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Am Ende des Systems wartet die Freiheit – ein Irrtum

Warum glauben so viele der kritischen Menschen, dass sich unsere heutige Lage verbessern und sich schlussendlich nach dem vermeintlich bevorstehenden Zusammenbruch unseres Gesamtsystems eine Situation einstellen würde, in der echte Freiheit zurückgewonnen werden könnte?

Treibt sie Vernunft oder lediglich Hoffnung auf eine bessere Zukunft an? Welche Veranlassung zu diesem Wunschdenken gibt es neben den unzähligen Hinweisen auf eine völlig gegenteilige Entwicklung? Ist nicht viel eher die totale Versklavung der Menschheit realistisch?

Zunächst einmal sollten wir bedenken, wie gut es uns in fast jeder Hinsicht heute immer noch geht. Weder mit Hungersnot noch mit Kriegsfolgen oder ständiger brutaler Gewalt haben wir zu kämpfen, dies geschieht in unserem Land nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Allgemeinheit geht es bei uns im Vergleich zum Großteil der Welt sehr gut. Wir beklagen uns daher grundsätzlich auf einem hohen Wohlstandsniveau, welches verständlicherweise verteidigt werden soll.

Was jedoch vielen von uns wirklich auf den Nerv geht, sind die allgegenwärtigen Lügen. Es gibt im Grunde keinen einzigen Lebensbereich mehr, der nicht mit Betrug und finanziellen oder machtpolitischen Einflüssen durchzogen ist. Von der Umwelt über die Wirtschaft, die Bildung bis hin zur Familie und der Gesundheit – alles ist bis ins letzte Eck vollgestopft mit Lügen und Korruption. Selbst den banalsten Dingen wie beispielsweise dem Wetter, wagen viele nicht mehr zu trauen.

Schon aus dieser Motivation heraus erhofft sich fast jeder Mensch mit Durchblick die Erlösung von dem Bösen, welches die Welt ganz offensichtlich fest im Griff hat. Es gibt unzählige Ideen und Ansätze für ein Leben in neuer Freiheit, wenn dieses alte, kaputte System den Geist aufgeben wird. Es stellt sich nur schlicht die einfache Frage: Wird dies geschehen? Wird sich der Betrug selbst zerstören?

Viele sagen „ja, das alte System wird einstürzen und sich selbst beenden“. Dabei dürfte eigentlich den meisten durchaus bewusst sein, wie wenige aller Ereignisse tatsächlich ungesteuert geschehen. Ohne gleich an die Weltverschwörung zu glauben kann man jedoch davon ausgehen, dass sogar der Sack Reis, der in China umfällt, kaum zufällig einfach nur so umgekippt ist. Irgendwer hat ihn umgestoßen, weil er davon direkt oder indirekt profitiert.

Im Hinblick auf die Marionetten, z.B. in den Regierungen vieler Länder, stimmt es sicherlich, dass manche der Machthaber „geopfert“ werden, wenn sie keine Systemrelevanz mehr besitzen. Die wirklich richtungsweisenden Änderungen allerdings treffen nicht diese Politiker, sondern immer deren Hintermänner. Wer von den tanzenden Puppen nicht pariert, der fliegt. Betrachten Sie sich nur einmal die Verbindungen einiger der bekanntesten Marionetten zu den wichtigsten Clubs der Erde.

Sollten wir wirklich annehmen, die Welt würde eine Chance für Freiheit und einen großartigen Umbruch erhalten, wenn Merkel, Sarkozy, Obama und Van Rompuy plötzlich von der Bildfläche verschwinden würden?

Nichts dergleichen ist auch nur im Ansatz denkbar. Die wirklich Mächtigen hinter den Kulissen haben die Fäden fest in der Hand und geben diese niemals kampflos oder gar freiwillig aus der Hand. Verrückt, wer annimmt, das wäre anders. Im Gegenteil, diese heimlichen Machtpositionen werden immer weiter ausgebaut. „Man“ ist der dumpfen Masse stets etliche Schritte und den Aufgeklärten mindestens noch zwei voraus.

Das ist vermutlich auch der Grund, warum viele Kritiker glauben, sie könnten diese Welt noch retten oder entscheidend verändern, denn sie erkennen nicht, wie sie in Wahrheit an der Nase herumgeführt werden. Jeder, der sich in die Position der wahren Mächtigen hineinversetzen kann, wird verstehen, wie wichtig es ist, das Gefühl der scheinbaren Einflussnahme auf den Fluss der Welt bei diesen Kritikern aufrecht zu erhalten. Wenn diese „gefährlichen“ Menschen – also diejenigen mit Aufklärungswissen und Veränderungswillen – in dem Glauben gelassen werden, sie hätten ein scheinbares Veränderungspotenzial in der Hand, dann kann man auch diese steuern.

Nur rein theoretisch wäre es denkbar, die geheime Herrschaft zu entmachten. Dazu müssten sich allerdings zunächst die Völker der Welt vereinigen, dann die wahren Machthaber enttarnen und schlussendlich gemeinsam und koordiniert auf sie losgehen. Klingt einfach, man müsste nur eine genügend große Masse an Gleichgesinnten dazu bringen. Aber versuchen Sie doch einmal einen normal Systemgläubigen auch nur davon zu überzeugen, dass die Sache mit der Klimaerwärmung eine Lüge ist. Ihre Motivation zur Weltrevolution dürfte sich nach diesem Unterfangen recht schnell in einen CO2-haltigen Seufzer auflösen.

Etwas abseits von den scheinbaren Realisten, die mittels Aufklärung oder notfalls auch Gewalt, die Freiheit der Menschen zurückerobern wollen, liegt die Fraktion der esoterischen Bewusstseinserweiterer, die auf eine Erlösung ganz von selbst warten und hoffen. Eine tragfähige und nachvollziehbare Basis wird man in dieser Gruppe allerdings nicht finden, denn hier ist allein der Wunsch nach Freiheit der Vater des Gedanken. Fragen nach dem konkreten Grund einer derartigen Veränderung aus dem Nichts werden nur mit Schulterzucken oder astrologischem Glauben beantwortet.

Ein bisschen zu wenig, um die Welt wirklich zu verändern, nicht wahr? Dabei scheint die Freiheit zum Greifen nah, es müsste nur die politische Elite verschwinden, die uns in immer größerem Maße drangsaliert. Ideen für die Zeit „danach“ gibt es ohne Ende. Lediglich eine Sache stört dabei: Wie sieht die Zukunft aus? Was wird geschehen? Fährt man das System kontrolliert herunter oder wird man eine große Katastrophe provozieren? Wie sollte sich denn der normale Bürger auf alle Eventualitäten gleichzeitig vorbereiten?

Das ist schlicht unmöglich, wir bleiben im Blindflug, bis zum bitteren Ende. Keiner weiß wirklich, was wann wie geschehen wird. Das sieht man allein schon daran, dass spontane Börsencrashs wie am 06.05.2010 selbst von „Experten“ nicht wirklich erklärt werden können. Wie sollten derartige Ereignisse daher gar vorausgesagt werden können? Ähnliches erleben wir in Bezug auf eine mögliche Währungsreform. Auch hier herrscht völlige Unklarheit, es bleibt nur die Spekulation.

Machen wir uns nichts vor, wir sind der Willkür einiger weniger Menschen ausgesetzt, die wir nicht kennen. Wir wissen nicht einmal, ob sie überhaupt existieren. Noch weniger haben wir daher die Möglichkeit, uns gegen sie zu wehren oder aufzulehnen. Ein weltweites Bündnis gegen diese globale Versklavung ist daher reine Utopie, so hart es klingen mag. Wenn wir ganz ehrlich und realistisch sind, müssen wir uns eingestehen, dass wir machtlos sind in Bezug auf eine Veränderung der Welt hin zum gesamt Positiven.

Was wir dagegen tatsächlich tun können, jeder für sich, beschränkt sich auf den eigenen kleinen Horizont. Für diesen tragen wir allerdings tatsächlich selbst die Verantwortung, können im Kleinen für uns etwas verändern und können uns auch nicht herausreden, denn es ist unsere eigene Sache. Wer die große Welt verändern will, sollte daher seine eigene kleine Welt nicht aus den Augen verlieren, denn diese ist zunächst die wichtigere.

Lassen Sie sich durch diese Erkenntnis aber nicht entmutigen, denn unser Schöpfer hat uns einen Weg gezeigt, wie wir dem offensichtlichen Dilemma entfliehen können. Nicht zufällig ereignen sich zur Zeit Dinge, die schon lange vorher vorausgesagt wurden. Diese Zeichen sind der Indikator für das, was sich bald erfüllen wird.

Setzen Sie daher die richtigen Prioritäten und lassen Sie sich nicht durch scheinbare Lösungen auf einen falschen Weg lenken. Verschwenden Sie Ihre kostbare Energie nicht mit Dingen, die nüchtern betrachtet keine Zukunft haben können. Weisen Sie vielmehr Ihren liebsten Mitmenschen den Weg heraus aus dieser allgegenwärtigen Lügenillusion. Wer weiß, wie lange dafür noch Zeit bleibt.

47 Kommentare zu “Am Ende des Systems wartet die Freiheit – ein Irrtum

  1. Zu 37Siebenzack

    „Die Weltregierung wird kommen daran kann niemand etwas ändern.

    Wie wäre es damit: Wir haben sie schon! ;-)“

    *******

    Wenn die Bevölkerung nicht mitmacht, dann haben die (die sogenannte „Elite“) gar nichts. Es liegt also in der Hand des Volkes und lag es immer, was passiert.
    Leider gibt es zu viele willige Helfer und Helferinnen und solange die mitmachen, haben die wenigen Superrreichen auch die Kontrolle. Es gäbe keine Armee, wenn es keine Soldaten (und medizinisch ausgebildete Handlanger) gäbe. Man droht mit Zwang über Gesetze und droht mit Sanktionen bei nichtbefolgen derselben und schon schürt man damit soviel Angst, dass alle bereit sind willig mitzumachen. Der Gesetzgeber befiehlt, der Gesetzgeber schlägt vor, der Gesetzgeber sieht das so und so vor, der Gesetzgeber straft ab. Der Gesetzgeber, wer ist das? Ich kenne ihn nicht. Wenn es vor Gericht heißt, im Namen des Volkes, so ist das eine totale Lüge. Das Volk hat nichts zu sagen, absolut nichts.

  2. Hallo Martin,

    ich möchte nicht, daß meine Fragen unbeantwortet bleiben, dafür schlage ich mich schon zu lange mit der Thematik herum.
    Gerne möchte ich Dir eine PDF zusenden und Deine Meinung dazu wissen.
    Du bist für mich ein sehr kompetenter Ansprechpartner.
    Schreib`mich bitte mal an: bjsfix(at)yahoo.de Danke :-)

  3. 39-Jochen

    Gesetzgeber ….. das Grundgesetz ist nur ein Vorläufer, von dem, was kommen wird. Und das Volk, das wird erst noch entstehen, doch zum Guten hin, zum Humanen.

    Wir sind an einer Zeitalterwende, die einer der sichtbaren Gründer des Templerordens, Jehan de Vezelay ( Joh. v. Jerusalem) schon um 1100 !!! exakt beschrieben hat. Es ist schon erstaunlich, das dieser „Seher“ von Muslimen im Europa nach 2000 schreibt, von Raumfahrt, Städten auf dem Wasseretc etc, der konnte aber verdammt genau „sehen“.

    http://www.j-lorber.de/proph/seher/johannes-von-jerusalem.htm

    Ich denke, wir stehen sehr zeitnahe vor

    Neues Zeitalter

    Wir erleben hier den Abriss des alten Systems.

  4. Hallo Uteeee,

    dann freu ich mich auf deine Antwort. Die Mail meinerseits ist raus.
    Und danke für die Vorschußlorbeeren :)

    LG
    Martin

  5. Der Artikel des Kollegen hat es mal wieder auf den Punkt gebracht. Vielen Dank für Ihre Mühe und Arbeit!
    Leztendlich erschaffen wir unsere eigene Realität. Dies gilt natürlich nicht nur fur das Individuum, sondern auch für das Kollektiv.
    Dazu das Sprichwort: „Das Volk bekommt die Regierung, die es verdiehnt“.
    Dabei mögen durchaus die eigentlichen Fäden von Leuten hinter diesen Regierungen gezogen werden. Dennoch haben wir direkten Einfluss auf das „Werkzeug“ dieser Hintermänner, ja sogar auf diese selbst. -Alles eine Sache des Glaubens bzw. der inneren Überzeugung. Es gibt dazu einige Bibelstellen die dies genauer erklären. Doch an der Stelle möchten wir das recht unbekannte Genie Walter Russel zitieren:
    „…dies ist ein Universum des Scheins; ein vorgestelltes Universum des Denkens, ein Tat-Universum des Verlanges. Was der Geist verlangt, das wird im Abbild dieses Verlangens erscheinen. Suche also, was du willst, in mir und du wirst es finden. —> weiter

  6. –> …Wünsche, was du willst und siehe, es steht vor dir. Es war seit Äonen dein, ohne dass du es wusstest, auch wenn du gerade erst darum gebeten hast.
    Sitze nicht und bitte, ohne zu handeln, denn ohne das Zutun deiner starken Arme wird sich deine Sehnsucht nicht erfüllen… (aus die göttliche Iliade)
    Nach der Idee Russels entsteht alles aus dem Einen, entfaltetet sich in dualem Ungleichgewicht (Gegensätzlichkeiten). Tauscht sich gegenseitig bis zum Gleichgewicht aus, um sich dann wieder in Gegensätzlichkeiten zu dem Einen einzufalten.

  7. @ Wilhelm Landberger

    Denken wird groß geschrieben. Nur wer einen Gott, ergo einen Hirten hat ist das Schaf. Wenn ich dennoch eines sein sollte, dann aber ein schwarzes.

    Echt mal, der Autor dieses Textes hat eindeutig die Seiten gewechselt und aufgehört zu denken.

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