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Geheime Lager für den Notfall – überall bei uns im Land versteckt

Nicht nur für die Überbrückung von Zeiten leerer Supermärkte, auch für den Fall von Naturkatastrophen sollte jeder vorgesorgt haben.

Zwar ist aktuell eher aufgrund der Finanzkrise mit möglichen Notfallsituationen zu rechnen, doch es ist sicherlich nicht verkehrt, sich ständig einen kleinen Vorrat an Lebensmitteln und wichtigen Dingen des täglichen Bedarfs bereit zu halten.

Denn was machen Sie, wenn morgen die Banken schließen? Mit einem Schweißgerät ist das Geldabheben nämlich ziemlich aufwendig.

Die Südthüringer Zeitung veröffentlichte am 6.2.2009 einen interessanten Bericht über Lebensmittel-Vorratslager, welche überall in der BRD betrieben werden. Natürlich hochgeheim und versteckt:

Zwei unscheinbare Hallen irgendwo in Thüringen. Die Adresse ist geheim, nur ein paar Eingeweihte wissen, was es mit ihnen auf sich hat. Die Geheimniskrämerei hat einen Grund: „Der Standort darf nicht bekannt gegeben werden, um Plünderungen zu vermeiden“, sagt Klaus Müller.

[…]

Der Bund ist verpflichtet, eine Notreserve zu lagern, damit bei Naturkatastrophen, technischen Störungen wie Stromausfällen oder nach einem Terrorangriff die öffentliche Versorgung aufrechterhalten werden kann. „Die Notreserve ist wie eine Haftpflichtversicherung. Man freut sich, wenn man sie nicht braucht, aber im Notfall ist man froh, sie zu haben.“

[…]

In Deutschland werden nicht nur Weizen und Hafer – im Beamtendeutsch Bundesreserve Getreide genannt – , sondern auch Trockenerbsen, Linsen, Reis, Kondensmilch und Milchpulver – zusammengefasst unter dem Begriff zivile Notfallreserve – aufbewahrt. Die staatlichen Notvorräte lagern an mehr als 100 Standorten im Bundesgebiet. […] Preisgegeben wird nur, dass Reis und Hülsenfrüchte als „verbrauchsfertige Nahrungsmittel“ in der Nähe von Ballungsgebieten deponiert werden und bei der Standortwahl für Getreidelager zudem noch die Nähe zu einem Mühlenstandort eine Rolle spiele.

[…]

Die Versorgung in Notsituationen liege eigentlich nicht allein in der Verantwortung des Staates, erklärt Müller. Nur wisse kaum einer, dass man zu Hause zehn Liter Trinkwasser und fünf Kilogramm Mehl für derartige Fälle vorhalten sollte.

Vielleicht kennen Sie die Website von Gerhard Spannbauer, www.krisenvorsorge.com. Hier erfahren Sie neben dem Thema Finanzsicherung auch sehr umfangreiche Tipps zur persönlichen Vorratshaltung.

Übrigens, das Bevorraten von Lebensmitteln und anderen täglich benötigten Dingen, wird auch ausdrücklich von der BRD-Regierung empfohlen. Sie können sich beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe kostenlos zwei Broschüren herunterladen oder per Post bestellen:

  1. Für den Notfall vorgesorgt
  2. Schutz und Hilfe für die Bevölkerung

Lebensmittel sind im Moment noch sehr günstig zu haben. Selbst wenn einmal etwas in Ihrem Vorrat schlecht werden sollte, haben Sie nur wenig Geld kaputt gemacht. Dafür haben Sie aber die Sicherheit, zumindest für eine gewisse Zeit nicht sofort hungern und in Panik ausbrechen zu müssen, wenn mal die AldiLidlPennyEdekas zwei Wochen geschlossen haben sollten.

Trauen Sie daher den Supermärkten genauso wenig wie den Banken und der Politik. Vertrauen Sie lieber nur Ihrem eigenen Vorratslager.

4 Kommentare zu “Geheime Lager für den Notfall – überall bei uns im Land versteckt

  1. Prima Artikel, vielen Dank. Interessant ist die Aussage der Getreidelagerung als volles Korn mit einer Lagerzeit von knapp 10 Jahren. Getreide eignet sich unserer Recherchen nach auch ideal für den Privathaushalt. Aus meiner Sicht ist dies sowieso die ideale Ernährung, nicht erst im Krisenfall. Ich empfehle: Bio-Getreide, Getreidemühle, Brotbackautomat und einige Rezepte.

  2. klar und bei stromausfall betreiben sie ihren backautomaten mit was für einer energie? ein stromgenerator ist doch zu laut. nehmen sie dann etwa ihre teelichter. ich habe angenommen ich kann von ihnen lernen, schade war wohl nichts. bist du gottes sohn und ossi dazu, dann hilf dir selbst. was der russe nicht gebraucht und weg geschafft hatte. das haben uns die anderen besatzungsmächte und die altbundesbürger zu ende gebracht.

  3. Ob wirklich „der Strom ausfällt“ und falls ja, wie lange, weiß ja keiner.

    Ich würde sagen: Die Augen offen halten, nicht jedem Untergangsprophten hinterherlaufen, aber trotzdem SEHR sensibel sein!!!

    Und auch kritisch!!!

    Das allerschlimmste ist für mich, dass die Familien zerstört werden… Ganztagskindergärten, Ganztagsschulen… danach ruft die Politik und bekommt Stimmen, aber wir verlieren was ganz wichtiges! Den Zusammenhalt, die Gemeinschaft, die Familie…

    Falls „es eng werden sollte“, möchte ich mehr Freunde als Feinde haben… und hoffe, dass die Familie „mitzieht“ – und das ist ja genau oft das Problem!

    Wenn man als „Spinner“ erst mal „unten durch“ ist, werden diejenigen erst dann wieder zuhören, wenn es zu spät ist..

    Deshalb: Locker bleiben! Wach bleiben! Engagiert sein!

    Was kommt da auf uns zu? Welche Verantwortung tragen wir für alle, denen wir begegnen, als diejenigen, die es ahnen???

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