{"id":11426,"date":"2010-07-28T00:03:16","date_gmt":"2010-07-27T22:03:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wahrheiten.org\/blog\/?p=11426"},"modified":"2017-07-31T16:26:48","modified_gmt":"2017-07-31T14:26:48","slug":"sparen-eine-schwaebische-tugend-nicht-fuer-jedermann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wahrheiten.org\/blog\/2010\/07\/28\/sparen-eine-schwaebische-tugend-nicht-fuer-jedermann\/","title":{"rendered":"Sparen: Eine schw\u00e4bische Tugend nicht f\u00fcr jedermann"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Schaffe, schaffe, H\u00e4usle baue und ned nach de M\u00e4dle schaue&#8220; &#8211; so lernten es die Schwaben. Vielleicht nicht gerade an den staatlichen Schulen, aber zumindest durch Eltern und Gro\u00dfeltern aus dem L\u00e4ndle. Das war fr\u00fcher.<\/p>\n<p>Nicht umsonst ist das Volk mit dem Sprachfehler aus dem S\u00fcden in der Vergangenheit f\u00fchrend gewesen, was Wohlstand, Erfindergeist und eine gesunde Skepsis anbelangt. Dabei ist das Sparen eine reine Willensfrage, denn M\u00f6glichkeiten mit dem Vorhandenen besser zu haushalten, hat jeder.<!--more-->Erstellen Sie sich doch einmal eine Liste Ihrer monatlichen und j\u00e4hrlichen Ausgaben. Vermutlich werden Sie erstaunt sein, welch hohe Basiskosten Sie monatlich mit sich herumschleppen. Vielen Menschen ist n\u00e4mlich gar nicht bewusst, wohin ihr knappes Geld \u00fcberhaupt flie\u00dft und den Aufwand, dieses zu analysieren und schlie\u00dflich diesbez\u00fcglich Verbesserungsma\u00dfnahmen zu ergreifen, scheuen die meisten g\u00e4nzlich.<\/p>\n<p>Denken Sie dabei u.a. an folgende Punkte, wobei diese Liste nicht vollst\u00e4ndig sein kann:<\/p>\n<ul>\n<li>Miete<\/li>\n<li>Nebenkosten wie Strom, Gas und Heiz\u00f6l<\/li>\n<li>Telefon- und Internetanschluss, Mobiltelefon<\/li>\n<li>Haftpflicht-, Hausrat- und Rechtsschutzversicherungen<\/li>\n<li>Lebens-, Berufsunf\u00e4higkeits-, Unfall-, Renten- und Direktversicherungen<\/li>\n<li>Krankenversicherung<\/li>\n<li>KFZ-Wartung, Steuer, Haftpflicht- und Kaskoversicherung<\/li>\n<li>Garage, Tiefgaragen- oder PKW-Stellplatz<\/li>\n<li>Vereins- und sonstige Mitgliedschaften wie Fitnessclub, Sportvereine, ADAC usw.<\/li>\n<li>Zeitungs-, Zeitschriften- und Online-Abonnenments<\/li>\n<li>Babyschwimmen-, Kindergarten- und Musikschul-Beitr\u00e4ge<\/li>\n<li>GEZ- und Pay-TV-Geb\u00fchren<\/li>\n<li>Spenden<\/li>\n<li>Girokonto und Kreditkarte<\/li>\n<li>Sparanlagen, VWL-Sparen<\/li>\n<li>Kreditzinsen und Tilgung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Posten Miete, Strom und Heizung kann sich kaum jemand g\u00e4nzlich einsparen, es sei denn, er zieht zu seinen Eltern ins Heim und darf dort kostenlos wohnen. Bei uns ist dies weniger \u00fcblich als in zahlreichen anderen L\u00e4ndern. Aber selbst in EU-Staaten wie Italien ist diese Art der Kostensenkung zwangsl\u00e4ufig noch, oder wieder, weit verbreitet.<\/p>\n<p>Auch wenn Sie sich in Ihrer Wohnung wohlf\u00fchlen und keine Lust auf Umzug haben, schauen Sie einmal in die Zeitung oder ins Internet und machen Sie sich ein Bild vom lokalen Wohnungsmarkt. Ein Umzug muss kein Verm\u00f6gen kosten und Sie sparen ab dem ersten Tag Geld, wenn die neue Wohnung g\u00fcnstiger ist. Das gilt auch f\u00fcr die Nebenkosten, diese m\u00fcssen Sie nat\u00fcrlich im Gesamtkostenvergleich unbedingt mit ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Eine kleinere Wohnung mag vielleicht auf den ersten Blick wie ein R\u00fcckschritt wirken, doch die finanziellen Einsparm\u00f6glichkeiten sind enorm. Dazu kommt, dass Sie sich aus Platzmangel von \u00fcberfl\u00fcssigen Gegenst\u00e4nden trennen &#8222;d\u00fcrfen&#8220;. Schlussendlich bedeutet eine kleinere Bleibe auch weniger Aufwand an Betriebskosten und Sie m\u00fcssen weniger putzen.<\/p>\n<p>In manchen F\u00e4llen kann ein Wohnungswechsel auch noch dazu genutzt werden, die Entfernung zum Arbeitgeber zu verringern und daraufhin das Auto zu verkaufen oder Zeit und Geld f\u00fcr die Nutzung von \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln einzusparen.<\/p>\n<p>Viele Menschen haben jahrelang denselben Telefon- und Internetanbieter und nutzen alte Tarife und Preise. Die Anbieter geben in der Regel Preisvorteile nur \u00fcber neue Vertr\u00e4ge an ihre Kunden weiter, erwarten Sie daher nicht, dass sich Ihr Provider freiwillig bei Ihnen als Bestandskunde meldet und Ihnen einen g\u00fcnstigeren Tarif anbietet. Dies tut er meistens erst dann, nachdem er Ihre K\u00fcndigung erhalten hat.<\/p>\n<p>\u00c4hnliches gilt f\u00fcr Ihr Mobiltelefon. Es ist inzwischen problemlos m\u00f6glich, zu einstelligen Centbetr\u00e4gen SMS zu senden und mobil zu telefonieren, ohne daf\u00fcr Grundgeb\u00fchren bezahlen zu m\u00fcssen. Prepaid-Tarife bieten zudem gro\u00dfe Flexibilit\u00e4t, weil Sie dabei keine langfristige Bindung eingehen.<\/p>\n<p>Vermeiden Sie auch, ein neues Handy von Ihrem Anbieter \u00fcber einen monatlichen Betrag zu mieten. G\u00fcnstiger ist es, sich sein Wunschger\u00e4t selbst am Markt zu besorgen und es dann l\u00e4nger als nur 24 Monate zu benutzen. Wer freiwillig einen Vertrag f\u00fcr Apples Spy-Phone \u00fcber 50 \u20ac monatlich abschlie\u00dft, dem ist nicht mehr zu helfen.<\/p>\n<p>Eine Privathaftpflichtversicherung ist wichtig, um uns vor ruin\u00f6sen Kosten durch eigene Fehler zu sch\u00fctzen. Wer nicht viel besitzt, braucht auch keine Hausratversicherung und Rechtsschutzversicherungen sind nicht nur teuer, sondern alles andere als zuverl\u00e4ssig. Versicherungen sind schlie\u00dflich keine Sozialunternehmen. Sie wollen Geld verdienen, \u00fcbernehmen also immer nur die Kosten, die sie zwingend \u00fcbernehmen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Den gesamten Bereich Altersvorsorge k\u00f6nnen Sie sich unmittelbar sparen, dieses Geld ist n\u00e4mlich weg und Sie sehen es nie wieder. Sie k\u00f6nnten das Geld auch in kleinen Scheinen vom Konto abheben und damit ein Feuer machen, das g\u00e4be wenigstens noch etwas W\u00e4rme und Sie w\u00fcssten dann, was damit angestellt wurde.<\/p>\n<p>Stoppen Sie daher s\u00e4mtliche dieser Einzahlungen, k\u00fcndigen Sie Ihre Lebensversicherungen und legen Sie den ausbezahlten R\u00fcckkaufswert in <a href=\"http:\/\/www.shop.midainvest.net\/index.php?flz_ref=http%3A%2F%2Fwww.wahrheiten.org\">Edelmetallen<\/a> an. Nehmen Sie lieber das bisschen Verlust durch die vorzeitige Aufl\u00f6sung der Vertr\u00e4ge in Kauf, anstatt das gesamte angesparte Verm\u00f6gen demn\u00e4chst zu verlieren. Wenn Sie sich das nicht zutrauen, k\u00f6nnen Sie dazu bei Bedarf auch die Unterst\u00fctzung <a href=\"http:\/\/ad.proconcept.ag\/?p=4&amp;ref=20214&amp;se=1\">professioneller Anbieter<\/a> in Anspruch nehmen, da auf diesem Wege manchmal sogar mehr zur\u00fcckkommt und Sie keinen gro\u00dfen Aufwand damit haben.<\/p>\n<p>Auch wenn Sie die oben genannten Kostenpunkte fast alle zur Disposition stellen k\u00f6nnen &#8211; selbst die Miete &#8211; einen Posten k\u00f6nnen Sie zumindest in der BRD nicht loswerden: Ihre Krankenversicherung. Als Angestellter bleibt Ihnen keine Wahl, denn die Einsparm\u00f6glichkeiten sind selbst bei einem Versicherungswechsel nur minimal.<\/p>\n<p>Als Selbstst\u00e4ndiger k\u00f6nnen Sie sich zumindest eine <a href=\"http:\/\/partners.webmasterplan.com\/click.asp?ref=487716&amp;site=2170&amp;type=text&amp;tnb=33\">private Krankenversicherung<\/a> nach Wunsch w\u00e4hlen. Dabei gibt es allerdings erhebliche Unterschiede. Sie k\u00f6nnen sich in Spartarifen durchaus f\u00fcr etwa 100 \u20ac monatlichen Beitrag grundabsichern, wenn Sie auf den ganzen Schnickschnack wie Chefarzt, Einzelzimmer und Facharzt ohne haus\u00e4rztliche \u00dcberweisung verzichten. Jedoch bietet keine Kasse einen Tarif an, welcher die extrem teuren &#8222;Krebsbehandlungen&#8220; wie z.B. Chemotherapie ausschlie\u00dft. Ohne diese w\u00e4ren Krankenversicherungen problemlos im Bereich von 30-50 \u20ac monatlich m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem, wollen Sie sich wirklich unbedingt von einem Chefarzt behandeln lassen, der bereits die oberste Position innehat, sich daher f\u00fcr seine weitere Karriere nicht mehr sonderlich anstrengen muss und der oft gar nicht mehr die notwendige Handfertigkeit besitzt, wie ein junger, noch aufstrebender Kollege? Besser ist es sowieso, um Mediziner einen weiten Bogen zu machen und sich <a href=\"\/blog\/krebsluege\/\">selbst mit dem Thema zu befassen<\/a>, dann ben\u00f6tigen Sie einen Arzt nur im wirklichen Notfall.<\/p>\n<p>Nicht nur das Handy, selbst Kreditkarten sind als Prepaidkarten erh\u00e4ltlich, meist zu denselben Kosten einer normalen Kreditkarte. Wer unbedingt eine Kreditkarte ben\u00f6tigt, kann damit verhindern, un\u00fcberlegt und spontan Geld auszugeben, denn nur das zuvor auf das Kartenkonto \u00fcberwiesene Geld kann auch ausgegeben werden.<\/p>\n<p>Dies hat einen weiteren Vorteil, denn bei Verlust oder Diebstahl einer solchen Karte kann Ihnen niemals mehr Schaden entstehen, als Sie Guthaben auf dem Kartenkonto haben. Allerdings kann es sein, dass bestimmte Anbieter eine solche Prepaid-Kreditkarte nicht anerkennen. Dies sollten Sie gegebenenfalls im Vorfeld erfragen.<\/p>\n<p>S\u00e4mtliche anderen Abokosten auf Ihrer obigen Liste sollten Sie f\u00fcr sich auf Sinnhaftigkeit hin \u00fcberpr\u00fcfen. Selbst wenn Sie nur f\u00fcnf Positionen um 10 \u20ac im Monat reduzieren k\u00f6nnen, sparen Sie damit schon 600 \u20ac im Jahr.<\/p>\n<p>Ein Durchschnittsb\u00fcrger kann seine st\u00e4ndigen Kosten insgesamt j\u00e4hrlich um etliche hundert Euro reduzieren, wenn er konsequent alle pers\u00f6nlichen Einsparm\u00f6glichkeiten aussch\u00f6pft. Vermutlich werden viele dieses freigewordene Geld nun anderweitig investieren wollen. Das ist nat\u00fcrlich m\u00f6glich, beispielsweise in Form von Edelmetallen, womit das Verm\u00f6gen in eine best\u00e4ndigere Form gebracht wird.<\/p>\n<p>Sofern Sie ein <a href=\"\/blog\/2010\/07\/14\/kreditsklaven-an-die-ruder-die-freiheit-bitte-an-der-tuer-abgeben\/\">Kreditsklave<\/a> sind, sollte jedoch Ihr erster Gedanke sein, zun\u00e4chst alle Ihre Schulden schnellstm\u00f6glich zu tilgen. Nicht nur die eingesparten Zinszahlungen, sondern vor allem das Gef\u00fchl, von jeglicher Gefahr seitens des Kreditgebers befreit zu sein, werden Sie aufatmen lassen.<\/p>\n<p>Wer keine Kredite zur\u00fcckbezahlen muss, f\u00fcr den bietet sich nach der drastischen Reduktion der Ausgaben auch eine ganz andere Chance: Das Senken der Einnahmen. F\u00fcr manchen mag das zwar seltsam klingen, auf leicht verf\u00fcgbares Kapital zu verzichten. Doch Sie k\u00f6nnen sich auf diese Weise auch einfach mehr freie Zeit &#8222;kaufen&#8220;, wenn Ihr Arbeitgeber sich auf eine Verringerung Ihrer Arbeitszeit einl\u00e4sst. Zudem sind Ihre Anspr\u00fcche im Falle des Verlustes Ihres Arbeitsplatzes bereits deutlich heruntergefahren, sodass Sie notfalls auch weniger gut bezahlte Stellen annehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ganz wesentlich ist auch unbedingt die Erkenntnis, dass Geld als solches nicht gl\u00fccklich macht. Es beruhigt zwar, wie der Volksmund sagt, aber wer genug zu essen, ein Dach \u00fcber dem Kopf und keine Gl\u00e4ubiger hat, der besitzt zun\u00e4chst einmal alles, was er zum Leben ben\u00f6tigt. Alles andere ist ein zus\u00e4tzliches Extra, was uns in der heutigen Konsumgesellschaft nicht selten allein schon durch den Gruppenzwang aufgeschw\u00e4tzt wird.<\/p>\n<p>Wer wenig hat, ist kaum abh\u00e4ngig und und noch weniger von au\u00dfen beeinflussbar. Schauen Sie sich Ihr Umfeld an: Fast alle sind Kreditsklaven, welche zwingend f\u00fcnf Tage die Woche arbeiten und ihrem Chef blind dienen m\u00fcssen, um ihren eigenen Wohlstand aufrecht erhalten zu k\u00f6nnen. Schon aus Prestige-Gr\u00fcnden strampeln sich diese Menschen t\u00e4glich im Hamsterrad ab und merken nicht, dass sie ihre Freiheit schon l\u00e4ngst verkauft haben, verkauft an den &#8222;Herrn der Welt&#8220; und den Mammon.<\/p>\n<p>Zwar sind heute auch die meisten Schwaben in diesem Wohlstandsgef\u00e4ngnis eingesperrt, gleichwohl ist ihre fr\u00fchere Tugend ein Schl\u00fcssel zur gedanklichen Freiheit: Das Sparen. Nur eben nicht, um dadurch reich zu werden, sondern um frei von den Dingen der Welt zu werden und den eigentlichen Sinn des Lebens erkennen zu k\u00f6nnen. Machen Sie regen Gebrauch davon, <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Countdown-zum-Finale-Welt-Verst%C3%A4ndnis\/dp\/3894363703\/ref=as_li_ss_tl?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1501511142&amp;sr=1-1&amp;keywords=Countdown+zum+Finale+der+Welt&amp;linkCode=ll1&amp;tag=wahrheitenorg-21&amp;linkId=371ea2da9194056e97ab330254147612\">bald wissen Sie, warum<\/a>. Nutzen Sie Ihre kostbare Zeit lieber sinnvoller, als nur zu arbeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Schaffe, schaffe, H\u00e4usle baue und ned nach de M\u00e4dle schaue&#8220; &#8211; so lernten es die Schwaben. Vielleicht nicht gerade an den staatlichen Schulen, aber zumindest durch Eltern und Gro\u00dfeltern aus dem L\u00e4ndle. Das war fr\u00fcher. 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