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Macht, Gesetze, Steuern, Willkür – Korruption zum Anfassen

Würden Sie gerne Ihre eigenen Gesetze machen und die Höhe Ihrer Steuern selbst bestimmen? Würden Sie am liebsten andere für sich arbeiten lassen und niemandem mehr Rechenschaft für Ihr Handeln, selbst wenn es kriminell ist, ablegen müssen?

Dann kommen Sie in die Regierung, in die EU, in die Konzernführungen. Dort legen Sie die Drehrichtung der Welt fest. Haben Sie keine Angst, es ist niemand da, der Sie belangen könnte, das Volk ist beschäftigt und keine Verantwortung mehr gewohnt und die Gesetze legen Sie selbst fest.

Ganz oben können Sie schalten und walten, wie es Ihnen beliebt. Schicken Sie noch heute Ihre Bewerbung.

Kennen Sie dieses Zitat?

Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.

Sie glauben, diese Worte sind von Erich Honecker oder von Josef Stalin oder gar von Adolf Hitler? Ganz daneben. Die Äußerung ist gerade einmal zehn Jahre alt und wurde von Jean-Claude Juncker, dem Vorsitzenden der Euro-Gruppe, dem Gremium der Europäischen Union, in welchem die Staaten der Eurozone ihre Steuer- und Wirtschaftspolitik koordinieren.

Zwar wurde versucht, von Seiten der Luxemburgischen Regierung – Juncker war damals Premierminister – dieses Zitat zu verharmlosen, allerdings dürfte trotzdem absolut unstrittig sein, dass Juncker exakt das meinte, was jedem beim Lesen dieser Worte sofort in den Kopf kommt: Es geht um Willkürherrschaft in Reinkultur.

Leute wie Jean-Claude Juncker sind nicht umsonst in solch mächtigen Positionen wie dem IWF, der EU, der eigenen Landesregierung usw. Dabei kommt auch immer wieder mal ein bisschen Wahrheit ans Tageslicht, so auch im Dezember 1999, als er das obige Zitat zum Besten gab.

Juncker dürfte auch eine Schlüsselrolle bei der möglicherweise kommenden Europäischen Wirtschaftsregierung spielen. Dieser Machtpoker ist genau sein Metier.

Wie sich die Junckerei durch die ganze EU fortsetzt, zeigt ein erschreckendes Beispiel aus der jüngsten Gegenwart. Zunächst lesen wir in Die Presse.com vom 06.07.2010:

Millionen Euro versickern in betrügerischen Tourismusprojekten.

[…]

Wie die „Financial Times“ unter Mithilfe des Londoner „Bureau of Investigative Journalism“ am Dienstag berichtete, wurden auf Lanzarote zwei Dutzend teils weitläufige Hotelanlagen gebaut – und zwar mitten im Unesco-Biosphären-Schutzgebiet, ohne Baugenehmigung und mit Hilfe von knapp 24 Millionen Euro an Subventionen aus dem EU-Regionalfonds.

Verantwortlich ist der genannte „Kommissar“ selbstverständlich nicht, weil all diese Untaten vor seiner Amtszeit begangen wurden. Auch wenn man ihn zur Verantwortung ziehen wollte, so der Artikel, dann wird auf die „Subventions-Schlendriane“ verwiesen, die angeblich in den jeweiligen Hauptstädten und Regionen der Mitgliedsländer sitzen.

Klar, so ein Kommissar-Posten ist natürlich nicht dafür gedacht, die Arbeit zu machen, sondern nur das Geld zu verwalten – unser Steuergeld wohlgemerkt. Sollte es dann auf der anderen Seite logischerweise irgendwann einmal eng werden und die Kasse anfangen, Leere-Erscheinungen zu zeigen, dann bittet man Sie, lieber Bürger der EU, zur Kasse.

Mit welcher Dreistigkeit heute von Machtseite agiert wird, ist eigentlich kaum mehr in Worte zu fassen. Die Verantwortlichen machen sich nicht einmal mehr die Mühe, sich aus der Affaire zu lügen, geschweige denn, irgendetwas zu ändern oder korrigieren. Man ist ja unter sich. Diesen Eindruck bekommt der fassungslose Leser ob der realen Zustände.

Ebenfalls in Die Presse.com titelte am selben Tag ein weiterer Artikel mit diesem Knaller:

Bis 2060 sollte das Pensionseintrittsalter schrittweise auf 70 Jahre steigen – die Menschen sollten künftig höchstens ein Drittel ihres Erwachsenenlebens im Ruhestand verbringen.Derzeit bringen im Durchschnitt vier Arbeitnehmer die Pensionen für zwei Pensionisten auf.

[…]

Allerdings hat die Brüsseler Behörde keine Kompetenz, in der Pensionsfrage zu entscheiden. Jedes EU-Land bestimmt selbstständig über sein nationales Pensionssystem.

Früher nannte man das Lehnswesen, Feudalherrschaft oder ganz direkt Sklaverei. Heute lautet der offizielle Begriff „Demokratie“. Dieser Begriff wird uns bereits in der Schule als einzige gute Staatsform eingeprügelt und sämtliche diktatorischen Rand- und Haupteffekte einer Repräsentativen Demokratie wie in der BRD, werden uns als essentiell, richtig und modern angepriesen.

Wieviele Arbeitnehmer benötigen wir eigentlich, um einen EU-Kommissar ab seinen jungen Rentnerjahren durchzufüttern? Es ist ein unfassbarer Selbstbedienungsladen, den diese Leute sich hier – wohlgemerkt in Eigenregie und undemokratisch – geschaffen haben.

Oder können Sie sich noch an die Wahl des Präsidenten des Europäischen Rates Herman Van Rompuy erinnern? Wenn ja, setzen Sie bitte sofort Ihre Medikamente ab, denn Van Rompuy wurde am 19.11.2009 ernannt, nicht gewählt. D.h. gewählt wurde er schon, auserwählt zumindest, von irgendwelchen grauen Eminenzen in dunklen Hinterzimmern vielleicht?

Was die Selbstbedienung der Herrschenden und das Aufdrücken der immer höheren Steuer- und Abgabenlast auf die dumpfe Masse angeht, hat sich die „Regierung“ in Berlin erneut einen Hammer geleistet. Der Spiegel am 06.07.2010:

Im Kern besteht die Gesundheitsreform aus drei Elementen:

  • Der allgemeine Beitragssatz steigt von 14,9 auf 15,5 Prozent, so dass Arbeitnehmer in Zukunft 8,3 Prozent, Arbeitgeber 7,3 Prozent vom Einkommen zahlen müssen. Der Arbeitgeberbeitrag wird allerdings eingefroren.
  • Künftige Ausgabensteigerungen müssen allein die Versicherten tragen. Dazu sollen sie eine vom Einkommen unabhängige Prämie bezahlen, die jede Kasse selbst festlegt.
  • Sofern die von der Kasse festgelegte Prämie zwei Prozent des Einkommens eines Versicherten übersteigt, soll der Steuerzahler grundsätzlich für die Differenz aufkommen.

Eine echt geniale Lösung. Die pharmagesteuerte Bundesregierung hat für ihre größte Lobby endlich einen automatischen Umsatzerhöhungsmechanismus entwickelt. Während die Pharmakonzerne ständig neue, giftige und teurere Medikamente bzw. unwirksame Behandlungsmethoden aus dem Hut zaubern, steigen gleichzeitig die Kosten. Bisher war dies eine Sackgasse, denn mehr als das von den Krankenkassen verfügbare Geld konnten die Konzerne nicht abgreifen.

Jetzt ist es dagegen möglich, dass die Kosten unvermindert weiter steigen können und gleichzeitig durch das neue Gesetz einseitig nur die versicherten Arbeitnehmer, also die große Masse, diese höheren Kosten zu tragen hat. Dazu noch unfair aufgeteilt über absolute und keine prozentualen Anteile, sodass die finanziell Minderbemittelten wie gehabt in die Röhre schauen.

Allerdings, ob sie nun in diese Röhre oder in die TV-Röhre – alias auf Kredit finanzierter Großbildfernseher – schauen und nichts merken, bleibt sich gleich. Jedes Volk bekommt die Herrscher, die es verdient.

Natürlich sind all diese ständig höher werdenden Kosten eine Katastrophe für die Bevölkerung. Aber das eigentlich Schlimme an der Sache ist die Art und Weise, auf welche dies heute geschieht. Nämlich ganz dreist und skrupellos offen.

Die Menschen an der heimlichen Spitze der Welt, welche die wirkliche Macht ausüben und die Politik als Marionettentheater benutzen, wissen, dass sie nichts zu befürchten haben. Im schlimmsten Fall müssen eben ihre Lieblingspuppen dran glauben, doch es gibt beliebig viel korrupten und erpressbaren Nachschub. Daran wird das Projekt der Weltherrschaft garantiert nicht scheitern.

Unser Volk – das gilt im Grunde für fast alle anderen ebenfalls – kann sich nicht mehr wehren und es macht auch schon längst keine Anstalten mehr dazu. Daher muss die Betrügerschar auch keine besonderen Vorkehrungen oder Heimlichkeiten mehr anwenden. Die Bürger haben verstanden, dass sie keine Chance haben bzw. eigentlich haben die gar nichts verstanden, die meisten scheinen nämlich völlig verblendet oder richtig bescheuert zu sein. Nein, sie wollen davon nicht einmal etwas wissen.

Diese offensichtliche Hinterhältigkeit, welche inzwischen quasi ohne Sichtschutz ausgeübt wird, ist das Perverse an der ganzen Sache. Sie wiegen sich in absoluter Sicherheit, sowohl die Hintermänner, als auch die Regierungspuppen, denn im Grunde spielen sie mit offenen Karten. Längst liegen die Betrügereien alle offen auf dem Tisch, aber niemanden kümmert es, was wiederum perfekt zu obigem Zitat von Jean-Claude Juncker passt. Die Menschen sind prima abgelenkt.

Wer auch nur einen kurzen Moment innehält und sich überlegt, wohin diese Entwicklung noch führen wird, ja führen muss, dem wird klar: Hier kommen wir nicht mehr lebend heraus, aus dieser Erde ist kein Entrinnen bei lebendigem Leibe in eine bessere Welt. Nun, wer versteht, was damit gemeint ist, der hat den einzigen Ausweg schon erkannt.

16 Kommentare zu “Macht, Gesetze, Steuern, Willkür – Korruption zum Anfassen

  1. Es gibt nur noch einen Weg dieser ehrenwerten Gesellschaft den Garaus zu machen, in dem man ihnen das Geld entzieht.
    Aussteigen, aber clever!
    Sämtliches Papiergeld, Lebensversicherungen usw. in Edelmetalle umwandeln und dann verschwinden lassen.
    Den Job kündigen und Hartz4 beantragen und abwarten bis zum Crash. Die Zeit bis dahin kann man nützen um sich darauf vorzubereiten.
    Es gibt ja sowieso keine Rettung mehr für das System, warm also noch endlos zahlen, damit diese korrupte Bande sich weitere schöne Monate vielleicht sogar Jahre machen kann.
    Nach dem Crash, kann man dann sein Edelmetall wieder umwandeln und hat so eine schöne Startposition. Wenn das genügend machen, dann ist schnell Ende, aber die meisten sind zu feige dazu. Ich habe das schon vor Jahren gemacht und lebe gut. Wenn man schon nichts gegen das System machen kann, dann muss man es doch wenigstens nicht noch unterstützen.

  2. der offizielle Begriff “Demokratie”.
    Der Wolf kam auch im Scharffell, sonst hätte man ihn nicht rein gelassen.
    Ein schönen Spruch hörte ich mal in Ostberlin:“ Früher konnte man seine Meinung nicht sagen, heute interessiert sie keinen mehr.“ Was für ein Wandel!
    Auch wenn du hier die kriminellen Machenschaften der Regierenden offenlegst, fühlen sie sich so sicher, dass sie dich zwar beobachten und Infos über dich sammeln, aber noch nicht persönlich gegen dich vorgehen.
    Wenn aber Schritt für Schritt die Gesetze sich ändern werden wegen der „Terrorabwehr“, dann wird dein Handeln zunächst kriminalisiert und dann verschwindest du alsbald von der Bühne in ein „Konzentrationslager“ um dich auf die neue „Demokratie“ umzuerziehen.
    Das war ja auch die Idee der Konzentrationslager, die dann von Stalin gleich weiter geführt wurden um nun seine Diktatur an den Mann zu bringen.
    Geschichte wiederholt sich nur mit verschiedenen Nuancen.

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