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Aufwachen um jeden Preis? Das Geheimnis des goldenen Mittelwegs

Warten Sie auch auf den großen Knall und er kommt nicht? Seien Sie einfach froh. Zugegeben, manchmal wünschen wir uns, dass es endlich soweit ist. Doch sind wir uns wirklich sicher, das zu wollen?

Meist ist es die Glaubwürdigkeit, die offenbar davon abhängt, dass die eigenen Prophezeiungen endlich in Erfüllung gehen. Dabei muss man sich diesem Druck nicht aussetzen.

Warum nicht die Gunst der Stunde auch einmal für sich selbst und die Dinge nutzen, die man vor lauter Krise sonst außen vor lässt? Wissen Sie wirklich noch, wie wertvoll Ihre Familie für Sie ist?

Warum alle wir „Krisenpropheten“ die schlechten Nachrichten besonders betonen und davon gar nicht genug publizieren können, dürfte zum einen den Grund der höheren Aufmerksamkeit haben und zum anderen eine Art Frustventil sein.

Wahrheiten.org startete genau heute vor einem Jahr, am 16.06.2008, mit dem damals einzigen Inhalt zum Thema Klima-Lüge aus genau diesen Gründen. Ziel war, die noch schlafenden Mitmenschen aus ihrem Delirium zu wecken und den Kontakt zu Gleichgesinnten herzustellen.

Wer dieses jedoch zu sehr betont und sich darauf vollkommen fixiert, verliert irgendwann den Blick für das noch Funktionierende, Schöne und Gute der Welt. Ja, wir laufen zwar geradewegs in eine sehr ungewisse und sicherlich dramatische Zukunft. Jedoch wer sich auf seine Weise darauf vorbereitet hat, könnte nun damit beginnen, sein Augenmerk auch wieder mehr auf das zu lenken, was ihm vor dem Aufwachen wichtig war.

Leichter gesagt als getan. Aus meiner persönlichen Erfahrung weiß ich, dass die Eindrücke und das neue Wissen oft nicht leicht zu verdauen sind und das Verarbeiten durch Erzählen nur bei ganz wenigen Menschen dadurch erreicht wird, dass der eigene Partner die Einstellung und das Verständnis um die Themen teilt.

Meistens sind es die Herren der Schöpfung, die „Bescheid“ wissen und deren Partnerinnen sich von ihren „Verschwörungspartnern“ zurückziehen mit Sätzen wie „ich will das nicht wissen“ oder „ich will das nicht hören“. Insbesondere besteht dabei die Gefahr, dass gerade zu Beginn des Aufwachens der Partner völlig überfordert wird, weil man selbst ebenfalls überfordert ist und mangels persönlicher Kontakte bis zum Platzen vollgepumpt mit Informationen ist, die man nirgendwo loswird.

Gefährlich wird es dann, wenn der Partner vom Nicht-Zuhören-Wollen dahin übergeht, den hilflosen „Verschwörungstheoretiker“ an seiner Seite zu ignorieren. Was ist das Ende vom Lied? Wie aus heiterem Himmel kommt der große Hammer, beispielsweise das Ende der Beziehung, völlige Abgrenzung oder der Wunsch nach einem neuen Partner.

Ich selbst kenne solche Beziehungen und der Verlauf war in diesen Fällen fast vollständig identisch. Doch was kann man dagegen tun? Die meisten Aufgewachten sind zum einen mit der Thematik überfordert und zum anderen fehlt Ihnen ein aufmerksames Ohr, was ihnen einfach nur das Gefühl vermittelt, mit ihrem „Wahn“ verstanden zu werden. Dazu genügt es schon, dass der Zuhörer dem Überforderten schlicht seine Aufmerksamkeit widmet. Er muss weder zustimmen noch mitmachen.

Da jedoch die Partner in aller Regel nicht wissen, wie sie mit ihrem plötzlich stark veränderten Mitbewohner und dessen seltsamen Anwandlungen umgehen sollen, bleibt eigentlich keine andere Alternative, als dass der Aufgewachte sich dessen bewusst ist, was mit ihm passieren wird und lernt, sich aus den diversen kommenden Gefühlstälern wieder selbst herauszuholen.

Ziemlich unfair, oder? Aber glauben Sie mir, diese genannten zerstörten Existenzen hätten nicht zerbrechen müssen, wenn sie sich dessen bewusst gewesen wären. Denn selbst wenn wir als „Verschwörungstheoretiker“ massive Ablehnung aus unserem Umfeld erleben – die guten und schönen Seiten des Lebens stehen uns dennoch weiterhin offen. Meist nehmen wir sie nur nicht mehr wahr oder sie erscheinen uns zu unwichtig bzw. wir denken, wir müssten uns mit „wichtigeren“ Dingen befassen. Eben vielleicht deswegen, weil diese altbekannten Dinge nicht so interessant sind?

Aufklärung ist wichtig und gut, Schafe gibt es nämlich noch immer viel zu viele. Aber man kann nicht jedes Schaf aufwecken. Bei manchen würde das Unmengen an Zeit und Energie benötigen und bei manchen erreicht man trotz aller Mühen rein gar nichts, höchstens noch mehr Ablehnung. Also am besten, Sie konzentrieren sich grundsätzlich immer nur auf die Menschen, bei denen Sie die notwendige Offenheit spüren.

Sehr wichtig ist, zu Beginn möglichst zügig einen Gleichgesinnten zu finden, mit dem Sie sich quasi jederzeit ohne großen Aufwand treffen und austauschen können. Hier geht es natürlich los mit den Problemen, denn wo findet man diese Menschen? Das hat ja niemand auf der Stirn stehen. Außerdem, woher sollen die Frischlinge unter den Aufgewachten überhaupt wissen, was ihnen bevorsteht und was sie dagegen tun können?

Wir, die schon Bescheid wissen, müssen uns so zu erkennen geben, dass Neulinge uns finden und erkennen können. Sei es ein Autoaufkleber oder eine E-Mail-Signatur, selbstgedruckte Flugblätter oder Veranstaltungen, alles das ist gute und wichtige Arbeit.

Wenn Sie einem Mitmenschen den Anstoß zum Aufwachen geben konnten, bleiben Sie in regelmäßigem Kontakt und bieten Sie Ihre Unterstützung bei Fragen und Kummer an und erzählen Sie davon, wie Sie mit den jeweiligen Situationen umgegangen sind. Vielleicht können Sie auf diese Weise die ein oder andere Familie oder Beziehung retten, so verrückt das klingen mag. Doch es sind wirklich oft genau diese Kleinigkeiten, die manchen Betroffenen in eine regelrechte Isolation in der eigenen Familie führen können.

Verlieren Sie ihre eigene Situation auch nie aus den Augen. Solange alles irgendwie normal weitergeht – scheinbar sind den großangelegten Manipulationen wirklich kaum Grenzen gesetzt – können Sie auch die altgewohnten Tätigkeiten parallel zu Ihren aufklärerischen Tätigkeiten fortsetzen.

Die eigene Familie ist doch eigentlich der Sinn, weswegen Sie sich überhaupt so bemühen, informiert zu bleiben und andere zu informieren. Auch wenn Ihr Partner Ihnen gegenüber keinerlei Verständnis für Ihre neuen und in seinen Augen höchst fragwürdigen Themen entgegenbringt, versuchen Sie ihn trotzdem zu verstehen. Er hat Sie so nicht kennengelernt und Sie verändern sich aus seiner Perspektive drastisch. Damit muss Ihr Partner erst einmal zurechtkommen.

Am besten, Sie versetzen sich regelmäßig in seine Lage und prüfen, an welchen Stellen Sie sich verändert haben, z. B. ob Sie weniger Zeit mit der Familie verbringen, wichtige gemeinsame Termine verpasst haben, Prioritäten verschoben wurden oder gar alte Freundschaften aufgegeben wurden. Alles richtig zu machen, ist unmöglich, natürlich. Doch bieten Sie Ihrem Partner unbedingt weiterhin wenigstens einen Teil Ihres alten Wesens, an dem er erkennt, dass Ihnen unverändert viel an ihm liegt – selbst wenn er Ihre Ansichten überhaupt nicht teilen will.

Geduld ist ebenfalls von Bedeutung, vielleicht sogar der wichtigste Punkt. Zu Beginn möchte fast jeder Neuaufgeklärte sein gesamtes Umfeld missionieren. Das geht in der Regel schief und bedeutet gleichzeitig den Verlust der eigenen Glaubwürdigkeit und etlicher Freundschaften. Hier hilft nur, den richtigen Mittelweg zu finden.

Eine zerstörte Partnerschaft ist selbst den größten Aufwand niemals wert. Sie können sich zwar rühmen, dass Sie perfekt informiert sind, doch für wen? Nur für sich selbst? Was nützt Ihnen das, wenn Sie gleichzeitig völlig alleine übrig bleiben und Sie im schlimmsten Falle Partner, Kinder und Freunde verloren haben?

Nehmen Sie weiterhin am gesellschaftlichen Leben teil und halten Sie Maß mit Ihrer Aufklärungsarbeit. Die Holzhammermethode klappt sicherlich ab und zu, aber die dabei entstehenden Kolateralschäden stehen in keinem Verhältnis zum Erfolg. Gezielt und richtig dosiert erreichen Sie mehr und verlieren Sie weniger.

Wer seine Familie durch „zuviel“ verloren hat, der wird sie nur schwer zurückgewinnen können. Dieser Preis ist sehr hoch – lohnt er sich jemals? Vergessen Sie nie, dass Ihre Verwandlung für Ihren Partner und Ihre Familie alles andere als einfach ist. Sie können zwar argumentieren, dass Sie das alles nur für diese tun, doch wenn sie es nun einfach nicht wissen wollen?

Ihr großer Tag wird kommen – wann wissen wir nicht, aber er wird kommen – und viele derjenigen werden sich an Ihre Hinweise erinnern, die skeptisch oder ungläubig Ihnen gegenüber waren. Bleiben Sie geduldig, halten Sie Maß und denken Sie immer an Ihren Partner und Ihre Familie, Sie haben das alles nur einmal und wollen es bestimmt erhalten. Viel Erfolg weiterhin!

48 Kommentare zu “Aufwachen um jeden Preis? Das Geheimnis des goldenen Mittelwegs

  1. @all:

    wir sind eine Truppe aus 7 Leuten und reden nicht nur, sondern handeln auch, als wir gemerkt haben, dass es zwar viele Seiten im Netz gibt, die die Krise und ihre möglichen Auswirkungen beschreiben, aber keine die für die täglichen „Kleinigkeiten“ in einer Krise und was man schon alles vorher praktisch tun kann.

    Deshalb haben wir eine Seite gestaltet und sind erst seit dieser Woche online —-> hier:

    http://www.krisen-info-netzwerk.com

    und würden uns über einen Besuch und viele Fragen sehr freuen …

    … wünscht sich die Meckerziege

  2. Dieser Artikel ist ein Plädoye für Kompromisse, wie schade. Die schmerzliche Erfahrung der Ablehnung kann, wie viele andere, auch ich teilen. Eine goldene Mitte gibt es leider nicht. Gem-einsam in einem Kompromissgefängnis leben hat nichts goldenes. Der Schmerz vergeht. Wir werden mehr.

    Wenn Du Dich für „die blaue Pille“ entscheidest, sei bitte konsequent und schließe Deinen Blog. Schreibe keine Entschuldigungsartikel wie diesen hier, oder schlimmeres: https://www.wahrheiten.org/blog/2009/06/18/chemie-am-himmel-wenn-glaube-groesser-ist-als-fakten/. Das ist ein klarer Wechsel zur Desinformation und hat nichts mehr mit Wahrheiten zu tun.

    Alles Gute für Dich, pathofneo (allein und wach)

  3. PS: Das war kein Plädoye für Rücksichtslosigkeit !

    Wenn eine Partnerschaft durch Informationen über die Wirklichkeit zerbricht, welchen Wert hatte sie dann wirklich ?

    Du hast so gute Artikel geschrieben, bitte halte durch !

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