Hört die Signale – das Volk hat ein Machtwort gesprochen
Da gab es eine seit über 50 Jahren regierende Partei. Ja, man kann schon von einem System sprechen, das alle gesellschaftlichen Schichten durchtränkte, wie Wasser einen Schwamm. Ganze Generationen haben ihre Erziehung, ihre gesellschaftlichen und politischen Werte, sowie ihre Existenz aus diesem System abgeleitet.
Wenn diese Menschen nun mit Ihrem Stimmzettel dieses System beenden und zwar in einer Eindeutigkeit, wie nun in Japan geschehen, dann ist das ein weltweit wahrnehmbares Signal. In Japan haben die Menschen mit ihrem eindeutigen Votum ein Machtwort gesprochen:
- Dabei wurde der Stimmungsumschwung nicht durch PR-Agenturen stimuliert.
- Der epochale Wandel kommt aus der Mitte der Gesellschaft.
- Er wurde nicht von milliardenschweren Spekulanten und auch nicht durch Geheimdienste finanziert und zu einer bunten Revolution hoch gejubelt.
- Diesen epochalen Wandel kann daher auch niemand für sich Instrumentalisieren.
- Japans Wähler dürfen darauf stolz sein und sie können sicher sein, dass es weltweit wahrgenommen wird.
Das Schweigen der Qualitätsmedien zeigt für mich den Schock, unter dem die Welt-Geld-Elite noch steht. Es scheint so, als seien ihnen die Fäden entglitten und sie müssen nun nach Fassung ringen. Zwar stammeln einige Medien von „nicht finanzierbar“ oder „Japan süchtig nach Schulden“ usw.
Mögen auch einige meiner Freunde und Leser alles als Wahlkampfversprechungen abtun, dann sollen sie mir bitte ein Land nennen, in dem ein so gewaltiger und breiter Umschwung durch Wahlkampfversprechungen und Propaganda erreicht wurde. Mit dem Resultat dieser Wahl bringen die Japaner in einem demokratischen Akt ihren Volkswillen zur Veränderung zum Ausdruck.
Diesen Volkswillen können die Mächtigen nicht kolportieren, er ist eine eindeutige Absage an das alte System mit seinen Werten, seinen Machenschaften und seiner Menschenfeindlichkeit. Ein Politik-System das sich weltweit immer mehr als menschenfeindlich herausstellt und dabei ist, unsere fundamentalen Lebensgrundlagen zu zerstören, wurde vom japanischen Volk in einem beispiellosen Umdenkprozess erkannt und nun abgewählt.
So wie sich im eigenen persönlichen Leben Erfolgserlebnisse als Motor für weitergehende Veränderungen auswirken, genauso wirken sich gemeinsam erreichte Veränderungen auf die Allgemeinheit aus. Viele Menschen haben in ihrem Leben sicherlich schon die befreiende Kraft erlebt, nach langem Zögern endlich den Mut aufzubringen, alte überlebte Bindungen aufzulösen. Solche Erlebnisse stärken in unserem persönlichen Leben das Selbstbewusstsein. Wir erkennen, dass wir unser Schicksal beeinflussen können und wagen uns danach selbstbewusst an weitere Baustellen.
Das Gleiche gilt auch für Gemeinschaften, wie z. B. das hier betrachtete japanische Volk. Das befreiende Gefühl und die Erkenntnis, dass Freunde, Nachbarn und andere Mitbürger das Gleiche spüren und nun gehandelt haben, wird eine Dynamik der Veränderung in Japan und auf der Welt auslösen, die an die Veränderungen von Perestroika und Glasnost erinnern werden. Jedem Einzelnen von uns darf nun Gorbi wieder zurufen:
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
Weitreichende Veränderungen
Einige der bisherigen Programmpunkte und Taten der demokratischen Partei Japans DJP sowie angekündigte Veränderungen und Zitate, die ich ohne Anspruch auf Vollständigkeit und genaue Wiedergabe hier anfügen möchte.
Außenpolitik:
- Das Verhältnis zu China, Korea und ganz Asien soll in Zukunft von einer Atmosphäre der Gleichberechtigung geprägt sein.
- Ein selbstbewusster Umgang mit dem Imperium.
- Grundsätzliche Infragestellung des militärischen Engagement Japans in Afghanistan.
- Stattdessen echte Entwicklungshilfepolitik und ein Ende der militärischen Besatzung.
Inneres:
- Eine Arbeitsmarktpolitik, die sich an den Menschen und nicht am Kapital orientiert.
- Stützung der Familie und der Bildung über Förderprogramme.
- Erhöhung der Kaufkraft der Bevölkerung statt Milliarden für die Finanzgangster.
- Beibehaltung des Friedensartikels (Artikel 9 der Japanischen Verfassung). Die DJP setzt sich dafür ein, dass Japans pazifistische Tradition, die seit 1945 besteht, erhalten bleibt.
In einem Artikel in der New York Times vom 26. August schreibt Yukio Hatoyama (Parteivorsitzender und designierter Ministerpräsident) unter anderem folgendes:
„In diesen Zeiten müssen wir zurückkehren zur Idee von Brüderlichkeit – wie in dem französischem Ausspruch “liberté, égalité, fraternité” “
„Die derzeitige Wirtschaftskrise resultiert aus einer Denkart, die auf der Idee des Stils der amerikanischen Wirtschaft des freien Marktes basiert und eine universelle und wirtschaftliche Ordnung propagiert, in der alle Länder ihre Traditionen und Regeln im Sinne eines globalen (oder amerikanischen) Standarts verändern sollen.“
„Die Globalisierung ist vorangeschritten ohne Rücksicht auf nichtwirtschaftliche Werte, ohne Rücksicht auf die Umwelt oder Rücksicht auf Probleme der Beschränkung von Resourcen.“
„Ich glaube, es ist keine Übertreibung zu sagen, dass die globale Wirtschaft traditionellen wirtschaftlichen Aktivitäten geschadet hat und lokale Gemeinschaften zerstört hat.“
„Unter dem Prinzip der Brüderlichkeit würden wir nicht eine Politik betreiben, die Bereiche mit Bedeutung für menschliches Leben und menschliche Sicherheit – wie die Landwirtschaft, die Umwelt und die Medizin – der Gnade der Globalisierung ausliefert.“
Das sind für mich Sätze, die Reife und einen neuen Zeitgeist zum Ausdruck bringen. Zusammen mit dem Mandat der Wähler ist das der Stoff, aus dem fundamentale Veränderungen entstehen. Daher werde ich in nächster Zeit intensiv die Ereignisse in Japan und ihre Auswirkungen auf die Menschen beobachten und studieren.
Mir geht es wie vielen Freunden und Lesern auch, manchmal überrennt mich das Gefühl, dass sich nichts ändert und der stinkende Moloch, das vorherrschende System nicht vom Planeten verschwinden will. Wie ein nicht enden wollender Albtraum, der auf uns allen lastet. Dann wird mir aber wieder bewusst:
„Steter Tropfen höhlt den Stein“.
In diesem Sinne sehe ich die Wahlen und die zukünftigen Ereignisse in Japan. Je mehr die Menschen ihr gemeinsames Schicksal in die Hände nehmen, umso mehr höhlt es den Moloch und sein Ende naht.

Danke für den Artikel über den in der Tat epochalen Warnschuss an gegenwärtige Regierende und Herrschende, die im Prinzip gegen die Interessen ihres Volkes agieren, aus JAPAN.
Grossartig, dass in JAPAN die Bevölkerung unmissverständlich das ALTE SYSTEM = AUSLAUFMODELL, DA MENSCHENVERACHTEND – abgewählt hat und SICH FÜR NEUES ÖFFNET!
Ich persönlich erwarte Vergleichbares noch nicht diese Wahl in DEUTSCHLAND in wenigen Wochen – aber MERKEL/STEINMEIER&CO werden sicher noch den gärenden UNMUT DER DEUTSCHEN BRVÖLKERUNG zu spüren bekommen – wenn erst einmal allgemein bekannt wird, dass die gegenwärtige BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND überhaupt keine LEGITIMATION besitzt (seit 18. Juli 1990) und seit ihrer Gründung – nunmehr vor über 60 Jahren – nur IM AUFTRAG DER ALLIIERTEN alles unternommen hat, DIE KRAFT DES DEUTSCHEN VOLKES NACHHALTIG ZU LÄHMEN, ZU SCHWÄCHEN, GAR ZU ZERSTÖREN – dann wird auch das ALTE AUSLAUF-MODELL BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND als LÜGENKARTENHAUS in sich zusammenfallen.
Die unter „inneres“ genannten Programmpunkte galten auch unter den bisherigen Regierungen. „Unsere“ Presse hat das aus den Lesern von „wahrheiten.org“ nachvollziehbaren Gründen natürlich nicht veröffentlicht. Die einzigen mir bekannten Ausnahmen sind:
auto motor sport aus 9/1980
PM – Peter Moosleitners interessantes Magazin vom 13.3.1981
Blick durch die Wirtschaft vom 3.6.1985
Mit besten Grüßen
Björn Olsen
PS. Man kann das alles im unter meinem Namen 1999 veröffentlichten BERUFSJAPANER nachlesen. (Anmerkung: Das „PS“ darf gerne gelöscht werden. Es ist schließlich Eigenwerbung, da es das Buch irgendwann wieder als Zweitauflage geben wird.)
Wenn das sogenannte Erwachen auch noch auf sich warten lässt, so habe ich schon einige Menschen davon sprechen hören NICHT zu wählen.
Ich sage dann: DAS ist falsch, geh‘ wählen!
Aber – so stellt sich auch mir die Frage – WEN wählen?
Macht es Sinn eine kleine Partei zu wählen, die u.U. noch nicht einmal die 5% Hürde schafft ?
Wen wählt man?
@uteee
warum wollen Sie wählen, da die BRD doch kein Staat ist und damit die Wahlen illegal? Warum wollen Sie das System unterstützen, dass uns ausbeutet? Welches Interesse besteht dahingehend?
Könnte das im Vergleich mit der Bundesrepublik Deutschland
daran liegen , dass es in Japan früher hell wird als bei uns ?
Ich denke dabei nicht an die Helligkeit über Nagasaki und
Hiroshima anno 1945 .
@ Günter Wewel
Das ist MIR alles bekannt.
WIR können uns aus diesem System aber nicht einfach befreien, egal ob ich weiss um die Verhältnisse o.g. Fa. oder nicht. Also kann ich die Hände nicht in den Schoss legen oder mit meinem Wissen hausieren gehen. Wer glaubt mir das schon?
Noch ist es die Mehrheit der Bevölkerung in D, die annehmen, dass wir ein demokratischer Staat sind. Somit sollte man SIE (Regierung) mit ihren eigenen Waffen schlagen.
LG
uteeeE
Ein sehr seltsames Unterfangen, jemand mit den eigenen Waffen zu schlagen, indem man sein falsches Spiel mitspielt. Sorry aber da is was faul.
„Ich persönlich erwarte Vergleichbares noch nicht diese Wahl in DEUTSCHLAND in wenigen Wochen“
Der Regierung ist bekannt, dass sich in weiten Teilen der Bevölkerung Unstimmung breit macht. Was glaubt Ihr werden die machen, um das in der nächsten Regierungsperiode nicht aus dem Ruder laufen zu lassen? Vielleicht wird das im September die letzte freie Wahl sein. Innerhalb von vier Jahren kann sich alles total verändern. Von einer nicht existierenden BRD zu einer totalen Diktatur ist es doch nur ein Katzensprung. Wer jetzt glaubt, er könne etwas ändern, nur weil er seine Stimme wieder abgibt, der irrt meiner Meinung. Man spricht doch schon von Koalitionen wie z.B. Rot-Rot-Grün. Wenn ich eine von diesen Parteien haben möchte, dann will ich nur diese Eine und keine Koalition. Die Parteien, egal welche, tun sich untereinander bestimmt nicht weh. Mögliches Geplänkel ist nur Theater fürs Volk. Es geht nur um Macht und Untergebene. Ja geht wählen, viel Spaß dabei.
@ Günter Wewel
Machen Sie doch mal einen Vorschlag. Was kann man /ich tun ?