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Zensur verbal – reale Zukunftsvision aus dem Kino

Es gibt nur noch wenige Orte auf der Welt, an denen jeder offen und unbedroht seine Meinung äußern kann. Fast überall breiten sich Zensur, Überwachung und Kontrolle immer weiter aus. Auch bei uns.

Die Bandbreite reicht von politisch korrektem Verhalten, über verbale Zensur in Unternehmen, bis hin zum populistischen Pranger für Abweichler. Wie lange wird es noch dauern, bis öffentliches Schimpfen und Fluchen zur Ordnungswidrigkeit erklärt wird?

Sylvester Stallone spielte in „Demolition Man“ im Jahre 1993 eine wirklich gelungene satirische Rolle. Wer erinnert sich noch an die folgende Szene:

„Wieso verspüre ich den Drang zu stricken?“

Der Film parodiert auf stark überzogene Weise eine übertrieben friedfertige und politisch korrekte Gesellschaft in der fernen und massiv technisierten Zukunft. Zwar gibt es keinerlei Kriminalität und Gewalt mehr, sogar Schimpfworte sind verboten, aber dafür besteht eine lückenlose elektronische Totalüberwachung in Formvollendung.

Doch schon heute sind diese witzigen Elemente weit weniger zum Lachen, da wir bereits den halben Weg bis zum Jahre 2032, in welchem die Handlung des Films spielte, zurückgelegt haben. Und tatsächlich, es scheint so, als hätten wir ebenfalls die gezeigte Wandlung im Denken und Handeln schon entsprechend weit vollzogen.

„Demolition Man“ kann damit heute als eine Art frühe Zukunftsvision der Gutmenschen und der politisch Korrekten betrachtet werden, denn genau so stellen sich diese von Realitätsverlust schwer geplagten Zeitgenossen unsere zukünftige Welt vor: hundertprozentige Gleichstellung von Geschlechtern, Nationalitäten, Kulturen, die sozialistische Verteilung allen Vermögens und Beschränkung von Besitz, die Unterdrückung von jeglicher beliebig definierten „Abnormalität“ und dazu eine vollständige Überwachung und Kontrolle des Verhaltens und insbesondere des Fehlverhaltens aller Bürger.

Jüngst machte die Stadt Bern in der Schweiz von sich reden, weil der dortige Gemeinderat eine absolut lächerliche und dennoch vollständig ernst gemeinte Verbalkorrektur für die Mitarbeiter der Behörden beschlossen hatte. Den Schweizern wurde untersagt, angeblich „diskriminierende“ Begriffe wie Fußgängerüberweg, Mutter oder Vater zu verwenden. Hätte man eine solche Szene im obigen Film eingebaut, die Kinobesucher hätten einmal mehr gelacht. Heute wird darüber nicht mehr gelacht, sondern politisch korrekt geschwiegen oder sogar applaudiert.

Eine weitere Steigerung bis hin zur echten Verbalzensur hat nun ein Konzern beschlossen. Das Handelsblatt hatte am 29.07.2010 darüber informiert:

Goldman Sachs wird nie wieder „dreckige Geschäfte“ machen. Zumindest werden die Mitarbeiter ihre Abschlüsse nie wieder so nennen. Die über Monate unter Betrugsverdacht stehende US-Investmentbank verbietet Kraftausdrücke in ihren E-Mails.[…]

So hatte ein Mitarbeiter in einer internen E-Mail eine der ins Zwielicht geratenen Transaktionen als „ein dreckiges Geschäft“ bezeichnet („one shitty deal“).

Es ist zwar ein privates Unternehmen – manche vermuten hinter Goldman Sachs auch eine Art Zentrale der NWO – aber diese Maßnahme gegen die eigenen Mitarbeiter ist bezeichnend für die Absicht der Unternehmensführung. Unerwünschte Meinungen werden nicht nur grundsätzlich angemahnt, sondern tatsächlich gesprochene und insbesondere geschriebene Worte verboten. „Demolition Man“ lässt grüßen.

Selbstverständlich können Firmen intern gewisse Vorgaben diktieren und ihre Mitarbeiter zu bestimmten Handlungen oder zu Unterlassungen verpflichten. An geltende Gesetze müssen sie sich dennoch halten und daher gilt auch das Recht der freien Meinungsäußerung – aber offenbar nicht mehr in den USA. Ganz bestimmt werden sich mit solchen Fragen auch Gerichte befassen müssen und sie werden den Konzernchefs vermutlich gehorchen, wie sie es schon in der Vergangenheit getan haben.

Solange die politisch korrekte Bewegung sich allgemeiner Rückendeckung oder zumindest fehlendem Gegenwind erfreut, wird sie sich fortsetzen und überall immer breiter machen. In den Konzernen, in der Politik, in allen Bereichen.

Zensur wird zu einer Form von Normalität, dass einem Angst und Bange wird. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wird es ab Oktober 2010 keine BlackBerry-Funktion mehr für Mobilfunkkunden geben, wie Dubai News berichtete, weil damit die Überwachung von E-Mails der Bürger nicht möglich ist:

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) werden ab dem 11. Oktober 2010 den BlackBerry-Dienst sperren. […]

[…] Dazu müsste RIM jedoch einige Zugeständnisse machen. Bisher war die Firma in die Kritik geraten, da die Server im Ausland stehen und sich so jeglicher staatlicher Kontrolle durch die VAE entziehen.

In Dubai und den anderen Emiraten ist es üblich, dass Telekommunikationsangebote einer Zensur unterliegen. Viele Internetseiten wie beispielsweise Flickr können in den VAE nicht oder nur eingeschränkt aufgerufen werden.

Da bleibt uns fast der Mund offen stehen, wenn hier von „üblich“ in Bezug auf Zensur gesprochen wird. Woanders scheint diese Situation Realität geworden zu sein – vorbei am Widerstand der Bevölkerung, falls diese davon überhaupt etwas mitbekommen hat.

Zensur ist immer eng mit Kontrolle und Überwachung verbunden. Werfen Sie einmal einen Blick nach Norden, nach Skandinavien. Nur schwer zu glauben ist, was die Frankfurter Rundschau am 03.08.2010 schilderte:

„Bargeld ist das Blut in den Adern der Kriminalität“, sagt Stockholms Polizeichefin Carin Götblad, die darauf bestand, selbst ihren Christbaum mit Karte zu bezahlen. Sie regt an, 500- und 1000-Kronen-Scheine (umgerechnet rund 50 und 100 Euro) abzuschaffen. Sie würden doch nur für Schwarzarbeit und Hehler-Deals verwendet.

Was für eine dreiste Propaganda in Richtung Totalitarismus. Das Ziel ist unübersehbar, ein vollständig auf elektronische Weise überwachter Zahlungsverkehr. Ohne Barzahlung entgeht dem Staat bzw. den ihn steuernden Konzernen nichts und niemand mehr. Der eigentliche Wahnsinn an Duldung von Überwachung durch den Staat zeigt aber dieser Abschnitt aus selbigem Artikel:

Proteste von Datenschützern sind spärlich, obwohl das bargeldfreie System jede Geldtransaktion kontrollierbar macht und das Konsumverhalten offenlegt. Doch in Skandinavien hat man sich daran gewöhnt, dass der Staat jedem aufs Konto guckt. Schließlich werden Bankguthaben und Zinsen automatisch der Steuerbehörde gemeldet, und das schwedische Öffentlichkeitsprinzip gibt jedem Neugierigen das Recht auf Einblick in die Steuererklärung des Nachbarn.

Das kommt dabei heraus, wenn über lange Zeit immer mehr, Stück für Stück, kleine Schritte in der gewünschten Richtung unternommen werden. Entweder werden künstliche Probleme und Gefahren geschaffen, für deren Überwindung die passenden Lösungen parat liegen oder die Bürger werden über angebliche Vorteile geködert. Sozialistische Elemente, wie das hier genannte Öffentlichkeitsprinzip, tragen ebenfalls zur Akzeptanz bei. Schließlich hat doch niemand etwas zu verbergen, oder?

Es gibt genügend Anlass zur Sorge, dass durch immer stärkere Zensur und Überwachung insbesondere Menschen anderer Überzeugung in die Enge getrieben, ausgegrenzt und bloßgestellt werden. Auf diese Weise wird das Volk zum braven Spitzel- und Verrätervolk. Wer sich wehrt, macht sich verdächtig, dazu genügt schon ein anderer Glaube als jener der breiten Masse.

Ob Sylvester Stallone wohl ahnte, dass der Witz von damals zum bitteren Ernst von heute und zur brutalen Realität von morgen werden würde?

17 Replies to “Zensur verbal – reale Zukunftsvision aus dem Kino”

  1. Guter Artikel.

    Nicht nur die schweden auch die esten sind gut darin die regeln das über die E-card heute schon alles!

    Blick ins ausland anklicken!

    –http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/interaktiv/1081852/blickpunkt—Thema-der-Woche#/beitrag/interaktiv/1081852/blickpunkt—Thema-der-Woche–

    Und dieser filbeitrag hier ist mal wider ein gutes beispiel das nur das pro erwähnt wird und nicht das contra.

    Dann noch ein filmtipp!
    –http://www.youtube.com/watch#!v=G-EN66ZU_hk&feature=related–
    Der überwachungsstaat mutig für öffentlich rechtlich ausnamsweise mal :-)

  2. Ja, langsam aber stetig werden wir alle warm gekocht. Überwachung dient doch nur „unserer“ Sicherheit. Es sind aber nun mal die Kriminellen (Politiker, Bängster, Wirtschaftsbosse ) die alles kontrollieren wollen.

    Da Konzerne und Bängster die Regierungen kontrollieren, leben wir in einer faschistischen Konzerndiktatur, denn laut Mussolini ist Faschismus die Verschmelzung der Staatsmacht mit der Konzernmacht.

    Wenn man diese Sicht der Dinge mal annimmt, versteht man sehr schnell, warum Atomkraftwerke länger laufen sollen, warum von uns Daten gespeichert werden, von denen die Stasi nur geträumt hat, warum in Berlin dafür die größte geheimdienstzentrale Europas entsteht und und und.

    Wer finanziert das Ganze? Natürlich der „freie“ Bürger. Ja wir unterhalten und erschaffen unser Gefängnis!!!!!!!!!!!

    Es war aber schon immer so. Die großen Kriminellen halten die kleinen Kriminellen mit Gesetze in Schach.

    Wann hören wir damit auf?

  3. – natürlich darf man nicht vergessen – der Deckmantel der sog. Terrorismus bekämpfung besteht immer noch und hat sich weltweit als Werkzeug der Bürgerüberwachung / Kontrolle eingenistet !

    – vergessen darf man auch nicht den Vrogang vom Januar 2010, als angeblich die Software der EC Karten das Jahr nicht lesen konnte !

    cui bono – wem nützt es

  4. Die Nacktscanner wurden auch schon in einem älteren Sifi Film vorgestellt, ich meine in „Total Recall“ mit Arnold Schwarzenegger. Als selbtserfüllende Prophezeiung ist auch „Running Man“ zu sehen, auch mit Arnie. Das ganze Hollywood ist mit NWO stark durchsetzt. Auch die Filme von James Cameron( Ist Club of Rome Member) sind zwar schön anzuschauen sind aber Ideologisch eindeutig eingefärbt. ZB. Avator. Da ist die Erde „abgesoffen“ wegen Erderwärmung, so wird es im Film erwähnt.

  5. Nr2 Rock und alle
    Wg der Atomkraftwerke bin ich genau anderer Meinung. Die Dinger sind der NWO Obrigkeit ein Dorn im Auge, Keine andere technische Erungenschaft ist so gezielt in Misskredit gebracht worden und wurden und werden solche Lügen, Märchen und Verdrehungen kreirt wie über die Nuklearenergie. Schon seit Jahrzehnten werden diese Lügen gezielt verbreitet und haben sich bei vielen Leuten schon als Wahrheit etabliert. Wenn die Mächtigen die Atomkraft, besser gesagt Nuklearkraft wirklich ernsthaft wollten, was glaubt Ihr wie die Propagandamedien das sofort umsetzen würden?! Fakt ist, die „Heiligtümer“ der Antiatombewegung, speziell Chernobyl ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein Sabotageakt gleich dem 11/9 gewesen. Das 2. Heiligtum, die Endlagerung- ein Märchen. Das Zeug ist in Wirklichkeit Milliarden wert, da alles Wiederaufbereitet werden kann und sollte. Zudem wird die Transmutation verschwiegen die Radioaktivität, bzw die Halbwertszeiten extrem verkürzt.

  6. @4 selbtserfüllende Prophezeiung

    sie wissen auch, wie „Running Man“ oder „Total Recall“ ausgingen?

    Das sehe ich noch nicht – leider ! Nur die üble Anfanfssituation – leider sind solche Helden nicht verfügbar, wenn man sie braucht. Und die geschichte zeigt auch, daß sie i.d.R. nicht erscheinen. Das sind Heilsphantasien, wie sie in jeder Religion verwendet werden, um das dumme/verdummte Volk in Fesseln zu halten.
    Warum sollten sich auch jemand selbst den Preis zahlen, um ein paat Unterdrücker zu beseitigen, wenn die Ankunft des Helden bevorsteht, der die notwendige Sache schadlos für einen erledigt!
    mfg zdago

  7. an Martin6078

    Natürlich sind die Atommeiler ein Gefahrenrisiko, jedoch stehen die strahlenden Dinger nun und bringen Milliarden für die Konzerne ein.
    Da denkt keiner an abschalten. Was mit dem Müll geschieht ist doch den Verursachern egal. Der wird weiter gereicht.

    Wer bekommt die Rechnung? Der, der schon immer für alles bezahlen musste. Das verdummte Volk.

    Das ganze Geschwafel von der Demokratie ist nur dazu da um die Leute in Schach zu halten und ihnen die Illusion zu geben etwas verändern zu können.
    So funktioniert es.
    Leider sind die Menschen zu gut gläubig. Bestes Beispiel Obama.

    Ja. wir können. ………………………

    Jetzt ist die USA mehr in Kriegsaktivitäten beschäftigt als zu Bush’s Zeiten.

  8. Wer von Euch hat Handy, EC-Karte, Kreditkate, Punktekarte von XY, Tankkarte, Kinokarte, Online navi, etz….
    Wer ist bei Scype, FaceBoock, Google, Twitter, RSS Feed etz.. dabei

    Wer da mitmacht, ist mit dem System einverstanden und scheut (zur Zeit) einfach nur den Mehrauffwand, um de obengesagten Dinge zu umgehen.

    Ihr habt es selber in der Hand, wie viel Ihr von Euch preisgebt

  9. Mein Gott was soll denn dieser Schwachsinn? Was gibt es denn über uns alle chon großartiges zu erfahren. Wir leben in einer multimedialen Welt mit vielen Vorteilen, die Nahchteile welche ihr beschreibt sind doch mehr als lächerlich!

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