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Steigende Arbeitslosenzahlen sind ein gutes Zeichen: Arbeitslos – Geschäftsmodell der Zukunft?

Ist das nicht ein schön provozierendes Thema?

Noch mehr Arbeitslose? Noch mehr Leute, die auf Staatskosten, also auf Kosten anderer leben?

Wer kann sowas wollen? Wie soll sowas finanzierbar sein? Mit unserem althergebrachten Denken werden wir keine Lösung finden und ebensowenig einen Sinn darin sehen, überhaupt über so etwas nachzudenken.

Aber sehen Sie sich doch einmal aus einer ganz anderen Perspektive an, was man daraus machen könnte.

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Warum sind Arbeitslose und Arbeitslosigkeit ein Problem? Warum betrachten wir dies als schlecht und unannehmbar, wenn wir selbst arbeitslos sind oder eine immer größere Masse der Bevölkerung arbeitslos wird?

Für uns selbst ist es existenziell, Arbeit und ein Einkommen zu haben. Andererseits ist Arbeitslosigkeit mit Kosten verbunden, mit hohen Kosten für einen kleinen Rest, der übrigbleibt und weiterhin arbeiten „darf“. Diese „Randgruppe“ – zumindest wird man in Bälde zu einer Randgruppe gehören, wenn man noch arbeiten kann – hat die ehrenvolle Aufgabe, den gesamten Staatsapparat und die zu Hause sitzenden Mitbürger durchzufüttern.

Soweit so schlecht. Jetzt nehmen wir einmal einen Zauberstab und machen aus dem riesigen Staatsapparat eine kleine Maus von 5% der ursprünglichen Größe. Mehr bräuchte es meiner Ansicht nach nicht, um vollständige Versorgung, Sicherheit und Wohlstand zu erreichen und aufrecht zu erhalten. Der Großteil dieses Machtmonstrums von BRD-Staat ist sowieso nur Selbstverwaltung – oh ein nettes Wortspiel.

Als nächstes verzichten wir auf sämtliche Steuergesetze – das geht wirklich nur mit einem Zauberstab.

Außerdem wird dazu eine bedingungslose Grundversorgung eingeführt mit einem Anspruch auf:

  • ein Dach über dem Kopf
  • Nahrungsgrundversorgung
  • Energie für Licht und Wärme

Diese Grundversorgung wird nicht mit Geld vergütet, sondern steht jedem Bürger zu. Eine entsprechende Auf- und Verteilung erfolgt ausschließlich über ein regional verantwortetes „Grundversorgungsamt“, damit hält man die Verwaltung klein. Die „Finanzierung“ dieser Einrichtung kann verschiedentlich erfolgen, beispielsweise durch:

  • gemeinnützige Arbeit in unterschiedlichster Form: Kinderbetreuung, Altenbetreuung, Gesundheitsversorgung, Pflege und Betrieb öffentlicher Einrichtungen, öffentlicher Transport und Verkehr usw.
  • Einbringen der Grundversorgungsgüter wie Wohnungen, Energie und Nahrungsmittel

Diese Leistungen und Güter werden alle unentgeltlich erbracht. Jeder hat einen Anteil zu leisten und zwar in seinen jeweiligen Möglichkeiten. Dazu wird ein fairer Leistungskatalog oder ähnliches erarbeitet und gepflegt.

Damit wäre jeder mit dem versorgt, was er braucht, um ohne Existenzangst leben zu können. Das klingt zwar ziemlich lächerlich und viele mögen es als Rückschritt sehen. Aber wissen Sie wirklich, wie groß der Anteil derer an unserer Bevölkerung ist, die sich heute schon um Wohnung und Essen für den nächsten Monat sorgen?

Da durch die immer weiter fortschreitende Technisierung tatsächlich in vielen Bereichen immer weniger Personal und Mitarbeiter benötigt werden, ist es nahezu unmöglich, jedem Bürger in einer freien Marktwirtschaft eine bezahlte Arbeitsstelle zu beschaffen.

Daher kann und darf es für die Menschen zur Sicherung der Grundexistienz nicht mehr nötig sein, um jeden Preis einen „Job“ haben zu müssen oder gar mehrere, wie das heute üblich ist.

Dennoch wird jeder seine Aufgabe finden. Wenn die Angst vor der Existenzsicherung weggenommen ist, kann sich jeder auf seine Stärken und Interessen konzentrieren. Niemand muss sich mehr ängstigen, seine Familie nicht mehr ernähren zu können.

Diese Idee, sich auf seine eigenen Fähigkeiten konzentrieren zu können, entstammt dem Modell des Grundeinkommens. Was diese Befreiung an Potenzial schafft, können wir uns wahrscheinlich gar nicht vorstellen. Wenn alle Menschen ohne Angst das tun könnten, was sie besonders gut können und was sie auch interessiert, dann würden wir vermutlich einen Fortschritt erleben, den es in der Geschichte bisher nicht gab.

Dieses Modell klingt sicherlich utopisch und auf den ersten Blick unrealistisch. Aber wenn wir tatsächlich auf die grüne Wiese ein neues Modell des Miteinanders bauen könnten, wie würden wir es wohl bauen? Würde man nicht versuchen, die Grundbedürfnisse allen bedingungslos und uneingeschränkt zur Verfügung zu stellen?

Die jetzigen Machthaber dürften mit solchen Modellen große Probleme haben – Sie können sich denken warum. Für diese Menschen gibt es hier keinen Platz mehr, das ist so und das muss auch so sein, denn das Modell kann sonst nicht funktionieren. Und ein solches System muss so geschaffen werden, dass es unmöglich ist, an den Grundfesten jemals rütteln zu können, damit sich niemand unrechtmäßig die gesamte Macht aneignet. Denn was nützt uns ein Grundgesetz bzw. eine Verfassung, welche die Regierung nur als Klopapier nutzt?

Ich halte solch ein Zukunftsszenario für denkbar und umsetzbar. Wir müssen es nur wollen – nichts anderes hindert uns daran, es einmal ganz konkret zu durchdenken und zu planen. Und vielleicht brauchen wir bald ein Modell, was wir vor der Elite aus der Schublade ziehen können.

5 Kommentare zu “Steigende Arbeitslosenzahlen sind ein gutes Zeichen: Arbeitslos – Geschäftsmodell der Zukunft?

  1. http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen

    hier kann man sich einen netten Film ansehen und sogar runterladen.

    Desweiteren dürften unsere Eliten an dieser Idee kein Interesse haben, weil ihnen das wichtigste Handwerksmittel verlustig ginge um die Gesellschaft zu spalten. Gleichfalls kann kaum noch ein Nötigungspotential gegenüber Arbeitnehmern aufgebaut werden.

    Allerdings gibt es auch Nachteile: Unternehmen würden bei einer rein MwSt finanzierten Wohlfahrt enorm profitieren, sie wären selbst nämlich steuerfrei. Desweiteren kann ebenso Lohndrückerei betrieben werden. Denn aus welchem Grund sollte man denn mehr bezahlen, der Arbeitnehmer hat doch ein Grundeinkommen ! „Kann er etwa nicht haushalten ?“

    Das GE ist eine Komponente die sich m.E. lohnt ausprobiert zu werden, kann aber nur ein Fragment sein um die Gesellschaft aus der Starre herauszuholen.
    An der Verteilung von Vermögen und Produktionsmitteln ändert das GE nichts.
    Zuletzt möcht ich aber noch anraten, genau durchzurechnen ob das GE wirklich eine Verbesserung gegenüber Hartz4 wäre, wenn die MwSt bsp. bei 45 % liegt. Das wird bei einem kolportierten Grundeinkommen von 1000,-€ langsam knapp, es bleibt also nur noch der Vorteil des „bedingungslosen“, das kann man aber auch für Hartz4 fordern.

    Mit besten Grüßen
    Amadeus

  2. es braucht die Situation, in der diejenigen sagen und sagen können, wir organisieren uns jetzt selbst. Davon sind wir wohl noch weit weg, es herrscht ein adventistisches Warten auf die Güte der Herrschenden vor. Ist auch nicht verwunderlich, herrschte doch die 70-80 durch ein im Gegensatz zu heute viel aufklärerischer und kritischer Geist vor. Dem widerstanden auch nicht die Herrschenden und wollten es auch gar nicht. Dann kippte das Ganze, warum auch immer. Die Wege trennten sich. Die gelernte Unselbstständigkeit vieler Menschen und ihre (meine nicht augenommen) Neigung zum gemütlichen Gewohnehitstier fällt jetzt auf sie selbst zurück. Ich will damit nicht das Gerede von der Eigenverantwortung schüren, welches immer eine bestimmte volkswirtschaftliche Moral und Metaphysik zu ihrer Legitimation (alle egoistisch=maximale Wohlfahrt) zwischenschaltet. Vielleicht entsteht eine Situation, in der wieder viele zusammenfinden können.

  3. Das Schlimmste an Hartz IV ist weniger das zu wenige Geld, als vielmehr die unglaublichen Erniedrigungen und würdelose Behandlung, die man über sich ergehen lassen muss. Es ist die ständige Angst, dass einem neuen Sachbearbeiter die Nase nicht passt, und er versucht, einen aus dem Bezug zu drängen – egal, mit welchen Mitteln. Es ist ja nicht mehr so unbekannt, dass die Sachbearbeiter bei den Argen eine bestimmte Quote an Herausgeekelten von oben diktiert bekommen, die sie erfüllen müssen…
    Die andauernde Existenzangst, das Herzrasen, wenn man zum Briefkasten muss, weil man immer damit rechnet, zu einem der erniedrigenden Ein-Euro-Jobs verdonnert zu werden – machen seelisch krank. Ich weiß, wovon ich schreibe.
    Hinzu kommt die Gewissheit, dass man unter dem Schuldgefühl leidet, wenn man dazu benutzt wird, als Ein-Euro-Jobber anderen, – noch – sozialversicherungspflichtigen Angestellten, den Job zwangsweise wegnehmen zu müssen, weil man sonst sanktioniert wird. Man fühlt sich als Opfer und Täter zugleich, es ist einfach nur noch grausam!
    Was die Schröder- sowie Merkel-ReGIERung damit anrichtet, kann sie nie wieder gut machen! Und JEDER, der diese ReGIERungen wählt – macht sich m.M. nach mitschuldig an diesem frevelhaften Tun.
    Stellt euch nur einmal auch vor, wie sich ein gut ausgebildeter Computerfachmann fühlen muss, wenn er von der Arge dazu gezwungen wird, an einem Anfänger-Computerkurs teilzunehmen – damit die sogenannte Statistik damit gefälscht werden kann! Das wäre etwa so, als wenn man des Lesens und Schreibens mächtige in die erste Klasse setzen würde, damit sie das ABC lernen…

  4. Diesen schwärmerischen Artikel über die Arbeitslosigkeit und
    der Traum von der Grundversorgung finde ich gut, ich hätte fast gedacht, er stamme von einem „Ossy“, wie ich es einer bin. Ich kann Euch sagen: So was hatten wir in der DDR, Grundnahrungsmittel-Dach überm Kopf- Energie…alles zum Spottpreis…nur waren die Leute beeinflusst, wollten immer mehr und waren nie zufrieden…jetzt haben wir den scheiss ..
    eine kleine Welt…in der ich Erwachsen geworden bin…ich bekam meinen Mund nicht zu, als es hiess: Die DDR gibts nicht mehr…manchmal frage ich mich, wozu ich als freie Seele diesen physischen Körper angenommen habe…freilich, die Erde ist ein „Ausbildungsplanet“.
    Ich denke, bei dieser erfindung ist irgendwas schiefgelaufen, denn: Der Mensch ist das einzige Lebewesen, welches immer Macht über andere haben will…in der Natur gibts sowas nicht..egal, wem Du Macht gibst, er wird sie immer gegen alle einsetzen…deshalb freue ich mich schon auf „nach dem Tod“, weil da meine Seele wieder frei ist und bestimmt treffe ich da auch meine Frau wieder, die mich bis heute begleitet und das jetzt schon 25 Jahre..es wird bestimmt lockerer als freie Seele, als hier dieses menschenunwürdige Leben, wo immer irgendeine elitäre Minderheit im Hintergrund irgendeine schlimme Sache vorbereitet…und auch ich als Mensch immer mitgerissen werd…klar kann ich was tun, ich fange bei mir selbst an; ich denke nur noch, wann immer mir es schlecht geht an: Liebe und Erfolg..diese beiden Worte spreche ich mir so oft vor, bis es mir wieder besser geht…ich sehne mich so nach einem eigenen „Waldgarten“ (diesen Gartentyp gibts tatsächlich), in dem ich mit allen Pflanzen in Frieden leben kann und der Garten mich ernährt…

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