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Hosen runter – Her mit der eCard!

Wann waren Sie denn zuletzt bei einem neuen Arzt? Hat sich dieser Ihre Krankengeschichte und all die vergangenen Wehwehchen schön brav angehört?

Haben Sie ihm ein paar unangenehme Kleinigkeiten verschwiegen, weil Sie vor ihm nicht gleich die Hosen vollständig herunterlassen wollten?

Das können Sie sich bald abschminken – wenn Sie sich nicht wehren. Die elektronische Gesundheitskarte wird ein offenes Buch für alle Ihre Ärzte sein. Und nicht nur für diese – eine gigantische Datenbank soll alle Patientendaten zentral speichern – geschützt durch eine PIN-Nummer.

Wie finden Sie das?

Wie heißt es so schön: Wer’s glaubt wird selig. Wie sieht es in Wahrheit aus Sicht der Patienten aus?

Patienten fürchten die Zerstörung eines vertrauensvollen Arzt/Patientenverhältnisses, weitere Leistungseinschränkungen, die Einstufung in Risikoklassen mit höheren Beiträgen als Folge, die Aufhebung der ärztlichen Schweigepflicht sowie die Möglichkeit einer unvoreingenommenen Zweitmeinung.

Und was sagen die Ärzte?

Es gibt keine medizinische Notwendigkeit für eine bundesweite Medizindatensammlung mit Hilfe einer „Gesundheitskarte“.

Die zentrale Speicherung und Verarbeitung intimer Daten durch Institutionen wie Kassen und Versicherungen ist abzulehnen. Ein wirklich sicherer Datenschutz für die Daten von 80 Millionen Menschen auf Zentralservern kann durch niemanden gewährleistet werden. Aus diesem Grund ist die eGK in der jetzt geplanten Form vom Bundesärztetag abgelehnt worden.

Die strafrechtlich geschützte, ärztliche Schweigepflicht darf nicht ausgehöhlt werden. Patienten und Ärzte müssen gemeinsam die Hoheit über ihre Daten behalten.

Alternative, moderne Kommunikations- und Kooperationsformen lassen sich auch ohne „Gesundheitskarte“ verwirklichen.

Jetzt haben Sie sich mal nicht so. Immerhin sollten auch andere Menschen, wie Apotheker, Fachärzte, Ihre Krankenkasse, Ihr Sterbebegleiter… wissen, was Sie auf Ihrem Gesundheits-Kerbholz haben:

Was bedeutet das für Sie?

Alle Versicherten haben jetzt eine lebenslang gültige „Personenkennziffer“ erhalten. Die neue Karte wird mit einem Foto versehen. Politiker und Krankenkassen wollen, dass in Zukunft Ihre Krankheitsdaten (Arztbriefe, Diagnosen, vererbte Erkrankungen und verordnete Medikamente) außerhalb der Arztpraxis gespeichert werden.

Was Sie aber nicht wissen:

AUF der Karte wird fast nichts gespeichert! Die Karte dient als SCHLÜSSEL zu einem gigantischen Computernetzwerk, dem sich künftig alle Arztpraxen, Zahnärzte, Krankenhäuser, Apotheken, Psychotherapeuten, alle ca. 300 Krankenkassen, Krankengymnasten, Sanitätshäuser und viele weitere Berufsgruppen des Gesundheitswesens anschließen müssen. Dies bedeutet, dass schätzungsweise bis zu 2 Millionen Menschen aus dem gesamten Gesundheitsbereich Zugriff auf die Krankheitsdaten erhalten werden.

Wollen Sie, dass in Zukunft Ihre Krankheitsdaten, zum Beispiel AIDS, Krebs, Diabetes, Potenzprobleme oder Nervenzusammenbruch, nicht mehr unter der Schweigepflicht Ihres Arztes liegen, sondern in zentralen Computern mit Internet-Anbindung gespeichert werden?

Sehen Sie es doch als Vorteil: Wenn Ihre Karte verloren geht, kann man weiterhin über alle Ihre Daten verfügen. Nichts geht mehr verloren. Und wenn später dann noch Zigarettenautomaten und Tankstellen, Einkaufszentren und Restaurants an diese zentrale Computer angeschlossen werden, dann kann Ihr Arzt lückenlos aufschlüsseln, was Sie zu tun und zu lassen haben – nur Ihrer Gesundheit zu liebe.

Schauen Sie mal, hier ein kleines ABC der elektronischen Gesundheitskarte:

  1. Auf der „Gesundheitskarte“ sind alle wichtigen Daten gespeichert und leicht verfügbar.
  2. Die Gesundheitskarte verbessert die Versorgung, weil wichtige Notfalldaten immer sofort verfügbar sind und Leben retten können.
  3. Durch verbesserte Arbeitsabläufe gewinnt der Arzt mehr Zeit für den Patienten, zum Beispiel mehr Gesprächszeit.
  4. Das elektronische Rezept erhöht die Arzneimitteltherapie-Sicherheit und vermeidet Doppeluntersuchungen.
  5. Die Die eG-Karte verschafft den Patienten mehr Selbstbestimmung dadurch, dass sie „Herren ihrer Daten“ sind.
  6. Die Gesundheitskarte spart Kosten.

Willkommen in der Märchenstunde.

Viel sensiblere Daten, als die über Ihre Gesundheit, dürfte es kaum geben. Daher ist die Aktion Stoppt die e-Card! unbedingt zu empfehlen. Machen Sie mit, stellen Sie Fragen und schieben Sie es nicht erst lange auf.

5 Kommentare zu “Hosen runter – Her mit der eCard!

  1. Ist doch nur zu unserem besten. Um deine funktionierende Diktatur aufzubauen wusste schon Hitler brauch man viele Informationen über die Leute.
    IBM gab ihm damals das Holorith Maschinen zur Erfassung. Opel und Ford bauten die LKW’s für den Krieg und Standard Öl (Esso) verkauften den Diesel und die Öle.
    Damals konnte man aber noch sagen, dass die Leute in einer Diktatur lebten, denn sie dachten, dass ist gut und vorteilhaft für sie.
    Mein Tip – aussteigen so weit wie möglich! Denn wer mitmacht, unterstützt den Wahnsinn nur!

  2. @Die Karte dient als SCHLÜSSEL zu einem gigantischen Computernetzwerk
    Sehen sie es einmal positiv – der Schäuble braucht dann gar keine Überwachung mehr – alles schon aufgebaut. Braucht jemand eien neue leber – der pasende Spender wird vom Computer ausgesucht – ein Unfall – schon da!
    Übrigens – es gibt eine SF-Serie dazu, in der alles wunderbar beschrieben wird:
    Heißt: Stahlfront
    Teil 1: Die macht aus dem Eis
    dort findet sich auch diese Computerdatei wieder – wie von Schäuble gewünscht.
    Und noch vieles mehr – wer sich amüsieren will!
    mfg zdago

  3. Ich bin gegen diese e-card. Mir selbst sind schon Vorurteile der Ärzte aufgrund von vorangegangen Diagnosen passiert. Eine Krankheit über Jahre nicht erkannt, da ein Arzt vom anderen mehr oder weniger die Diagnosen übernahm. Hätte eine Jahre früher ohne Schmerzen leben können. Ich denke im Zusammenhang auch mit dem Gesundheitsfond ist das der Weg in die Privatisierung. Auch heute schon werden Krankendaten an private Unternehmen überlassen, wo sich Call-Center um Chroniker kümmert.

  4. Danke für den Artikel.

    Die Konditionierung unserer Jugend geht auch härter voran als ich geglaubt habe. Damit auch die kleinsten schon ja und Amen zu der elektronischen Überwachung sagen, gibt es das Monopoly-Brettspiel jetzt mit Kreditkarte anstatt mit Geldscheinen.
    Der Oberhammer ist aber die Beschreibung von der Spielefirma.
    Ich zitiere:
    „Hasbro – Parker – Monopoly World Erstmals in der Geschichte des Monopoly gibt es eine Ausgabe, die – demokratisch gewählt – die ganze Welt an und auf einem Brett vereint. Die Monopoly World Edition wartet aber auch mit zahlreichen Neuerungen in der Spielgestaltung auf: So beinhaltet jedes Monopoly Spiel einen individuellen Mix aus unterschiedlichen Spielfiguren. Von der deutschen „Brezel“ über den weltbekannten „Eiffelturm“ bis hin zum australischen „Boomerang“ haben die Spieldesigner die verschiedenen Kulturen der Welt spielerisch zusammengebracht. 24 verschiedene Figuren gibt es insgesamt, sechs sind in jedem Spiel enthalten – welche Mischung man bekommt, bleibt allerdings dem Sammlerglück überlassen. Ebenfalls neu: Das gewohnte Spielgeld ist in der neuen Ausgabe Bankkarten und einem Kartenlesegerät gewichen, das bei Monopoly World aber nicht nur den bargeldlosen Zahlungsverkehr regelt. Der integrierte „Deal Button“ bürgt jetzt nämlich dafür, dass vakante Grundstücke schnell unter den „Auktionshammer“ kommen. Die Folge ist ein aktionsgeladenerer Spielverlauf sowie eine deutlich geringere Spielzeit. Auch in Sachen Spielbrettdesign steht die neue Edition ganz im Zeichen der Globalisierung: Die Bilder zahlreicher internationaler Wahrzeichen zieren Brett und Verpackung und machen so aus jeder Runde ganz nebenbei eine spielerische Weltreise.“

    Gefunden bei eBay.

  5. Heute: Daimler gerügt wegen des Umgangs mit Gesundheitsdaten von Mitarbeitern. Wenn die erst an die Daten der Gesundheitskarte kommen, kann sich jeder Angestellte warm anziehen. Das wird dann wahrscheinlich nicht nur bei Daimler demnächst so gehandhabt. Wichtig sind diese Daten z.B. für Kündigungen; wie wahrscheinlich ist eine vollständige Genesung.

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