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Hinterher sind immer alle schlauer – Warnungen vor der Krise werden ignoriert

Auf die Krisenpropheten hört keiner, aber hinterher sagen alle „das haben wir vorausgesehen“. Sowas lässt sich immer irgendwie hindrehen, v.a. bei den Massenmedien und der Politik.

Dazu kommt, dass der normale Bürger ein extrem schwaches Kurzzeitgedächtnis hat und einen noch viel schlechteren Langzeitspeicher. Egal, was welcher Experte hinterher behauptet – kaum einer merkt, dass er angelogen wird.

Man kann solche Wendehälse danach eigentlich nur noch zu einem gebrauchen: als Ventilator.

Ausgerechnet die supermanipulative tagesschau veröffentlichte am 15.10.2009 ein Interview zum Thema „Keiner wollte Warnungen vor der Krise hören„. Im Interview war der Politikwissenschaftler und Publizist Stefan Frank, der im April 2009 sein neues Buch „Die Weltvernichtungsmaschine – Vom Kreditboom zur Wirtschaftskrise“ herausbrachte.

Während gleichzeitig weiter oben auf der Website der tagesschau in einem Aufmacher die Rede ist von „Wirtschaftsforscher erwarten wieder Wachstum“, steht das Interview mit Stefan Frank als krasses Gegenteil dazu – man könnte aufgrund seiner Antworten durchaus behaupten, „er ist einer von uns“ und darf öffentlich die Wahrheit sagen:

Die Regierungen sollten aufhören, Geld nutzlos zu verpulvern. Die Krise der Wirtschaft besteht darin, dass sie sich an neue Bedingungen anpassen muss. […] Dieser Anpassungsprozess wird durch Maßnahmen wie die Abwrackprämie verlangsamt: Ihr Ziel ist es ja, Verbraucher durch den Kauf eines Autos in Schulden zu treiben. Und durch die Verschrottung fahrtüchtiger Autos wird Wohlstand vernichtet, nicht geschaffen.

Knallhart auf den Punkt gebracht und gleich mehrere Fakten auf einmal:

  • Schluss mit den Blasen. Geld aus dem Nichts ist ja schon schlimm genug, aber Geld aus Geld mit der Zinseszinsproblematik zwang die Wirtschaft dazu, immer mehr zu produzieren und immer mehr Umsatz und Gewinn zu machen.
  • Damit das überhaupt funktionierte und der Absatz groß genug werden konnte, wurde Kredit für Konsumgüter im großen Stil salonfähig. In naher Zukunft werden Privatpersonen jedoch keine Konsumgüter mehr auf Kredit kaufen können, sondern nur noch gegen Bares – welchen Namen auch immer unser zukünftiges Geld haben wird.
  • Die Verschuldung der Konsumenten wird verschwinden, leider auch zeitgleich deren Ersparnisse, Besitz und Vermögen.
  • Um des Systemerhalts Willen werden echte Werte gegen neue Schulden eingetauscht – eine wahnwitzige Zerstörung unseres Systems, denn die Folgen kommen zwar später zum Tragen, werden sich aber viel drastischer auswirken.

Anhand der folgenden Frage wird schon sofort klar, welche Denkweise der tagesschau-Interviewer Patrick Gensing als systemkonformer Vertreter vertritt:

Der Staat übernimmt solche Banken, um die Schulden zu verwalten. Er gibt viel Geld aus für Verpflichtungen, aber nicht für echte Werte. Wenn der Staat beispielsweise die Stromkonzerne wieder verstaatlichen würde, hätte er sich Werte und zukünftige Einnahmen gesichert. Bei der HRE ist er aber Konkursverwalter. Für den Steuerzahler ergeben sich keine Gewinne in der Zukunft, sondern unkalkulierbare Risiken.

Nun, die meisten Menschen sind fest davon überzeugt, dass die tagesschau-Macher ihre Zuschauer bestimmt nicht anlügen würden bzw. sie vom seriösesten Nachrichtenmagazin des BRD-Fernsehens immer nur die echten Wahrheiten hören. Auch die tagesschau-Redakteure und zuarbeitenden Journalisten sind sicherlich derselben Ansicht. Man darf dem sogenannten „Fußvolk“ keine böse Absicht unterstellen, denn diese Menschen werden ja genauso dumm gehalten wie man es mit uns Zuschauern getan hat bzw. tut. Das gilt natürlich für alle Nachrichtenmagazine.

Dieser Umstand bewirkt, dass in der öffentlichen Meinung über die „HRE-Rettung“ durch die BRD-Regierung keinesfalls davon ausgegangen wird, was für ein riesengroßer Mist hier betrieben wird. Es werden nämlich keine Investitionen getätigt, indem sich unser „Staat“ an einer Privatbank wie der HRE durch Verstaatlichung beteiligt, sondern es handelt sich um pure Geldvernichtung.

Wie Stefan Frank richtig sagt, ist das ein reines Drauflegegeschäft, ein Fass ohne Boden, für die Bürger. Doch da die meisten Menschen gar nicht wissen, was hinter unserem Geldsystem steckt, können sie nicht einmal erahnen, was diese Verstaatlichung für ein Wahnsinn ist. Schon durch die Übernahme einer einzigen großen Bank, könnte die BRD hopps gehen, ab in den Staatsbankrott. Mal sehen, ob es soweit kommt und wann es soweit sein wird.

Es ist natürlich fraglich, wie ernst der durchschnittliche tagesschau-Zuschauer dieses Interview nimmt. Da eben zeitgleich im selben Medium vom großen Aufschwung die Rede ist und auch schon seit Monaten darauf hingefiebert wurde – im Herbst geht es wieder aufwärts – muss man davon ausgehen, dass diese gegenpolige Darstellung bewusst gewählt wurde, um die Thematik ins Lächerliche zu ziehen. Zumindest steht diese Aussage ziemlich alleine im Raum, womit der 33jährige Frank als unerfahrener Schwarzmaler abgestempelt werden könnte.

Stefan Frank gibt sich jedoch sehr souverän und fachkundig, zumindest kann ihm niemand „Verschwörungsdenken“ anhängen. Dass dem tagesschau-Redakteur Gensing die Antworten von Frank nicht gefallen, sieht man an folgender Frage:

tagesschau.de: Sie schreiben unter anderem für die linke Monatszeitschrift „konkret“ – und kritisieren den Keynesianismus. Sicherlich erhalten Sie für ihre Analysen nicht nur Beifall.

„Sicherlich erhalten Sie… nicht nur Beifall“ lautete die Frage schon sehr suggestiv. Warum sicherlich? Weil diese ungewohnten Aussagen ein Funken zuviel Wahrheit für einen unterwürfig denkenden Mainstream-Redakteur sind, der damit möglicherweise ausdrücken möchte, dass Franks Antworten hoffentlich nicht wahr sind?

Auf die Frage, wie es mit der Krise weitergehen wird, antwortete Stefan Frank:

Die gigantischen Gelddruckprogramme werden das Vertrauen in die Währungen erschüttern.

Au weia, da wäre ja fast der Begriff Hyperinflation gefallen – oder ist er vielleicht sogar gefallen? Was denkt sich wohl ein gutgläubiger Bürger bei so einer Behauptung? Woher will Frank wissen, wieviel Geld die Notenbanken gedruckt haben?

Eher wahrscheinlich ist, dass die wenigsten überhaupt den Zusammenhang zwischen Geldmenge und Inflation kennen. Ohne dieses Grundverständnis ist hier jegliche Form von öffentlicher Auflärung sinnlos, die Menschen werden nicht einmal richtig zuhören, weil sie keinen Sinn in diesen Aussagen erkennen können.

Es würde auch bestimmt kein Zuschauer erwarten, dass er von der tagesschau zum Selbstdenken angeregt würde, das wäre ja ein absolutes Novum. Die Nachrichtensendungen denken doch bereits für ihr Publikum mit, damit sich dieses zwischen Chips und Bier auf dem Sofa nicht auch noch am Kopf kratzen muss.

Jemand der sein Leben lang davon ausging, dass ihm das Fernsehen – insbesondere das öffentlich-rechtliche „Qualitätsprogramm“ – keine Lügen auftischen wird, der kommt im Traum nicht auf die Idee, Nachrichteninhalte in Frage zu stellen. Wenn Politiker zitiert und gezeigt werden, dann weiß natürlich jeder, hier wird jetzt gelogen.

Dass aber auch der Rahmen, also der Schnitt eines Interviews, erheblichen Einfluss auf die Information haben kann, wird kaum wahrgenommen. Gespräche zwischen tagesschau-Zuschauern laufen eher so ab:

Das ist schon schlimm, dass diese Terroristen in Afghanistan Terroranschläge in der BRD planen. Warum schicken die Amerikaner denn nicht noch mehr Soldaten dorthin, damit endlich die Taliban mit ihren Teppichmessern besiegt werden?

Und wohl kaum so:

Glaubst Du wirklich, dass das Terroristen sind, gegen die da gekämpft wird? Könnte es nicht um Öl gehen oder um die Anzettelung eines großen Krieges zwischen den Anrainern dort? Ich glaube, die Nachrichten lügen.

Schön wärs. Dabei ist mit diesem Interview tatsächlich widerlegt, dass die tagesschau nur einseitig berichtet. Rein formal betrachtet haben sie gleichzeitig beide Seiten dargestellt, einmal Aufschwung und einmal drastische Aussichten auf eine Verschlimmerung der Krise. Allerdings wie diese beiden Seiten dargestellt werden, ist eben nicht gleichwertig.

Frank beschreibt die Zukunft der Krise noch wie folgt weiter:

Der Goldpreis, der auf über 1000 Dollar gestiegen ist, ist ein Omen. Die Rezession ist längst nicht zu Ende. Der Boom wurde von einer exzessiven Verschuldung gespeist, und diese Schulden müssen nun zurückgezahlt werden, während gleichzeitig die Einkommen zurückgehen.

Ein jeder, der etwas Kopfrechnen kann, merkt hier, das kann doch niemals funktionieren. Nein, es genügt eigentlich schon der gesunde Menschenverstand – inzwischen eine echte Rarität in den Köpfen der Bürger – der hellhörig machen müsste: Wie sollen denn diese immer höheren Schulden bei immer weniger Einkommen zurückgezahlt werden?

Naja, wenn das den Zuschauer konkret selbst betreffen würde, dann würde er wahrscheinlich kapieren, dass das so nicht funktionieren kann. Wir sprechen hier jedoch vom Staat, da läuft das mit den Schulden nicht so ab, denn sonst würden unsere Politiker bestimmt anders handeln. Die sind doch nicht blöd, oder?

49 Replies to “Hinterher sind immer alle schlauer – Warnungen vor der Krise werden ignoriert”

  1. Das ganze Schuldensystem hat einen Geburtsfehler, da durch das man erst mit Schulden ueberhaupt anfing. Die Schulden machten es moeglich neue Arbeitsstellen zu schaffen, die man eigentlich gar nicht brauchte. Wir Produktierten neuen Reichtum, den man nicht brauchte. Dadurch waren wir in der Lage etwas zu kaufen das wir nicht noetig hatten. Da wir nun mehr kaufen konnten als wir brauchten, erzeugten wir mehr Arbeit und brauchten Gastarbeiter. Nun musste auch fuer diese Gastarbeiter Wohnungen und Konsumgueter geschaffen werden, welches wir gar nicht noetig hatten. Diese schafte noch mehr Arbeit und mehr Umlaufgeld. So ist nun alles kuenstlich geschaffen, worden was wir eigentlich nicht noetig hatten.

  2. fortsetzung
    Diese Kette ist ohne Ende. Wir lebten in einer Phantasienwelt. Nun haben wir alles was wir nicht brauchten und haben keinen Hunger mehr auf neue Gueter fuer unserer Phantasienwelt. Man kann den Kauf von Konsumguetern mit keinen neuen Schulden wieder zu einem neuen und kuenstlich Leben erwecken. Das Papiergeld ist jetzt wertlos. Wer noch Geld in der Bank hat, sollte es schnelstens abheben und etwas dafuer kaufen womit man sich ernaehren kann, denn das ganze kuenstlich erzeugte Papiergeld, ist jetzt reif fuer den Schredder. Jemand der jemanden Geld geliehen hat, kann sein Geld abschreiben.

  3. fortsetzung
    Ich wuerde mich ueber Staatsschulden keine grossen Sorgen machen, denn niemand hat vor, diese auch je zu bezahlen. Jeder Staat sollte ganz einfach sagen, es ist doch nur wertloses Geld und wir fangen ganz einfach von vorne an. Die Herren, Gottesvolk, sind mit ihrer Weissheit am Ende. Sie haben die Uebersicht verloren und wissen nicht mehr was nun Schulden oder Guthaben noch sind.
    Ich habe es mal versucht, ueber meinen kleinen Haushalt Buchfuehrung zu machen, jedoch passierten mir dabei einige Fehler. Ich habe es nicht geschaft diese Fehler zu korrigieren, so fing ich ganz einfach wieder mit Null an, so das ich meinen Fehler nicht noch groesser machte. Nun stelle man sich eine grosse Bank vor. Sie wissen nicht einmal wo ihr Geld eigentlich so herum fliegt. Dadurch, das nun laufend jemand den Bankrott anmeldet wir es noch komplizierter. Was diese Elite nun braucht ist einen Durchblickerlergang.

  4. Die Menschen sollten sich langsam aber sicher endlich bewußt werden, in welcher Zeit wir leben, bevor es zu spät ist.
    Auf dieser Erde wird sich nichts mehr zum Positiven wandeln, sondern es wird stetig bergab gehen.
    Wir befinden uns im letzten Kapitel der Menschheitsgeschichte dieser Erde. Ein neue bessere Gesellschaftsordnung wird es hier nicht mehr geben. Die „Demokratie“ war das letzte menschliche Lügensystem, bevor diese Erde vernichtet wird.

    Der Abschluß der Gnadenzeit – Keine zweite Chance

    http://forum.wahrheiten.org/viewtopic.php?f=14&t=182

    „Die Verwüstung der Erde“
    http://forum.wahrheiten.org/viewtopic.php?f=14&t=117

  5. „So ist nun alles kuenstlich geschaffen, worden was wir eigentlich nicht noetig hatten.“

    Wenn ich dieses aufgreifen darf. Das ist eine sehr interessante Tatsache über die sich jeder bewusst werden muss. Diesen Satz aufschreiben, ausdrucken, an die Wand nageln und jeden Tag lesen. darunter noch:“Geld kann man nicht essen.“

  6. Teil 1

    Durch die Verachtung der Wahrheit verwerfen die Menschen deren
    Urheber. Indem sie das Gesetz Gottes mit Füßen treten, leugnen
    sie die Autorität des Gesetzgebers. Es ist ebenso leicht, sich einen
    Götzen aus falschen Lehren und Theorien zu errichten, wie ein Götzenbild
    aus Holz oder Stein zu formen. Durch Satans lügenhafte
    Darstellung der Eigenschaften Gottes machen sich die Menschen einen
    falschen Begriff vom Wesen ihres Schöpfers. Von vielen wird ein
    philosophischer Götze an Stelle Gottes, des Allerhöchsten, auf den
    Thron erhoben, und der lebendige Gott, wie er in seinem Wort, in
    Christus und in seinen Schöpfungswerken offenbart ist, wird nur von
    wenigen verehrt. Tausende vergöttern die Natur, während sie den
    Gott der Natur leugnen.

  7. Teil 2

    Obwohl sich die Form gewandelt hat, so
    besteht doch der Götzendienst in der heutigen christlichen Welt
    ebenso wirklich, wie er im alten Israel in den Tagen Elias ausgeübt
    wurde. Der Gott vieler angeblich weiser Männer, Philosophen, Dichter,
    Staatsmänner, Journalisten, der Gott vornehmer Kreise, vieler
    Hochschulen und Universitäten, ja sogar einiger theologischer Anstalten
    ist nicht viel besser als Baal, der Sonnengott der Phönizier.

    Weiter hier:
    „Der kommende Kampf“
    http://forum.wahrheiten.org/viewtopic.php?f=14&t=213&p=729#p729

  8. 5Christoph
    ”Geld kann man nicht essen.”

    In den USA gibt es viele am Körperumfang REICHERE Personen und bei uns sind es ja auch nicht gerade wenig. Wenn man weniger Geld hätte, könnte man auch nicht so viel essen.
    Wie schaffen es manche, so wie der Dracula von der SPD, trotzdem schlank zu bleiben? Das sind alles Widersprüche noch und nöcher.

    “So ist nun alles kuenstlich geschaffen, worden was wir eigentlich nicht noetig hatten.”

    Ist es nicht komisch, dass man in der Natur überhaupt etwas künstlich erschaffen konnte. Immer wieder fällt mir auf, dass der Mensch nicht ganz in das Konzept passt. Mag sein, dass Satan das Künstliche um uns herum extra so aufgebaut hat, um uns daran zu hindern unserer wahren Natur zu folgen. Deshalb versucht er auch alles, damit uns das nicht gelingen möge. Manche Leute müssen eben um kotzen zu können, doch eine ganze Menge essen. Scheint so ein gewisser Zwang zu sein, der ihnen anerzogen wurde. Was einmal im Gehirn ist, geht nur schwer wieder raus.

  9. Durch den Spiritismus erscheint Satan als Wohltäter des Menschengeschlechts,
    indem er die Krankheiten des Volkes heilt und
    vorgibt, eine neue und erhabenere Religion einzuführen; gleichzeitig
    aber wirkt er als Zerstörer. Seine Versuchungen führen Scharen von
    Menschen ins Verderben. Die Unmäßigkeit entthront die Vernunft;
    sinnliche Befriedigung, Streit und Blutvergießen folgen. Satan ergötzt
    sich am Krieg; denn dieser erweckt die schlimmsten Leidenschaften
    der Seele und rafft dann seine in Laster und Blut untergetauchten
    Opfer hinweg in die Ewigkeit. Es ist daher Satans Absicht, die Völker
    gegeneinander zum Krieg aufzuhetzen; denn auf diese Weise kann er
    die Gedanken der Menschen von den Vorbereitungen ablenken, die
    sie befähigen würden, am Tage Gottes zu bestehen.

    Weiter hier:
    „Der kommende Kampf“
    http://forum.wahrheiten.org/viewtopic.php?f=14&t=213&p=729#p729

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