Neue EU-Richtlinie: Verbot bestimmter Kaffeemaschinen?

© Jan Stockmann www.jastomedia.de / pixelio.de

Trinken Sie gerne Tee? Dann haben Sie Glück, denn den Kaffeetrinkern soll es bald an den Kragen gehen. Zumindest den Nutzern bestimmter Kaffeemaschinen, wenn es nach dem Willen der EU-Energiekommission geht.

Doch auch Teetrinkern wird irgendwann das Aus drohen, wenn Brüssel beschließt, dass heißes Wasser verboten wird, um das Klima zu retten. Ob die EU sich am Ende wohl selbst abschaffen wird? Fast 500 Millionen leidgeplagte Bürger drücken dafür inzwischen die Daumen.

Den ersten richtig großen Wurf an Bürgerbevormundung hat Brüssel längst hinter sich. Wir dagegen dürfen uns nun mit diesem aberwitzigen Unsinn herumschlagen und müssen anstatt billiger, bewährter und angenehm leuchtender Glühbirnen, die hochgiftigen, ressourcenverschwendenden und teuren Quecksilberlampen – offiziell Energiesparlampen genannt – verwenden.

Die EU-Kommission verbreitet munter ihre hirnlose Propaganda und rühmt sich ausdrücklich selbst, weil sie der Umwelt und den Bürgern mit diesem leuchtenden Giftmüll angeblich einen so großen Gefallen getan hat. Günther Oettinger, der auf’s EU-Abstellgleis geschobene ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, verkündet:

Bis 2020 wird dadurch genügend Energie eingespart, um jährlich 11 Millionen Haushalte zu versorgen und gleichzeitig die durchschnittliche Stromrechnung eines Haushalts um 25 Euro pro Jahr zu senken.

Damit werden wir ja noch richtig reich. Aber hat irgendjemand in den EU-Studien zum Thema Energiesparlampen auch mal den Aspekt beleuchtet, dass sich die vielen vermeintlichen Vorteile dieser modernen und teuren funzeligen Flackerlichter bei näherer Betrachtung fast alle in Luft auflösen? Oder dass die Bürger aus Bequemlichkeit und Unwissenheit über das enthaltene Quecksilber die Lampen gar einfach in den Hausmüll werfen, wodurch sich das Gift schön verbreitet? Oder darüber, dass beim Wegwerfen auch die gesamte Elektronik der Leuchtmittel jedesmal mit in der Tonne versenkt wird?

Wirklich sehr ökologisch. Eine Glühbirne im Hausmüll war weder giftig noch hat sie Ressourcen verschwendet, denn Glas und Metall sind keine knappen und teuren Rohstoffe. Aber darum geht es auch gar nicht. Die wahren Hintergründe des Glühbirnenverbots sind die politische Zwangsverpflichtung zur Klima-Lüge, die Vertretung und Durchsetzung der Interessen der entsprechenden Industrielobby und natürlich der Selbsterhaltungstrieb von zehntausenden EU-Behördenmitarbeitern mittels sinnloser Beschäftigungstherapie .

Ob das dem Bürger tatsächlich glaubwürdig ökologisch erscheint, interessiert die EU-Bürokraten sowieso nicht. Beim Eugenik-Benzin E10 haben wir dagegen eindeutig gesehen, was die Mehrheit von solchen Schreibtischergüssen hält: Nichts.

Einer der ganz wenigen EU-Politiker – im Grunde der einzige – welcher sich bei diesem Thema auf die Seite der Bürger geschlagen hat, ist der Leipziger EU-Parlamentarier Holger Krahmer von der FDP. Er wurde am 19.04.2011 in der Leipziger Volkszeitung wie folgt wiedergegeben:

Die EU-Kommission habe die Sparbirnen vor der Markteinführung gründlich prüfen lassen. Energiesparlampen seien sicher. […]

„Wenn die Kommission dies behauptet, dann lügt sie“, widerspricht der Leipziger EU-Abgeordnete Holger Krahmer (FDP) […].

[…]

„Die Politik sollte endlich aufhören, den Bürgern zu verordnen, was sie zu kaufen haben“, so Krahmer.

Sehr erhellende und klare Worte von Holger Krahmer. Außerdem bemerkenswert von ihm, der Kommission offen ins Gesicht zu sagen, was den Tatsachen entspricht, denn natürlich lügt dieser Verein. Krahmer sieht hier allerdings eher eine Verschärfung als eine Einsicht auf uns zukommen, denn die Ökodesign-Richtlinie hätte „weitere 800 Produkte“, die „untersucht“ würden. Die Leipziger Volkszeitung weiter:

Als nächstes drohe bereits ein Verbot von Kaffeemaschinen mit Warmhalteplatten.

Diesen Bürokraten muss unendlich langweilig sein oder aber sie sehen ihr ungeheures Machtpotenzial in der Analyse von nahezu sämtlichen energieverbrauchenden Geräten und der darauf aufbauenden Gängelung der Bürger. Schön langsam, damit niemand die schleichende Bevormundung erkennt und das Wort Diktatur laut ausspricht.

Das mit den Kaffeemaschinen erscheint fast wie kalter Kaffee neben der langen Liste dessen, was noch alles in Brüssel auf den großen Durchbruch wartet. Machen Sie sich gefasst auf einen massiven Eingriff seitens der EU auf das, was wir heute noch eine Art freies Leben nennen.

Was wir in Zukunft kaufen, anwenden und wie wir uns verhalten sollen, wird zentral festgelegt werden. Daran „arbeitet“ offenbar eine ganze Armada an karrieregescheiterten Blindgängern, denn ein normaler Mensch käme wohl kaum auf die Idee, die folgende Liste an Produkten auf politisch korrekten Energieverbrauch trimmen zu wollen:

  • Heizkessel und Kombiheizkessel, Warmwasserbereiter
  • PCs und Monitore, Drucker, Kopierer und Multifunktionsgeräte
  • Standbyverluste, Fernseher, einfache Settopboxen, Settopboxen mit komplexer Funktion
  • Ton- und Bildausrüstung
  • Batterieladegeräte und externe Stromversorgungen, Haushalts-Notstromversorgung
  • Haushaltsbeleuchtung, Bürobeleuchtung, Straßenbeleuchtung
  • Raumklima-Anlagen, Klima- und Belüftungsgeräte
  • Elektrische Motoren, Umwälzpumpen und Ventilatoren, Produkte in Motor-Systemen, Transformatoren
  • gewerbliche Kühl- und Gefrieranlagen, private Kühl- und Gefrierschränke
  • gewerbliche Geschirrspüler, Waschmaschinen und Trockner, private Geschirrspül- und Waschmaschinen, Wäschetrockner, Staubsauger
  • Einzelraumheizgeräte, Warmluftzentralheizung, kleine Heizgeräte für Festbrennstoff
  • Haushalts- und Gewerbeöfen für Speisen inkl. Mikrowellengeräte, Haushalts- und Gewerbeherde und -grills
  • nicht-gewerbliche Kaffeemaschinen
  • Pumpen für Schmutzwasser und Flüssigkeiten mit hohem Feststoffanteil, Pumpen für private und öffentliche Schwimmbäder, Teiche, Springbrunnen, Aquarien und Pumpen für sauberes Wasser
  • Industrielle und Labor-Brenner und Öfen
  • Werkzeugmaschinen

Wenn Sie jetzt bedenken, dass von dieser Liste erst das Glühbirnenverbot real umgesetzt wurde, dann erahnen Sie bestimmt, was da noch alles auf uns zukommt, wenn bei den Eurokraten nicht rechtzeitig der Stecker gezogen wird. Die verschwendete Energie, welche alleine schon durch sämtliche Institutionen der EU während ihrer volkswirtschaftlich schädlichen und unter dem Strich keinesfalls die Umwelt schonenden Pseudostudien verbraucht wird, kann keine Glühbirnenrichtlinie jemals wieder hereinholen.

Da werden tonnenweise Dokumente erstellt und unzählige Sitzungen abgehalten, um am Ende einen Mist zu produzieren, für den sich jeder Zehntklässler gesenkten Hauptes bei seinem Lehrer entschuldigen müsste. Am Beispiel der Kaffeemaschinen können wir erahnen, welche unglaubliche Detail-Systematik dahintersteckt, die weit weg von jeglichem gesunden Menschenverstand liegt. Aus dem Inhaltsverzeichnis:

  1. Filterkaffeemaschine
  2. Kaffeemaschine für Pads
  3. Hard cap Espresso-Maschine
  4. Halbautomatische Espresso-Maschine
  5. Vollautomatische Espresso-Maschine

In der Einleitung des Dokumentes schreiben die Autoren der Studie übrigens, dass sie keine Haftung für jegliche direkten oder indirekten Schäden übernehmen, welche aus der Verwendung des Berichtes oder dessen Inhalts rühren. Hier wird also Mist verzapt, von Steuergeldern teuer bezahlt und dann wird auch noch jegliche Verantwortung dafür abgelehnt. Saubere Arbeit.

Das Beispiel demonstriert eindeutig, wie irrsinnig es ist, wenn irgendwelche nichttechnischen Bürokraten am Schreibtisch darüber philosophieren, wie elektronische Geräte verbessert werden müssen, um bestimmten selbsterfundenen Richtlinien zu genügen. Hätte es das bereits vor 100 Jahren gegeben, wir würden heute noch immer in Pferdefuhrwerken umherfahren und nur bei Kerzenlicht fernsehen.

Haben die EU-Öko-Kasper in ihrer langen Liste eigentlich nicht noch etwas vergessen? Wie wäre es denn mit ein paar Vorschlägen für weitere Studien: Neue EU-Richtlinien…

  • zum maximalen Verbrauch von Wasser in Toilettenspülungen.
  • zur erlaubten Häufigkeit des Rasenmähens auf Privatgrundstücken.
  • zum Verbot von Kippfenstern, um Wärmeverlust durch Dauerkippstellung zu verhindern.
  • zur maximalen Anzahl von Haustieren und der entsprechend zugeteilten Futtermenge.
  • zum Verbot von Türklingeln wegen des Stromverbrauchs durch die Klingeltrafos in jedem Haushalt.
  • zur Festlegung des maximalen Beleuchtungsstromverbrauchs pro Quadratmeter in Wohnungen.
  • zur Festlegung der maximalen Raumtemperatur während der Heizperiode.
  • zur Bestimmung einer allgemeinen Nachtruhe ab Einbruch der Dunkelheit, um Strom zu sparen.

Wenn dieser ganze Aufwand, der in derartige Gängelung gesteckt wird, für den Ausbau und die Erforschung alternativer und sinnvoller Energien gesteckt würde – also eben nicht in Propeller- und Solarunsinn – hätten wir schon heute fast kostenlose und absolut saubere Energie. Vermutlich würden jedoch die Großkonzerne nicht mehr viel dran verdienen, tausende von EU-Bürokraten wären arbeitslos und die Regierungen hätten kaum mehr Macht, um den Menschen ständig neue Restriktionen aufzuerlegen.

Doch leider korreliert der persönliche Wohlstand der Masse gegenteilig mit der Macht der Wenigen, welche heute durch die großen Energiemonopole die Welt zu steuern vermögen. Diese Damen und Herren werden wohl nicht erlauben, dass ihnen jemand die dicke Butter vom Brot nimmt. Trotzdem, warten wir einfach ab, wann die EU von selbst zusammenbricht, es kann sich eigentlich nur noch um Stunden handeln.

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Literatur zum Thema Überwachung

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16 Kommentare

  1. am 15. Juni 2011 um 15:38 1 Carsten Wolsing

    Hallo zusammen, ich moechte mir erlauben darauf hinzuweisen, dass es sehr einfach moeglich ist die Wirtschaftlichkeit eines Produktes Objektiv zu bewerten. Die ganzheitliche Bewertung von Gluehbirnen, Autos, Kraftstoffe und Produktionsablaeufen koennen fuer Fachkundige sehr klar und wahrheitsgemaess duerchgefuerht werden. Was Politiker tun ist eine Verblendung der Massen, die noch niemals etwas von Umweltvertraeglichkeitspruefungen oder Total Cost of Ownership gehoert haben. Unter dem link: http://www.xinxii.com/es/analy...ae81egkj86 hatte ich einmal aufgefuehrt, wie man Wirtschaftlichkeit ganzheitlich betrachten kann.
    Dabei soll man ein goettliche Vogelperspektive einnehmen um das Wort Wirtschaftlichkeit verstehen zu koennen. Wirtschaft = Werte schaffen. Eine Betriebswirtschaft ist ohne Volkswirtschaftliche Betrachtung schaedlich und diese beiden sind schaedlich, wenn man die Werterhoehung global nicht miteinbezieht. Ich kann als Fachkundiger verlangen, dass dem Volk klargemacht wird, dass der wirtschaftliche Prozess bereits bei Planung der Rohstoffgewinnung beginnt und erst bei vollstandiger Rueckfuehrung in den Naturkreislauf aufhoert. Dieser Prozess wird nicht gesamtwirtschaftlich betrachtet. Die Ignoranz oder Kleingeistigkeit der Verantwortlichen verursachen unnoetige Umweltzerstoerung und Verschwendung. Wenn sie doch nur erkennen koennten, dass es einen Weg gibt Macht auszubauen ohne Schaden anzurichten… Von mir aus eine Weltregierung, aber keine schaedliche und unweise welche uns bevorsteht. Die Elite schadet sich selbst. Vielleicht wird in 1000 Jahren Archeologen unsere Epoche als die daemlichste der gesamten Menschheitsgeschichte erklaeren… Aegypter, Mayas, Azteken, Assyrer, Babylonier, Roemer…wo sind sie? Ebenso wir unsere Epoche an eigener Schlechtigkeit und Dummheit zerfallen…

  2. am 13. August 2011 um 15:09 2 chris

    „bei Kerzenlicht fernsehen“… hehe der ist gut.

    Wird Zeit, daß wir uns wehren gegen diese Volkszertreter!

    Wir haben in Deutschland genug Laternen und Stricke gibts auch noch zu kaufen…

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