in Hamburg seit den frühen Morgenstunden ohne Strom sind.
  • 10:39 Uhr:
    Die Lebensmittelkette Lidl nimmt bis auf weiteres sämtliche Kühl- und Tiefkühlprodukte aus dem Angebot, weil eine durchgehende Kühlung nicht mehr gewährleistet sei. Im Laufe des Tages ziehen Aldi, Rewe, Edeka und Real nach.
  • 13:00 Uhr:
    Die Bahn teilt nach den zahlreichen Zugausfällen vom Vortag mit, dass sämtliche Hochgeschwindigkeitszüge eingestellt und die Maximalgeschwindigkeit aller übrigen Verbindungen auf 80 km/h gedrosselt werden.
  • 16:51 Uhr:
    Baumärkte berichten von einem bundesweiten Ansturm auf Notstromaggregate. In den meisten Märkten sind keine Geräte mehr zu bekommen.
  • 17:14 Uhr:
    Die IG Metall reagiert scharf auf die Ankündigungen der Arbeitgeber, die Lohnfortzahlung für Zeiträume von Stromausfall auszusetzen.
  • 20:00 Uhr:
    Neben Ratlosigkeit herrscht erheblicher Unmut auf Seiten der Vertreter der Industrie. Die Kritik an der aus rein wahlstrategischen Gründen gefällten Entscheidung der Regierung wird immer lauter.

Mittwoch, 23.03.2011:

  • 9:45 Uhr:
    Die Gewerkschaft der Polizei teilt ihre Besorgnis über die Mehrbelastung der Beamten durch die rapide ansteigenden Unfallzahlen mit, welche wegen der ständigen Stromschwankungen in der Versorgung unzähliger Verkehrssteuerungsanlagen zu beklagen sind.
  • 10:00 Uhr:
    Aus mehreren Großstädten wird berichtet, dass es zu massiven Handgreiflichkeiten in Supermärkten kam, weil sich Kunden um die wenigen Kühl- und Tiefkühlprodukte prügeln würden.
  • 10:15 Uhr:
    Mehrere hochrangige Vertreter aus dem Dienstleistungssektor, unter anderem die Vorsorgungsbetriebe der Städte und Gemeinden, IT-Dienstleister und der deutsche Hotel- und Gaststättenverband, beschweren sich über die unzumutbaren Zustände in der Stromversorgung und drohen mit massenhaften Klagen.
  • 12:20 Uhr:
    Die Asklepios-, Röhn- und Fresenius-Kliniken fordern unverzüglich eine ausfallsichere Energieversorgung zurück.
  • 15:24 Uhr:
    Die Bahn hat einen neuen Werbeslogan:
    „Bei Sonne und bei Wind, da kommt die Bahn bestimmt! Bei Flaute und bei Dunkelheit, da fährt kein Zug, mit Sicherheit.“
  • 18:20 Uhr:
    Ein Greenpeace-Sprecher spricht sich für ein Verbot zur Nutzung von Notstromaggregaten in Privathaushalten aus, weil diese unnötig Lärm und CO2 produzieren würden.
  • 20:00 Uhr:
    Vertreter der Grünen rügen die Bundesregierung für ihren unüberlegten „Atom-Schnellausstieg“. Sigmar Gabriel und Jürgen Trittin fordern ein „Atomenergie-Moratorium“, welches die Kernkraftwerke sofort wieder ans Netz nehmen soll. Eine endgültige Abschaltung käme erst dann in Frage, wenn alle Wohnimmobilien mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet wären.Beide unterstützen die gesetzliche Verpflichtung zur Installation von Photovoltaik auf sämtlichen bewohnten Gebäuden bis Ende 2011. Ein entsprechendes Gesetz solle bereits in der kommenden Woche verabschiedet werden.

Donnerstag, 24.03.2011:

  • 8:10 Uhr:
    Rund 30% aller deutschen Internetseiten sind nicht mehr erreichbar, weil mehrere große Rechenzentren verschiedener Webhoster ohne Strom sind und ihre Notstromaggregate offenbar nur einen Teil der Systeme abdecken. Eines der Unternehmen habe bereits Klage gegen seinen Energielieferanten eingereicht, welcher ihm angeblich 100% „erneuerbare Energie“ liefern würde, was sich nun als Täuschung erwiesen habe.
  • 11:34 Uhr:
    Die Bäckervereinigung Nord kündigt einen drohenden Versorgungsengpass bei Brotprodukten wegen der ständig schwankenden Energieversorgung an.
  • 15:00 Uhr:
    Bayer, Höchst, BASF und Linde wollen ihre Produktion nach Frankreich verlagern.
  • 16:25 Uhr:
    Der Milchindustrie-Verband kündigt Massenentlassungen an. Deutsche Milch-Bauern bangen um ihre Existenz und fordern Schadenersatz und höhere Subventionen aus Brüssel.
  • 20:00 Uhr:
    Im aktuellen ARD-Deutschland-Trend sank die CDU auf 12%, die FDP auf nur noch 1%. Die Grünen bzw. die SPD liegen nach ihrer Forderung zur Wiederanschaltung der Kernkraftwerke auf über 41% bzw. 33%. Angela Merkel räumt offiziell ein, dass die Tsunami-Gefahr für deutsche Kernkraftwerke von Experten möglicherweise überschätzt wurde.

Freitag, 25.03.2011:

  • 5:00 Uhr:
    Die Berliner Verkehrsbetriebe beginnen heute mit dem flächendeckenden Schienen-Ersatzverkehr durch Busse. Nur noch zwei Hauptlinien der S-Bahn bleiben in Betrieb.
  • 9:07 Uhr:
    In Hamburg starben am frühren Morgen fünf Patienten im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, weil die Notstromversorgung der Intensivstation wegen eines technischen Defektes ausfiel. Als Grund nannte der Klinikbetreiber eine Überlastung der Notstromaggregate, die für einen tagelangen Dauerbertrieb nicht ausgelegt seien.
  • 10:19 Uhr:
    Der Verband Deutscher Papierfabriken teilt mit, dass Deutschland keine verlässliche Produktionsstätte mehr sei und daher die Abwanderung der größten Papierhersteller ins Ausland zwingend notwendig werde.
  • 11:06 Uhr:
    In etwa einer Million Haushalten der BRD gehen die Lichter für mehrere Stunden aus. Als Ursache für den Ausfall wird die heutige Flaute und das sehr kalte, trübe Wetter genannt.
  • 12:11 Uhr:
    Bei der Pressekonferenz in Berlin kündigt Angela Merkel planmäßige Stromabschaltungen ab Beginn der kommenden Woche in verschiedenen Teilen Deutschlands an. Japan habe damit in den vergangenen zwei Wochen bereits gute Erfahrungen gemacht. Dies sei gleichzeitig eine hervorragende Maßnahme zum Klimaschutz, so Merkel weiter.Die Bundeskanzlerin forderte die Bürger vorerst zum Stromsparen auf und kündigte ein weiteres Gesetz an, welches vorsehe, bis 2012 jede Gemeinde zum Bau von ausreichend Windkraftanlagen zu verpflichten. Außerdem sollen die Landwirte verpflichtet werden, 75% der landwirtschaftlichen Flächen für den Anbau von Heizgetreide zu verwenden.
  • 13:30 Uhr:
    Mercedes, VW und Audi geben bekannt, den Produktionsstandort Deutschland noch in diesem Jahr vollständig aufzugeben. BMW wartet derzeit die Lage ab.
  • 14:58 Uhr:
    Als Reaktion auf die Ankündigung der Autombobilindustrie kündigte Wirtschaftsminister Rainer Brüderle an, ab der kommenden Woche wieder genügend Strom für Daimler liefern zu können. Ein Vertrag mit dem französischen Energieversorger Électricité de France zur Stromlieferung aus dessen Kernkraftwerk Fessenheim sei bereits in Abstimmung. Für die anderen Autohersteller seien bereits weitere Verträge mit dem Ausland in Verhandlung.
  • 20:00 Uhr:
    Die tagesschau berichtet, dass Tschechien den Neubau von vier Kernkraftwerken nahe der deutschen Grenze plane. Auch die Schweiz plane zwei neue Kernkraftwerke, um die BRD mit Importstrom zu versorgen. Frankreich bestätigte ebenfalls Pläne, mehrere Meiler in Versorgungsreichweite zu Deutschland bauen zu wollen. Angela Merkel kündigte dagegen an, alternativlos an ihrem eingeschlagenen Weg festzuhalten.

Samstag, 26.03.2011:

  • 11:00 Uhr:
    Bundesweit haben drei Dutzend Verbände und Organisationen zu Protesten gegen die ständigen Stromschwankungen und -ausfälle aufgerufen. Mindestens sieben Millionen Bürger, v.a. aus den Reihen der Grünen, Ökos und Umweltschützern, sind auf der Straße. Sie fordern eine zuverlässige Stromversorgung.

Wie dieses Szenario ausgeht, können Sie sich selbst überlegen. Jedenfalls dürfte die Welt staunen, dass sich die Menschen der BRD freiwillig in die Steinzeit zurückversetzen lassen und das alles auf Basis verschiedener Lügen wie der Klimaerwärmung durch CO2 oder angeblich unbeherrschbarer Kernenergie.

Falls die militanten Kernkraftgegner überhaupt noch zu einem vernünftigen Gedanken fähig sein sollten, können diese Herrschaften gerne einmal mit konkreten Vorschlägen auf den Plan treten, wie denn quasi über Nacht mit Propellern, Solarzellen und sonstigem Ökoschrott, eine solide und bezahlbare Energie-Grundlastversorgung unseres Landes aussehen könnte. Aber bitte, ohne dabei noch mehr Lebensmittel in Biogasanlagen auf eugenische Art und Weise in Strom zu verwandeln.

Übrigens, es ist nicht damit getan, nur unsere Meiler abzuschalten, denn westlich von uns stehen alleine in Frankreich 58 weitere. Daher ist diese typisch deutsche Anti-Kernkraft-Lobby auch sofort entlarvt, was ihre Absichten angeht, denn warum sollen nur wir unsere paar Kraftwerke abschalten und hunderte anderer auf der Welt dürfen weiterlaufen?

Definitiv wäre das Experiment, alle Kernkraftwerke der BRD sofort abzuschalten, eine Überlegung wert, um gerade die dunkelgrünsten Ökos zur Besinnung zu bringen. Denn wer wird wohl am lautesten herumschreien, wenn sein politisch korrekter Stromanbieter zugeben muss, dass seine 100% Ökostromlieferung nur auf dem Papier gilt und in Wahrheit jede Menge Strom von deutscher Nukleartechnik stammt oder gar aus Frankreich importiert wird?

Dass die aggressiven Ökos am Ende selbst für ihr stromloses Dasein verantwortlich sind, verstehen sie freilich nicht, solange der Strom noch aus der Steckdose kommt. Durch ihre unüberlegte Blockade betreiben wir heute uralte Kernkraftwerke, anstatt die modernste Technologie einzusetzen. Mit heutigen Anlagen passiert selbst beim GAU nicht viel. Die Ökofaschisten selbst sind es jedoch, welche uns diesen Weg verbaut haben und sind damit ebenso für alle Folgen mitverantwortlich.

Wer hier bei uns Menschenketten organisiert und Bürger samt Politik jetzt auf eine sofortige Abschaltung der Kernkraftwerke einpeitscht, der sollte sich ein gutes Versteck vor der Wut der Allgemeinheit suchen, denn wir können nicht 23% unserer grundlastfähigen Energieversorgung ohne adäquaten Ersatz einfach abschalten. Was dies für Folgen für die Bevölkerung und die Wirtschaft hätte, kann sich jeder an seinen fünf Fingern abzählen.

Daher erfolgt hiermit der Aufruf an E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW: Bitte schalten Sie nächste Woche alle 17 Kernkraftwerke für die Dauer von einer Woche ab! Vielleicht hilft es ja.

Das könnte Sie auch interessieren

Private Krankenkasse erhöht Beiträge ab 2009 um 20% Eigentlich sollten ja nur die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung angehoben werden. Verursacht wird dies durch den neuen Gesundheitsfonds. ...
Wehe, wenn diese Blase platzt: Stromautoschmiede Tesla an der Börse wertvoller als Ford Die neuesten Beiträge von crash-news.com:Ablenkung, Anbettelei oder Anstiftung? Die Kriegstrommeln in Syrien werden wieder lauterWehe, w...
Der „freundliche“ Islam-Terrorist von nebenan: Wann wachen die Gutmenschen endlich auf? Die neuesten Beiträge von crash-news.com: Notprogramm gegen „Rechts“? Wahlfälschungen gehören offenbar zur Demokratie dazuDer „freundliche“ Islam-Ter...
Medizinisches Phänomen: Tuberkulose bei fehlender Entdeckung nicht ansteckend? Die neuesten Beiträge von crash-news.com:Das Ende der “demokratischen” Meinungsfreiheit: Regierung verfolgt “Hasskommentierer”Medizinisc...
Übernahme unseres Staates durch den Islam: AfD warnt – Lügenpresse protestiert Die neuesten Beiträge von crash-news.com:Noch mehr „Flüchtlings“-Boni: Keine Prüfung, kein Mindestlohn, keine AuflagenÜbernahme unseres St...

22 Kommentare zu “Einmal Ökostrom hin und zurück bitte

  1. Der Hochtemperaturreaktor für die Erzeugung von Strom und Prozeßwärme

    Prof. Sigurd Schulien

    Der Thorium-Hochtemperaturreaktor THTR 300 wurde in Deutschland entwickelt, um neben Strom auch Prozeßwärme von etwa 1000°C zur Verfügung zu stellen, die man in der chemischen Industrie und bei der Kohleverflüssigung zur Herstellung von Benzin benötigt. Dieser Reaktor ist ideal angepaßt an die Verhältnisse der deutschen Industrie und ihrer Energieversorgung. Durch ihn wäre Deutschland unabhängig von der Lieferung und Erpressung durch anglo-amerikanische Erdölkonzerne und Spekulanten, das Land wäre nicht in die Globalisierungsfalle geraten.

    Der Hochtemperaturreaktor (HTR) ist eine geniale Weiterentwicklung des Druck-wasserreaktors (DWR), der heute meistens für die Energietechnik verwendet wird. In diesem Druckwasserreaktor wird sehr viel Wärmeenergie produziert, indem Uran 235 durch langsame Neutronen gespalten wird. Die bei der Spaltung des Urans 235 frei werdende Energie wird an Kühlwasser abgegeben, das sich dadurch auf etwa 320 oC aufheizt bei einem Druck von ca. 160 bar. Dieses hochgeheizte Kühlwasser dient zur Dampferzeugung in einem Wärmetauscher. Der Dampf treibt eine konventionelle Turbine an, die über einen angekoppelten Generator elektrischen Strom erzeugt.

    Der HTR heizt das Kühlmedium auf wesentlich höhere Temperaturen auf, nämlich auf ca. 900-1000°C. Diese Temperatur ist für einen wassergekühlten Druckwasserreaktor nicht erreichbar, da sich zu hohe Drücke aufbauen würden. Der HTR wird also nicht durch Wasser (mit seinem sehr hohen Dampfdruck bei hohen Temperaturen) gekühlt, sondern durch ein reaktionsträges Gas, nämlich Helium. Die Strukturmaterialien des Reaktors bestehen nicht aus Metallen (wie beim Druckwasserreaktor), sondern aus Graphit, das äußerst temperaturbeständig ist. Der Brennstoff des HTR, das Uran 233 – es hat ähnliche Eigenschaften wie das Uran 235 im Druckwasserreaktor – wird im Reaktor selbst aus Thorium 232 hergestellt, man sagt „gebrütet“. Indem man im Reaktor das Thorium 232 mit Neutronen beschießt, entsteht aus dem Thorium das spaltbare Uran 233, das bei der Spaltung durch langsame Neutronen im selben Maße Energie abgibt wie das Uran 235.

    Der Thorium-Hochtemperaturreaktor THTR 300 wurde seit 1972 in Hamm-Uentrop betrieben, bevor er 1989 aus politischen Gründen abgeschaltet wurde. Er hat eine thermische Leistung von 750 Megawatt und eine elektrische Leistung von 300 Megawatt. Kühlmittel ist Helium mit einer Ausgangstemperatur von 750 oC bei 40 bar.

    Der HTR zeichnet sich gegenüber dem in Deutschland noch zugelassenen Druckwasserreaktor durch folgende Eigenschaften aus:

    1.Er kann gleichzeitig Elektrizität und Wärmeenergie zur Kohlevergasung liefern.

    2.Seine Brennelemente sind dichte tennisballgroße Kugeln, welche die bei der Kernspaltung entstehende Radioaktivität sicher einschließen. Die Kugeln kommen ohne Wiederaufbereitung ins Endlager, nach ca. 200 Jahren ist ihre Radioaktivität so weit abgeflaut, dass sie mit bloßer Hand gefahrlos angefaßt werden können.

    3. Der Brennstoff ist nicht Uran 235, sondern Uran 233, das im Reaktor selbst durch Neutronenanlagerung aus Thorium 232 erzeugt wird. Thorium ist wesentlich häufiger in der Erdrinde enthalten als Uran. Es kann zu 100% zur Kernspaltung ausgenutzt werden, was bei Uran nicht möglich ist. Der HTR kann kein Spaltmaterial für den Bau von Atombomben herstellen.

    4.Die abgebrannten Brennelement-Kugeln enthalten keine extrem langlebigen radioaktiven Spaltprodukte wie Plutonium oder andere Transurane.

    5.Der HTR ist aufgrund seiner Konstruktion inhärent sicher. Eine Kernschmelze oder ein GAU ist unmöglich- bei Temperaturerhöhung im Reaktor finden automatisch weniger Kernreaktionen statt. Er enthält nicht das gesamte Spaltmaterial für mehrere Jahre wie beim Druckwasserreaktor-es werden bei Bedarf neue Brennelementkugeln zugegeben oder ausgeschleust. Der HTR ist das sicherste Kernkraft-werk der Welt.

    6.Die Stromerzeugung mit dem HTR ist ungefähr genau so teuer wie die im Druckwasserreaktor. Er kann auch in kleinen Einheiten gebaut werden mit einer termischen Leistung von 250 Megawatt sowie zur Benzinherstellung.

    7. “Benzin aus Kohle“: Die Weiterentwicklung des HTR hätte Deutschland große Vorteile gebracht. Früher wurde die zu vergasende Kohle durch Verbrennung von Kohle auf 1000°C erhitzt. Der HTR hätte die Vergasung verbilligt. Der HTR für die Kohlevergasung hätte unser Land unabhängig von Erdöllieferungen anglo-amerikanischer Erdölgesellschaften und Erdölspekulanten gemacht.

    Wird fortgesetzt!

  2. Fortsetzung:

    8.Da der HTR inhärent sicher ist, könnte er in Schwellen- und Entwicklungsländern zur Stromerzeugung benutzt werden sowie zur Meerwasserentsalzung und Lieferung von Fernwärme, um Infrastruktur und Landwirtschaft zu verbessern.

    9.Wenn der HTR gebaut worden wäre, wäre das Geld der Wirtschaft seit den 90er Jahren nicht in die Spekulation an den Börsen geflossen, sondern in den Bau neuer Fabriken und die Entwicklung neuer Technologien.

    10.Der HTR ist der leistungsfähigste Wasserstofferzeuger. Die Wasserstofftechnik wäre mit dem HTR weiterentwickelt worden. Dies wäre den erneuerbaren Energien zugute gekommen. Denn ohne einen leistungsfähigen Energiespeicher – als solcher kann nur Wasserstoff verwendet werden – sind Sonnenenergie und Windenergie nutzlos.

    11.Der HTR ist ein optimal an die deutschen Wirtschafts- und Industrieverhältnisse (Verbundsystem) angepaßter Energielieferant. Er ermöglicht Versorgungssicherheit für Energie, er ist damit ein Garant für deutsche Souveränität, für Wohlstand und Freiheit im Lande.

    Weitere Einzelheiten zu dem Thema in dem Buch “Energiepolitik als Überlebensstrategie der Nation”, ISBN 3-00-019182-8, 19 € + Versandkosten
    von R. Melisch, H. Schröcke, S. Schulien, W. Thüne,
    zu beziehen über “Arbeitsgemeinschaft Deutsche Energie- und Wirtschaftspolitik”
    Postfach 100 133, 63701 Aschaffenburg

    oder kostenlos herunterzuladen von http://www.adew.eu/ (dort Umschlagbild anklicken)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.