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Wie erkennt man die Wahrheit? Ein unbequemer Weg

„Nichts glauben – selbst prüfen“ ist zwar für viele Kritiker der richtige Ansatz, doch fühlen sie sich häufig überfordert damit, auf eigene Faust zu einer qualifizierten Antwort ihrer Fragen gelangen zu müssen.

Tief verwurzelt steckt in vielen von uns das Bequemlichkeitsvertrauen, behauptete Aussagen würden schon stimmen, wenn diese aus dem Munde von mainstreamkritischen Menschen kommen.

Ist es wirklich so schwer, eigenverantwortlich zu denken, zu prüfen und zu handeln? Manchen Verschwörungstheorien nach zu mutmaßen, erscheint der blinde Glaube tatsächlich sehr verbreitet.

Die Teppichmesser-Angriffe vom 11. September 2001 sind der Faktenlage nach unzweifelhaft eine Lüge der amerikanischen Regierung. Auch die Klimaerwärmung, angeblich durch „schädliches“ CO2 verursacht, ist schon zigfach als Lüge entlarvt worden. Eine lange Liste mit weiteren Lügen könnte man hier anführen und niemand würde daran zweifeln, weil sie sich alle wasserdicht beweisen lassen.

Wesentlich dünner bis hauchdünn sieht es z.B. bei solchen Themen wie HAARP, Chemtrails, Bewusstseinssprung 2012, Ernährung bzw. den angeblichen Unfällen von Jörg Haider oder dem Flugzeugabsturz von Smolensk aus. Hier gibt es unterschiedliche Lager, von denen die einen vom Wahrheitsgehalt der Behauptungen völlig überzeugt sind, währen die anderen die angeblichen „Beweise“ – sofern überhaupt vorhanden – nicht akzeptieren.

Jeder von uns hat grundsätzlich drei Möglichkeiten, sich zu entscheiden:

  1. Er schließt sich den Befürwortern an.
  2. Er schließt sich den Gegnern an.
  3. Er bildet sich eine eigene Meinung.

Indem Sie mit den Leuten sprechen, finden Sie leicht heraus, welche Wahl diese getroffen haben. Sie werden mit Erschrecken feststellen, wie wenige der angeblich selbst denkenden Menschen sich tatsächlich ein eigenes belastbares Meinungsbild gemacht haben.

Was ist die typische Ausrede?

Wer hat denn soviel Zeit und Hintergrundwissen, um alle vermeintlichen Lügen der Welt auf ihren Wahrheitsgehalt hin prüfen zu können? Da hätte ich viel zu tun.

Sie müssen ja gar nicht alles prüfen, denn niemand kann die gesamte Welt verstehen und auch niemanden interessieren alle Themen gleichermaßen. Allerdings sollten Sie sich dann auch überlegen, ob Sie zu jedem Thema eine Meinung haben müssen bzw. ob Sie diese äußern. Ein schlichtes „ich weiß es nicht“ oder „dazu habe ich noch keine eigene Meinung“ könnte dem Gegenüber signalisieren, dass Sie sich ohne eigene Überprüfung auf nichts festlegen möchten. Das ist keine Ausrede, sondern ganz legitimes Vorgehen.

Aber wie prüft man denn nun richtig? Für die Dinge, die Sie tatsächlich ernsthaft hinterfragen wollen, gibt es durchaus praktische Ansätze. Die folgende Liste können Sie bestimmt noch mit eigenen Ideen und Erfahrungen ergänzen:

  • Lassen Sie Ihr Gefühl nicht außen vor, sondern prüfen Sie Aussagen ganz banal auf Plausibilität und darauf, ob sie grundsätzlich in Ihr Weltbild passen könnten. Was ist jedoch, wenn das Gehörte nicht mit dem Gelernten in Einklang zu bekommen ist? Könnte das eigene Weltbild falsch sein? Nun, warum nicht? Wissen wir nicht längst, dass wir ständig hinzulernen müssen?
  • Aufpassen müssen Sie auch bei den Themen, die allgemein geglaubt werden. Nicht selten geschieht dies aus purer Gewohnheit oder dem Herdentrieb heraus, frei nach dem Motto „viele Fliegen können nicht irren“. Schauen Sie lieber genau hin. Manchmal reden zwar alle Fliegen von einer Pizza, sitzen aber in Wirklichkeit auf einem Kuhfladen.
  • Überprüfen Sie Behauptungen mit ganz simplen Fragen. Sie geben sich damit keine Blöße, wenn Sie beispielsweise einen Chemtrail-Anhänger plump damit löchern, warum denn ganz offensichtlich das „Gesprühe“ keine gesundheitlichen Effekte hat oder ob er Ihnen die physikalischen Grundlagen zur Entstehung von Kondensstreifen erklären kann. Auf diese Weise erkennen Sie schnell, wie fundiert die von dieser Person geäußerten Behauptungen sind.
  • Fragen Sie sich zudem, wer davon profitieren würde. Wer erlangt einen Vorteil, wenn die Aussage stimmt und wer hätte umgekehrt einen Nutzen, wenn sie eine Lüge wäre? Denken Sie an Berlin. Dort in der Regierung wird grundsätzlich nur gelogen und immer profitiert irgendjemand davon. Manchmal sollen auch Dinge nur vertuscht werden, was ebenfalls ein Motiv zur Lüge wäre.
  • Eine relativ sichere Prüfmethode sind die Massenmedien. Was von diesen breit und laut als wahr und richtig benannt wird, dürfte in Wahrheit relativ häufig mehr als fragwürdig oder gar falsch sein. Was dort publiziert wird, unterliegt nicht dem Zufall, sondern einer ganz klaren Selektion.
  • Jeder von uns ist auf irgendeinem Gebiet ein Fachmann. Daher gibt es immer auch Themen, die Sie wirklich selbst nachprüfen können. Schwieriger wird es bei uns nahestehenden Personen und deren Fachgebieten. Diese Menschen genießen häufig unser blindes Vertrauen und wir glauben ihnen daher möglicherweise zu leichtfertig.
  • Nicht für alle Behauptungen benötigen Sie einen Spezialisten. Oft reicht schon ein Anruf oder ein Blick ins Internet, um den Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Dort, wo Sie das tatsächlich auf diesem Wege tun können, sollten Sie es auch. Und nicht alle Dinge müssen Sie bis ins letzte Detail verstehen, um sich ein eigenes Urteil bilden zu können.
  • Wenn Ihnen vor lauter Überprüfungszwang der Kopf brummt, dann sortieren Sie aus. Ist ein Thema für Sie überhaupt nicht relevant, dann haken Sie es doch einfach ab. Warum sollten Sie sich unnötig verwirren oder Ihre Zeit stehlen lassen? Es gibt genug andere Leute, die sich damit besser auskennen und hoffentlich selbst nachprüfen.
  • Außerdem dürfen Sie sich ebenfalls darauf berufen, nicht zu allen Dingen eine Meinung haben zu müssen. Wer will Sie dazu zwingen? Natürlich ist damit nicht gemeint, die Lügen der Welt lieber einfach zu glauben, es geht einzig um die Masse der Lügen, welche uns manchmal zu ersticken droht. Bevor Sie sich aus Bequemlichkeit ungeprüft einem Lager anschließen, bleiben Sie besser neutral und ohne Meinung.
  • Wenn Sie sich fachliche Unterstützung von irgendwelchen „Experten“ holen, dann achten Sie darauf, welcher Lobby diese evtl. dienen. Sie sollten immer bedenken, dass Experten in der Regel abhängig sind und von ihrem Wissen leben. Einen befreundeten Arzt beispielsweise werden Sie wohl kaum als Experten zur GNM befragen können, weil diese ihm seine Existenz rauben würde. Konkrete und für den Arzt nicht offensichtlich zur GNM gehörende Details dagegen, sind durchaus überprüfbar, indem Sie bei Ihrer Frage an ihn, den Kontext weglassen.
  • Ganz wichtig ist auch zu hinterfragen, woher die sogenannten Experten ihr Wissen haben. Handelt es sich dabei um Fachleute oder lediglich um Personen, die vorgeben, sich mit einem Thema auszukennen? Was steckt hinter ihrem Expertenwissen?
  • Oft ist es für den Laien schwer, die Seriosität anderer genau festzustellen. Zum Beispiel behaupten manche Panikmacher, unsere Städte würden absichtlich mit hunderten von Mobilfunkantennen „verseucht“, um uns zu verstrahlen bzw. unser Denken und unser Bewusstsein dadurch zu verändern. Schon für technisch wenig versierte Leute wie einen Mobilfunkhändler, ist diese Behauptung ganz einfach zu widerlegen, weil für die vielen Mikrozellen mit geringer Reichweite und entsprechend schwacher Antennenstrahlung einfach eine sehr hohe Anzahl an Sende- und Empfangsanlagen notwendig sind.
  • Stellen Sie auch immer das Expertenwissen dieser Leute in Frage, indem sie diese mit Details konfrontieren. Erhalten Sie auf Ihre Frage überhaupt eine Antwort? Wie argumentiert Ihr Gegenüber, faktisch und belegbar oder versucht er nur mit Scheinwissen zu glänzen? Kann er auch eigenes Unwissen eingestehen? Erhalten Sie stattdessen schlichte Vermutungen oder das ehrliche Eingeständnis bzw. das Angebot, sich erst noch kundig zu machen?
  • Berücksichtigen Sie zudem, ob der Experte der richtige Ansprechpartner ist. Handelt es sich um einen Hobbyexperten, der aus Freude am Thema Bescheid weiß oder agiert er als Verkäufer eines entsprechenden Produktes? Dann fragen Sie lieber seine Kunden. Sie können z.B. einen GNM-Studienkreisleiter, der von Beruf Schreiner ist, sicher in vollstem Vertrauen zu gesundheitlichen Themen befragen, während der Rat eines anderen GNM-Fachmanns, der nebenbei Vitaminpillen verkauft, eher mit Vorsicht zu genießen ist.
  • Ein weiterer Punkt in Bezug auf die Unabhängigkeit eines solchen Fachmanns ist, welche Folgen hätte es für ihn, wenn er durch Ihre Fragen einen gravierenden Fehler in seinem bisherigen Wissens- und Handlungsmodell feststellen würde? Käme dieses Eingeständnis seiner wirtschaftlichen und sozialen Kapitulation gleich? Wenn ja, können Sie fast davon ausgehen, von dieser Person niemals die Wahrheit zu erfahren, sondern das, was sie glauben will oder muss.
  • Ganz grundsätzlich sollten Sie bei Themen, die Ihnen besonders wichtig sind, immer mehrere Meinungen einholen. Je unterschiedlicher die Voraussetzungen der befragten Fachleute sind, desto verlässlicher wird eine übereinstimmende Antwort sein. Manchmal haben Sie sogar die Gelegenheit, eine Diskussion dieser Leute zu verfolgen und können so verschiedene Meinungen gleichzeitig betrachten.
  • Lassen Sie sich keinesfalls vom Auftreten der Personen blenden, denn hervorragende Redner sitzen auch in der Politik und trotzdem kommt nichts Gutes dabei heraus. Es zählen v.a. die Inhalte, die Überprüfungmöglichkeiten und die Glaubwürdigkeit.

Ein gesundes Maß an Skepsis, genügend Offenheit und großer Lernbereitschaft sowie eine ganze Portion an gesundem Menschenverstand helfen Ihnen dabei, die Wahrheit über die vielen schwierigen Themen der Welt herauszufinden. Eine Garantie zur Wahrheitsfindung gibt es schlussendlich aber nicht, dessen sollten wir uns bewusst sein.

Das bedeutet nicht, dass wir wie Unwissende resignieren sollen, sondern dazu bereit sind, unsere Ansichten immer wieder einer veränderten Faktenlage anzupassen, anstatt aus purem Geltungsdrang oder falschem Stolz, eine einmal gefällte Entscheidung niemals mehr revidieren zu können. Denn was bringt uns das Festhalten an falschen Tatsachen? Andere Menschen werden dies erkennen und unsere eigene Glaubwürdigkeit nimmt dadurch Schaden.

Es ist keine Schande, seine Meinungen zu ändern. Niemand verbietet uns, dazuzulernen. Doch es ist sträflich, wider besseres Wissen, eine falsch eingeschlagene Richtung beizubehalten und am Ende vielleicht noch andere Leute auf diese Weise in die Irre zu führen. Niemand ist ohne Fehler, wir sind alle Menschen. Irrtum ist erlaubt, Korrektur erwünscht.

Das eigene Prüfen ist immer eine Gratwanderung zwischen Vertrauen, Eigeninitiative und Bequemlichkeit. Auch die Neugier, die verfügbare Zeit und ein besonderes Interesse an bestimmten Themen, spielen eine wesentliche Rolle.

Finden Sie für sich den richtigen Weg, um die Wahrheiten der Welt zu erkennen. Setzen Sie möglichst auf nachvollziehbare und überprüfbare Fakten und glauben Sie lieber nicht soviel. Den Glauben sollten Sie sich für etwas wichtigeres bewahren.

98 Kommentare zu “Wie erkennt man die Wahrheit? Ein unbequemer Weg

  1. Zu 79…

    Sünde ist auch so ein heikles Thema, ist wirklich jeder Mensch ein Sünder??? Oder will jemand/etwas uns ein schlechtes Gewissen a`la Klimagate machen.

    Wenn ich das wüsste.

    Und Entschuldigung schonmal für alle tiefgläubigen Christen, das ich meine Gedanken geoffenbart habe, auch wenn manche an Blasphemie erinnern. Ich hoffe GOTT erkennt mein suchen nach IMH u. der WAHRHEIT…
    ——-
    Ich muss jetzt etwas zur Ruhe kommen, das war jetzt echt sehr anstrengend für mich.

    Ich bete zu unserem wahrhaftigen, allmächtigen, allwissenden u. vollkommenen GOTT. Bitte Herr, ich flehe dich an, lass dein Wort die WAHRHEIT sein, u. bitte lasse uns diese auch verstehen. Bitte beschütze uns vor allen bösen, u. schlechten Mächten. Und vergib uns, unsere Fehltritte, unsere Zweifel, u. unsere Sünden. Bitte heile uns, mache uns gesund. Ich schäme mich das ich nicht die WAHRHEIT aus ganzem Herzen erkenne. Bitte gib uns Weisheit, u. die Erkenntnis um errettet zu werden…

    AMEN

    Maranatha

    Matthias

  2. OH, Du hast Dich so sehr verausgabt. Alle diese wirren Dinge.

    Ich weiß nicht so recht, wie ich mich dazu stellen soll, denn wenn andere Menschen sagen, sie wurden von Außerirdischen „geholt“, dann müsste man das eigentlich glauben.
    Zuuuu viele Menschen erzählen davon, vor nicht all zu langer Zeit war ein Pärchen im TV, die behaupteten, sie werden regelmäßig „geholt“ und haben sich auf einem Raumschiff kennengelernt. war eine merkwürdige Geschichte.

    Also ich bin noch nicht zum lesen deiner Dateien gekommen. Habe sie gespeichert und werde sie in Kürze lesen.

    Bis bald

  3. Hallo lieber Matthias,

    da bist du strange unterwegs ;)

    Höre mal kurz zu, bitte.
    Zuerst, die Dinge die du liest und denkst und dich mit beschäftigst, die fangfen deine Aufmerksamkeit und nisten sich bei dir ein.
    Sprich: Liest du dämonisches, bekommst du solches an den Hals! Das bitte nicht unterschätzen.

    Ansonsten ist der Gott des AT der Herr Jesus Christus selbst.
    Der liebe Vater hat Ihm den Auftrag gegeben für alle Sünde aus dem AT am Kreuz im menschlichen Fleisch zu sterben. Dafür kam zur Erlösung erstmals der Heilige Geist des Vaters zur Erde an Pfingsten und nun ist unser Herr erhöht zum Vater und kommt wieder um die alte Zeit und alle die darin verharren (auch greys & Co) zu vernichten, uns zu erretten…
    Ich hoffe er hat unsere neue Welt bald soweit und kommt auch bald uns zu holen und dann das Gericht.

    Du kannst durch den Opfertod unseres Herrn das AT nicht mit dem NT vergleichen, nicht wirklich, das sind zwei Welten.

  4. zu 82

    also, die Dinge sind wirklich nicht ganz leicht.

    Rolf gibt dir sicher gern meine Mailadresse, beziehe dich einfach auf diesen Artikel.

    Ansonsten wünsch ich dir gute Erholung und wachsende Klarheit,
    der Herr möge dein Gebet erhören und dich segnen!

    Martin

  5. Lieber Matthias,

    was mir gerade noch durch den Kopf ging, es geht um um die Themen mit den Formwandlern, deinem Glauben und deinen „Rückschritten“ das du zweifelst und nicht mehr weißt was Recht und was Unrecht ist. Dazu ist mir ein passender Vers eingefallen.
    Wenn du doch schon einige Zeit unter Wort des Herrn gegangen bist du ja schon ein Stück geheiligt und von unreinen Geistern gereinigt. Also beachte bitte folgende Warnung:

  6. Matt 12

    Von der Rückkehr unreiner Geister

    43Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandelt er dürre Stätten, sucht Ruhe, und findet sie nicht. 44Da spricht er denn: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er’s leer, gekehrt und geschmückt. 45So geht er hin und nimmt zu sich sieben andere Geister, die ärger sind denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie allda; und es wird mit demselben Menschen hernach ärger, denn es zuvor war. Also wird’s auch diesem argen Geschlecht gehen.

    Ich hoffe dir geht es wieder besser, halte den Blick auf die Erlösung und meide den Rest. Es hält dich nur ab vom Ziel, der Satan ist sehr listig und versucht dich wieder nach unten zu ziehen…

    Der Herr segne dich und schütze dich!

    Martin

  7. Lieber Matthias,

    Deine Kommentare haben mich sehr berührt.

    Du hast recht, wenn Du sagst: „Sie muss von dem einen GOTT geschrieben sein, der uns Menschen liebt. Ich kann mir etwas anderes einfach nicht vorstellen, u. das lässt sich sonst auch nicht mit meinem Gefühl in Einklang bringen.
    Weißt Du, WIR Menschen sind im Grunde friedfertig, viele verabscheuen Hass, Streit, Gewalt, ja selbst Lügen“.

    Sei Dir sicher, dass Gott an uns interessiert ist!

    Zu allem Übel verleiten Geistliche die Menschen manchmal zu dem Gedanken, Gott sei gefühllos. Wie tun sie das? Wenn jemandem etwas Tragisches zustößt, sagen sie, das sei Gottes Wille. Damit geben sie praktisch Gott die Schuld für all das Schlimme in der Welt.

    Ist Gott aber wirklich schuld?

    Was lehrt die Bibel? Jakobus 1:13 gibt uns die Antwort:

    „Keiner sage, wenn er versucht wird: ‚Ich werde von Gott versucht.‘ Denn Gott kann nicht von üblen Dingen versucht werden, noch versucht er selbst irgendjemand.“

  8. Das Böse, das wir überall um uns herum sehen, kommt also niemals von Gott (Hiob 34:10-12). Es stimmt zwar, dass er es zulässt. Aber zulassen ist etwas ganz anderes als verursachen.

    Gott ist außerdem heilig (Jesaja 6:3). D. h, er ist durch und durch rein. An ihm ist nicht die leiseste Spur von Schlechtigkeit. Deshalb können wir ihm völlig vertrauen. Das kann man von Menschen nicht sagen, da sie sich manchmal sehr zum Schlechten verändern. Und selbst wenn es einflussreiche Personen noch so gut meinen, haben sie doch oft nicht die Macht, den Schaden zu beheben, den böse Menschen anrichten.

    Gott dagegen ist allmächtig. Er kann und wird die Auswirkungen der Bosheit, unter denen die Menschheit bis heute zu leiden hat, restlos beseitigen. Wenn Gott eingreift, wird er das Böse ein für alle Mal ausmerzen! (Psalm 37:9-11).

    Wie empfindet Gott, wenn er sieht, was in der Zwischenzeit in der Welt und im Leben jedes Einzelnen von uns geschieht?

  9. In der Bibel heißt es:

    „[Gott] liebt das Recht“ (Psalm 37:28).

    Deswegen ist es ihm alles andere als gleichgültig, was recht und was unrecht ist. Er hasst jede Art Unrecht.

    Wie die Bibel sagt, „schmerzte [es] ihn in seinem Herzen“, als die Welt in alter Zeit voller Schlechtigkeit war (1. Mose 6:5, 6). Gott hat sich nicht geändert (Maleachi 3:6).

    Es widerstrebt ihm nach wie vor sehr, all das Leid auf der Welt zu sehen. Und er möchte Menschen nicht leiden sehen. Die Bibel sagt: „[Werft] all eure Sorge auf ihn . . ., denn er sorgt für euch“ (1. Petrus 5:7).

    Wenn Du mehr wissen möchtest, melde Dich einfach.

  10. Die Bibel allein offenbart, wer den Sinn der Menschen in dem weltweiten „System der Dinge“ verblendet.

    Wer ist es? Es ist der, „der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt“. Er manipuliert die organisierte Menschheit so erfolgreich, daß ihn die Bibel den „Gott“ dieses Weltsystems nennt (2. Kor 4:4; Off 12:9).

    Dieser „Gott“ ist kein schwarzer Mann draußen vor dem Fenster. Er ist ein unsichtbares Geistgeschöpf, ein machtvoller politischer Stratege, der Jesus in dem erfolglosen Bemühen um seine Ergebenheit alle Königreiche der Welt anbieten konnte (Lu 4:6, 7).

    Offensichtlich hatte Satan schon anderen solche Macht gegeben, bevor er sie Jesus anbot, denn wie das Bibelbuch Daniel zeigt, haben rebellische Engel Autorität über Weltmächte bekommen und sind zu Bevollmächtigten mit so hohen Titeln wie „Fürst von Persien“ und „Fürst von Griechenland“ geworden (Dan 10:20, 21).

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