© geralt / PIXELIO

Wie steuert man Marionetten, wenn sämtliche Fäden reißen?

Geld regiert die Welt – doch was regiert die Welt, wenn alle wichtigen Währungen hyperinflationieren?

Wenn Politiker indirekt davon profitieren, dass es ihren Freunden aus der Wirtschaft gut geht, dann nennt man das Demokratie.

Doch wenn das Entgelt ihrer Freunde massiv an Wert verliert, warum sollten die Politiker ihre Freunde dann noch unterstützen, zumal ihnen das Volk inzwischen im Nacken sitzt?

Wie steuert man die Welt in Zeiten von Hyperinflation?

Zu Zeiten der Hyperinflation in der Weimarer Republik 1923 stand während der gesamten Krise der Dollar für Werterhalt und Stabilität. Anhand des Dollarkurses kann man heute noch gut nachvollziehen, wie schnell die Mark damals entwertete.

Am 10. November 1921 kostete ein Dollar 300 Mark laut dem Tagebuch des Konrektors und Kantors August Heinrich von der Ohe. Am 31. Juli 1922 lag der Kurs bei 615 Mark – nur 5 Wochen später bereits bei 800 Mark und wiederum 3 Wochen später bei 2.400 Mark.

Das ging weiter und weiter, sodass am 3. Februar 1923 ein Dollar schlappe 50.000 Mark kostete. Im Juli desselben Jahres musste man 1 Million Mark dafür bezahlen und Ende August 1923 8 Millionen Mark. In nur 2 Wochen sprang der Preis dann auf 53 Millionen Anfang September.

Im Oktober 1923 ging es dann in die Milliarden, zunächst nur 3, gegen Ende Oktober 64 Milliarden. Mitte November wurden 800 Milliarden Mark erreicht, was in diesem Tagebuch den letzten Stand darstellte.

Wenn Sie in dieser Zeit gelebt hätten, Geld keine Rolle gespielt hätte und Sie politischen Einfluss ausüben wollten, was hätten Sie gemacht? Hätten Sie die Leute mit Milliarden und Billionen von Mark bestochen oder lieber ein paar Dollars angeboten? Sicherlich, das ist eine rhetorische Frage.

Vergleichen wir die Situation von damals mit der jetzigen. Wir dürften heute in etwa auf dem Niveau von 1920 oder 1921 sein. Die Hyperinflation ist noch nicht ausgebrochen und auch noch gar nicht sichtbar für das gemeine Volk – die Hartgeld-Leser wissen natürlich bereits schon viel länger, was auf uns zurollt.

Was ist jedoch einer der wesentlichen Unterschiede zu damals? Für die Insider ist klar, der Dollar wird ebenfalls hyperinflationieren, zumindest wird momentan hart daran gearbeitet seitens der amerikanischen Regierung und deren privaten Notenbank FED. Das bedeutet, dieser stabile Gegenpart zur Mark bzw. zum Euro entfällt.

Und jetzt die Frage an Sie: Würden Sie sich mit Euro oder Dollar bestechen lassen? Hm, gute Frage, nicht wahr? Schauen Sie sich um, gibt es eine Währung, welche die Aussicht hat, gegen Dollar, Euro, Yen, Schweizer Franken usw. vollständig stabil zu bleiben? Überall besteht nämlich dasselbe Problem, es gibt unglaubliche, gigantisch aufgebaute Papierwerte ohne echten Gegenwert.

Bekommen wir es nun womöglich mit einer Situation zu tun, welche vollständig ungesteuert abläuft? Wie sollen die Fäden der Welt in der Hand der Mächtigen gehalten werden können, wenn deren wichtigstes Instrument – das Geld – in die Wertlosigkeit abdriftet? Denken Sie an das Zitat von Mayer Amschel Bauer, der sinngemäß sagte:

Gebt mir die Macht über das Geld eines Landes, und es ist mir egal, wer die Gesetze macht!

Im Umkehrschluss bedeutet das nämlich auch, dass die Macht über das Land endet, wenn das Geld bzw. dessen Einfluss verschwindet. Können wir uns nun freuen? Wird die Hochfinanz etwa die Kontrolle über die weltweite Politik verlieren?

Mit gesundem Menschenverstand kennt man die Antwort auf diese Frage. Die Geldsystemkrise ist hausgemacht und insgesamt geplant, in vielen Details ganz konkret gesteuert. Niemand braucht zu denken oder zu hoffen, dass sich die Mächtigen der Welt einfach so die Macht entreißen lassen – weder freiwillig noch versehentlich.

Was aber wird dann hier passieren? Wie wird die Welt diesen Zusammenbruch erleben, was dient zur Steuerung? Bricht der Dollar im Wert vielleicht doch nicht zusammen? Kommt schnell ein Ersatz kurz vor dem Ende?

Ich habe dazu einen Finanzfachmann befragt, der sich seit vielen Jahren mit echten Werten beschäftigt und das System schon lange durchschaut hat. Kurt Kamber ist „Erfinder und Promotor des physischen Gold-Sparplan-Konzepts nach der Durchschnittskosten Methode und hat sich als international anerkannter Goldexperte etabliert. Bereits 1970 hat er einen Goldsparplan mit grossem Erfolg lanciert.“

Seine Antwort auf meine Frage, wie denn die Welt in Zukunft ohne wertstabile Währungen gesteuert werden könnte:

MUTMASSLICHE, ZUKÜNDFTIGE KRISENSZENARIEN . . . .

Immer dann, wenn große und nachhaltige Krisen ausbrechen, wird nach den Verursachern gesucht. Hinter jeder negativen Entwicklung werden plötzlich Machenschaften von den Mächtigen dieser Welt vermutet und Gerüchte in Umlauf gebracht, wie z.B. dass die jetzige Schweine-Grippe bewusst infiziert wurde, um das aufbegehrende Volk in Schach zu halten u. a. m. Um unnötige Panikmache zu vermeiden, versuche ich aufgrund von Fakten gewisse Trends aufzuzeigen und mich möglichst von fantasievollen Spekulationen fern zu halten.

Es stimmt, dass in fast allen Ländern dieser Welt eine Machtelite versucht, die Geschicke des betreffenden Landes zu kontrollieren und – wenn immer möglich – zu ihren Gunsten zu steuern. Macht erstreben und Macht auszuüben, löst bei vielen Menschen eine erstrebenswerte Faszination aus. In einem starken Land übt auch die betreffende Elite eine überdimensionierte Macht aus und – wenn diese Machtposition ins Wanken geraten sollte – wird diese mit Haken und Ösen verteidigt. Dies ist in den USA nicht anders, kommt aber aufgrund der speziellen Machtkonstellation besondere Bedeutung zu.

Die Machtelite in den USA ist unter dem Sammelbegriff „Eastern Establishment“ bekannt. Was dieses Establishment so mächtig macht, ist die Tatsache, dass sie die Federal Reserve Bank besitzen, d. h. sie beherrschen das Geld, das Geld-System sowie die Geldschöpfung. Aufgrund der Tatsache, dass der US Dollar seit dem Ende des zweiten Weltkrieges zur Weltleitwährung aufgestiegen ist, dass der Handel von lebenswichtigen Gütern, wie z. B. Rohstoffen auf US Dollar-Basis gehandelt werden, machte dieses Establishment zu einem der weltweit mächtigsten Kräftezentrum.

Die konstante, jahrzehntelange Verschuldung und das Aufstreben neuer Wirtschaftsmächte stellten jedoch das Machtmonopol der USA langsam aber sicher in Frage. Dass das „Eastern Establishment“, deren Hauptexponenten die Morgans, Rockefellers, Rothschilds u. a. sind, dies nicht einfach hinzunehmen gewillt sind und dass sie versuchen das Heft weltweit in Händen zu halten, ist eine natürliche Reaktion. Ob ihnen dies gelingen wird, ist schwer abzuschätzen, da niemand die Kristallkugel besitzt.

Die USA haben dies mit der Invasion in den Irak versucht, um für die Zukunft entscheidende Energie-Quellen unter ihre Kontrolle zu bringen. Dieses Unterfangen ist ihnen total misslungen. Die Welt ist eben multipolar geworden. Was verschiedene Kommentatoren als mögliche Option und als möglichen Ausweg in einem neuen Weltkrieg sehen, ist nicht unbedingt eine realistische Alternative. Waffentechnisch sind die USA zwar immer noch übermächtig; andererseits könnte für sie der Kollateralschaden zu hoch sein, da die USA nicht mehr die einzige Atommacht sind. Zudem wird immer offensichtlicher, dass man die Herzen der Menschen nicht mit Waffen erobern kann!

Obwohl die USA immer behaupten, dass Gold keine monetäre Funktion mehr ausübt, obwohl das Eastern Establishment mit Papiergold Spekulationen versucht, den Goldpreis zu drücken, könnte genau dies ihre Rettung sein. Erstens darf man den US Dollar nicht zu leichtfertig abschreiben. Solange so viele Menschen weltweit den US Dollar immer noch als Leitwährung akzeptieren und an die Vormachtstellung des US Dollars glauben, wird diese Währung immer noch eine führende Rolle spielen, nach dem Motto, den letzten beißen die Hunde!

Zweitens haben jene Länder, die wirtschaftlich mit den USA verbunden oder gar von ihr abhängig sind, kein Interesse an einem plötzlichen Kollaps des US Dollars. Er wird nach wie vor von diesen Notenbanken gestützt und indirekt finanziert. So sind z. B. der überwiegende Teil der EURO Währungsreserven im US Dollar angelegt; ebenso halten China, Japan, Taiwan und andere fernöstliche sowie mittelöstliche Länder riesige US Dollar Reserven.

Drittens gibt es momentan keine wirkliche Alternative zum US Dollar. Keine andere Währung ist volumenmäßig groß genug, um den Welthandel mit der notwendigen Liquidität zu versorgen! Dies haben die Finanz-Rettungsaktionen der verschiedenen Länder, auch der EU gezeigt. Die enormen Beträge, die zur Liquiditätsstützung in die Finanzmärkte gepumpt wurden, waren größtenteils im US Dollar gemacht worden, weil selbst der EURO für solche Transaktionen zu klein war!

Wenn es zu einer Währungsreform kommen sollte, steht die USA vorteilhaft da. Nur die doofen europäischen Notenbanken haben Gold verkauft, nicht so die USA! Verschiedene Länder habe ihre Goldreserven oder mindestens einen wesentlichen Teil davon in Fort Knox (USA) eingelagert! Es ist davon aus zu gehen, dass eine Währungsreform immer auch Gold eine wesentliche Rolle zuordnen würde, um Vertrauen zu schaffen. Die USA könnten – wenn notwendig erachtet – auf alles Gold, das in den USA gelagert ist, zurückgreifen. Zudem sind die USA selber eine der Welt größten Goldproduzenten.

Meines Erachtens würden in einer solchen Situation die Europäer als die großen Verlierer dastehen. Sie haben nur geringe Rohstoff-Vorkommen, sind militärisch willensschwach, politisch uneins und zu stark mit sich selbst beschäftigt, als dass die Europäer in einer solchen Ausmarchung eine gewichtige Rolle spielen könnten. Die Europäer leiden unter einer sagenhaften Selbstüberschätzung. Der Rest der Welt weiß, dass die USA – im Gegensatz zu den Europäern – immer noch handlungsfähig sind, wenn sie wollen oder wenn ihnen das Wasser zum Hals steht. Europa ist handlungsunfähig, siehe die Balkan-Situation.

Aufgrund der Überalterung der Bevölkerung, die limitierten eigenen Ressourcen, der Mangel an politischen Visionen und deren Umsetzung werden eines Tages negativ zu Buche stehen. Bestenfalls ist Europa immer noch rückwärts schauend und an vergangenen Glanzzeiten orientiert. Es wird in Zukunft eher an Einfluss auf das Weltgeschehen auf Kosten anderer Kontinente verlieren. Die USA scheinen sich trotz der enormen Probleme zu revitalisieren. Der neugewählte Präsident verstand es, die Bevölkerung für seine Visionen, die großen Einsatz und harte Arbeit verlangen, zu gewinnen. Ob dies gelingt, wird die Zukunft weisen. Es ist auf alle Fälle den Versuch wert!

Entscheidend ist nicht Panikmache und Gerüchte verbreiten; entscheidend ist vielmehr die Herausforderungen anzunehmen, realistisch zu analysieren, von der Geschichte zu lernen und danach zu handeln. Alles andere bringt uns nicht weiter!

Kurt W. Kamber, Direktor
www.swissgoldplan.eu

Die Macht der USA, des „Eastern Establishment“, ist faktisch unverändert, weil in Relation zur sich beschleunigenden Krise in den USA auch in Europa die Probleme mindestens genauso schnell zugenommen haben. Da hat Herr Kamber natürlich Recht.

Dennoch, wo soll das viele neu gedruckte Geld am Ende hin? Und wir sind wahrlich noch lange nicht am Ende mit der Gelddruckerei. Welchen Ausweg hat die Machtelite?

Genügt es, wenn sich alle Beteiligten dauerhaft zusammenreißen und die Staatsanleihen der USA eben doch irgendwie standhalten und parallel eine andere Lösung, eine neue Währung vielleicht, gefunden und etabliert wird?

Ich bin überzeugt davon, niemand drückt auf den Knopf, um die große Systemkrise auszulösen, wenn er sich nicht absolut 100% sicher ist, die Folgen vollständig unter Kontrolle halten zu können.

Ob dazu Schweinegrippen oder Atombomben gehören – alles Spekulation. Noch gibt es kein eindeutiges Anzeichen, was in eine bestimmte Richtung deutet. Vielleicht gibt es derartige Indizien sogar schon, doch weil niemand in diese undenkbaren Richtungen denkt, erkennt sie noch keiner.

Eines ist klar. Wir haben keinerlei Grund anzunehmen, dass wir uns in irgendeiner Art und Weise in Sicherheit wiegen können. Politisch und wirtschaftlich sind die Mächtigen so stark und tief verflochten, dass diese sich auch zahllose Patzer erlauben könnten, um am Ende trotzdem wieder auf die Füße zu fallen. Warten wir’s ab.

109 Kommentare zu “Wie steuert man Marionetten, wenn sämtliche Fäden reißen?

  1. 94HaroldGraf
    >Es gab schon mal ein großes Gericht über die Menschheit, die Sintflut. Damals haben ganze 8 Menschen überlebt

    Wie war das genau?
    Überlebten da etwa
    2Chinesen, 2 Schwarzafrikaner, 2 Inder usw.
    Sind wir alle sehr sehr eng miteinander Verwandt?
    mfg

  2. # 96

    HaroldGraf, Sie verweisen hier auf den Link

    http://www.konkordant.de

    hin. Das ist äusserst bemerkenswert. Ich gehe davon aus,
    dass Sie auch mit dem Inhalt des Links bestens vertraut sind,
    sonst würden Sie ja nicht darauf verweisen.

    Wer dort mal ein wenig tiefer eingestiegen ist, ich
    rate vielen hier im Blog dazu, der wird einige überraschende
    Tatsachen zur Kenntnis nehmen können.

    Das Verständnis der Heiligen Schrift bekommt hier, durch
    verbesserte Übersetzungen – genaues „Schneiden des Wortes“, eine neue Qualität. Viele Fehlinterpretationen, im Laufe der
    Geschichte missbräuchlich benutzt, werden ausgeräumt.

    Sehr inhaltsreich und lesenswert !!!

  3. #74 anne
    “Ich wusste, dass Du das nicht auf Dir sitzen lassen würdest.”

    Soso… :-) Woher denn? Was meinst du zu 63) & 65) ?

    @Anne
    Ich war Dir noch eine Antwort schuldig.
    (Leider kann man hier so etwas leicht übersehen unter den vielen Kommentaren und mir fehlt auch schon mal die Zeit.)

    Ein wenig Menschenkenntnis habe ich auch.
    Vielleicht sind solche Menschen wie wir, sich auch schon vertrauter als wir denken. Denk mal drüber nach.

    zu63) & 65)
    Alles völlig richtig und ich stimme Dir voll zu.
    Außerdem finde ich Deine Art das so ausdrücken zu können sehr gut. Meine Wortwahl hingegen finde ich manchmal etwas einfach, aber ich denke auch zum Ziel zu kommen.

  4. Danke, auch, wenn mir die Sache schon bekannt war ;-)
    Ist aber auch logisch. Wie hätte König Herodes der Große ihn sonst als möglichen Rivalen ansehen können? Dessen Regierung endete schließlich 4 v. Chr….

  5. >Liebe ist genauso bedingungslos, wie Gott ewig ist

    Mit dem Begriff bedingungslos sollte man vorsichtig umgehen.
    Er trifft auf Gott und seine Liebe zu, das ist richtig.
    Warum wohl findet man das Wort „bedingungslos“, nirgends in dem Wort Gottes, warum haben es weder Jesus, seine Apostel oder die Propheten, wie Ellen G. White, gebraucht?
    Wo es aber gerne verwendet wird ist in der Esoterik, um deren Lügen zu untermauern.
    Mit welchen Worten beschreiben die oben angeführten Personen Gottes Liebe und das nicht ohne Grund: selbslos, unaussprechlich, aufopfernd, unendlich, unfaßbar, barmherzig, unermeßlich, erbarmend, selbst verleugnend, ohnegleichen, überschwänglich oder innigster Liebe.

    Das Hohelied der Liebe
    1Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle.
    http://www.bibel-online.net/buch/46.1-korinther/13.html

  6. nun, ich bin selbst Christ, frage mich aber immer mal wieder wenn ich die Kommentare bei wahrheiten.org lese, was der Sinn der Beiträge ist.
    Da gibt es Herrn Graf, der maschinengewehrmäßig zitiert ohne Ende und ein paar Leute, die es anders sehen und dagegen schießen.

    Ich saß jetzt vermutlich ne halbe Stunde vor dem Bildschirm und bin etwas frustriert.

    Tauscht doch mal Eure Telefonnummer aus und klärt das direkt.
    Oder trefft Euch mal zum Eisessen.

    Wenn ich hier Kommentare sehen will, dass zum Thema.

    Gruß an alle.
    Stefan

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.