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Lügen als Profession – ein Medienzirkus der Unwahrheiten

Die einen wissen nichts über die wahre Lage der Nation und die anderen wollen es nicht wahrhaben. Erstere sind die Mehrheit der Bürger und letztere sitzen in den Medien, in der Regierung und der Wirtschaft.

Aus Furcht um ihren Posten, ihre Privilegien, ihren Ruf und auch aus purer Existenzangst, leugnen sich viele dieser Menschen eine Scheinsituation zurecht.

Trotz Krise heißt es Aufschwung und der nahende Zusammenbruch ist pure Phantasie – wer soll den Medien noch glauben?

Da wird selbst das kleinste grüne Blättchen am dürren Stamm der Wirtschaft als großer Aufschwung gefeiert, während jeder – durch statistische Manipulation weggefälschte – Arbeitslose weniger als Zeichen für das Ende der Krise hochgejubelt und jede mit Steuergeldern finanzierte Bankenrettung als notwendiges Übel kleingeredet werden. Fällt dann eines der wenigen neu getriebenen Blättchen vom ersten leichten Windstoß zu Boden, hasten die willenlosen Schreiberlinge verstört und „überrascht“ in die entgegengesetzte Richtung.

Mit welchen verlogenen Ausreden diese bitteren Wahrheiten dann schöngeredet werden, zeigt der folgende Auszug auf dem Spiegel-Artikel vom 13.07.2010:

Finanzexperten sehen für Aufschwung schwarz

[…]

Die Konjunkturzuversicht deutscher Finanzexperten ist im Juli überraschend deutlich gesunken.

Wie überraschend – wirklich, niemand hätte damit gerechnet, da es doch steil bergauf geht laut ständigen Meldungen des Magazins. Sowas nennt sich „Nachrichtenmagazin“. Was ist das nur für ein Hin und Her? Jeder Mensch mit etwas Verstand und Logik erkennt sofort, wie die Lage tatsächlich ist. Durch soviel Lügerei verscherzen es sich die sowieso schon angeschlagenen Medien auch noch mit ihren letzten Lesern. Selbst als Unterhaltungsmagazin ist sowas nicht mehr zu gebrauchen. Gut, dass es noch keine Zwangsabgaben für „Nachrichtenmagazine“ gibt – GEZ ausgenommen.

Ein bisschen ehrlicher und mutiger las es sich am selben Tag in der Berliner Umschau:

Der deutsche Aktienindex DAX verlor in der ersten Juli-Woche rund 3,9%. Zwar wurden wieder einmal angeblich verringerte Arbeitslosenzahlen berichtet, aber nun weiss man schon zur Genüge: Man hat einfach Arbeitslose in andere Statistiken „exportiert“ und zählt nicht einmal mehr die Hälfte der Arbeitslosen, um die tatsächliche Lage am Arbeitsmarkt zu verschleiern. Nimmt man die einzige noch halbwegs zuverlässige Zahl, die Zahl der Empfänger von Hartz IV, so ist klar: Trotz Sommer ist die Arbeitslosigkeit weiterhin gleich.

Das ist doch mal Klartext. Allerdings, auch dieses Blatt schreibt erst jetzt davon, wo doch jeder am Stammtisch längst alles über dieses Thema ausdiskutiert hat. Und war von diesen Dingen nicht bereits vor Wochen auf vielen unabhängigen Seiten zu lesen? Standen diese jetzt akut werdenden Probleme nicht schon vor zwei Jahren auf vielen „Verschwörungs“- und Schwarzmaler-Webseiten?

Je größer, „wichtiger“ und geltungsbedürftiger ein Medium ist und v.a. je arroganter sich die Mannschaft dahinter verhält, desto unwahrer das verbreitete Ergebnis, so scheint es. Die Größe allein macht es nämlich nicht, ganz im Gegenteil. Kein Wunder, dass man auf den unzähligen privaten Blogs im Internet inzwischen viel mehr Wahrheit zu lesen bekommt, als in allen Zeitungen und Fernsehsendern zusammen, denn die meisten dieser Websites sind „Ein-Mann-Unternehmen“ ohne Profilierungssucht und ohne finanzielle und investorische Abhängigkeiten.

Ganz klar, solange die Massenmedien noch Leser und Zuschauer zur Genüge haben, die ihnen den verlogenen Schwachsinn abnehmen, solange berichten sie auch genau diese Lügen und auf genau diese Art und Weise. Aber hier wird es offenbar immer enger, wie in der tagesschau am 13.07.2010 zu lesen war:

Erstmals in der Nachkriegsgeschichte haben die deutschen Zeitungen im Krisenjahr 2009 mehr Geld aus dem Verkauf ihrer Blätter eingenommen als mit dem klassischen Anzeigengeschäft – allerdings vor allem deshalb, weil die Einnahmen aus dem Anzeigegeschäft deutlich zurückgingen.

Jetzt hoffen diese Blätter – diese Bezeichnung trifft es übrigens auf den Punkt, denn mehr als Papier ist es nicht – diesen Trend durch massenhafte Verbreitung elektronischer Lesegeräte, wie z.B. dem iPad, umkehren zu können. Durch das Internet haben die Zeitungen natürlich an Papierauflage verloren, doch darin die alleinige Ursache für die zunehmende Medienverweigerung zu vermuten, ist ganz sicher falsch.

Warum sollten die Menschen Geld dafür bezahlen, wenn sie mehr und mehr erkennen, dass sie sowieso nur belogen und betrogen werden? Die Inhalte sind in einem unerträglichen Maße belanglos geworden oder von manipulativer, unwahrer Natur, und auch die Werbung ist großteils nur noch auf billigen Kommerz und Kundenbeute aus, wie es scheint. Viele Verlage können sich eine eigene redaktionelle Arbeit und Recherche gar nicht mehr leisten, sondern verarbeiten fast nur noch Meldungen von Zulieferern, die jedoch ebenfalls alle Wettbewerber ausstatten.

Es macht heute keinen Unterschied mehr, welche Zeitung und welches Magazin Sie lesen oder welche Fernsehkanäle Sie schauen, alles ist dasselbe – in ähnlichen Farben. Einerseits besteht für viele Anbieter gar nicht mehr die finanzielle und administrative Möglichkeit, eigene Berichte zu veröffentlichen. Andererseits gibt es gute Gründe, dies absichtlich so zu betreiben, denn die Masse soll offenbar ganz bewusst so „informiert“ werden, wie dies geschieht. Immerhin gehören die Größen im Mediengeschäft zu einer Handvoll Großkonzernen.

Ob nun aus Zwang oder unwissentlich fast nur noch Lügen die täglichen Nachrichten bestimmen, diejenigen, welche direkt in den Abgrund der kommenden Katastrophe schauen, müssen bis zur letzten Sekunde die Unwahrheit verbreiten, weil sie ansonsten sofort weg vom Fenster wären. Als ob sich die Realität dadurch besiegen lässt, indem man den Kopf in den Sand steckt?

Aber so ist das eben. Wer viel zu verlieren hat, der bibbert, wenn es ihm an den Kragen geht und versucht, sich durch Verbreitung falscher Tatsachen über Wasser zu halten. Wohlwissend, dass am Ende die Titanic trotzdem unweigerlich sinken wird.

Schauen Sie sich um? Wo werden wir von offizieller Seite nicht belogen? Es gibt sie kaum mehr, die Inseln der Wahrheit und der Aufrichtigkeit. Darum machen Sie es doch einfach anders. Vermeiden Sie jede noch so kleine Lüge. Erstens bleibt jeder damit glaubwürdiger und zweitens braucht ein Lügner immer ein sehr gutes Gedächtnis, damit er nicht alsbald über seine eigenen erlogenen Verstrickungen stolpert.

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18 Kommentare zu “Lügen als Profession – ein Medienzirkus der Unwahrheiten

  1. Die Komentare sind zum ablenken gedacht. So aehnlich wie CFR in anderen Laendern immer im hintergrund graben.

    Ich sah gestern den Anfang einer neue Luegenkampange auf CNN. Jetzt schrinkt die obere Erdasmospheres und die Wissenschaftler wissen noch nicht was sie daraus machen sollen, sie sind Ratlos. Ich bin schon gespannte was welche menschlichen Activitaeten wohl daran schuld sind. Zur Zeit ist es noch ein Versuchsballon um von anderen Sachen abzulenken.

  2. [IRONIE AN} Ich muss euch warnen, ich glaube das Jesus Christus GOTT, u. mein Erretter ist. Und ich wurde von der Regierung beauftragt dieses auch in öffentlichen Diskussions – Plattformen zu verbreiten, denn es ist als Ablenkung vor der wirklichen super – ultimativen WAHRHEIT gedacht.[IRONIE AUS]
    ——–
    Mensch Otto,

    Wer CNN glauben schenkt, der muss noch etwas nachsitzen, um zu erkennen was wirklich die irdische Wahrheit ist. Oh man, etwas von Lügenpropaganda erzählen, aber selbst noch diesen Mainstream – Medien glauben – AUTSCH…
    ——–
    @Wilhelm Landberger:

    > keine ahnung…
    ——–
    Das habe ich von Dir ja noch NIE gehört, wurde aber auch Zeit das Du mal einsichtig wirst…

  3. „Schauen Sie sich um? Wo werden wir von offizieller Seite nicht belogen? Es gibt sie kaum mehr, die Inseln der Wahrheit und der Aufrichtigkeit.“

    Wir leben doch in einer „Demokratie“, da kann doch frei gelogen werden, bis sich die Balken biegen. Der größte Teil der Bevölkerung weiß das sie von Volksverräter, Anlügeberater, Hofberichterstattern und „Friedensengel“ regiert werden und schweigen. „Was können wir schon machen“? Also weiter so.

    Wie groß der Sumpf ist in dem wir stecken ist kaum vorstellbar. Aber das ist alles so gewollt. Spalte und herrsche ist uralt. Ein römischer Konsul wollte mal alle Sklaven in Rom kennzeichnen lassen. Dies Idee wurde aber verworfen, da die Sklaven plötzlich sehen könnten, wie viele sie sind und sich solidarisieren könnten.

    Sklaven heute? Ja, es gibt viel mehr als damals, sie denken jedoch heute sie sind frei.

    Aufwachen ………………………..

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