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Advent, Advent, die Wirtschaft brennt – der etwas andere Adventskalender

Welches Kind hat keinen Adventskalender? Keines natürlich. Auch viele Erwachsene schenken sich einen, teilweise mit selbstgemachten und tollen Ideen.

Es gibt noch einen weiteren Adventskalender, der für uns alle ist: Jeden Tag öffnet sich ein Türchen – von selbst – und dahinter steckt eine Überraschung:

Eine insolvente Bank, ein manipulierter Goldpreis, unerklärlich sinkende Ölpreise, neue Steuern, schärfere Überwachungsgesetze…

Das Besondere an diesem Kalender: Niemand weiß so richtig, was am nächsten Tag zum Vorschein kommt. Eine weitere Besonderheit: Nach 24 Tagen ist der Kalender noch lange nicht leer – keiner weiß, wann sich das letzte Türchen öffnet.

Hier sind exemplarisch einige der „Türchen“- schön verpackt von der Presse:

Verdi pocht trotz Krise auf hohe Lohnforderungen.

Wenn das der Nikolaus hört, dass da noch jemand anders außer ihm „pocht“… z. B. einige Russen, die auf Ihre Rechte zu pochen scheinen:

Festnahmen nach Protesten in Russland wegen Wirtschaftskrise.

Zwischendurch etwas zur Beruhigung:

China will Studenten in der Wirtschaftskrise beruhigen.

Und etwas Aufschwung gibt’s auch – erstaunlich aber wahr:

Spammer profitieren von Wirtschaftskrise.

Das nächste Türchen macht Angst – aber nur denjenigen, die dazu allen Grund haben aufgrund ihrer unglaublichen persönlichen Leistung:

Deutsche Manager haben Angst.

Andere packen Pakete – sind die für uns gedacht? Zu Weihnachten?

Bund schnürt Konjunkturpaket.

Einige Unbelehrbare ignorieren einfach, dass sie sich in einer Krise befinden. Die haben auch allen Grund dazu, schließlich sind sie in der Baubranche tätig, einem Zukunftsmarkt – ab 2020 vielleicht:

Haver & Boecker investiert trotz Wirtschaftskrise.

An Weihnachten kommen ja immer die Bettelbriefe von allen Seiten und die Menschen geben großzügig, um ihr Gewissen wenigstens etwas zu entlasten – außer dieses Jahr:

Den Privathochschulen brechen die Spenden weg.

Aber nun Schluss mit den negativen Nachrichten, Das Gute liegt so nah:

Das Gute liegt so nah: Ein Anlauf gegen die Wirtschaftskrise.

Es ist so, das Gute liegt nah, sogar in einer Krise. Inbesondere in unseren Gedanken. Ich weiß natürlich, dass vielen von Ihnen die Angst und die Resignation schon ins Gesicht geschrieben stehen, wenn Sie an 2009 denken.

Hoffnungslosigkeit jedoch ist weder eine Lösung noch erstrebenswerte Lebenseinstellung. Unsere Herausforderung besteht in der Gratwanderung zwischen den Geschehnissen um uns herum und unserer Vision, die wir auf keinen Fall verlieren dürfen.

Sie tragen zudem eine Verantwortung, weil Sie „wissen“. Nicht nur für sich und Ihre Familie oder evtl. auch für Ihre Mitarbeiter. Nein, Sie tragen sie auch gegenüber Menschen, die Sie bisher gar nicht kennen. Mitmenschen in Ihrem Umfeld, die bisher keine Ahnung von dem haben, was Sie bereits in den dunkelsten Farben vor Augen sehen.

Schätzungsweise 95% der Bevölkerung hat nicht den leisesten Schimmer einer Ahnung, was auf uns wirklich zukommt und was ursächlich dafür verantwortlich ist. In den Medien wird diesen ahnunglosen Wesen und um die Uhr vorgegaukelt, dass unsere Politik abwartet, abwägt und rechtzeitig richtig handeln wird. Für den Fall der Fälle, dass sich eines der unangenehmen „Türchen“ sichtbar für die breite Masse öffnet, hat man natürlich entsprechende Sündenböcke bereitgestellt.

Nutzen Sie die derzeitige Situation und informieren Sie Ihre Mitmenschen soweit es Ihnen möglich ist. Weisen Sie auf die wahren Hintergründe und Ursachen hin. Im einfachsten Fall schicken Sie ihnen einen Verweis auf die zahlreichen Videos zum Thema Geldentstehung und bieten Sie ihnen an, bei Fragen zur Verfügung zu stehen.

Wichtig ist es, nachzuhaken, denn der uninformierte Mensch neigt dazu, die Probleme zunächst zu verdrängen und erst im Moment der größten Panik wieder nach den – im Hinterkopf schlummernden – Informationen zu kramen. Doch wer kann in der Panik noch einen klaren Gedanken fassen, wenn er das Problem und die Lösungen nicht wirklich kennt?

Sie können das! Sie wissen was kommt, haben sich hoffentlich vorbereitet und können nach Überwinden des eigenen ersten Schocks schnell zur Informations- und Aufklärungsquelle mutieren. Unterschätzen Sie nicht das Wissensbedürfnis Ihrer Mitmenschen, die Sie einmal auf das Thema angesprochen haben, auch wenn diese zunächst kein Interesse bekundeten. Im Falle eines Falles werden diese sich direkt an Sie erinnern.

Verteilen Sie Flyer und Visitenkarten und haben Sie Mut, Farbe zu bekennen, auch wenn es Ihnen nicht immer leicht fällt. Der Tag, an dem andere Ihre Hilfe benötigen werden und Sie diese bestimmt gerne leisten werden, kommt garantiert. Und eines ist klar: Zusammen überwinden wir das kommende tiefe Tal mit Sicherheit viel leichter.

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