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Das wird noch ein teurer Spaß: Die Inflation

Ein bisschen seien die Preise angestiegen, erklärte uns jüngst die Presse. Schuld seien die Energiekonzerne. Aber könnte es nicht sein, dass die Ursache eine ganz andere ist?

Häufig werden steigende Preise als Inflation bezeichnet, was allerdings nicht den Tatsachen entspricht. Die Menschen werden offenbar absichtlich im Unklaren darüber gelassen, was sich in Wirklichkeit hierbei abspielt. Erst nachdem die Folgen für jeden spürbar sind, werden es die meisten verstehen.

Was bedeutet eigentlich der Begriff Inflation? Das lateinische „inflare“ heißt soviel wie „aufblasen“, hat aber nichts mit „in flagranti“ zu tun, obwohl der Bezug gar nicht so weit hergeholt ist. In flagranti steht nämlich für „auf frischer Tat“ und eigentlich ertappen wir anhand der Inflation die Geldverbrecher auch auf frischer Tat, genauer gesagt beim Gelddrucken aus dünner Luft, was nichts anderes als unsere langsame Enteignung und noch mehr bewirkt.

Eine Folge der Inflation sind steigende Preise. Wenn bei gleichbleibender Gütermenge und Umfang aller Dienstleistungen plötzlich mehr Geld im Umlauf ist, verliert das Geld an Kaufkraft und damit an „Wert“. Um dieselben Dinge kaufen zu können, muss immer mehr Geld bezahlt werden, die Preise klettern.

Zwar kann im Grunde jeder Bürger selbst eine Einschätzung darüber abgeben, wie die jeweils gefühlsmäßige Preisentwicklung aussieht. Doch dabei könnte er zu einem völlig unerwünschten Ergebnis gelangen, weswegen unsere Regierung dafür die Behauptungs-Hoheit für sich in Anspruch nimmt. Sie behauptet nämlich immer schön beschwichtigend von minimalen Inflationsraten, damit sich die Bürger keine Sorgen um die Preise machen.

Demnächst könnten diese Damen und Herren Statistikfälscher jedoch ehrliche Konkurrenz bekommen, wie Die Presse am 12.10.2010 berichtete:

Google will die Inflation künftig selbst berechnen

[…]

Laut „Financial Times“ will Google eine Alternative zu den herkömmlichen Berechnungen der Statistikämter bieten, deren Veröffentlichung oft mit mehrwöchiger Verzögerung erfolgt.

Au weia, diese mehrwöchige Verzögerung der Statistikämter war doch in Wirklichkeit gar kein Nachteil, sondern ein wesentlicher Bestandteil des Bürger-Täuschungs-Programms. Nicht nur der sogenannte „Warenkorb“ wird regelmäßig und willkürlich angepasst, sondern die Verzögerung gab den Regierungen immer viel Zeit, um entsprechend beschönigend und verharmlosend einzugreifen und zu beschwichtigen. Schließlich ist eine stabile Währung wichtig für das Vertrauen der Menschen und der Wirtschaft in den Staat, auch wenn die Stabilität nur scheinbar und als reine Lüge existiert.

Denn was sind die Folgen von starken Preisanstiegen? Höhere Lohnforderungen, Rufe nach Erhöhung von Renten, Arbeitslosengeld usw. wären die Folge und das würde sowohl den Wirtschaftsbossen als auch ihren Frontmarionetten – den Politikern – nicht gefallen.

Allerdings hat die Inflation auch noch andere Folgen:

  • Inflationsbedingte Preissteigerungen können als Nachfrageanstieg in bestimmten Märkten missverstanden werden und zu ungerechtfertigten Erweiterungsinvestitionen führen – mit fatalem Nachspiel wie z.B. Massenkündigungen oder Konkursen.
  • Steigende Preise bewirken Forderungen nach höheren Löhnen, welche von den Unternehmen fast immer mit noch weiter steigenden Preisen beantwortet werden. Eine Lohn-Preis-Spirale beginnt und am Ende werden auch hier Arbeitnehmer entlassen oder Unternehmen geschlossen.
  • Sozialhilfe, Renten, Kindergeld, Beamtengehälter usw. werden unter Umständen gar nicht oder erst sehr verzögert und weniger stark an die allgemeinen Preissteigerungen angepasst. Die Betroffenen müssen sich daher immer weiter einschränken, das Einkommen sinkt im Verhältnis.
  • In der BRD werden Einkommen progressiv besteuert, d.h. bei steigendem Einkommen steigen auch die Steuern und Abgaben, weil die Steuerzahler in höhere Progressionsstufen rutschen. Real erhöhen sich die Einkommen dabei jedoch nicht.
  • Ersparnisse werden schleichend entwertet, weil die Verzinsung in der Regel deutlich unter der echten Inflationsrate liegt. Investoren in Sachvermögen profitieren gegenüber dem Kleinsparer, der von der kontinuierlichen Geldentwertung meist gar nichts mitbekommt.
  • Erkennen die Sparer dann plötzlich, wie sie langsam enteignet wurden und werden, beginnt eine hastige Flucht in Sachwerte. Die Menschen versuchen, ihr Geld in werthaltige Güter zu tauschen, in greifbare Gegenstände und auch besonders in Edelmetalle. Nicht selten fließt das Geld dabei in Immobilien. Dadurch werden diese Märkte teilweise massiv verzerrt und es bilden sich Blasen. Wer glaubt, sein Vermögen damit gerettet zu haben, wird beim Platzen der Blase ernüchtert feststellen, dass er zu einem völlig überhöhten Preis gekauft hat.
  • Schuldner haben den Vorteil, dass ihre Schulden quasi schrumpfen, weil der Wert des rückzuzahlenden Geldes sinkt. Allerdings greift dieser Vorteil nur dann, wenn das Einkommen gleichzeitig mitwächst. Falls dies nicht der Fall ist, bricht dies den meisten Schuldsklaven das Genick. Verschuldete Staaten freuen sich jedoch besonders, denn deren Einkommen sind mittels billigem Gelddrucken gesichert.
  • Gläubiger schauen in die Röhre, insbesondere wenn sie ihre Kredite mit festem Zins und fester Laufzeit vergeben haben, denn das zurückerhaltene Geld hat inzwischen viel weniger Kaufkraft als während der Vergabe des Kredits.
  • Bei sehr starker oder gar einer Hyperinflation sinkt die Stabilität des Geldwertes mit fatalen Folgen, denn es könnte zur Zurückhaltung von Gütern aus dem normalen Markt und zur Entstehung von Schwarzmärkten führen. Die Versorgungssicherheit der Bürger steht dann auf dem Spiel.
  • Auch in Bezug auf Wechselkurse mit anderen Währungen enstehen große Risiken, z.B. durch Abwertung. Dadurch werden Importe teuer bis unbezahlbar. Umgekehrt verbessern sich die Exportmöglichkeiten, doch wenn die Binnenwirtschaft bereits am Ende ist und die Weltkonjunktur selbst auch nicht mehr will – so wie derzeit – dann nützt dies herzlich wenig.

Noch Anfang diesen Jahres verkündete die Presse Bestwerte in Bezug auf die Inflation. Höchstwahrscheinlich können wir uns von Meldungen wie dieser vom 14.01.2010 in der FAZ jetzt allerdings verabschieden:

In Deutschland sind die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr mit dem geringsten Wert seit der deutschen Wiedervereinigung gestiegen. Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamts sind die Preise im Jahresdurchschnitt um 0,4 Prozent gestiegen.

Stattdessen muss das Propagandaministerium ein Inflationshoch beschönigen, wie uns der Spiegel am 12.10.2010 vermittelte:

Nach Angaben des statistischen Bundesamts sind Waren und Dienstleistungen im September 1,3 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Die Inflation steigt auf den höchsten Stand seit Ende 2008.

Da jeder von uns am Wirtschaftsleben teilnimmt – und sei es nur über den wöchentlichen Einkauf im Supermarkt oder den regelmäßigen Besuch einer Tankstelle – wissen wir, dass die Zahlen aus Berlin manipuliert oder besser „korrigiert“ sind. Uns weiszumachen, dass die Preissteigerungen nur minimal sind, glaubt sogar der Schlafschafbürger kaum mehr.

Wenn wir nun noch berücksichtigen, dass die gigantischen frisch gedruckten Geldmengen der Zentralbanken noch gar nicht bei den Menschen angekommen und nicht im Markt sind, dann können wir uns ausmalen, was da noch auf uns zukommen wird. Und die Druckerpressen spucken währenddessen immer weiter billiges Geld aus.

Bereits vor über 1.900 Jahren wurde vorausgesagt, dass wir in den letzten Tagen für ein Brot einen ganzen Tageslohn aufwenden müssen:

Und ich hörte eine Stimme inmitten der vier lebendigen Wesen, die sprach: Ein Maß Weizen für einen Denar, und drei Maß Gerste für einen Denar; und das Öl und den Wein schädige nicht! Offenbarung 6,6

Ein Maß waren etwa 1,1 Liter, was grob geschätzt 500g Weizen entspricht. Der Tageslohn eines Arbeiters betrug nach Matthäus 20,2 einen Denar. Bei einem heutigen Monatsverdienst von beispielsweise 2.000 € bei 20 Arbeitstagen, entspräche der Tageslohn 100 €. Können Sie sich vorstellen, für einen Laib Brot 100 € bezahlen zu müssen?

Es wäre vermessen zu glauben, dass sich diese Prophezeiung nicht erfüllen würde. Abgesehen davon wissen die intensiven Beobachter der laufenden Krise, dass wir definitiv auf eine gigantische Katastrophe zulaufen. Rette sich, wer kann.

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20 Kommentare zu “Das wird noch ein teurer Spaß: Die Inflation

  1. Richtig lustig wird es wenn der Strompreis in astronomische Höhen klettert. Der Ökoterror gewinnt immer mehr an Fahrt und hat sich schon lange verselbstständigt. Die Klimalüge ist ein Basiselement dieses kommenden Regimes. Die Lügen über die Kernenergie und das Endlagerungsmärchen ist deren Masterplan,jene sollen helfen die Menschheit von bezahlbarer Energie und Nahrung abzuschneiden. Alle diese Maßnahmen zielen auf eine sytematische Verarmung des Bürgers hin, mit dem ersten Ziel, der Vernichtung der Mittelschicht! Das Eigenheim wird in Zukunft nur noch für Privilegierte sein.Man wird die wenigen Hauseigentümer so mit Steuen und Ökoterror „zuscheißen“, dass diese schließlich dem Druck nachgeben ihr Eigenheim verlassen müssen. Der Untertan, denn mehr werden wir in Zukunft nicht mehr sein, zieht in ein NWO-Wohnklo auf nur wenige m²,krigt ein mageres CO2 Kontingent und freut sich auf den Tod. Wir werden es erleben, dass die Energiepreise die der Kaltmieten sehr bald übertreffen werden.

  2. @ Nr. 7

    Das weiss ich doch ;-) Es geht darum das es mehr oder weniger auch passiert ist was dieser Offizier vorhergesagt hat.

  3. Hihihi – ich muss lachen. Das habe ich letzthin ähnlich auf einer anderen Seite gepostet und wurde prompt beschimpft, ich käme nicht draus, hätte keine Ahnung und wisse überhaupt nichts. Ihr habt schon recht. Macht weiter so! :-)

  4. Schaut nicht auf die Menschen, schaut nicht auf die Wirtschaft und schaut nicht auf euer Geld, denn das alles ist nur zeitlich und nicht ewiglich. Was wollt ihr mit viel Geld, denn Geld verdirbt den Charakter. Schaut in diese Welt und seht mit eigenen Augen, wie verdorben sie ist.

    Seht zu, dass ihr keinen Anteil daran habt, im Namen des einzigen, allmächtigen und liebenden Gott unseren himmlischen Vater,dem Herrn Jesus Christus. Richtet eure Augen allein auf IHN und seine Herrlichkeit und ihr werdet euer Leben wiederfinden und die Kraft bekommen es zu behalten.

    Proverbs 17, 24 Wisdom is before him that hath understanding; but the eyes of a fool are in the ends of the earth.

    Sprüche 17, 24 Ein Verständiger hat die Weisheit vor Augen; aber ein Tor richtet seine Augen auf das Ende der Erde.

    Richtet euren Blick auf die Dinge, die wirklich von Bedeutung sind und die einen Wert haben. Lasst eure Augen nicht täuschen vom Schauspiel dieser Welt.

    Dank sei Gott, dem Herrn Jesus Christus ;D

  5. >> Geld verdirbt den Charakter<<
    jedoch nur bei denen, die einen schlechten Charakter haben.

    Mit Geld kann man auch viel Gutes tun. Es kommt immer auf die Gesinnung an.
    Im Übrigen wird Geld als Mittel zur Macht eingesetzt und das ist es was wir als schlecht erleben.

  6. Bleiben wir mal bei biblischen Bezügen. Da hab ich noch eine kleine Geschichte anzubieten, die mathematisch gesehen sehr real ist:

    Jesus sein Euro-Cent und dem Ackermann sein Renditeziel
    http://qpress.de/2010/07/23/jesus-euro-cent-vs-mammon-renditeziel/

    Bitte wirklich mal nachrechnen und letztlich auch die im Artikel skizzierten Konsequenzen mal auf das hier geschilderte Szenario übertragen. Ich denke dass die weltweite Geldmenge bei weitem sämtliche Sachwerte auf diesem Planeten um ein vielfaches übertrifft. Ergo, muss alles teuerer werden um die Entsprechung wieder herzustellen. Abgesehen davon wuchert ja bekanntlich die Geldmenge krebsartig und kann in keiner Weise mehr mit dem Zuwachs an realer Arbeit / Leistung in Einklang gebracht werden. Also noch ein Argument für die völlige Wertlosigkeit des Papiers.

  7. Leider geht die Inflationsbetrachtung nicht tief genug. Jeder der Lohn bekommt oder Selbständig arbeitet (oder anders über Geld verfügt) verliert als erstes einen Teil seines Geldes an den Staat in Form von Steuern. Danach kommt die nächste Stufe die Sozialversicherungsbeiträge (Krankenversicherungsbeiträge) … dann und erst dann geht er einkaufen. Das ist dann der Warenkorb.

    Bevor wir also unser Geld ausgeben dürfen haben wir einen Großen teil der Inflationsunberücksichtig ist schon ausgegeben. D.h. der Warenkorb kann gar nicht deutlich teurer werden.

    Ein Beispiel die Krankenversicherungsbeiträge steigen dieses Jahr um 0,9 % .. ist ja nicht viel.. wenn es von 100 % wäre aber sie steigen auf 15.5 … (und das ist dann doch bischen mehr Inflation)

    in diesem gehen übrigens auch bis mom 19 % an Märchensteuer weg. Uns wird also ein Warenkorb vorgehalten der nur je nach Sichtweise zwischen 20 und 30 % unseres frei verfügbaren Einkommens darstellt als Inflation verkauft.

  8. dass die offizielle inflation (laut Warenkorb) nicht die echte Inflation ist, welche bei der Bevölkerung ankommt, dass ist dem interessierten Leser bekannt. Eine Inflation ist auch an sich nichts Schlimmes, jedoch geht es immer auch um die Größe und um die Wirkung. Ich bejahe die Grundaussage des Artikels, dass wir jetzt ganz knapp am Abgrund stehen und wer weiß, vielleicht sind wir morgen schon wieder einen Schritt weiter, vielleicht der entscheidende Schritt!

    Ich kann mir wirklich gut vorstellen, dass schon bald LEbensmittel im Mittelpunkt stehen und das Geld nicht mehr das ist, was es einmal war.

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