© Matthias Lohse / pixelio.de

Große Lügen beginnen bereits im Kleinen

Auf dem Land, da ist die Welt noch in Ordnung. Kleine Dörfer und überschaubare Gemeinden blieben bisher weitgehend verschont von der gutmenschlich geprägten Lügenpropaganda der Medien und der korrupten Politik.

So glauben es zumindest die meisten. Doch was ist dran, an dieser vermeintlich heilen Welt? Werden die Bürger vielleicht in ihrem beschaulichen Lebensumfeld genauso getäuscht und belogen, wie es auch sonst der Fall ist?

Geht es Ihnen manchmal so, dass Sie den Mut verlieren in Anbetracht des allgegenwärtigen täglichen Irrsinns? Sie schauen sich Lokalzeitungen an, Gemeindeblätter und Vereinsmeldungen und neben dem üblichen unrelevanten Kram steht dort politisch Korrektes, Umweltschutzgeblubber und Lobbyistenwerbung und zwar unverblümt und ungeniert.

Werfen wir einmal einen Blick in das Gemeindeblatt einer typischen deutschen Verbandsgemeinde mit mehreren Teilorten, mit Kleinindustrie neben zahlreichen landwirtschaftlichen Betrieben bei insgesamt etwa 15.000 Einwohnern. Große Politik dürfte sicherlich außen vor sein, Rationalität und gesunder Menschenverstand dagegen an erster Stelle stehen.

Zumindest ist das die Theorie. Beim Durchblättern der wöchentlich erscheinenden kleinen Gemeindezeitung wird jedoch schnell klar: Auch hier hat der Lügenkatalog der Medien und der Politik längst Einzug gehalten und bedient sich per politisch korrekter und subtiler Zwänge offensichtlich der Gutgläubigkeit und Naivität der einfachen Bürger, die natürlich kaum an den Aussagen der Lokalpolitiker und Mitbürger zu zweifeln wagen.

  • Mit einem großen Artikel wirbt ein Kreisbeigeordneter aus dem Gesundheitsressort für die Grippeschutzimpfung unter dem Titel „Alle Jahre wieder? – Jetzt erst recht!“. Seiner Ansicht nach habe die Impfmüdigkeit nichts mit dem Vertrauensverlust durch die Schweinegrippe zu tun, sondern sei allein auf die Bequemlichkeit der Bürger zurückzuführen.Ist der gute Herr so engagiert, weil ihm unsere Gesundheit so sehr am Herzen liegt oder bekommt er seinen scheinbar so selbstlosen Einsatz vielleicht prozentual vergütet?
  • In einer ganzseitigen Anzeige kündigt die gemeindliche Jugendpflege in modernem Präsentationsstil einen Themennachmittag zum Thema AIDS und dem „Schutz vor der unsichtbaren Gefahr“ an. Schließlich muss bereits die Jugend stets die Angst im Nacken begleiten, bei allem was sie tut. Ein solides Fundament an Wissen – durch Angst und Lügen – hilft, später weitere ähnliche Propaganda aufzubauen und die Jugend an die Macht der Obrigkeit zu gewöhnen.
  • Ebenfalls als ganze Seite, gegenüber der Jugend-AIDS-Einflüsterungsanzeige, bieten die Gemeindewerke und der Vorsitzende einer nahegelegenen Energieagentur eine kostenlose Energieberatung an. Das typische Bild einer sinnlosen Photovoltaikanlage darf dabei selbstverständlich nicht fehlen. Das Angebot richtet sich an zukünftige Solarschafe, die sich über den „Einsatz von regenerativen Energietechniken“ und „energetisch ökologisch optimale Bauweise“ informieren wollen.Interessanterweise erscheint diese riesige Anzeige im „amtlichen Teil“ des Blattes, sodass sie keine Gebühren kostet. Ein raffinierter Trick des dahinterstehenden Anbieters, einer vermeintlich öffentlichen Energieagentur, die jedoch privatwirtschaftlich aufgestellt ist.
  • Etwas weiter hinten erscheint im selben Blatt ein fast ganzseitiger Bericht über die Einweihung der Installation einer großen Photovoltaikanlage auf der Gemeindehalle eines Teilortes. Zufällig stehen hier wieder dieselben Namen wie in der erwähnten Anzeige, was sicherlich nicht beabsichtigt war.Der Artikel ist pure, hochtrabende Öko-Propaganda. Es wird von 20 Haushalten gesprochen, die durch diese Anlage „theoretisch“ versorgt werden könnten. Richtig, theoretisch, denn praktisch will niemand Strom, der willkürlich und unplanbar mal fließt und mal nicht.
  • Ein paar Seiten weiter sucht eine Nachbargemeinde über eine Stellenausschreibung eine „Fachkraft für Arbeitssicherheit“. Es handelt sich dabei um Bespitzelungsaufgaben der Art „Begehung von Arbeitsstätten, Erstellen von Auditberichten, Kontrolle der umweltrelevanten Abfälle, Entwicklung von Programmen zur Abfallvermeidung, Erstellung von Arbeits-, Sicherheits- und Betriebsanweisungen“ und weitere, die effiziente und kostengünstige Produktivität von Kleinbetrieben senkende Maßnahmen.Solche Leute braucht unser völlig unterreguliertes Land wirklich dringend, v.a. in Zeiten des gigantischen wirtschaftlichen Aufschwungs.
  • Der ganzseitige Bericht, mit Fotos vor mehreren Grabsteinen, über die Jugendgedenkfahrt einiger Senioren dient in vorbildlicher Weise dazu, Jung und Alt an unsere erst seit 65 Jahren andauernde Kollektivschuld mahnend zu erinnern.„Wehret den Anfängen“ hört man leise rufen – dabei sind wir längst wieder mittendrin.
  • Alles Wichtige wird immer auf einer ganzen Seite vorgestellt, damit sich der gutgläubige Bürger auch gut informiert fühlt. So auch der Bericht über die Einweihung einer Kindertagesstätte, einem „erweiterten Kindergarten“. Dieser große Um- und Ausbau des bisherigen Kinderzuchtgeheges wurde notwendig, weil ab 2013 auch Einjährige einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz haben.Endlich können sich die Erzeuger, früher politisch inkorrekt auch Eltern genannt, vollständig und ausschließlich der Geldbeschaffung zur Rettung unserer EU-Nachbarn widmen und für den eigenen Konsum im Hamsterrad rennen – für Letzteres wird wohl trotzdem nichts übrigbleiben. Gleichzeitig wird staatlicherseits dafür gesorgt, dass unser Nachwuchs systemkonform und einheitlich erzogen wird, denn dieser muss später schließlich unsere Einheitspartei wählen, wobei ihm selbstverständlich die freie Farbwahl zugestanden wird.
  • In den „amtlichen Terminen“ findet sich neben dem ausnahmsweisen Angebot von schlappen 60 Minuten Sprechstunde beim Bundestagsabgeordneten auch die Sprechstunde der „Gleichstellungsbeauftragten“. Diese nimmt sich viel Zeit für die Bürger oder besser Bürgerinnen, um sich jeden zweiten Mittwoch von 15 bis 16 Uhr die Anliegen der Nicht-Gleichgestellten anzuhören und abzuheften.Für unterdrückte Männer gibt es leider kein solches Angebot, dafür aber eine Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe für all diejenigen, die sich brav Teilen ihrer Männlichkeit auf Grund von medizinischer Unfähigkeit haben berauben lassen.
  • Regelmäßig droht im Gemeindeblatt der Abteilungsleiter des Ordnungsamtes den Hundehaltern mit bis zu 10.000 € Strafe für eine Ordnungswidrigkeit, wenn diese das große Geschäft ihrer Hunde auf öffentlichen Flächen unbeseitigt liegen lassen. Offensichtlich gilt in kleinen Gemeinden das seit 2007 längst erloschene Ordnungswidrigkeitengesetz weiterhin. Ordnung muss schließlich sein, Gesetz hin oder her.
  • Damit die Kinder auch was von ihrem Blättchen haben, gibt es häufig Berichte der örtlichen politisch korrekten Besuche von Betrieben, damit sich beispielsweise die Jungs schon früh an ihre spätere Laufbahn als Frisör gewöhnen und die Mädchen für den Beruf des Automechanikers begeistert werden können.Noch schöner sind freilich Fotos von gruselig entstellten Minis, die sich für „Halloween“ in okkulte Kostüme geworfen und „ich kenne eine Hexe“ mit ihren verantwortungsvollen Erzieherinnen gespielt haben.
  • Für Brot und Spiele ist ansonsten im wöchentlichen Lokalpropagandaorgan bestens gesorgt: Neben Karneval, Saufgelage – häufig auch Vereinsfeste genannt, Laientheater und jeder Menge sportlicher Aktivitäten, sorgen alle paar Monate in jedem Ort der Gegend Heimatfeste für die Beschäftigung und Ablenkung der Bürger vor der bitteren und immer teurer werdenden Realität.
  • Um den Wiedererkennungswert des Blattes zu erhöhen – damit die Leser nicht jede Woche überrascht sind, wenn sie das Wochenblatt in ihrem Briefkasten finden – hat sich der Bürgermeister etwas Besonderes ausgedacht: Auf jeder zweiten, manchmal auch nur jeder dritten Seite jeder Ausgabe, ist er – meist mit anderen Bürgern zusammen – auf zahlreichen Fotos abgelichtet und gibt dem tristbunten Papier seine persönliche Note.Gute Ideen werden gerne übernommen, daher hat der Landrat die Idee kopiert und legt jeder Ausgabe einen 16-Seiter seines „Kreisjournals“ bei. 16 Seiten sind sehr wenig, daher hat er kurzerhand beschlossen, auf mindestens zehn Seiten abgelichtet zu erscheinen. In jeder Ausgabe natürlich, schließlich ist man ja nicht irgendwer und leidet unter einer schweren Form von Geltungsdrang.

Die Welt auf dem Lande und in kleinen Gemeinden ist also zum Glück noch in Ordnung. Wer vor den Lügen der Politik fliehen und etwas Bodenständiges um sich herum erleben möchte, der muss sich einfach nur eine beliebige kleine Gemeinde aussuchen und kann sich über die Freiheit, die unkommerzielle Gemeinschaft und die noch wahren Werte freuen – sofern er sich dafür keine Gemeinde der BRD aussucht.

Wer außerdem den Test macht und es wagt, den einen oder anderen Punkt der Massenbeeinflussung und Lokalpropaganda bei seinen Mitbürgern kritisch zu hinterfragen, der wird sein blaues Wunder erleben. Da kann die Anonymität einer Großstadt schon fast befreiend wirken.

Tragen Sie daher niemals ein Messer bei sich, denn bei dieser konzentrierten Dummheit und dem unverkennbaren Verblendetsein unserer Mitmenschen, egal wo im Land, besteht unmittelbare Verletzungsgefahr, weil ständig das Messer in der Hosentasche aufzugehen droht.

Sie ist weit fortgeschritten, die Gutmenschlichkeit, Obrigkeitshörigkeit, der paramilitärische Ökologismus und der blinde Glaube an die lokalen Führungspersönlichkeiten. Mag eine Frau Merkel vielleicht sogar dem einen oder anderen Bürger als jemand erscheinen, der nicht immer die Wahrheit sagt, so sieht die kleine heile Welt doch ganz anders aus.

Lügen müssen einfach nur groß genug sowie gut genug verpackt sein, dann glaubt sie jeder. Wenn dazu noch die breite Masse der Mitmenschen dieselben Ansichten vertritt, dann kann Otto Normalbürger sich ja schließlich auch nicht irren, oder? Gute Nacht, Welt.

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14 Kommentare zu “Große Lügen beginnen bereits im Kleinen

  1. Ja so ist es auf dem Lande.
    Als ich von der Grosstadt in ein Dorf hin zog,meinte ich dort in Frieden leben zu können.
    Nach 9 Monaten war ich Froh von diesen Spiessern abschied genommen zu haben und wieder in meiner Grosstadt zu sein.
    Man bleibt immer nur als „Fremder“ und kriegt kein Bein auf den Boden.

  2. Mein Kompliment für Ihre Arbeit.
    Durch Artikel wie diesen hier bin ich mittlerweile
    zum Stammleser Ihrer Seite geworden.
    Ihre Sichtweisen sprechen mir oft aus dem Herzen und die Fakten für sich.

    Herzliche Grüße, PlanB

  3. Herzlichen Dank!

    Hier wird aufgezeigt mit welchen Mitteln es gilt, die leichtgläubigen Bürger in dieser BRD GmbH zu manipulieren.
    Begonnen hat die Beeinflussung bereits mit der angeordneten Umerziehung direkt nach dem 2. Weltkrieg. Den Auftraggebern und unseren Politik-Marionetten scheint der Erfolg noch nicht ausreichend genug und deshalb werden die Bürger nicht nur über die gleichgeschalteten überregionalen Medien (Medien-Monopol) nun bereits seit Jahren auch über derartige Gemeindeblätter bewußt in die Irre geführt.
    Es wird höchste Zeit dieses miese Geschehen zu durchschauen und ein schnelles Ende zu bereiten.
    Ich habe mir die Schlichtung wegen „S 21“ in voller Länge zu Gemüte geführt und bin nun einmal gespannt, welche Aussagen des Schlichters zu gewärtigen sind. Für mich hatten die Gegner von „S 21“ die besseren Argumente die m. E. anraten lassen, auf dieses überteuertes Bauvorhaben -unterirdischer Bahnhof- zu verzichten und der DB aufzugeben, auf den Bau dieses miliarden EURO-Grab zu verzichten.
    Die DB ist noch immer Eigentum des Volkes und deshalb muß auf die Ansichten und Meinungen Rücksicht genommen werden.

  4. Ich kenne persönlich eine Familie, die auf dem Land wohnt. Der Mann hat in Afghanistan für die Freiheit Deutschlands – ich meine für die Freiheit der BRD Finanz GmbH und ihr Personal gekämpft, Dazu ist dieser Mann schon Rentner. An dem sollen sich mal die anderen faulen Rentner in unserem Land ein Beispiel nehmen. Jetzt kann sich unsere Bundeswehr sicher vor freiwilligen Alten ohne Hemmschwelle kaum noch retten. Dazu hätte ich auch einen Slogan: ‚Die Alten ziehen für ihren Gesundheitsminister sogar ins Felde‘. Ich wollte nicht gleich Totengräberminister schreiben, das fand ich doch zu übertrieben. Wie, die Bundeswehr rekrutiert keine Rentner? Schade, ich dachte die Bundeswehr betreibt Sterbehilfe gerne und sogar nach Vorschrift.
    Na jedenfalls die Frau der Familie geht im Kirchenchor singen. Ich denke sie macht das aber nur, weil ihr das Fernsehprogramm zu fade ist und immer die Kühe auf der Weide zu zählen, bringt es ja auch nicht. Außerdem hat man als Frau eines Kriegsveteranen gesellschaftliche Pflichten.
    Die Tochter hat ihr Rechtsstudium hinter sich gebracht und wird sicher in ihrem Leben noch einiges an unnötigen Vorschriften für andere Bürger auf den Weg bringen.
    Wie man sieht, eine Vorzeigefamilie und sie lebt sogar auf dem Lande.

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