{"id":14808,"date":"2010-12-01T00:03:49","date_gmt":"2010-11-30T23:03:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wahrheiten.org\/blog\/?p=14808"},"modified":"2017-07-31T16:01:02","modified_gmt":"2017-07-31T14:01:02","slug":"eiszeit-deutschland-wird-verschenkt-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wahrheiten.org\/blog\/2010\/12\/01\/eiszeit-deutschland-wird-verschenkt-teil-2\/","title":{"rendered":"Eiszeit: Deutschland wird verschenkt &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"<p>Wir lernten bereits: Deutschland schafft sich ab. Wir haben zu lernen: Deutschland wird verschenkt.<\/p>\n<p>Die Forderungen deutscher Politiker nach einer Begrenzung der Zahl der Ausl\u00e4nder in Deutschland sind, wie die Zitate auf dieser Seite gleich beweisen, so alt wie die un\u00f6konomische Zuwanderung angeblicher Asylanten in die Bundesrepublik selbst.<!--more-->Zur\u00fcck zum <a href=\"\/blog\/2010\/11\/30\/eiszeit-deutschland-wird-verschenkt-teil-1\/\">ersten Teil des Artikels<\/a>.<\/p>\n<p>Dabei stammen die ausgew\u00e4hlten \u00c4u\u00dferungen nicht etwa von Hinterb\u00e4nklern, sondern aus der allerersten Reihe der Politik, nicht zuletzt auch von den Bundeskanzlern Willy Brandt, Helmut Schmidt und Helmut Kohl. Vor allem in dessen Regierungszeit von 1982 bis 1988 erh\u00f6hte sich die Zahl der Ausl\u00e4nder in Deutschland dramatisch.<\/p>\n<p>Bundeskanzler Ludwig Erhard am 10.11.1965:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie Heranziehung von noch mehr ausl\u00e4ndischen Arbeitskr\u00e4ften st\u00f6\u00dft auf Grenzen. Nicht zuletzt f\u00fchrt sie zu weiteren Kostensteigerungen und zus\u00e4tzlicher Belastung f\u00fcr unsere Zahlungsbilanz.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Bundeskanzler Willy Brandt in seiner Regierungserkl\u00e4rung vom 18.01.1973:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eEs ist aber notwendig geworden, dass wir sehr sorgsam \u00fcberlegen, wo die Aufnahmef\u00e4higkeit unserer Gesellschaft ersch\u00f6pft ist und wo soziale Vernunft und Verantwortung Halt gebieten.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Ausl\u00e4nderbeauftragter Heinz K\u00fchn in \u201eNeue Osnabr\u00fccker\u201c vom 13.09.1980:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eIch w\u00e4re gl\u00fccklich, wenn heute eine Million T\u00fcrken wieder zur\u00fcckgingen in ihre Heimat.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Bundeskanzler Helmut Schmidt auf einer DGB-Versammlung in Hamburg November 1981:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWir k\u00f6nnen nicht mehr Ausl\u00e4nder verdauen, das gibt Mord und Totschlag.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Bundeskanzler Helmut Schmidt in \u201eDie Zeit\u201c vom 05.02.1982:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eMir kommt kein T\u00fcrke mehr \u00fcber die Grenze.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Bundeskanzler Helmut Kohl am 26.10.1992:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie Grenze der Belastbarkeit ist \u00fcberschritten. Die Situation hat sich dramatisch zugespitzt.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Gerhard Schr\u00f6der, nieders\u00e4chsischer Ministerpr\u00e4sident am 20.07.1997 in \u201eBild\u201c:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWer unser Gastrecht missbraucht, f\u00fcr den gibt\u2019s nur eins: raus und zwar schnell.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Bundesinnenminister Otto Schily in \u201eS\u00fcddeutsche Zeitung\u201c vom 03.11.1999:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie Grenzen der Belastbarkeit durch Zuwanderung sind \u00fcberschritten.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>G\u00fcnther Beckstein, bayerischer Innenminister am 10.06.2000 in \u201eFocus\u201c:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWir brauchen weniger Ausl\u00e4nder, die uns ausn\u00fctzen, sondern mehr, die uns n\u00fctzen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Alle redeten. Niemand h\u00f6rte zu. Diejenigen, die Rettung verordnen konnten, versagten.<\/p>\n<p>Fuchs schreibt am 04.11.2010:<\/p>\n<blockquote><p>Dass sich viele T\u00fcrken und Araber schwer tun, sich mit Land und Leuten zu identifizieren, bedarf keiner wissenschaftlichen Studie. K\u00f6nnen kostenlose Integrationskurse das Problem l\u00f6sen? Wohl kaum. Integration ben\u00f6tigt Identifikation. Und die braucht Emotion. Viele Deutsche pflegen aber ein gespaltenes Verh\u00e4ltnis zur Heimat. Woher soll da die Motivation von Ausl\u00e4ndern kommen, sich zu Deutschland zu bekennen?<\/p>\n<p>Die meisten Ausl\u00e4nder wollen stolz sein auf das Land, in dem sie leben. Umso mehr, je weniger sie &#8222;Weltb\u00fcrger&#8220; sind. Doch gerade das geht uns Deutschen ab. Versch\u00e4mt schwenken wir F\u00e4hnchen bei Weltmeisterschaften und entschuldigen uns anschlie\u00dfend daf\u00fcr. Mit einem solchen Land f\u00e4llt es schwer, sich zu identifizieren &#8211; und sich darin zu integrieren.<\/p>\n<p>Auch unsere Nachbarn zeigen unverkrampft Stolz auf ihre Heimat. Der norwegische Camper etwa hisst die Landesfahne, bevor das Vorzelt steht; fast jeder Schwede hat einen Fahnenmast im Vorgarten. Solange Deutschsein verh\u00e4rmte Distanz zur Nation bedeutet, solange ist Integration zum Scheitern verurteilt. Oder, um es mit Oskar Lafontaine zu sagen: &#8222;Nur wenn wir selbst begeistert sind, k\u00f6nnen wir auch andere begeistern.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Finanzierungs- und Integrationsproblem von Immigranten unterschiedlicher Herkunft wird unter innenpolitischen Aspekten grotesk, wenn man versucht, die Tatsache einer Arbeitslosigkeit von ca. 15% in Deutschland zu kombinieren mit der endlosen Forderung von gr\u00fcner und linker Politik, dass multi-kulti ein Erfolg sei, und deshalb Deutschland weiterhin ein Einwanderungsland sein oder bleiben m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Welch \u201eGr\u00fcner Schwachsinn\u201c, der sich selbst \u00fcber die jahrzehntelangen Forderungen fast aller deutschen Bundeskanzler nach Erf\u00fcllung von \u201egenug ist genug\u201c hinwegsetzte. Die Gr\u00fcnen sind entscheidend daran beteiligt, dass die Sozialt\u00f6pfe leer gefegt wurden, und dass die Lohnst\u00fcckkosten und die exorbitanten Energiekosten die Industrie veranlasste, das Land sicht- und f\u00fchlbar zu verlassen. Als Ergebnis hat Deutschland eine Arbeitslosigkeit in H\u00f6he von \u00fcber 15%. Die regierungsamtlich derzeit mit 7% behauptete Arbeitslosenquote l\u00e4sst die Langzeitarbeitslosen au\u00dfer Acht. Aber sie sind mit hoher Quote verf\u00fcgbares Arbeitskr\u00e4ftepotential.<\/p>\n<p>Es sollte niemand so tun, als ob die Massen an Arbeitslosen in Deutschland ohne erkennbaren Grund vom Himmel gefallen sind, nur weil sie lautlos und unbemerkbar sind und wenig beschrieben werden. Sie werden ruhig gestellt mittels eines monatlichen Schecks, der ihnen das \u00dcberleben und gewisse Annehmlichkeiten garantiert und die Staatsschuld genau um diejenigen Betr\u00e4ge erh\u00f6ht, die die Bedachten geschenkt bekamen und verbraten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das alles ist und kann den Gr\u00fcnen egal sein. Sie sind keine Partei, die in die Zukunft investieren. Ihnen ist daran gelegen, so weiterzumachen, wie bisher. St\u00fcckchen f\u00fcr St\u00fcckchen. Was sie wollen ist klar: Ein Umfeld schaffen, in dem es sich einfach und leicht, ohne viele intelligente Widersacher leben und arbeiten l\u00e4sst. Wie man das nennen kann? Den Deutschen den \u00d6kologismus aufzwingen. Sie wollen das Jetzt und Heute m\u00f6glichst m\u00fchelos, fr\u00f6hlich und ohne Widerworte eines gebildeten Volkes erleben. Deswegen auch wird \u201eBildung in Deutschland\u201c kleingeschrieben, was f\u00fcr die anderen Parteien und deren \u201eMacher\u201c ohne Proteste akzeptiert wird.<\/p>\n<p>Zukunft, an morgen denken, an die n\u00e4chste Generation, an die Entwicklung des Landes? F\u00fcr wen? Warum?<\/p>\n<p>Trittin, K\u00fcnast, Roth, etc.: Weswegen sollen diese Egoisten an n\u00e4chste Generationen, an <a href=\"\/blog\/2010\/11\/04\/zukunftspolitik-gelenkt-von-menschen-ohne-zukunft\/\">Deutschlands Zukunft<\/a> denken? Die haben keine Familien, keine Ehepartner, jedenfalls keine solchen, bei denen man nach biologischen Gesetzen Kindernachwuchs erwarten kann. Au\u00dfer der Verantwortung gegen\u00fcber sich selbst kennen sie keine Verantwortung. Somit sind sie verantwortungslos. Und entsprechend bewegen sie sich und manipulieren das Land in die Richtung, wie sie sich das w\u00fcnschen. Ab mit der Industrie, nach Asien. Zur\u00fcck zur Natur. Koste es, was es wolle.<\/p>\n<p>Ehe wir die Betrachtungen zu GR\u00dcN verlassen: Was lehrt uns die Protestkultur der Gr\u00fcnen? Auch im europ\u00e4ischen Ausland ist die Protestkultur zum Teil ausgepr\u00e4gt. Doch der Unterschied zu uns liegt offenbar darin, dass hierzulande eine gut organisierte Minderheit eine demokratisch legitimierte Entscheidung auch dann noch kippen will, wenn sie l\u00e4ngst alle Instanzen und Befragungsverfahren unserer demokratischen Grundordnung durchlaufen hat.<\/p>\n<p>EU alt, oder futuristisch als politische Union?<\/p>\n<p>Es geht heute und hier nur um die Staatsverschuldung der gesamten EU und wo dies mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit hinf\u00fchren wird. Die Malaise des finanziellen Zustandes der Einzell\u00e4nder der EU f\u00fchrt automatisch zur Frage: Was wird mit dem EURO? Nehmen Sie unter den zahlreichen Antworten zu dieser Frage, die m\u00f6glich sind &#8211; obgleich nur zwei relevant sind: Bleibt er oder geht er? &#8211; die erste M\u00f6glichkeit als Lieferung an Ihre grauen Zellen.<\/p>\n<p>Er bleibt. Da der jetzige und kommende Zustand der EURO-L\u00e4nder immer von deren unterschiedlicher Schulden-Akrobatik abh\u00e4ngt, gibt es nur eine Instanz, die den Einzell\u00e4ndern hilft. Das ist und bleibt Br\u00fcssel. Je mehr Br\u00fcssel die Bettw\u00e4sche der Bettn\u00e4sser w\u00e4scht, desto abh\u00e4ngiger werden sie von Br\u00fcssel; de facto und de jure. Hei\u00dft, das Einf\u00e4deln in eine politische Union ist bereits in Gang. Dieses Ziel strebte Kohl an, es wird von Merkel vollendet werden.<\/p>\n<p>Fuchs schreibt am 01.11.2010:<\/p>\n<blockquote><p>Die Kosten Europas<\/p>\n<p>Europa wird zur Transferunion. Dies ist der Preis f\u00fcr die Stabilisierung der jungen Demokratien in Griechenland, Portugal und Spanien, f\u00fcr Italiens politische Labilit\u00e4t sowie die Auss\u00f6hnung mit Frankreich, Deutschlands fr\u00fcherem Erzrivalen. Die EU steht vor schweren Konflikten. Die versteckten Schulden aus uneinl\u00f6sbaren Zusagen gegen\u00fcber Rentnern, Pension\u00e4ren, Arbeitslosen und Kranken werden in den n\u00e4chsten Jahren f\u00e4llig &#8211; ab 2015 schlagen sie sich massiv in den Staatshaushalten nieder. Sie betragen ein Vielfaches der Wirtschaftsleistungen der EU-L\u00e4nder.<\/p>\n<p>Europas Staaten werden also weiter Schulden anh\u00e4ufen. Manche m\u00fcssen wohl, um des europ\u00e4ischen Friedens willen, von der Gemeinschaft gest\u00fctzt werden. Die Politik wei\u00df das. Der Krisen-, besser Transfermechanismus wird nicht das Ende vom Lied sein. Demn\u00e4chst wird Br\u00fcssel das Plazet erhalten, selbst Schulden zu machen. Das wird die nationalen Haushalte entlasten und es den L\u00e4ndern leichter machen, die Schuldengrenze einzuhalten.<\/p>\n<p>Da werden auch deutsche Politiker nicht Nein sagen. Deutschlands Staatsr\u00e4son, Europas Einheit zu bef\u00f6rdern, verlangt den Bundesb\u00fcrgern einen hohen Preis ab. Die Kanzlerin ist bereit, ihn zu zahlen &#8211; &#8222;koste es, was es wolle&#8220;. Doch daf\u00fcr opfern wir die Substanz des gemeinsamen Geldes. Es fragt sich, ob der Verlust auch das gew\u00fcnschte Ergebnis zeitigt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Bundesregierung bewertet die momentane Lage in der Eurozone als \u00e4u\u00dferst ernst. &#8222;Wir stehen in einer au\u00dferordentlich ernsten Situation, was die Situation des Euro anbelangt&#8220;, sagte Merkel k\u00fcrzlich beim Deutschen Arbeitgebertag in Berlin. Zuvor schon hatte Bundesfinanzminister Wolfgang Sch\u00e4uble in den Haushaltsberatungen des Deutschen Bundestages vor den Gefahren der aktuellen Lage in Irland f\u00fcr die Gemeinschaftsw\u00e4hrung gewarnt. &#8222;Es steht unsere gemeinsame W\u00e4hrung auf dem Spiel&#8220;, sagte der Finanzminister. &#8222;Daf\u00fcr m\u00fcssen wir Verantwortung \u00fcbernehmen&#8220;, forderte Sch\u00e4uble.<\/p>\n<p>Wie sagte Jean-Claude Juncker, als er das &#8222;EU-System&#8220; im Spiegel 52\/1999 (Titel \u201eDie Br\u00fcsseler Republik\u201c) beschrieben hatte:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDer letzte Schritt f\u00fcr Deutschland ist der in die politische Union.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Wir sind dabei, beim schreiten.<\/p>\n<p>Und jetzt wollen wir uns mit Otmar Issing befassen. Wer Herr Issing ist? Vorweg: Ich habe den Eindruck, dass noch nie soviel und unversch\u00e4mt von den Politikern (und nicht nur von diesen) gelogen wurde, wie in den letzten Jahren. M\u00f6glicherweise angeheizt von den Medien. Je gr\u00f6\u00dfer die ersp\u00e4hten Summen sind, deren man sich \u201ebem\u00e4chtigen\u201c kann, desto frecher die L\u00fcgen.<\/p>\n<p>Issing ist und war eine Ausnahme. Unter den bekannten Pers\u00f6nlichkeiten, die derzeit an der Antriebsachse der EU und somit am EURO Feinarbeit leisten, sind mir seine \u00c4u\u00dferungen am wertvollsten, weil am glaubw\u00fcrdigsten. Ich liefere Ihnen hiermit seine j\u00fcngsten Bemerkungen bez\u00fcglich des Voranschreitens der Politischen Union der EU. Auch deswegen, weil dieser kompetenten und wichtigen Betrachtung von Pr\u00e4senz und Futur Europas national wenig Beachtung gewidmet wurde. Ich merke den Verdacht hier an, dass dies staatsgesteuert &#8211; absichtlich &#8211; geschieht. Denn Issings Untersuchungsergebnisse dekuvrieren ein fatal schlechtes Ergebnis; auch Deutscher Au\u00dfenpolitik.<\/p>\n<p>Die Analyse der derzeitigen Krise der EU f\u00fchrt auf zwei Fragen zur\u00fcck, die schon vor Etablierung der Europ\u00e4ischen W\u00e4hrungsunion diskutiert wurden: Welche Bedingungen m\u00fcssen L\u00e4nder erf\u00fcllen, damit der Euro erfolgreich ist? Und, kann eine W\u00e4hrungsunion ohne Politische Union auskommen?<\/p>\n<p>Am 11. November 2010 in der FAZ erschienen und unbedingt zur vollst\u00e4ndigen Lekt\u00fcre empfohlen: &#8222;<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF\/Doc~E69AFBAA9E49D4D3895592F6CD6433447~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">Gefahr f\u00fcr die Stabilit\u00e4t<\/a>&#8220; von Prof. Dr. Otmar Issing, 1998 &#8211; 2000 Mitglied des Direktoriums der EZB:<\/p>\n<blockquote><p>Die Diskussionen und politischen Weichenstellungen um die Reform des Stabilit\u00e4ts- und Wachstumspaktes verhei\u00dfen nichts Gutes. Nachdem nun ausgerechnet Deutschland, das Land, das auf einem wirksamen Pakt als Eintrittsbedingung in die W\u00e4hrungsunion bestand, offenbar eine Fortsetzung des von politischen Mehrheitsentscheidungen dominierten Entscheidungsverfahrens unterst\u00fctzt, besteht wenig Hoffnung, dass die Gemeinschaft wirklich aus der Krise gelernt hat.<\/p>\n<p>[&#8230;]<\/p>\n<p>Gravierende Divergenzen in der makro\u00f6konomischen Politik, insbesondere in der \u00f6ffentlichen Verschuldung, erzeugen Spannungen und Druck auf finanzielle Transfers, um das Auseinanderbrechen der W\u00e4hrungsunion zu verhindern. Damit entsteht ein Potential f\u00fcr Versuche der Erpressung der solideren L\u00e4nder durch Mitgliedstaaten mit hoher Verschuldung.<\/p>\n<p>[&#8230;]<\/p>\n<p>Wer die Politische Union will &#8211; und daf\u00fcr gibt es gute Gr\u00fcnde -, sollte das Vorhaben offen, mit allen Konsequenzen auf den Tisch legen. Eine europ\u00e4ische Regierung, kontrolliert durch ein nach den Regeln der Demokratie gew\u00e4hltes Europ\u00e4isches Parlament, w\u00e4re die klarste Manifestation.<\/p>\n<p>[&#8230;]<\/p>\n<p>Der unter den gegenw\u00e4rtigen Bedingungen scheinbar unaufhaltsame Weg in weitere finanzielle Transfers wird in der Zwischenzeit wirtschaftliche und vor allem politische Spannungen in einem Ausma\u00df erzeugen, das den Bestand der W\u00e4hrungsunion umso mehr gef\u00e4hrden wird, je l\u00e4nger dieser Prozess vom unsoliden Verhalten einzelner Mitgliedsl\u00e4nder gepr\u00e4gt ist. Man k\u00f6nnte daher auch sagen: Die Stunde der Wahrheit ist nur verschoben.<\/p><\/blockquote>\n<p>Issing sagte:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eF\u00fcr die erfolgreiche Fortsetzung dieser Methode gibt es freilich keine Garantie, auch wenn es keinen Grund gibt, auf Untergangsszenarien zu beharren.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Meinte er das, was Jean-Claude Juncker als &#8222;EU-System&#8220; im Spiegel 52\/1999 (Titel \u201eDie Br\u00fcsseler Republik\u201c) beschrieben hatte:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWir beschlie\u00dfen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein gro\u00dfes Geschrei gibt und keine Aufst\u00e4nde, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter, Schritt f\u00fcr Schritt, bis es kein Zur\u00fcck mehr gibt.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Wenn es dieses ist, was Issing als \u201eerfolgreiche Fortsetzung dieser Methode\u201c bezeichnete, dann allerdings bin ich dagegen. Trotzdem schlie\u00dfe ich nicht aus, dass es die einzige Methode ist, um \u00fcberhaupt in angemessener Zeit notwendig erkannte Entwicklungen voranzubringen.<\/p>\n<p>Wissen Sie, wo die Euro-Turbulenzen in Deutschland hinf\u00fchren werden? Ich k\u00f6nnte mir vorstellen, dass der Einzelhandel in diesem Jahr alle Rekorde brechen wird. Bereits im Vorfeld mehren sich die optimistischen Stimmen, doch ich erwarte noch einen zus\u00e4tzlichen Antrieb durch die Euro-Turbulenzen.<\/p>\n<p>Die ganze Welt hackt auf Deutschland herum, dass wir zu viel sparen, zu diszipliniert sind und zu wenig Preissteigerung zulassen. Da fragt sich sicherlich der eine oder andere B\u00fcrger, wie lange sich unsere Politik diesem Vorwurf noch erfolgreich wird widersetzen k\u00f6nnen. Die Erfahrung der vergangenen Monate: Nicht allzu lange.<\/p>\n<p>Und wie kontert man als B\u00fcrger bei soviel Vorwurf aus der Nachbarschaft? Man gibt noch schnell einen aus.<\/p>\n<p>Ob solche Vorw\u00fcrfe (wie o. a.) mal aufh\u00f6ren werden, wenn wir in ein politisches Europa integriert sind? Wohl kaum. Es sei denn, wir besinnen uns mal auf das, was wir mal waren, was wir der Welt zum Nutzen und zum Gebrauch lieferten. Und sprechen dies auch aus. Wenn wir dieses weiterhin nicht k\u00f6nnen, erleben wir das, was die Welt, was die Natur als Gesetz produzierte:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eMit Schw\u00e4chlingen wird nicht verhandelt. Schw\u00e4chlingen wird diktiert.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Br\u00fcssel wird im Falle der Beschlussfassung der \u00dcberf\u00fchrung der EU von einem Staatenbund in einen Bundesstaat ein Beamtenkoloss. Die B\u00fcrger m\u00fcssen dann liefern. Als Sklaven. Ist die Schlussfrage zu diesem Beitrag unangemessen? Was bekommen wir als Startgeld, wenn wir als gr\u00f6\u00dftes und produktivstes Land Europas der politischen Union beitreten, unsere Souver\u00e4nit\u00e4t de jure an die EU abtreten, und weiterhin (in jetzigem Rahmen) die gr\u00f6\u00dften finanziellen Beitr\u00e4ge an Br\u00fcssel abliefern? Glauben Sie, dass es eine Chance geben wird, dar\u00fcber zu verhandeln?<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen ja mal zum Jahresende dar\u00fcber nachdenken, welchen Personen der politischen Hierarchie Deutschlands Sie es zutrauen, Deutschlands Interessen F\u00dcR Deutschland so zu vertreten, dass man als B\u00fcrger dieses Landes einen Zugewinn f\u00fcr die Zukunft konstatieren k\u00f6nnte. Welche Personen vertreten Deutschland vor dem Forum der 26 anderen?<\/p>\n<figure style=\"width: 112px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a style=\"border: none;\" href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3828027903?ie=UTF8&amp;tag=wahrheitenorg-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3828027903\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" \" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/drv2.jpg\" alt=\"\" width=\"112\" height=\"160\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Wahrheiten.org<\/figcaption><\/figure>\n<p>Hartmut Bachmann ist Autor der B\u00fccher <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Die-L%C3%BCge-Klimakatastrophe-ausbeutet-Manipulierte\/dp\/3828029086\/ref=as_li_ss_tl?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1501509201&amp;sr=1-1&amp;keywords=Die+L%C3%BCge+der+Klimakatastrophe&amp;linkCode=ll1&amp;tag=wahrheitenorg-21&amp;linkId=e2827b4383ee121abb9427989d49218b\">Die L\u00fcge der Klimakatastrophe<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3828027903?ie=UTF8&amp;tag=wahrheitenorg-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3828027903\">Die Reformverhinderer des gepl\u00fcnderten Sozialstaates<\/a>.<span class=\"abstand\"><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir lernten bereits: Deutschland schafft sich ab. 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