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Nur noch 666 Milliarden Tonnen CO2 – der neue Ablasshandel kommt

Die CO2-Sekte predigt wieder und zwar mit lautem Organ. So laut, dass die CO2-Jünger vor Angst und Demut auf dem Boden kriechen.

Wussten Sie, dass Sie nur noch zwei Tonnen CO2 pro Jahr erzeugen dürfen, damit wir unsere Welt vor der sogenannten Klimakatstrophe retten können?

Sie sollten daher umgehend Ihre Atmung halbieren oder zumindest auf Auto und Heizung vollständig verzichten – ach was, verzichten Sie einfach auf Ihr Leben, das machts für die CO2-Weltretter viel einfacher.

Der Spiegel-Artikel vom 08.06.2009 von Christian Schwägerl ist eine dermaßen unfassbare CO2-Propaganda, dass eigentlich bei jedem vernünftigen Menschen sofort alle Alarmglocken angehen und vom wilden Gebimmel zertrümmert werden müssten. Schwägerl beginnt damit:

Schon seit Mitte März hat der durchschnittliche Deutsche sein Kohlendioxid-Konto für 2009 überzogen. Jede Autofahrt, jede heiße Dusche und jedes Elektrogerät laufen bis zum Jahresende auf Kredit. Der Durchschnittsamerikaner ist schon seit Anfang Februar für den Rest des Jahres im roten Bereich.

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung habe angeblich ausgerechnet, dass „vor 2050 noch ziemlich genau 666 Milliarden Tonnen Kohlendioxyd in die Atmosphäre gelangen dürfen“ – dann müssen wir nur mit 2 Grad Celsius Temperaturerhöhung bis zu diesem Datum rechnen.

Abgesehen davon, dass die zwei Grad bereits in diesem Juni 2009 durchaus mal langsam aus ihren Löchern kriechen könnten – es macht nämlich keinen Spaß, um diese Jahreszeit mit Pullover herumrennen zu müssen – ist es wie immer unglaublich, wie wunderbar diese Klima-Propheten die Zukunft voraussagen können.

Dass hierbei auch noch extra die Zahl 666 bemüht wird – vermutlich ein Zufall. Doch wer glaubt schon an Zufall. Das ganze Unterfangen, die Menschen durch Blutsaugerei mit Hilfe der CO2-Sekte bis zum letzten Tropfen auszusaugen, ist an satanischem Potenzial gar nicht mehr zu überbieten.

Wir befinden uns nur Millimeter entfernt von einer neuerlichen Wiedereinführung des inquisitorischen Ablasshandels. Warum sollte denn nur die Industrie diese erfundene Lügensteuer in Form von CO2-Zertifikaten bezahlen? Warum nicht zusätzlich auch noch jeder Mensch persönlich?

Vielleicht kennen Sie die Kindernothilfe, ein Hilfswerk, bei dem man Pate eines Kindes in Entwicklungsländern werden kann. Ähnlich könnte man ein CO2-Patensystem aufbauen, bei dem jeder westliche Bürger ein oder sogar mehrere „Patenkinder“ in den Ländern zugeteilt bekommt, in denen die Menschen viel weniger CO2 produzieren als hier.

Diese Patenschaft sorgt dann für einen finanziellen Ausgleich. Entweder der westliche Bürger reduziert seinen Lebensstandard freiwillig auf das Niveau seiner „Patenkinder“ oder er bezahlt eine entsprechende Gebühr. Da man schon zum autolosen Dauercamper werden müsste, um diese Auflagen zu erfüllen, wird es am Ende natürlich über die Gebühr abgewickelt.

Das nur am Rande als sarkastische fiktive Idee, die sicherlich in Bälde durchaus zur Realität werden könnte.

Aber der Spiegel-Autor ist noch lange nicht am Ende mit seinem Horrorszenario und der Beschreibung der für uns alle geltenden Folgen:

Die 666 Milliarden Tonnen Gas sind nun die naturwissenschaftlich definierte Obergrenze für die Verbrennung von Kohle, Erdgas, Öl und Wäldern, schlichtweg für alles, Heizung, Landwirtschaft, Industrieproduktion, Verpackungen, Reisen, Strom. 666 Milliarden Tonnen des Wohlstandsabfallgases CO2 müssen für die nächsten 41 Jahre reichen, für durchschnittlich acht Milliarden Erdbewohner.

Unglaublich, wie obrigkeitshörig diese Art von Journalisten noch immer ist. Da besteht zu keinem Zeitpunkt auch nur der geringste Zweifel an der Richtigkeit der Behauptungen dieser selbsternannten CO2-Sekten-Gurus. Einfach ohne Nachzudenken wird da publiziert und die Menschen auf Linie gebracht – Auftragsarbeit pur.

Das Beste ist der Begriff „Wohlstandsabfallgas“. Einfach nur lächerlich, welchen Müll wir uns hier gefallen lassen sollen. Allein, Sie und ich wissen ja wenigstens, dass es Müll ist. Aber was ist mit den unzähligen dummen Schafen vor den Glotzen? Die haben keine Ahnung, die lassen sich bei lebendigen Leibe das Atmen verbieten und fühlen sich auch noch schuldig dabei. Propaganda in höchster Perfektion!

Hier kommt die Zahl, die man uns zubilligt:

Das CO2-Guthaben, das jeder Mensch bis zur Jahrhundertmitte hat, beträgt zwei Tonnen CO2 pro Jahr – es ist eine für heutige Verhältnisse grotesk niedrige Zahl. Der durchschnittliche Erdbewohner verursacht schon heute 4,6 Tonnen, der so umweltbewusste Durchschnittsdeutsche anhaltend zehn Tonnen, der Durchschnittsamerikaner 20 Tonnen.

Immer wieder erstaunlich, wie genau diese regierungsabhängigen Institute ihre Berechnungen anstellen. Kein noch so hochgebildeter und bestausgestatteter Meteorologe weiß heute auch nur annähernd, wie das Wetter übernächstes Wochenende sein wird – die Klima-Sekte kann es uns dagegen aufs Grad genau über 40 Jahre in die Zukunft voraussagen.

Und nicht nur das, sie können sogar die gesamte Vegetation und alle nur denkbaren meteorologischen und physikalischen Einflüsse der nächsten Jahrzehnte so exakt mit einrechnen, dass man uns Bürgern eine bis aufs Kilo genaue Zahl als Wohlstandszugeständnis machen kann.

Zwei Tonnen CO2 im Jahr werden wir also in Zukunft erzeugen dürfen. Allein durch unsere Atmung entstehen bereits zwischen 300 und 500 kg CO2 pro Jahr, je nach Aktivität. Das wird verdammt eng, wenn man Nahrung, Energie und ein Dach über dem Kopf dazurechnet. Aber vielleicht rechnen die Damen und Herren Sektenvorstände ja unsere Atmung freundlicherweise nicht zu den zwei Tonnen.

Schwägerl schreibt weiter und sieht im CO2-Ablasshandel gar eine Lösung für unsere Finanzkrise:

Die Währung, in der Zins und Tilgung geleistet werden, ist CO2-Verzicht sowie das Know-how, Wohlstand mit erträglicher Umweltbelastung, also mit grünen Technologien und intelligentem Produktdesign zu erzeugen.

Dazu brauchen wir alle einen sogenannten Klimavertrag, der offiziell regelt, wer wieviel atmen bzw. „leben“ darf. Und so könnte laut Spiegel der „Klimavertrag“ beginnen:

„Jeder Mensch hat das Recht auf maximal zwei Tonnen CO2 pro Jahr.“

Ich weiß gar nicht, wie man bei normalem Verstand auf solche Ideen kommt, aber Schwägerl setzt noch einen drauf:

Sie wäre, auf Deutschland gemünzt, daran zu erkennen, dass Verbraucher ihren Kant-Wert achten; dass Siemens-Aktionäre ihre Dividenden minimieren, um Indien und China hocheffiziente Kraftwerke und Energiespartechnologien zu Vorzugspreisen zu verkaufen; dass die Deutsche Bank als Existenzzweck nicht die Eigenkapitalrendite definiert, sondern ihre Erfolge dabei, Ökounternehmer rund um den Globus mit Geld zu versorgen; dass die deutschen Rentner dafür demonstrieren, Geld aus der Rentenkasse in staatliche Energieforschung umzubuchen, um ihren Enkeln Ressourcenkriege zu ersparen.

Also, liebe Rentner, wehe Ihr jammert, wenn man Euch die Rente halbiert. Ihr habt keine Wahl. Wenn Ihr nicht Euren Anteil zum Ablass leistet, dann treten die bekannten Rentengesetze in Kraft:

Alle Renter ab 65 Jahren dürfen bei Rot über die Ampel – ab 70 Jahre müssen sie.

Ein Punkt wurde noch vergessen: Die verblödeten Auftragsschreiber unter den Journalisten sollten den durch sie verzapften und gedruckten Lügenmist auf ihr privates „CO2-Guthaben“ angerechnet bekommen. Das reicht dann zwar nicht mehr zum Atmen, aber zum Nachdenken nutzen sie ihre Existenz ja sowieso nicht.

Meine Güte, wäre das Thema aus Sicht der nahenden Diktatur nicht so ernst, man würde sich auf dem Boden wälzen vor Lachen. Denn wer hätte gedacht, dass man einer modernen Gesellschaft wie der unseren eine vor fast 500 Jahren abgeschaffte Seelen-Freikaufssteuer erneut aufs Auge drücken kann?

35 Kommentare zu “Nur noch 666 Milliarden Tonnen CO2 – der neue Ablasshandel kommt

  1. 29Markus
    >Bei einer normalen Verwesung eines Korpers/Pflanze entsteht neben Wasser und Harnstoff…Trommelwirbel….Kohlendioxid…ha also wird sterben auch verboten

    Du sprichst vom langsamen Sterben des Menschen. Vielleicht gibt es bald eine Methode (oder gibt es sie schon?), um sehr viele Menschen auf einmal einfach „verpuffen“ zu lassen, so wie bei einer Atomexplosion, nur eben anders. Es gibt bestimmt Leute, die sich gerade jetzt im Augenblick über so etwas Gedanken machen. Wer schnelle Bevölkerungsreduktion will, der wird sich auch mit den Methoden zur Beseitigung der sterblichen Überreste gut auskennen.

  2. # Greif

    Ich sage nicht das der Gesichtspunkt,den ich ins Gespräch brachte den Anspruch auf Vollständigkeit oder Wahrheit hat.
    Ich versuche mit meiner Sicht der Dinge einen Aspekt zur Wahrheitsfindung beizutragen.
    Es bastelt sich sowieso jeder seine eigene Wahrheit zusammen.

    Ich halte es mit einem einsamen aber unermüdlichen Rufer, der tagaus tagein auf Frankfurt`s Haupteinkaufsmeile „Gott ist die Wahrheit“ ruft,wobei ich mir über Gott oder Götter nicht ganz im Klaren bin.

    Natürlich habe ich bezüglich des Links versucht weitere Infos zu finden.
    Gelesen habe ich dann,daß Produktion oder Verbrauch von CO2 bei Pflanzen von mehreren Faktoren abhängen:

    1.Luftfeuchtigkeit
    2.Lichtintensität
    3.Pflanzenart

    Bei hoher Luftfeuchte bzw. hoher Lichtintensität bzw. der Kombination von Beidem
    überwiegt die O2 Produktion und umgekehrt.
    Die Photosynthese scheint also keinesfalls nach Schulbuchart zu funtionieren,immerhin gut zu wissen.
    Wenn ich den Link finde werde ich ihn posten

  3. Mal ne Frage,

    … es ensteht doch nicht nur allein CO2 bei der Verbrennung von Benzin/Öl, oder wie ! ?

    Nur als Idee,

    … es kommt mir fast so vor, als würde man den Schadstoff-Ausstoß momentan auf die CO2-Entstehung reduzieren wollen !!!

    „warum haben sie sich beim Kauf ihres neuen Autos für den Benziner entschieden, anstatt für das Elektro-Auto ?“, …

    „nun, seit dem ich weiß, dass die Pflanzen das atmen – was diese Karre so rausblasen wird, habe ich das Gefühl ich tue was gutes, lach ! Außerdem, stecken die E-Autos noch in der Schublade !!!“

    Wenn ich also – so weit ich dazu fähig bin – kombiniere und durch spezielle Technologie zur Tiefbohrung – überall auf der Welt eine unerschöpfliche Erdöl-Erschließung möglich ist, … versucht da wohl eine Lobby im Vorfeld die Erdöl-Verbrennung /-Förderung und Vermarktung zu verharmlosen, um weiterhin ihr Monopol zu halten und aus zu weiten.

    … kann mir mal Jemand diese Meinungs-Axt aus dem Schädel ziehen ???

  4. @Harry Winston `79,
    ganz werd ich die Axt wohl nicht rauskriegen …
    Aber natürlich ist bei diesen Themen 80% Lobbyarbeit, und das Ergebniss ist ja auch recht gut, oder ?
    Im richtigen Leben darf man den Kram auch differenziert betrachten, denn die Wahrheit ist eine Erfindung eines Lügners.
    Prinzipiell sind Rohstoffe auf dieser Erde endlich, auch Öl. Der Oilpeak sagt nicht, daß es danach kein Öl gibt, sondern daß die Förderung nach einem Maximum rückläufig ist. Gründe sind hier geologischer, wirtschaftlicher und technischer Natur. Die, welche fördern, möchten auch zu einem hohen Preis verkaufen. Und mit CO2 lässt sich nebenher nochmal Geld verdienen, erst Zertifikate verkaufen, dann Pflanzen züchten . . . Ergo, eigenes Urteil bauen !

  5. Nach neuem Klimaschutzgesetz Berlins, Vorreiter für ein Bundesgesetz, können Privatleute, die ihr CO2″-Sparkontingent übererfüllt haben, den Überschuß an andere Hausbesitzer mit „schlechteren“ Ausstoßwerten, die Erfüllungsprobleme bei den Zwangsmaßnahmen haben, verscherbeln. Ansonsten teure „Energiespar-Maßnahmen“ + Nachrüstpflichten + Verbote ohne Ende. Ökodiktatur total.

    Dazu das übliche Betroffenheitslyrik der Hauseigentümer-Verbände, die die Gesetzeskröten wie bisher schlucken werden – da von teils verkappten Ökoprofiteuren geleitet.

    In einer BW-Haus&Grund-Organisation soll nach mir vorliegenden Informationen eines Mitglieds z.B. der Oberdämmstoffverpappmalermeister der Region Stuttgart Vorstandsmitglied sein und jede ökokritische Aktion nach besten Kräften blockieren.

    Und dazu das ebenso übliche Geschrei der linksgrünen Pfeifen, das Gesetz greife nicht hart genug durch. Alles orchestriert von bewährten Kräften …

    Konrad Fischer
    Ökoketzer und Klimaschutzleugner

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