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Sophie und der Sektenboss – ein kindlicher Blick in die Zukunft

Auf sehr ungewöhnliche Weise wird in diesem Film ein Blick in die vollüberwachte Zukunft geworfen, in welcher Menschen einzig mit einem Chip in der rechten Hand oder in der Stirn bezahlen und am „normalen“ Leben teilnehmen können.

Sophie, ein junges und absolut liebenswertes Mädchen spielt ihre Rolle in einer rührenden Art und hält uns dabei den Spiegel vor. Welche Perspektiven bietet uns eine derartige Zukunft?

Der Film wirkt eher ungewöhnlich und zeitweise vielleicht etwas fremd, was sicherlich zum einen an den vielen ganz jungen Darstellern liegt und deren noch nicht perfekt-professionellem Schauspielverhalten. Zum anderen ist das Thema ungewöhnlich, denn der Zuschauer erwartet derart problematisch anmutende Gedanken kaum in einem Film mit so vielen Kinderdarstellern. Der Streifen macht dennoch nicht den Eindruck eines Amateurwerkes und wurde Ende 2008 auf dem Filmfestival in Milano mit dem Preis für den besten Spielfilm ausgezeichnet.

Besonders die junge Hauptdarstellerin Anna-Sophia Sasek, welche die Rolle der Sophie herzergreifend und überzeugend ehrlich mit ihren damals zehn bis elf Jahren spielt, macht den Film sehr sympathisch. Anna-Sophia ist die drittjüngste in Ivo Saseks großer Familie, welcher Veranstalter der Anti-Zensur-Koalition ist.

Mit dem Filmtitel dürften viele, v.a. unaufgeklärte und systematisch voreingenommene „Normalos“ natürlich sofort ein Problem bekommen. Der Begriff „Sekte“ darf unmöglich in einem verharmlosenden Zusammenhang gebraucht werden, da er ja ansonsten nur zur Denunzierung von uns allen dient – nämlich von Menschen, die ihr Hirn nicht als Feuchtigkeitsspeicher verwenden.

Seis drum, dann sind wir eben alle Sektenmitglieder – und von welcher Sekte? Seit wann spielt das denn eine Rolle. Sekte ist Sekte und das sollte doch vollauf genügen, um das weitere Nachfragen abrupt enden zu lassen.

Was daraus die Nicht-Selbstdenker machen, zeigt diese Filmkritik des österreichischen Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, welches in Bezug auf die Altersfreigabe folgendes über den Film sagt:

Schließlich muss auch auf die negativen Folgen der Verherrlichung einer Sekte, die sich ausdrücklich gegen staatlich anerkannte religiöse Bekenntnisse richtet, hingewiesen werden, da dadurch weltanschaulich und in ihren religiösen Überzeugungen noch nicht gefestigte Heranwachsende Gefahr laufen, desorientiert zu werden.

Es mag Zufall oder Absicht sein, dass dem Sektenboss im Film der Vorname „Ron“ gegeben wird, der an den Vornamen des Scientology Gründers erinnert, jedenfalls ist eine derartige gut zwei Stunden andauernde ideologische Indoktrinierung mit halbgaren Thesen, wie z. B. dass Sophie die Nachkommin eines vergessenen Gottes sein soll, Kindern unter 14 Jahren nicht zuzumuten.

Nunja, das übliche Gewäsch von mainstreamorientierten, gutmenschlichen Sozialpädagogen eben.

Auch wenn der 121 Minuten lange Film hauptsächlich Kinderdarsteller verwendet, freigegeben ist er erst ab 16 Jahren, was durchaus angemessen ist. Es gibt zwar keine richtige Gewalt, aber die Inhalte sind teilweise nicht ganz einfach verdaulich und nicht für Kinder geeignet.

Die Filmbeschreibung auf der DVD:

In einer Zeit, in der Zügellosigkeit sich auswächst zur blanken Gier und dem Zerfall der Gesellschaft nur die totale Überwachung gegenüber steht; in einer Zeit, in der hochgeheime Eliten ihre Ziele schon verwirklicht sehen, weil das Herz des Menschen die Fähigkeit verloren hat, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden:

In dieser Zeit lebt Sophie, die kleine, aber „ohohe“ Herrscherin über allerlei Straßenkinder, Aidswaisen und Verrückte der verlassensten Winkel der Stadt. Sophie, ein kleines Mädchen, in dem sich all das Hohe und Edle zu konzentrieren scheint, das der Menschheit verloren ging.

Aber wer ist Sophie und woher kommt sie? Ist sie eine Tochter des vergessenen Gottes oder doch nur das Produkt eines Laborunfalls? Während ein genialer Wissenschaftler versucht, ihrer Herkunft auf die Spur zu kommen, macht Sophie die Bekanntschaft mit einem irren Sektenboss. Von der Geschichte dieses Mannes seltsam berührt, macht sie sich auf, um gemeinsam mit ihren Freunden Licht in Rons Vergangenheit zu bringen. Vermag die Konfrontation mit Rons „Wahrheiten“ ihren perfekten Kinderstaat zu zerstören?

Um neben dem Trailer einen noch etwas tieferen Einblick in die Hintergründe und in seine Entstehung zu erhalten, bietet sich das knapp halbstündige „Making of“ an. Der Film kann als DVD direkt in der Schweiz bei Panorama Film bestellt werden.

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8 Kommentare zu “Sophie und der Sektenboss – ein kindlicher Blick in die Zukunft

  1. „staatlich anerkannte religiöse Bekenntnisse“

    Das brauchen wir! Ha.Ha. Heilsbringer sind aber keine Sektenbosse. Heilung ist notwendig und wichtig. Anhänger sind oft Selbstaufgehängte. Gottes Bodenpersonal ist selten und die Sebsternannten Gottesvertreter gibt es massenhaft. Wir leben in der Welt des Betruges (maya) und daher muss man sehr gut unterscheiden lernen was was ist. Die Betrüger sind sehr raffiniert in ihrem Geschäft. Der Weg zur Quelle ist nicht einfach, denn er geht gegen den Strom. Gutgläubigkeit ist eine große Disqualifikation.
    Die wirkliche Hilfe lebt auch in unserem Herzen. Wenn dir jemand hilft dies wieder zu entdecken, dann wird du frei.
    Wenn lebenslange Abhängigkeiten an so genante Meister angeboten werden, dann sei dir gewiss, hier ist eine Sackgasse.
    Unsere Aufrichtigkeit sollte uns leiten.

  2. „Nunja, das übliche Gewäsch von mainstreamorientierten, gutmenschlichen Sozialpädagogen eben.“

    Ich habe sehr viele Sozialpädagogen kennengelernt – für sehr viele mag das zutreffen, was da oben steht, bin jedoch selbst einer. Dass ich „gutmenschlich“ bin, hoffe ich doch sehr. Dass ich nicht meanstreamorientiert bin, sollten die Leser hier inzwischen wissen. Ob ich Gewäsch von mir gebe, keine Ahnung. Mache leider selbst noch gelegentlich den Fehler der ungerechtfertigten Verallgemeinerung. Lasse mich dann auch gerne darauf aufmerksam machen und nehme diese Möglichkeit Kritik zu üben aber auch in Anspruch, um andere darauf aufmerksam zu machen. Mache leider hin und wieder auch den Fehler, manches auf mich zu beziehen. Aber in diesem Fall sollte es verständlich sein.
    Was den Film angeht, mehr oder minder interessant. Wir werden eben so langsam darauf vorbereitet, was uns allen bevorsteht. Wer weiß, wer in der Filmindustrie alles seine Hände mit im Spiel hat.

  3. Offenbarung14:9 Und ein dritter Engel folgte ihnen und sprach mit großer Stimme: Wenn jemand das Tier anbetet und sein Bild und nimmt das Zeichen an seine Stirn oder an seine Hand, 10 der wird von dem Wein des Zornes Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in den Kelch seines Zorns, und er wird gequält werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm. 11 Und der Rauch von ihrer Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier anbeten und sein Bild und wer das Zeichen seines Namens annimmt. 12 Hier ist Geduld der Heiligen! Hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus! 13 Und ich hörte eine Stimme vom Himmel zu mir sagen: Schreibe: Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an. Ja, spricht der Geist, sie sollen ruhen von ihrer Mühsal; denn ihre Werke folgen ihnen nach.

  4. @3 Christoph

    die „Offenbarung“ wird verständlich, wenn man weiß welch Sündenpfuhl der Vatikan in der frühen Geschichte, insbesondere im Mittelalter, war.

    Offenbar handelt die Geschichte von mindestens drei sehr attraktiven jungen Inderinnen bei einem Zechgelage. Eine der Inderinnen war offenbar sehr unerfahren und hatte Bedenken die erwünschten Liebesdienste zu erbringen. Sie wolte nicht das die anwesenden Herren einfach wie die Tiere über sie herfielen, sondern Zeit und Zärtlichkeit. Mit „das Tier“ sind hier die animalischen, primitiven Triebe gemeint, also Sex. Sie redet den Anwesenden ins Gewissen, wünscht das sie in der Hölle schmoren mögen, vom schlechten Gewissen geplagt, und wünscht ihnen anscheinend auch den Tod…

  5. nochmal @3 Christoph

    Es wird auch klar warum diese Geschichte unter „Offenbarung“ steht: Die 3. junge Inderin hat sich als Jungfrau zu erkennen gegeben – heute würde man wohl sagen sich geoutet.

    Natürlich ist alles nur sehr wage beschrieben, man muß sich dabei aber auch bewußt sein wer diesen Gelagen beigewohnt hat und wer diese Aufzeichnungen angefertigt hat: Sehr hohe kirchliche „Würdenträger“.

  6. >die “Offenbarung” wird verständlich, wenn man weiß welch Sündenpfuhl der Vatikan in der frühen Geschichte, insbesondere im Mittelalter, war.

    Nun das kann daran liegen, dass die katholische Kirche auch nie eine Kirche der wahren Christen war und ist. Sie ist eine Religion des römischen Reiches und nicht dem Willen Gottes.

    Erstens ist es eine Kirche, die den Toten mehr verehrt als den lebendigen Gott. Wer die Toten anbetet, der ist des Todes. Gott braucht keinen Vertreter auf Erden, denn ER ist uns näher als der Papst. Das ist Blasphemie.

    Die Offenbarung spricht vom Untergang der Welt und deren Umstände. Die Offenbarung spricht vom jüngsten Gericht und von der Schuld der Menschen, doch Inderinnen kann ich leider nicht erkennnen, tut mir leid.

    Alles wird gut ;D

  7. Eine häufig zu beobachtende Tendenz ist es, die sich der Wahrnehmung geradezu aufdrängt: Je weniger jemand über die Welt, ihre Beschaffenheit und ihre wundervollen Zusammenhänge weiß, desto mehr ist er davon überzeugt, überall um sich herum Belege für die Existenz Gottes zu sehen. Man könnte fast denken, dass viele gläubige Menschen die Dummheit zu ihrem Gott gemacht hätten und alles tun, um mit aller Kraft an ihr festzuhalten.

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