© Josef Kowatsch

Winter in Deutschland: Schluss mit der CO2-Propaganda, es wird immer kühler

Die Durchschnittstemperatur des Winters 2015 wird vom Deutschen Wetterdienst mit 1,8 Grad Celsius angegeben. Es sei der zweite „zu milde Winter“ in Folge. Schnee gab es zwar, teilweise sogar im Flachland, aber da wurden wir in kalten Jahren schon mit mehr der weißen Pracht beglückt, es war eben ein milder Winter.

Was den Menschen jedoch nicht gesagt wird: Über einen längeren Zeitraum betrachtet sind die Wintertemperaturen gesunken, die Winter wurden immer kälter.

Um das dem Leser zu erklären, verwenden wir im Folgenden die gleichen Betrachtungszeiträume wie in früheren Arbeiten. Nur werden aus den zuvor 25 und 15 Jahren rückwärtiger Betrachtung jetzt 28 und 18 Jahre. Eigentlich müsste bei Temperaturbetrachtungen über 25 Jahre hinaus bereits eine Wärmeinselbereinigung vorgenommen werden, darauf wollen wir jedoch verzichten, weil die Ergebnisse auch so schon eindeutig genug sind.

Trotzdem sei hier erwähnt, dass sich aufgrund der ständigen und wärmenden Landschaftsveränderung – täglich werden etwa 108 Hektar in Deutschland überbaut – die von Menschenhand erzeugten Wärmezonen um die Messstationen herum ständig erweitern. Die Thermometer messen diese schleichende Zusatzwärme natürlich automatisch mit.

Die Monate Dezember, Januar und Februar werden zusammengefasst als meteorologischer Winter. Eine Überraschung zeigt die Betrachtung der Winter-Durchschnittstemperaturen über einen längeren Zeitraum. Alle Daten sind übrigens Originaldaten des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach.

Eindeutig sind die Aussagen dieser Werte: Trotz der ständig vorhergesagten angeblichen „Erderwärmung“, die sich als erstes bei der Jahreszeit Winter zeigen sollte, verhalten sich die deutschen Wintertemperaturen keinesfalls gemäß den Erwärmungsvorhersagen der selbsternannten Klimafolgenforscher. Die Wintertrendlinie ist fallend und nicht steigend. Es müssten nun einige milde Winter folgen, damit die Trendlinie ausgeglichen wird. Die beiden letzten milden Winter waren lediglich ein kleiner Ausgleich auf die Jahre davor.

Eine kurze Begriffserläuterung sei hier noch gestattet: Klimaforscher beschäftigen sich mit der Temperaturentwicklung, wie sie tatsächlich ist, nämlich sowohl rauf als auch runter. Klimawandel gibt es über längere Zeiträume daher immer. Klimafolgenforscher hingegen glauben an die angeblich menschengemachte ständige Weitererwärmung durch das Spurengas CO2.

Oft ist dieser Glaube bereits in der jeweiligen Satzung festgeschrieben, wie etwa beim Weltklimarat. Eine objektive Betrachtungsweise ist also per Satzung schon prinzipiell ausgeschlossen. Abkühlungsphasen in den Zeitreihen werden deshalb entweder einfach ignoriert oder Messdaten sogar vorsätzlich verfälscht. Warme Einzeljahre werden im Sinne einer ständigen Weitererwärmung herausgestellt, um utopische Vorhersagen zu treffen. Vor allem wird den Lesern die Gesamtschau mit der fallenden Trendlinie gezielt unterschlagen.

Doch nun zurück zu den Winterbetrachtungen. Die oben genannten Messwerte sind noch nicht vom Wärmeinseleffekt WI bereinigt. Trotzdem ist die Trendlinie klar fallend. Mit einer WI-Bereinigung wäre die Trendlinie sogar noch deutlich abfallender, was nichts anderes heißt, als dass die vergangenen Winter in Deutschland entgegen den Vorhersagen kälter wurden.

Das sind Aussagen, welche die Erwärmungsgläubigen und Klimafolgenforscher so selbstverständlich nie treffen würden. Zur Beurteilung reichen ihnen die letzten beiden Winter – die etwas milder ausfielen – als Beweis einer sich ständig fortsetzenden Erwärmung. Ohne irgendwelche Temperaturgrafiken wird in den Medien dann die Klimakatastrophe propagiert, als wären die wärmeren Winter die Regel.

Ein typisches Beispiel dafür ist ein Artikel der Südwestpresse vom 17. Feburuar 2015. Dem Leser wird bewusst der falsche Eindruck vermittelt, als wären die Wintertemperaturen ganz nach den Vorhersagen unentwegt weiter gestiegen.

Wenn wir nun als nächstes die drei Wintermonate Dezember 2014 sowie Januar und Februar 2015 rückwirkend über denselben Zeitraum analysieren, ergibt sich ein leicht unterschiedliches Bild. Der Monat Dezember zeigt nach den Originaldaten des Deutschen Wetterdienstes ebenfalls einen leichten Trend in Richtung Abkühlung an. Insgesamt sind die Daten fast ausgeglichen, lediglich der Kältedezember 2010 zieht die Trendlinie am Schluss leicht nach unten. Bereits ein weiterer milder Dezember 2015 würde einen Ausgleich herbeiführen.

Wie deutlich zu sehen ist, wurden die Dezember der letzten 30 Jahre unmerklich kälter, sie sind jedoch fast ausgeglichen. Von der vorhergesagten Klimaerwärmung ist jedenfalls auch über diesen langen Zeitraum betrachtet weit und breit keine Spur. Die Daten sind ebenfalls nicht wärmeinselbereinigt, was nichts anderes bedeutet, als dass in der freien Fläche Deutschlands weitab der Wärmeinseln die Dezembermonate spürbar kälter wurden.

Werfen wir nun zum Vergleich einen Blick auf den Hochwintermonat Januar. Er ist deutlich kälter geworden, trotz der zwei letzten milden Januar-Jahre. Die Januartrendlinie ähnelt im Verlauf der Trendlinie über den Gesamtwinter. Klimaerwärmung – wo bist du? Nirgendwo. Das vorhergesagte Ende der europäischen Winter existiert nur in den Computern der Klimaforscher – als „Geschäftsmodell Klimaerwärmung“.

Der Monat Februar ist zwar grundsätzlich etwas wärmer als der Januar – die langjährige Trendlinie verläuft weiter oben auf der Skala -, aber der Trendlinienverlauf ist deutlich stärker fallend als die abfallende Januartrendlinie.

Aus den Februartemperaturen lässt sich somit in keinster Weise ein verfrühter Frühlingsbeginn ablesen. Dieser Februar 2015 lag mit 0,6° Celsius vollkommen im Mittelfeld der vergangenen drei Jahrzehnte und laut DWD-Daten war er sogar deutlich kälter als der Februar 1988, dem Beginn unseres Betrachungszeitraums.

Beim Analysieren der Grafiken sollte nun auch den Förstern und Waldbauern klar werden, warum sie keine wärmeliebenden Bäume anpflanzen dürfen. Ein zunehmendes Waldsterben aufgrund einer sich verstärkenden Klimaerwärmung, wie noch in den Waldschadensberichten Ende des Jahres 2014 reihenweise von den Umweltministern der einzelnen Bundesländer behauptet wurde, gibt es einfach nicht. Und in der freien Fläche des Landes, weitab der städtischen Wärmeinseln, wo die Wälder nun einmal stehen, erst recht nicht. Dort sind die realen Temperaturen noch tiefer und die Trendlinie noch stärker fallend, als die Grafiken aufzeigen.

Der Winter in Deutschland geht sichtbar seine eigenen Wege. Ihm ist es egal, was Weltklimarat oder PIK Potsdam über die Medien in den letzten 20 Jahren vorhergesagt haben. Die drei Wintermonate richten sich nicht nach deren Erwärmungsgeschrei. Klimaerwärmung – wo bist du? Jedenfalls nicht bei den drei Wintermonaten und nicht in Deutschland. Ja wo eigentlich dann? Nun, das hatten wir bereits: Im Geschäftsmodell Klimaerwärmung“, inzwischen meist Klimawandel genannt.

Das Wort „Klimawandel“ wird stets im Sinne von „Wärmer werden“ gebraucht. Doch mit einer Anzahl neuer politischer Verordnungen, wie etwa der Winterreifenpflicht und dem Zwang zur Energieeinsparung durch Kältedämmung bei Neubauten und bei Altbaurenovierungen, hat die Politik längst auf die reale Abkühlung reagiert.

Ab diesem Jahr müssen per Gesetz fortlaufend alle alten Heizungen ausgetauscht werden. Hohe Einsparungen beim Verbrauch von Heizöl und Erdgas werden verkündet und erwartet. Alle diese Maßnahmen zielen auf eine Abkühlung und nicht auf eine Erwärmung. Aber eine Vorhersage stimmt tatsächlich: In all diesen Jahren sind die Kohlendioxid-Konzentrationen, die nach Meinung der Treibhausgläubigen die Erwärmung bewirken sollten, weiter gestiegen.

Bereits letztes Jahr sollen kurzfristig Konzentrationen von 400 ppm – parts per million – am Mauna Loa auf Hawaii gemessen worden sein, dies entspricht einem CO2-Anteil von 0,04% in der Luft. Trotz der fast geradlinig steigenden CO2-Werte sind die Wintertemperaturen, hier am Beispiel der DWD-Station Flughafen Erfurt/Weimar, merklich gefallen.

Es scheint sogar fast so, als ob mit einem zunehmenden CO2-Gehalt in der Atmosphäre die Temperaturen immer kälter werden, dass es also so etwas wie einen umgekehrten Treibhauseffekt geben müsse. Allerdings wirken zahlreiche, kaum zu quantifizierende Einflüsse auf die Wintertemperaturen. „Mehr CO2 kühlt“ wäre daher nur eine mögliche Schlussfolgerung aus den gezeigten Monatsgrafiken.

Dieser Eindruck verstärkt sich umso mehr, je mehr wir die Gegenwart und kürzere Zeiträume betrachten: Die Februartemperaturen sind vor allem seit der Jahrtausendwende besonders stark gefallen. Auch in diesem Winter war der Februar wieder der kälteste der drei Wintermonate.

Fazit: Wo ist die Klimaerwärmung, die wir seit gut einem Jahrzehnt in Deutschland massiv mit allen finanziellen Mitteln bekämpfen müssen? Vor allem die Wintermonate sollten längst wärmer geworden und 2013 sogar der Nordpol erstmalig abgeschmolzen sein. Kein Schnee mehr im Flachland und Wintersport nur noch im Hochgebirge wurde uns angedroht. Das waren die Vorhersagen kurz vor und um die Jahrtausendwende.

Keine einzige der Temperaturgrafiken, die alle nach den Originaldaten des Deutschen Wetterdienstes gezeichnet sind, kann diese Panik-Erwärmungsmeldungen, angeblich hervorgerufen durch den „Klimakiller CO2„, bestätigen. Es waren also lediglich Vorhersagen aus der Kategorie „Neue deutsche Lügenmärchen“.

Noch schlimmer ist aber, dass den Bürgern diese Wahrheit der Temperaturabnahme erfolgreich verheimlicht wird. Keine einzige unserer Grafiken wird in den Medien gezeigt. Dabei sind die jeweiligen Daten noch nicht einmal wärmeinselbereinigt, sonst fielen die Abkühlungstrendlinien noch viel stärker abfallend aus. Das ist die traurige Wahrheit, die eigentlich eine handfeste Lüge an unserem Volk darstellt. Das angebliche Unwort „Lügenpresse“ ist beim Klima absolut zutreffend für die deutschen Medien. Es gibt nur wenige rühmliche Ausnahmen.

Welch großen Einfluss die Zusatzwärme der menschlichen Ansiedlungen auf Messstationen besitzt, wird heute bereits in Erdkundeschulbüchern beschrieben. Dass es gravierende Wärmeunterschiede zwischen Stadt und Land gibt, zeigen auch folgende Meldungen der Südwestpresse aus dem Jahr 2012, vom DWD sowie dem Bauernverband:

„Das Frühjahr 2012 war um 2,1 Grad zu warm und brach im April viele Temperaturrekorde.“

„Die Spargelernte fiel wegen der Aprilkälte dieses Jahr geringer aus.“

Hieran zeigt sich der Wärmeinseleffekt sehr deutlich. Beide Aussagen sind nämlich für sich betrachtet sogar richtig, denn die DWD-Aussage bezieht sich auf die Städte und Ansiedlungen, wo nun einmal nicht der Spargel wächst.

Der Frühling beginnt immer später

Wie gravierend die Vegetationsunterschiede gerade im Frühjahr sind, zeigt das nächste Beispiel: Die Winterlinge. Sie blühen in der freien Fläche außerhalb der Städte erst im März, ein Zeichen, dass die Winter kälter wurden.

Umso erstaunlicher ist es, dass die gemessenen Wintertemperaturen der letzten drei Jahrzehnte trotz dieser ständig steigenden Zusatzwärme aus den menschengemachten Wärmeinseln gefallen sind. Obwohl der Winter 2015 in der Statistik als mild gilt, die schönen goldgelben Köpfe der „Winterlinge“ erreichten in der freien Fläche Deutschlands erst jetzt im März ihre volle Blüte, in den Städten gute drei Wochen früher. Die Messstationen stehen aber nun einmal dort, wo die Menschen wohnen und so messen diese die menschengemachte Zusatzwärme überall mit.

Der Leser möge sich gerne die Frage stellen, wie warm die aktuell gemessenen Temperaturen tatsächlich wären, wenn Deutschland sich seit über 100 Jahren überhaupt nicht verändert hätte, also die gleiche Bevölkerungszahl, eine dünn besiedelte Landschaft, die gleiche primitive Lebensweise sowie kalte Häuser in viel kleineren Städten besäße und die Messstationen am gleichen kalten Ort wie früher stünden: Neben unbeheizten Klöstern, bei den Fischteichen in den kühlenden Feuchtwiesen rund um die Städte oder bei Förstern am Waldrand.

Die Bevölkerung wird von den Erwärmungsverkündern der Geldmaschine „menschengemachte CO2-Klimaerwärmung“ weiterhin gezielt über die Medien belogen. Wie unsere jüngere Geschichte zeigt, eignen sich Deutsche eben besonders gut für derartige Betrügereien, weil sie weniger hinterfragen, dafür umso häufiger gut- und obrigkeitsgläubig sind. Was die Alltagspropaganda über ihre gleichgeschalteten Medienlautsprecher verkündet, wird gerade bei den Deutschen gerne geglaubt und ungeprüft weitergegeben.

Bei so einem oberflächlichen Verhalten ist letztlich die Demokratie in Deutschland in Gefahr. Laut Beamtengesetz hätte jeder Lehrer, vor allem jeder Schulleiter, die Pflicht, gegen solche Machenschaften von Falschbehauptungen über das Klima vorzugehen. Doch davon ist die Realität in den Schulen und all den anderen Behörden weit entfernt. An den allgemeinbildenden Schulen, aber auch an den Hochschulen wird die Klimalüge strikt nach Vorschrift gelehrt. Das zugehörig Dogma lautet:

„Die Winter sind in den letzten drei Jahrzehnten stetig wärmer geworden und daran ist ausschließlich das vom Menschen zusätzlich ausgestoßene Kohlendioxid schuld.“

Immerhin gibt es einige wenige mutige Redakteure. Zu ihnen gehört beispielsweise der MDR-Wetterfrosch Thomas Globig, der in seiner Wettersendung vom 2. März 2015 auf den Abkühlungstrend der Wintermonate in Deutschland hingewiesen hat. Hoffentlich finden sich immer mehr solcher wahrheitsliebenden Menschen, damit der Klimalügerei endlich Einhalt geboten wird.

12 Kommentare zu “Winter in Deutschland: Schluss mit der CO2-Propaganda, es wird immer kühler

  1. Ich kann nur jedem empfehlen, sich für 18 Euro beim Discounter ein IR-Fernthermometer zu kaufen und selbst Boden- und Lufttemperaturen zu messen.

    Die Meteorologie misst nämlich nur die thermodynamische Temperatur, nicht die Strahlungstemperatur, die für die CO2 Frage relevant ist.

    Wie solche Messwerte aussehen, zeigt diese Grafik:

    http://tinyurl.com/kgje845

  2. SgDuH.,

    das Paradoxon Erwärmung/Abkühlung entsteht u.a. durch das Abschmelzen der nördl. Polkappe. In Folge dessen wird der Golfstrom von schweren, kalten Wassermassen unterströmt und generiert somit in gewissen Ländern kühlere Temperaturen. Fazit: obwohl global Erwärmung verzeichnet wird, entstehen in gewissen Golfstrom beeinflussten Ländern kühlere Temperaturen.

    Gruß aus München, L.Scholz

  3. Vielen Dank Herr Scholz für Ihre Meinungen.
    Lassen Sie mich aber widersprechen:
    1) Es gibt überhaupt keine abschmelzende Polkappe, das wird nur behauptet, im Sommer schmilzt der Nordpol auf Werte um 5 Mio km2 und im Winter dehnt sich die Eisfläche wieder auf die alte Flächen aus. Momentan beträgt die Eisfläche: 15 Mio km2, demnächst dann weniger.
    Al Gore hat um das Jahr 2000 immer wieder behauptet, dass der Nordpol im Jahre 2013 oder 2014 unwiderbringlich abgeschmolzen sein würde. Das war ein Märchen.
    2) Der Golfstrom ändert sich tatsächlich in bestimmten Rhytmen. Momentan bringt er Deutschland mehr Wärme. Die Folge ist im Winter eine Zweiteilung. Der Februar war im Süden kalt mit Schnee – also unter dem Vergleichswert- in Helgoland war er mit 2K über dem Vergleichswert am wärmsten. Wir sind uns sicher einig, dass es außer dem Golfstrom noch andere Gründe gibt. Beim Klima wirken viele Faktoren gleichzeitig.
    3) Die globale Erwärmung setzt sich auch nicht fort wie Sie behaupten, trotz des Rekordjahres 2014 haben wir weltweit seit über 18 jahren stagnierende Temperaturen. Siehe: Wärmstes Jahr, kein Beweis einer sich fortsetzenden Klimaerwärmung
    http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/2014-nur-nach-den-offiziellen-messwerten-ein-neues-rekordjahr-kein-beweis-fuer-eine-sich-fortsetzende-klimaerwaermung/
    Lieber Herr Scholz, Sie dürfen nicht glauben, was IHnen die deutsche Erwärmungs-Propaganda erzählt, ich habe als Bsp den Artikel in der Südwestpresse als link eingegeben. Das einzige was stimmt, ist die Zunahme des Kohlendioxidgehaltes, dieser wird 2015 knapp bei 0,04% liegen. C02 nimmt zu, die Temperaturen nehmen ab.

    Ich verstehe Ihre Gedanken gut, denn als aktiver Naturschützer glaubte ich vor 10 Jahren auch noch an die ewige C02-Erwärmung. An der Natur konnte ich dann beobachten, dass irgendwas mit der behaupteten Erwärmung nicht stimmen kann. Die Frage eines neutralen Klimawissenschaftlers muss eher sein, weshalb die Wintertemperaturen 10 Jahre den Sommertemperaturen beim Sinken vorauseilen. Auch dazu gibt es bereits einige Theorien. Ich selbst habe mich aber noch nicht festgelegt. Ich bin nur erstaunt.

  4. Vielen Dank fuer Ihren Kommentar Herr Scholz. Diesem kann ich nur voll zustimmen. Ich bin kein Klimaforscher, aber beschaeftige mich aus Interesse mit diesem Thema. Daher wuerde ich gerne einge Aspekte einwerfen. Klima ist Wetter betrachtet ueber einen langen Zeitraum und die Erderwaermungsberechnungen erfassen Daten der letzten 120 Jahre. Diese sind natuerlich fehlerbehaftet, da Messungsungenauigkeiten und Messstandorte eine grosse Rolle spielen. Zum Thema Standorte: Um das Weltklima genau zu analysieren, braeuchte man also mehr Messtationen. Zum Beispiel an den Polkappen, Ozeanen und anderen unzugaenglichen oder weniger entwickleten Gebieten. Allerdings hat die Statistik Methoden, um dieses zu kompensieren. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass eine Erderwaermung stattfindet und das sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Kleine Kritik am Text. Zeitraumbetrachtung ist definitiv zu kurz und Trends an Einzelbeispielen festzumachen, hat in der Wissenschaft noch nie funktioniert … speziell fuer komplexe Systeme wie das Klima.

    Vielen Dank
    Thomas H

  5. Nachtrag:

    Bitte dochmal auf die Webseite des Deutschen Wetterdienstes gehen und die letzten 100 Jahre betrachten. Momentan haben wir einen Rueckgang der Mittelwerte, aber uber eine langen Zeitraum betrachtet, steigen sie!

    Thomas

  6. Lieber Thomas H. (eigentlich diskutiert man hier mit vollem Namen)
    Sie haben recht, über einen längeren Zeitraum betrrachtet, also seit 1900 steigen die Werte. Aber wurde auch das Klima wärmer? Sie schreiben richtig, dass Sie nicht eingearbeitet sind. Deshalb in aller Kürze diese Erklärung: Im naturwissenschaftlichen Grundstudium lernt man, das man für Messreihen immer diesselben Versuchbedingugen wählen muss. Dieselben Versuchsbedingungen, und genau das ist bei der Temperaturerfassung nicht der Fall. Sie dürfen die Werte nicht direkt vergleichen. Denn Deutschland und die Welt hat sich in den letzten 150 Jahren total verändert, ebenso haben sich die Umgebungen der Messstationen erwärmend verändert, schließlich wurden alle Messstationen an wärmere Orte verlegt, denn Forsthäuser am Waldrand, unbeheizte Klöster oder Fischteiche um die Städte herum zur Eiweißversorgung gibt es nicht mehr. Diese Mess-Stationen wanderten an die Landebahnen der Flugplätze im Strahle der heißen Abgase, zu den Supermärkten auf der einstigen grünen Wiese, ect.
    Kurzum, sie dürfen diese Werte nicht direkt vergleichen, sondern sie müssen einen Korrekurfaktor nehmen bei Messungen, die länger als 25 Jahre zurückliegen. Nur dann können Sie entscheiden, ob es sich um eine menschengemachte Erwärmung aus den Wärmeinseln handelt oder ob die Erwärmung global auftritt. Auf die Schnelle könnte man sagen, die Erwärmung von 1840 bis 1900 war eine globale als Gegenreaktion auf die Kleine Eiszeit, die weiteren Erhöhungen ab 1900 bis etwa 2000 (knapp 1 Grad) ist auf diesen sich vergrößernden Wärmeinselanteil an den Messreihen zurückzuführen. Obwohl dieser wärmende Anteil immer noch steigt, allein in Deutschland kommen täglich 110 ha weitere erwärmende Bebauung dazu, haben wir die weltweite Abkühlung, wohl als Gegenreaktion auf den Anstieg von 1840 bis 1900. Diese Abkühlung wäre sogar stärker, wenn der steigende WI-anteil nicht bremsend wirken würde.
    Fals Sie weiter an diesem Kapitel, das sie selbst aufgemacht haben, interessiert sind, dann geben Sie in die Suchmaschine „Kowatsch-Wärmeinseleffekte“ ein. Im übrigen habe ich auch in diesem Kurzartikel einen link gegeben zu den steigenden Stadttemperaturen, die alle in die Werteerfassung des DWD mit einfließen und die Messergebnisse nach oben treiben.
    In der Klimawissenschaft wird all dies nicht bestritten, in der Diskussion ist lediglich die Höhe des WI- Korrekturfaktors bei längeren Zeitreihen und die Methode der exakten Ermittlung.
    Ich wollte Ihnen nur sagen, dass Sie mit Ihren Argumenten ein ganz anderes Kapitel aufgemacht haben, das man in anderen Fachaufsätzen besprechen muss. Ich wollte in diesem Artikel nur die fallenden Wintertemperaturen der letzten 3 Jahrzehnte den Lesern vermitteln, da in der deutschen Presse genau das Gegenteil beschrieben wird was Fakt ist. Die Wahrheit, die Sie und die anderen Leser für die letzten 30 Jahre mitnehmen sollten ist:
    1) die Winter werden kälter, nicht wärmer
    2) der Frühling kommt verspätet und nicht früher

    Betrachten Sie doch die deutsche Frühlingsliteratur oder die in der Literatur beschriebenen Blütezeiten der botanischen Pflanzen. Alles was da beschrieben wird, stimmt auch für diesen März. Nur in den Städten erwacht die Natur früher. Auf dem Land und zusätzlich außerhalb der Ansiedlungen stimmen sogar die Frühlingslieder von Mozart oder die Frühlingsgedichte von Goethe mit den heutigen Beobachtungen überein. Das bedeutet: Hätte sich Deutschland überhaupt nicht verändert, dann wären auch die gemessenen Temperaturen noch genauso wie vor 200 Jahren.
    Sie sehen, dass Thema ist weitaus komplexer als nur einfach Panik vor einer falschen Auswertung einer Temperaturstatistik zu verbreiten. Und glauben Sie nicht den Medien, deren Redakteure sind naturwissenschaftliche Flaschen, was sie meist selbst zugeben. FAZIt: Die Erwärmungspanik ist ein Fehler der Statistikauswertung.

  7. Herr Thomas H.

    In Kommentar 5 schneiden Sie das neue Thema, das Sie aufgemacht haben, nochmals an: Auf folgender Webseite habe ich in einfachen Worten auf 15 Seiten den notwendigen WI-Korrekturfaktor zur Betrachtung längerer deutscher Zeitreihen beschrieben und die Temperaturmessreihen bereinigt.
    http://gegenwind-husarenhof.de/sonstiges/Waermeinseleffekte-fuehren-zur-Klimaerwaermung.pdf
    Meine wissenschaftlichen Artikel, meist zusammen mit den Klima- und Naturforschern Leistenschneider/Kämpfe sind für das Anfangsintersse noch zu lang und umfangreich.
    Aber vielleicht haben Sie auch jetzt schon gemerkt: Klimawissenschaft ist nicht einfach, da viele Faktoren gleichzeitig zu berücksichtigen sind. In der Naturwissenschaft nennen wir das vernetztes Denken. Wer behauptet, in der Klimawissenschaft sei die Ergebnissuche abgeschlossen, der hat keine Ahnung. Deren Parolen lauten „Kampf dem Klimawandel“ oder dergleichen.
    Damit Sie mich aber nicht falsch interpretieren. Umwelt- und Naturschutz sind die Leitmotive, nach denen sich eine Welt- und Wertegemeinschaft richten sollte. Umwelt- und Natur, das ist den allermeisten selbst ernannten Klimaschützern egal.

  8. Nachtrag:

    ich habe nicht von einer dauerhaften, kontinuierlichen Abschmelzung (Verringerung der Pol Masse gesprochen). Selbstverständlich meinte ich schwankende Verminderung bzw. Regeneration der Eismasse.
    Des weiteren sei mitgeteilt, dass ich weder Al Gore noch sonstigen “ Klima Propheten“ Glauben schenke, da eindeutige Fakten bislang in dieser hoch komplexen Angelegenheit von keiner Seite erbracht werden konnten.
    Im Klima Streit sind div. Hobby Interessen zu analysieren und entsprechend zu berücksichtigen. Ich werde mich hüten zu diesem Thema auch nur
    ansatzweise Behauptungen aufzustellen. Klimawandel findet permanent statt,
    bis hin zur nächsten Eiszeit.

    Gruß aus München, L.Scholz

  9. Offenbar glauben einige der Foristen, dass das, was in Deutschland von den Medien zum Klima verkuendet wird, auf Wahrheit beruht. Hier ein paar Wahrheiten:

    1) Laut der World Meteorological Organization (WMO, 1992) ist Klima als

    „Synthesis of weather conditions in a given area, characterized by long-term statistics (mean values, variances, probabilities of extreme values,
    etc.) of the meteorological elements in that area“

    aufzufassen. Daraus ergeben sich zwei Konsequenzen. Die erste lautet: Es existiert kein globales Klima, sondern nur Klimate, wie sie z.B. in der Koeppen-Geiger-Klimaklassifikation an Hand von Intervallen der mittleren Temperatur und des mittleren Niederschlags festgelegt wurden. Das Wort Klima stammt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie Neigung bzw. Inklination. Damit ist der Hoechststand der Sonne ueber dem Horizont gemeint. Dieser Sonnenhoechststand ist abhaengig vom Breitenkreis. Diese Betrachtungsweise geht auf Hipparchos von Nicaea zurueck, der im 2. Jahrhunder v. Chr. lebte. Hipparchos teilte danach die damals bekannte Welt in 5 Klimazonen ein. Erst im 19. Jahrhundert erfolgte duch Alexander von Humboldt eine Erweiterung, und zwar dergestalt, dass er die Land-Meer-Verteilung sowie die Bedeckungsformen beruecksichtigte. Der Vorteil der Koeppen-Geiger-Klimaklassifikation ist der, dass fuer eine Reihe von Regionen in der Welt die mittleren Wachstumsbedingungen fuer Pflanzen erfasst werden. Eigentlich sollte man auch CO2 beruecksichtigen, weil dieses Gas fuer das Wachstum von Pflanzen unabdingbar ist (Photosynthese). Aber da CO2 in Oberflaechennaehe nahezu gleichverteilt ist, kann man sich das sparen.

    Die zweite Konsequenz ergibt sich aus dem Begriff „long-term statistics“. Auf den beiden internationalen meteorologischen Konferenzen von Warschau (1935) und Washington, D.C. (1957) wurde fuer eine Klimaperiode eine Zeitspanne von mindestens 30 Jahre vorgeschlagen. Diese Notwendigkeit ergibt sich aus der statistischen Forderung, dass die Wetterereignisse stochastisch verteilt sein muessen. Voriges Jahr brachte Prof. Dr. Lennart Bengtsson sogar 100 Jahre in die Diskussion ein. Grundsaetzlich teile ich diese Auffassung des Kollegen. Daraus ergibt sich aber eine Frage, wie naemlich die Klimavariabilitaet bzw. -aenderung dann noch diagnostiziert werden kann. Dazu sind naemlich mindestens zwei voneinander unabhaengige Klimaperiode erforderlich, von der eine als Referenz dienen muss. Das bedeutet, dass Zeitreihen der meteorologischen Ereignisse fuer mindestens 200 Jahre vorhanden sein muessen. Es existieren nur fuer wenige Stationen in der Welt Zeitreihen, die diese Bedingung erfuellen. Selbst bei einer Klimaperiode von 30 Jahren sind immerhin noch Zeitreihen von zumindest 60 Jahre erforderlich.

    Was diese WMO-Definition des Klimas nicht erfuellt, sind Trends. Man kann Trends auch dann berechnen, wenn die Forderung der stochastischen Verteilung nicht erfuellt ist. Grundsaetzlich ist bei der Berechnung eines Trends die Form des Trends (linear oder nicht-linear) vorzugeben, was mehr oder weniger willkuerlich erfolgt. Trends duerfen grundsaetzlich nicht mit Klimazustaenden verwechselt werden.

    Wenn Klima also ein mathematisches Konstrukt ist, was auf Beobachtungen der Vergangenheit beruht, dann fragt man sich unwillkuerlich, was dann Klimaschutz sein soll? Die Beobachtungsergebnisse aus der Vergangenheit kann man allenfalls mit einem Copy Right versehen, mehr aber auch nicht.

    2) In den vergangenen 1200 Jahren gab es zwei Phasen des Klimawandels, die wir als mittelalterliche Warmzeit und kleine Eiszeit bezeichnen. Diese Phasen des Klimawandels waren keine globalen Phaenomene. Sie sind in der Fachliteratur belegt.

    Folgt man dem IPCC, dann waren die Konzentrationen von CO2, CH4 und N2O in der Atmosphaere waehrend der vergangenen 2000 Jahren nahezu konstant, ausnommen die Zeitspanne nach 1850. Daraus folgt, dass diese beiden Phasen merklicher Klimaaenderungen nicht mit irgend welchen Konzentrationsaenderungen verknuepft werden koennen.

    3) Bis heute hat noch niemand einen wissenschaftlichen Beweis erbringen koennen, dass irgend welche sog. Treibhausgase einen Einfluss auf Klimate ausueben. Dieses ist nicht verwunderlich, denn dazu muessten naemlich grundlegende Arbeiten von Einstein (1917), Dirac (1927) und Milne (1928) zur Absorption und Emission von Lichtquanten durch Molekuele unter Einschluss von Kollisionen der ersten (Franck-Hertz-Experiment, 1913) und zweiten Art (Klein & Rosseland, 1921) widerlegt werden.

    4) Seit 1979 wird die Seeeis-Ausdehnung auf dem Arktischen Ozean mit Hilfe von Satellitendaten bestimmt, die zumindest bis Ende der 1980er Jahre sehr fragwuerdig sind. Wenn die dekadischen Mittelwerte der 1980er und 1990er Jahre fuer September hoeher sind als die Maxima, die von Zakharov & Strokina (1978) fuer die Zeitspanne von 1937 bis 1977 aus direkten Beobachtungen ermittelt wurden, dann muss man diese satellitengestuetzte Seeeis-Ausdehnungen hinterfragen.

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