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Im Jahr nach Sarrazin – sind die Gutmenschen zurück an der Macht?

Vor gut einem halben Jahr wagte der bereits bekannte „Querschläger“ Thilo Sarrazin, sich erneut mit politisch inkorrekten Äußerungen in Position zu bringen. Sein „wir werden auf natürlichem Wege durchschnittlich dümmer“ brachte ihm sogar staatsanwaltschaftliche Ermittlungen ein, was in unseren linken Medien noch sehr populistisch ausgeschlachtet wurde.

Ende August 2010 drehte er dann richtig auf, als mit großem Getöse sein Buch „Deutschland schafft sich ab“ veröffentlicht wurde. Und plötzlich schien sich zumindest in Teilen etwas zu ändern, denn wir wurden Zeuge von erstaunlichen Berichten in Wort und Bild, welche auf einmal erlaubt zu sein schienen. Doch wie sieht es heute aus mit dem politisch inkorrekten Reden?

Erinnern Sie sich noch an die Bild-Schlagzeile vom 04.09.2010, wenige Tage nach Sarrazins „Durchbruch“?

Diese Sätze muss man sagen dürfen, weil…

Es sind Sätze, die die Mehrheit der Deutschen unterschreiben würde. Sätze, die Ausdruck von oft katastrophalen Missständen in unserem Land sind.

Verwundert rieben sich die meisten Menschen ihre Augen, weil das Unerlaubte in großen Buchstaben hinausgeschrien werden durfte – auf einmal. Was war geschehen? War das eine vielleicht abgesprochene Sache?

Am Verhalten der Politik konnten wir beobachten, dass die deutsche Einheitspartei erst einmal geschlossen gegen diese anti-gutmenschliche Propaganda protestierte. Nach und nach erkannten jedoch einige der erfahreneren Wendehälse, dass Thilo Sarrazin offenbar einen wunden Punkt der Bürger getroffen hatte und sie taten das, was sie immer tun, wenn es darum geht, sich mediengerecht in Pose zu bringen:

Sie schwenkten um und behaupteten, der Ketzer aus der Bundesbank hätte nichts gesagt, was sie nicht auch schon lange befürchteten. Die Oberwendehälsin sagte in Bezug auf Multi-Kulti sogar:

Dieser Ansatz ist gescheitert, absolut gescheitert.

Hat sich diese drastische politische Kehrtwende denn nun noch weiter fortgesetzt? Manche Details sprechen dafür, so beispielsweise die Meldung der Bild vom 21.01.2011:

Ausländer mit Sprachdefiziten in Deutsch können zu Integrationskursen verpflichtet werden. Das hat das Verwaltungsgericht Neustadt/Weinstraße entschieden.

Das sind ja wirklich völlig neue Töne. Sollte sich nun tatsächlich der Gedanke sogar bis in die hintersten Gerichte durchgesetzt haben, dass Ausländer sich aktiv aus eigenem Bemühen in ihrem Gastland zu integrieren haben? Wollten uns die politisch korrekten Gutmenschen bisher nicht immer einreden, lieber unsere eigene Identität aufzugeben und alles Fremdartige mit Freuden und größtmöglicher Selbstaufopferung anzunehmen, ohne jegliche Gegenforderungen?

Doch langsam, die Gutmenschen sind nach wie vor unverändert an der Macht und erobern das wenige verlorene Territorium zurück. Zu lange schon hat sich die Bevölkerung an eine zwanghafte Multi-Kulti-Euphorie gewöhnen müssen, sodass sie nach wie vor ängstlich zurückschreckt, falls ein politisch unerlaubtes Verhalten auch nur angedeutet wird. Der öffentliche Druck ist enorm, wie ein typischer Bericht in der Welt vom 27.12.2010 zeigte:

Dirk Heinemann ist Lehrer an der kombinierten Haupt- und Realschule Badenhausen. […] Und mein Klassenlehrer hat gesagt: ‚Du als Türkin hast gar keine Rechte.’

[…]

„Daraufhin hat sich Herr Heinemann bei mir entschuldigt. Er meinte, das wäre ein Scherz gewesen.

[…]

Warum schreibt er an die Familie, er könne sich sein Fehlverhalten „im Nachhinein nicht erklären“? Ist es vielleicht doch so, dass im Jahr eins nach Sarrazin „es“ auch aus einem untadeligen, eher linken Lehrer schneller spricht als vorher?

Was ist denn „es“? Etwa das Gefühl der Nationalität, einer Staatsangehörigkeit? Das ist wirklich etwas sehr böses, denn es steht auch auf unserem „Personalausweis“. Zwar ist „deutsch“ keine echte Staatsangehörigkeit, aber die meisten Menschen wissen schon, was damit gemeint sein könnte, nur äußern dürfen sie es nicht mehr. Das ist in der modernen Multi-Kulti-BRD verboten, zumindest aber unter Androhung öffentlicher Bloßstellung absolut verpöhnt.

Die Gegensätze könnten kaum größer sein, denn was beim Bundesbürger höchstens während weniger Wochen alle vier Jahre „erlaubt“ ist – nämlich Deutschland-Fahnen an Haus und Auto zu montieren – praktizieren die Ausländer bei uns ohne Scheu mit ihrer eigenen Nationalität zu jeder Zeit. Oder hat irgendjemand etwas gegen die rote Riesenflagge an der Autoheckscheibe vieler unserer Gast-Türken – politisch korrekt Migranten genannt – einzuwenden?

In manchen anderen Ländern wird nicht gerade zimperlich mit Ausländern umgegangen, von denen sich die Einheimischen beleidigt fühlen. RP Online schilderte am 10.01.2011 einen krassen Fall aus Dubai:

Berufung eines Pakistaners […]. Dieser wurde abgeschoben, nachdem er […] den ausgestreckten Mittelfinger gezeigt und dafür verurteilt worden war.

Können Sie sich eine ähnliche Geschichte etwa in der BRD vorstellen? Ganz bestimmt, allerdings wäre es bei uns genau umgekehrt. Der Mittelfinger eines Ausländers muss nach gutmenschlichen Maßstäben immer als fehlgeschlagener Integrationsversuch unsererseits gewertet und die Schuld alleine beim „provozierenden“ Bundesbürger gesucht werden. In der Regel folgen bei uns auf derartige „Skandale“ weiter verstärkte „Integrationsmaßnahmen“ und das Bitten um Verständnis bei den völlig überforderten Migranten.

Derart unsägliches, aber politisch korrektes Verhalten ist natürlich elementar in der Politik, daher verwundert es auch nicht, dass die offenbar in höheren und bunten Sphären schwebende Integrationsbeauftragte Maria Böhmer im General-Anzeiger am 20.01.2011 folgendes sagte:

Ja, inzwischen liegen Untersuchungen vor, dass vor der Sarrazin-Debatte ein wirklich gutes Vertrauensverhältnis zwischen den Migranten und der deutschen Bevölkerung gegeben war.[…]

Man muss sich eben richtig kümmern. In Kanada findet das erste Beratungsgespräch meist am ersten Tag statt – noch auf dem Flughafen. Deshalb will ich noch in diesem Jahr Integrationsvereinbarungen in Deutschland, auch an zwei Orten in NRW, erproben.

Die liebe Frau Böhmer war wohl noch nie in Kanada und hat auch keine Ahnung, dass dieses Land sehr hohe Hürden für Einwanderer besitzt. Wer es tatsächlich zum dortigen Flughafen geschafft und sich bis zu dem genannten Beratungsgespräch vorangearbeitet hat, der konnte ganz klar belegen, dass er die Landessprache spricht, bereits einen Arbeitsplatz gefunden hat und Kanada nicht auf der Tasche liegen wird, denn ansonsten darf er gleich wieder umdrehen.

Frau Böhmer glaubt jedoch, nur eine äußerst devote Haltung gegenüber allen Fremden könne zu einer erfolgreichen Integration führen. Sie sieht hierbei offenbar die alleinige Verantwortung bei uns einheimischen Bürgern und unseren Behörden, nicht bei den Ausländern. Wie weltfremd die Ministerin tatsächlich ist, zeigt diese Antwort:

Es gibt ja nicht den Islam. Ich habe erlebt, dass die verschiedenen islamischen Gruppierungen sehr viel mehr Diskussionsbedarf untereinander haben als mit der staatlichen deutschen Seite. Wir müssen also einander besser kennen lernen.

Viel Freude noch beim Kennenlernen des ach so friedfertigen Islam, liebe Frau Böhmer. Sie werden es bestimmt bald erleben, wie wir uns alle noch besser kennen lernen werden. Dann nämlich, wenn sich unser bankrotter Staat diesen kunterbunten und sinnlosen Integrations-Firlefanz schlicht nicht mehr leisten kann.

Was dann geschieht, zeigt ein kurzer Blick nach Argentinien, einem Land, welches wirklich intensive Erfahrungen mit Krisen besitzt. Der schweizer Tagesanzeiger stellte am 20.12.2010 einen kleinen Ausschnitt aus der bitteren Realität dar:

Fünf Tage zuvor hatten Bewohner eines Elendsviertels im Stadtteil Villa Lugano einen Sportplatz besetzt und begonnen, Baracken zu errichten […].

Den richterlichen Räumungsbefehl haben die Besetzer ignoriert, und so versuchen nun die Nachbarn, das Recht in die eigene Hand zu nehmen.

[…]

Eine junge Frau schwenkt eine argentinische Fahne. «Das ist mein Land, und es kotzt mich an, wenn Bolivianer und Paraguayer hier ihre Hütten aufstellen.»

Wie heißt das Sprichwort? „Das Hemd ist einem näher als die Hose“. Dies wird sich auch bei uns zeigen, wenn die Kassen immer leerer, die Warteschlangen vor den Arbeitsämtern immer länger und die Renten immer kürzer werden.

Es könnte gut sein, dass dann sogar außerhalb der WM Deutschlandfahnen zu sehen sind. Ob es unseren Politikern in dem Moment allerdings gelingen wird, ihr Fähnchen wieder rechtzeitig in die richtige Richtung zu drehen, darf bezweifelt werden. Denn diese Damen und Herren von Weltfremd wissen schon längst nicht mehr, woher der wirkliche Wind weht.

Auch wenn die Gutmenschen derartige Gedanken mit verzerrtem Gesichtsausdruck vehement ablehnen, sie werden das Kommende nicht aufhalten können, denn die meisten Menschen sind nicht auf die heranrollende schwere Krise vorbereitet. Bürgerkriege gibt es immer zwischen den Menschen, die sich nicht einigen können – was wird wohl erst passieren, wenn sie gegenseitig nicht einmal ihre Sprache verstehen? All das passt ins nahende Geschehen:

Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören; sehet zu, erschrecket nicht; denn es muß so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende. Denn ein Volk wird sich wider das andere erheben und ein Königreich wider das andere; und es werden hin und wieder Hungersnöte, Pest und Erdbeben sein. Dies alles ist der Wehen Anfang. Matthäus 24,6-8

Lassen Sie sich nicht in diesen Völkerhass mit hineinziehen, denn es ist gefährlich und bringt rein gar nichts. Eine friedliche Verständigung wird schwerlich möglich sein, die Schlichter werden am Ende eher zwischen den Fronten zermalmt werden.

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4 Kommentare zu “Im Jahr nach Sarrazin – sind die Gutmenschen zurück an der Macht?

  1. Deutsch-Türkische-Freundschaft: Heute schon gekotzt?

    Wer bisher glaubte „rechts“ zu Wählen wird schnell fesstellen, dass er nur weniger „links“ gewählt hatte.

    Aus dem Grundsatzprogram der DTF (CDU):

    „.. Dies [Integration] kann nur durch einen Annäherungsprozess von Deutschen und Zuwanderern unter Wahrung ihrer kulturellen Identität funktionieren…“

    Siehe:
    http://www.dtf-online.de/images/content/Grundsatzprogramm%20DTF-Verb%C3%A4ndeEV.pdf
    http://www.dtf-online.de/

  2. „Ausländer mit Sprachdefiziten in Deutsch können zu Integrationskursen verpflichtet werden…“

    Das muß heißen: „Ausländer mit Sprachdefiziten in Deutsch werden in ihr Heimatland zurückgeschickt“ Fertig ist der Laden.
    Die Kosten für diese Kurse trägt nämlich wer? Sicher nicht der Mülti-Külti-Bereicherer… Also ab nach Hause…

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