Der Aufschwung ist da – eine Lüge oder das Ende der Krise?
Ja spinnen wir denn? Die Krise ist vorbei und keiner merkts? Der Spiegel schrieb am 13.08.2009:
Hamburg – Ist es das jetzt schon? Das Ende der Krise? Spätestens seit diesem Donnerstagmorgen darf man in Deutschland auch offiziell darauf hoffen. Die Zahlen des Statistischen Bundesamts scheinen zu bestätigen, was Politiker und Konjunkturoptimisten schon seit Wochen predigen: Die heimische Wirtschaft, so schreiben Deutschlands Oberstatistiker, habe im zweiten Quartal mit 0,3 Prozent im Plus gelegen – preis-, saison- und kalenderbereinigt. Das erste Mal seit einem Jahr wächst laut dieser Berechnung die Wirtschaft. Die Rezession ist nach offizieller Deutung vorbei.
Das ist bestimmt eine Zeitungsente. Nein, ganz im Ernst – wenngleich etwas zaghaft – wird jetzt der Aufschwung verkündet. Auch das Handelsblatt schrieb am 13.08.2009:
Konsum schiebt Konjunktur an
Ein überraschendes Wachstum im zweiten Quartal schürt die Hoffnung auf eine schnellere Belebung der deutschen Wirtschaft. Nach einer einjährigen Phase schrumpfender Wirtschaftsleistung hat das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal wieder zugelegt. Auch in der Euro-Zone ist der Konjunktureinbruch nahezu gestoppt.
Gut, dann kann ich das Thema also endlich abhaken und ab jetzt über den Aufschwung berichten. Wobei, wenn ich genau drüber nachdenke, dann fällt mir ein, am 27.09.2009 sind doch Wahlen. So ein Zufall, dass gerade jetzt die Konjunktur anzieht.
Das muss wirklich Zufall sein, denn solche Zahlen werden doch nicht gefälscht, oder? Andererseits, der Text des Handelsblatts lautet weiter:
Mit plus 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal übertrafen die vom Statistischen Bundesamt vorgelegten Berechnungen am Donnerstag alle Erwartungen. Damit ist, zumindest formal, die bisher schwerste Rezession der Nachkriegszeit beendet. Zu Jahresanfang hatte die Wirtschaft noch ein Rekordminus von 3,5 Prozent im Quartalsvergleich verbucht.
Aha, das Statistische Bundesamt hat diese Zahlen herausgefunden bzw. wahrscheinlich erfunden. Ist das nicht eine Behörde, die der aktuellen Regierung unterstellt ist, welche wiederum im September wiedergewählt werden will? Ein Schelm, wer böses dabei denkt, auch das ist nur ein verrückter Zufall.
Es ist wirklich unglaublich, da wird gelogen, dass sich die Balkengrafiken biegen. Man schaue auf das Zitat der tagesschau vom 13.08.2009:
“Rezession ist vermutlich zu Ende”:
“Die Industrie hat das Schlimmste überstanden, auch weil die Weltwirtschaft sich erholt – allerdings nur langsam. Das Risiko für Deutschland bleibt ein deutlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit. Sollte im Herbst Kurzarbeit verstärkt in Entlassungen umgewandelt werden, dämpft das die Löhne und den Konsum.” Quelle: Cristian Dreger, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung
Schade nur, dass so viele Menschen jeden Abend diese Lügen in blau über sich ergehen lassen und daraufhin wohl am nächsten Tag völlig blauäugig aufstehen. Dabei können die meisten dieser Blindschleichen demnächst dauerhaft blau machen.
Aber es gibt auch andere Meldungen. Die Financial Times Deutschland schrieb am 13.08.2009:
Rückschlag für Europas Industrie
Nach vielen positiven Wirtschaftsnachrichten ist weltweit so etwas wie Konjunktureuphorie entstanden. Allen Optimisten verpasst das Brüsseler Statistikamt nun einen Dämpfer: Die Produktion in den 16 Euro-Ländern sackte im Juni unerwartet ab.
Die Unternehmen produzierten im Juni 0,6 Prozent weniger als im Vormonat – das teilte das Statistikamt Eurostat in Brüssel mit. Von Reuters befragte Experten hatten dagegen ein Plus von 0,3 Prozent erwartet, nachdem die Industrieproduktion im Mai um 0,6 Prozent angezogen war. Sie liegt nun um 17,0 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. “Der Industriesektor bleibt in einem fragilen Zustand”, sagte der Experte von Capital Economics, Ben May.
Und der Spiegel wiederum meldet am selben Tag:
Quelle droht massiver Job-Abbau
Die Arcandor-Tochter Quelle steht vor drastischen Einschnitten. Allein im Raum Nürnberg-Fürth sollen einem Bericht zufolge 1500 Jobs wegfallen – auch beim Schwesterkonzern Karstadt droht ein Kahlschlag. An diesem Donnerstag will der Insolvenzverwalter über Arcandors Zukunft informieren.
Auch die Telekom ist vorne bei den Entlassungszahlen mit dabei laut Bild.de vom 12.08.2009:
Bis 2010: T-Systems will 3000 Stellen streichen
Bis zum Jahr 2010 sollen bei „T-Systems“, der Großkundensparte der Deutschen Telekom, rund 3000 Stellen gestrichen werden.
Das ist noch lange nicht alles. Die Welt titelte am 11.08.2009:
Jede siebte Firma fürchtet um ihre Existenz
Existenznöte, Zahlungsprobleme, Kreditsorgen: Inzwischen hat die Wirtschaftskrise den deutschen Mittelstand mit voller Härte getroffen. Mehrere Studien zeichnen ein düsteres Bild von der derzeitigen Lage der Firmen. So schlecht die aktuelle Situation ist, es gibt auch erste Hoffnungszeichen.
Was meinen Sie, ist das der Aufschwung? Schwingen wir uns doch auf und zeigens den Burschen am 27.09.2009 und zwar ganz anders, als die es erwarten. Wählen wir doch einfach nur Parteien, die bisher nie über 5% kamen. Wenn das genug Menschen tun, dann wird es vielleicht mehr als wahrgenommen. Es ist jedenfalls eine bessere Möglichkeit, als den Stimmzettel einfach nur ungültig zu machen, das ist er ja eh schon mangels staatlicher Legitimation.
Nun, die Hoffnung stirbt zuletzt sagt man – ach nein, nicht die Hoffnung, die Lüge war das.
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25 Wilhelm Landberger
Ein schwieriges Thema,da spielt ja auch so viel rein.”Verstehen-wollen” z.B.und wie Du schon schreibst”verstehen-können”. Naja.
Ich nehme mich zurück.War etwas aufgewühlt und falls ich jemandem zu nah, auf den Schlips oder die Füße getreten bin, bitte ich um Verzeihung.
Also in der binnenschifffahrt läuft es wieder schleppent an, eigendlich haben wir nicht viel von kriese gemerkt,nur manche schiffe sind jetzt pleite weil sie meinten sich von maklern unter druck setzen zu lassen müßen.ladung ist und war genug vorhanden nur die makler haben sich die taschen voll gesteckt.
ansonsten gibt es auch viele firmen ohne einbußen zb enercon..oder auch firmen die durch die sogenante selbstgemachte kriese entstanden sind.
wer an die kriese glaubt der hat die kriese hat aber nicht nur nachteile auch vorteile.
statistiken sind fürn A….h höre auf mein gefühl und achte auf meiner umgebung
die meisten firmen haben doch super profietiert kurzarbeit. der staat also wir bezahlen die arbeit gewinne werden in die tasche gespielt
waren genug da die 50% verlust gemacht haben aber trotzdem noch gewinn..
ist doch bloß politik siehe vw konnten die nachfrage nicht decken aber kurtzarbeit…
VERTEILUNG VON UNTEN NACH OBEN ..kennt man doch
Das ist ganz einfach, die Kette von individueller Beteiligung wird ja gebraucht. Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Währung wir handeln.