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Feuer und Eis – die Party ist vorbei

Wie wirkt sich eine Finanzkrise in der Realität tatsächlich aus? Was passiert nach einem Staatsbankrott?

Diese Fragen stellen sich zur Zeit die Menschen, denn es sind nicht mehr viele „Originalerleber“ unter uns, welche die Weltwirtschaftskrise und die Hyperinflation Anfang des letzten Jahrhunderts hier in Deutschland miterlebt haben.

Es gibt nun ganz aktuell und gar nicht weit weg ein echtes Beispiel für die Auswirkungen: Island. Dort ist die Party vorbei.

Sonja Sagmeister vom ORF fasst in Ihrem Beitrag vom 19.11.2008 zusammen:

Island ist das erste Fallbeispiel, wie Pleitebanken einen reichen Staat über Nacht in den Bankrott reißen und das Leben von Menschen erschüttern.

[…]

„Ich habe in Bankaktien von Glitnir, Kaupthing und Landsbanki investiert, von einem Tag auf den anderen war das ganze Geld verschwunden“, sagt Klinger gegenüber dem ORF-„Weltjournal“.

Zudem hat der Salzburger – wie 80 Prozent der Isländer – einen Fremdwährungskredit. Als die isländische Krone zu den stärksten Währungen der Welt zählte, waren Kredite in Schweizer Franken und Euro billig. Die abgewertete Krone macht den Kredit nun fast unfinanzierbar.

„Durch die Währungsabwertung hat sich der Kredit mehr als verdoppelt. Das heißt, meine Rückzahlung ist nun auch mehr als doppelt so hoch“, erzählt er.

[…]

Die Fische bringen dringend benötigte Devisen. Jeder zehnte Einwohner lebt vom Fischfang. Auch Vignar Arnarson. Er benutzt sein Auto nur noch selten. Sprit kostet umgerechnet 2,50 Euro pro Liter. „Letzte Woche habe ich ein Rad gekauft, das ist billiger“, schildert er.

Beim Lebensmitteleinkauf traut Herr Arnarson seinen Augen nicht. Schon wieder ist alles teurer. Die Inflation liegt bei 15 Prozent. Die Verkäufer müssen ständig Preisschilder austauschen.

One Reply to “Feuer und Eis – die Party ist vorbei”

  1. Nun merkt die Welt schmerzlich, daß sie auf dem falschen Weg war. Folgt daraus jedoch irgendeine relevante Erkenntnis? Nein, in Island nicht und im Rest der Welt auch nur zögerlich. Der Grund dafür liegt darin, daß wir die Verursacher, die mindestens seit der Renaissance aktiv sind, noch immer nicht auf den Mond gejagt haben. Dort können sie Zinsen nehmen, Kriege anzetteln, Ressourcen horten, Nahrungsmittel manipulieren und das Wetter verändern wie sie wollen… Hier sollten wir dem Gesindel endlich in den Arsch treten und zwar so, daß es ihnen ein für alle mal vergeht.

    Die dynamische Erkenntnisnahme geht jeder grundlegenden Umwälzung voraus. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

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